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Morgen ist es soweit!
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 5.8.2010 @ 12:47 In Auseinandersetzung in Quedlinburg | 3 Kommentare
Morgen ist es soweit!
Morgen ist es nun so weit und so werde ich diesen [1] Beitrag, einer Drohung folgend, erst einmal löschen. Selbiges trifft für meine [2] Auseinandersetzung mit dem Schreiben des Herrn Bracht zu. Aber warum eigentlich, gibt es nicht auch so etwas wie Meinungsfreiheit? Und liege ich mit meiner Einschätzung falsch? Eigentlich doch nicht, nur hat in unserer Gesellschaft ein Gewöhnungsprozess gegenüber solcher Schreiben, wie ursächliches E-Mail, eingesetzt und nur selten scheinen Inhalte hinterfragt zu werden. Verwunderlich ist solches kaum, da es üblich geworden ist, selbst in Bescheiden von Behörden, gleich mit den Konsequenzen zu drohen, welche dem Beschiedenen erwarten, wenn er z. B. nicht zahlt, oder mit der Zahlung in Rückstand gerät. Die Behörden sparen sich damit zwar eine Mahnstufe, nur zu welchem Preis? Da ein jeder Erhalter eines solchen Bescheides von vornherein als Zahlungsunwillig, oder der Zahlung sämiger, oder gar des Betruges verdächtigt wird! Nämlich um etwas anderes handelt es sich nicht, wenn in einem Bescheid Mahnklauseln gleich mit enthalten sind. Mit Bürgerfreundlichkeit hat dieses zwar nichts zu tun, genauso wenig wie mit Vertrauen in die Bürger, für welche eigentlich Verwaltungen da sein sollten, eher mit der Entfremdung dem Bürgern gegenüber. Der Bürger wird so nicht als Partner gesehen, sondern, wie es den Anschein hat, als Gegner.
Ähnlich auch im obigen Fall, anstatt sich mit denen auseinander zu setzten, welche gegen Urheberrecht verstoßen haben, wird die Keule jedem gezeigt und davor gewarnt, solches zu tun. Warum sieht man sich aber genötigt pauschal zu drohen, warum wird ein jeder Adressat dieser Mail verdächtigt? Gesund und konstruktiv wäre es, prinzipiell die Unschuld derer anzunehmen, welche sich eines solchen Vergehens nicht schuldig gemacht haben, und ihnen nicht zu unterstellen, dass sie dieses ja tun könnten. Andererseits, wenn nur diejenigen angeschrieben werden, welche sich unrechtmäßig auf den Seiten der QTM GmbH bedient haben, dann erfahren die Anderen ja nichts von dem im Text eingeführten Angebot, für einen Obolus dieses Recht erwerben zu können. Hier wird spekulativ mit Ängsten gearbeitet, in dem mit Folgen gedroht wird und ein Mittel, um diese abzuwenden, wird gleich mitgeliefert. Im Verkauf nicht unüblich und das Geschäft mit der Angst funktioniert nach wie vor.
Dabei sind das nicht die einzigen zu hinterfragenden Äußerungen des Geschäftsführers der QTM GmbH, so konnten jüngst der MZ auch andere Drohungen entnommen werden. Unter der Überschrift, „[3] Frontalangriff grün gegen rot“, welche keinen politischen, sondern einen wirtschaftlichen Hintergrund hat, weil in Quedlinburg gleich neben der Information der Stadt (rotes Logo), eine neue Information eröffnet wurde (grünes Logo). Am Ende des Textes kommt Herr Bracht zu Wort und folgende Aussagen sind es durchaus Wert ihrer Bedeutung entsprechend hinterfragt zu werden: „Thomas Bracht, Geschäftsführer der QTM, traut dem neuen Konkurrenten ein qualifiziertes Tourismusmarketing nicht zu. “Das Ganze wird nur zur Verwirrung der Gäste führen, die Menschen werden sich schlecht beraten fühlen und sich beklagen, weil sie verärgert werden. Im Endeffekt ist das schlecht für das Image der Stadt und damit für den Tourismus”, sagt er. Der neue Nachbar stelle sich die ganze Sache zu einfach vor, und um den Harz als Ganzes zu vermarkten, dafür gebe es den Harzer Tourismusverband. Was die Gästeführer betrifft, hält sich Bracht noch zurück. Es werde aber keinen Stadtführer geben, “der für ihn und für uns läuft”, gibt er sich kämpferisch. Die Möglichkeit einer Zusammenarbeit sieht Bracht nicht, “denn das einzige Angebot seinerseits bestand darin, uns mehrheitlich zu übernehmen. Aber es kann nicht sein, dass ein einzelner Hotelier über den Tourismus einer Stadt bestimmt.” Auch auf das Angebot, Michael Riegler bei der QTM zu beschäftigen, habe er natürlich ausgeschlagen. “Der Mann ist Historiker, kein Touristiker”, so Bracht. Er habe jedenfalls erst einmal eine einstweilige Verfügung beim Landgericht beantragt - wegen der Namensgleichheit “Quedlinburger Stadtinformation”.
Das in diesem Zusammenhang dem Konkurrenten von vornherein Fähigkeiten abgesprochen werden, ist eigentlich schon anmaßend, ob sich die Gäste dadurch verwirren lassen, ist fraglich, dass aber Stadtführern offen gedroht wird, ist wahrscheinlich nicht einmal gesetzeskonform. Nun kann der Geschäftsführer seine angestellten Mitarbeiter zur [4] Loyalität verpflichten, nur kann er dieses auch für „freie“ Mitarbeiter? Kann er diesen untersagen, gegebenenfalls ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften, woanders zu erwirtschaften, wen es mittels der QTM nicht möglich ist? Allein schon der Status der Stadtführer im Allgemeinen, verbietet eine solche Aussage. Letztlich kann festgestellt werden, dass es für Herrn Bracht nicht unüblich ist, mit Drohungen zu arbeiten. Praktiziertes Machtgebaren, aber auch Überheblichkeit, zeigen sich gerade auch in der Aussage: „Der Mann ist Historiker, kein Touristiker“! Und das in einer Stadt wie Quedlinburg, mit ihrem Weltkulturerbestatus, wo einen in jeder Ecke, auf jeder Straße, ja selbst mit jedem Pflasterstein historisches begegnet.
Im Zitat selbst stecken einige Themen, welche es wert sind aufgegriffen zu werden, aber hier nicht Gegenstand sein sollen. Eines steht zumindest für mich fest, die Mittel, mit welchen hier oft agiert und reagiert wird, sind in der Regel untauglich um Probleme zu lösen, eher werden Probleme geschaffen oder verschärft, und soweit mir zu Ohren gekommen ist, hat es mit der „einstweilige Verfügung“ ja auch nicht geklappt.
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-gmbh-auf-der-suche-nach-neuen-einnahmequellen/
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-gedroht/
[3] Frontalangriff grün gegen rot: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtike
l&aid=1277474020913
[4] Loyalität: http://de.wikipedia.org/wiki/Loyal
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