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Nochmals zum Zionismus

Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 23.7.2010 @ 18:53 In Spuren/Gefunden, Gedanken | Keine Kommentare

Nochmals zum Zionismus

[1] Hier hatte ich meine Beiträge zu einer Diskussion gespiegelt und wurde auf einen älteren Beitrag zum Zionismus aufmerksam gemacht, welchen ich nun gelesen und folgende Anmerkungen hinterlassen habe und möchte hiermit diese Beitrag empfehlen:

Hallo Sepp,

nun habe ich es endlich geschafft den von Dir erwähntem [2] Beitrag zu lesen, ein interessanter Beitrag, gut geschrieben, dem Thema gerecht werdend, mit aufhellender Wirkung. In diesem Zusammenhang ist mir folgender Gedanke gekommen: Die Schuld ist nur fürs Volk, die Schuldigen nutzen diese in ihrem Interesse, um weiterzumachen wie vordem.

Nun hätte ich doch die eine und andere Anmerkung, welche ich aber hier hinterlasse und nicht beim gegenständlichen Beitrag. Da sich die Themen gleichen, denke ich dass es kein Problem ist und dem Link folgend, kann der gegenständliche Text ja nachgelesen werden.

Wie schon geschrieben, ein interessanter Beitrag, welchen Du da geschrieben hast und treffend die Einschätzungen zur Gegenwart, nur bist Du der Meinung, dass es nach Gründung des Staates Israel anders gewesen ist? Meinst Du wirklich, dass das gute Verhältnis der Bundesrepublik der Wiedergutmachung geschuldet war? Und dass diese Wiedergutmachung in einer Form geschah, die Taten begünstigte, welche der wieder gutzumachenden Tat ähnelten, spricht doch eigentlich dagegen? Die praktische Politik dieser Zeit lässt doch eher den Eindruck verhärten, dass es schon damals nicht um Wiedergutmachung ging, sondern um Macht und Einfluss. Und das hatte durchaus Tradition, denn auch im dritten Reich wurde der Zionismus bis zur Reichskristallnacht unterstützt, … was durchaus üblich ist, unter Verwandten.

Wie schon geschrieben, Deine Aussagen zum gegenwärtigen Verhältnis finde ich treffend, sie lichten den Schleier, welcher versucht wird über diese Beziehung zu legen, um die eigentlichen Hintergründe zu verdecken. In der historischen Betrachtung, sollte aber nicht vergessen werden, dass es einen zweiten deutschen Staat gegeben hat, welcher eine andere Politik gegenüber Israel praktiziert hat.

In diesem Zusammenhang (Staat) noch eine Anmerkung zu den letzten Absätzen, in denen Du dich dem bundesdeutschen Staat an sich zuwendest, welcher die Interessen der „Lieblingsbürger“ vertritt. Nun gehe ich einmal davon aus, dass Du mit den Lieblingsbürgern die herrschende Klasse meinst, deren Instrument dieser Staat ist. Der Staat, als das Instrument der herrschenden Klasse also und so kann von diesem auch nichts anderes erwartet werden. Ich finde, dass dieses so konsequent ausgedrückt werden sollte, denn anders, wird die Illusion erweckt, dass dieses innerhalb des Systems geändert werden könnte, ohne die politischen Machtverhältnisse zu ändern.  

Solidarischen Gruß

PS. Die Kommentare habe ich nicht gelesen.


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[1] Hier: http://kucaf.de/2010/07/04/zum-thema-israel-und-ein-positionspapier/
[2] Beitrag: http://kritische-massen.overblog.de/article-zu-einigen-essentials-linker-zionism
us-kritik-in-deutschland-40421273.html

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