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Ein aufgewärmtes Attentat und dessen Ursachen.
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 23.7.2010 @ 14:31 In Spuren/Gefunden, Gedanken | 1 Kommentar
Ein aufgewärmtes Attentat und dessen Ursachen.
Im Internet findet sich ein Verweis auf eine Diskussionsrunde mit J. Ackermann im Fernsehen. In diesem Zusammenhang kam auch das Attentat auf den ehemaligen Deutsche Bankchef Herrhausen zur Sprache, mit welche Handlungsweisen Ackermanns gerechtfertigt wurden. Folgenden Kommentar hatte ich [1] hier hinterlassen:
Soweit wie [2] hier geht [3] Steinberg in seiner Darstellung nicht, die Ursache für das Attentat im Konkurrenzkampf zu sehen. In diesem Zusammenhang geht es auch weniger um die Diktatur der Bourgeoisie, als vielmehr um den Kampf der Monopole untereinander. Darüber sollte der damalige Gegenstand, die geforderte Entschuldung Mexikos, nicht hinwegtäuschen. Auch wenn es üblich ist, solche Erwägungen als Gutmenschentum zu verkaufen, ist nicht zu vergessen, warum diese Forderung aufgestellt wurde. Ein zahlungsunfähiges Land taugt nicht mehr fürs Geschäft und für die Akkumulation des Kapitals steht es so nicht gerade zum Besten, wenn nichts mehr zu verteilen, oder umzuverteilen ist. Herrhausen hat versucht die Situation im Interesse der Deutschen Bank zu klären, dass dieses nur gegen das Interesse anderer, entsprechender Konzerne geht, dürfte eigentlich nicht Überraschen. Er war für einen umfassenden Schuldenerlass, dieses war er sicher nicht, im Interesse Mexikos, und des mexikanischen Volkes, wie gern dargestellt, sonder im Interesse des von ihm zu leitenden Konzerns. Dieser ganze Vorgang ist letztlich ein Ausdruck für die sich verschärfende [4] allgemeine Krise des Kapitalismus. Eigentlich ein klassischer Bandenkrieg des Kapitals, hier des Finanzkapitals.
Und wie schreibt [5] Marx im Kapital: „Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren (anfeuern).“
Um wie viel wird es wohl im Falle Rohweder gegangen sein? In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass Herr Ackermann übrigens lange daran gearbeitet hat, die Deutsche Bank als Braut herauszuputzen, was wohl der Grund dafür gewesen ist? Nun ja, mit der herannahenden Bankenkrise, wurde dieses Ansinnen zu den Akten gelegt, es wäre wohl auch kaum noch zu rechtfertigen gewesen. Im Gegensatz zu Herrhausen ist Ackerman auf die Linie der angloamerikanischen Banken eingeschwenkt und hat begonnen die Deutsche Bank mit all den bekannten Folgen nach deren Muster umzubauen.
Übrigens braucht man eigentlich keine Verschwörungstheorien zu bemühen, Kapitalismus ist und bleibt Kapitalismus, gerade auch in seiner höchsten Phase. Vieles, welches heute als Verschwörung betrachtet wird, entspringt und entspricht dem Wesen des Kapitals und letztlich stellt sich die Frage: wenn Verschwörung, dann gegen wem und in wessen Interesse?
Gruß
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[1] hier: http://www.barth-engelbart.de/?p=677#comments
[2] hier: http://www.barth-engelbart.de/?p=677
[3] Steinberg: http://www.steinbergrecherche.com/09diktatur.htm#Ackermann
[4] allgemeine Krise: http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2009/11/17/allgemeine-krise-des-kapitalismus
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[5] Marx im Kapital: http://www.ml-werke.de/marxengels/me23_000.htm
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