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Wie war das mit den Sarazenen, oder so ähnlich?

Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 2.9.2010 @ 10:39 In Spuren/Gefunden, Gedanken | 6 Kommentare

Wie war das mit den Sarazenen, oder so ähnlich?

Zu einem aktuellen Thema:

Nun ist es so, dass zurzeit ein Bundesbankvorstand zu unrühmlicher Berühmtheit gelangt, in dem ein von ihm geschriebenes Buch Gegenstand so mancher Betrachtung wird. Dabei haben die meisten ihre Informationen aus den Medien und das Buch wahrscheinlich selbst nicht gelesen. So ist es auch bei mir, wobei besagter Herr sich zum Thema in der Vergangenheit schon geäußert hatte und diese Aussagen durchaus umstritten waren. Wessen Geistes Kind dieser Herr ist, ist ebenfalls bekannt, auch wen von verschiedenen Seiten aus relativiert wird und seine Äußerungen beschwichtigend als der Anstoß einer lange überfälligen Diskussion dargestellt werden. Dieses konnte ich in einer persönlichen Diskussion erleben, in welcher gerade dieses Argument zu hören war. In diesem Zusammenhang ist auch erschreckend wie wenig doch die Ursachen gesellschaftlicher Verwerfungen in den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen gesehen werden, sondern im Menschen selbst, in seinen Veranlagungen, in seinen Genen etc. Nicht das Sein bestimmt das Bewusstsein, sondern das Bewusstsein das Sein und so wird gar unterstellt, dass genetische Veränderungen kurzfristige Prozesse seien. Dass dabei Völker, welche vor einigen hundert Jahren auf „höherer“ Kulturstufe lebten, als unsere Vorfahren zur selben Zeit, spielt keine Rolle, das hier und heute ist entscheiden.

Nun ist es besagten Menschen mit seinem Buch gelungen Aufregung zu verbreiten und Erregung zu schaffen, welches den Verkaufszahlen sicher nicht abträglich ist, aber in der Sache nur die Spitze des Eisberges erfasst. Auf dieser [1] Seite hatte ich einen Beitrag gefunden, welcher einen anderen Beitrag wiedergibt. Da mir der gemacht Vergleich passend erscheint, habe ich folgenden Kommentar, welcher im Zusammenhang mit dem kommentierten Text verständlich wird, hinterlassen:

Ist schon komisch, viel wird nun geschrieben und gesprochen, es wird sich erregt und aufgeregt und es tangiert mich nicht einmal sonderlich, dieses Thema, um den Sarazenen. Wobei der Vergleicht treffend ist, für unserem Mischungskessel Mitteleuropa, wo seit jahrtausenden die verschiedensten Völkerschaften sich kreuzten. (Sogar mit einer anderen Rasse, den Neandertalern, soll solches vorgekommen sein.) Die Produkte dieser Kreuzungen wiederum zogen in die Welt um andere Völker zu bekehren und sich mit diesen auch zu mehren, ob gewollt oder ungewollt, die Bekehrten mussten dulden.
Wenn ich nun was zum Thema lese, höre, sehe, da verbreitete Präsens Entzug unmöglich zu machen scheint, so stellt sich mir die Frage, was das soll? Fokussiert auf die Spitze des Eisberges, wird sich auf das eine achtel, welches aus dem Wasser ragt konzentriert und die weiße Gefährlichkeit konstatiert, ohne zu merken, dass die anderen sieben achtel den Rumpf des Schiffes schon lange aufgerissen haben.

Ja, so leben wir auf einer Insel, welche keinen Namen hat und auf der die verschiedensten Piraten ihre Schätze vergraben haben, und wundern uns, das aus aller Welt die Schatzsucher kommen, vor allen jene, welche beraubt wurden, und ihren Anteil einfordern. Die Gralshüter der Schätze treten in Aktion und tun ihren Dienst, auch das eigene Volk zu spalten, in dem Unterschiede manifestiert werden, selbst wenn sie erst einmal konstruiert werden müssen.
Wobei einen neuen -ismus draus zu machen, ist wohl doch der Ehre etwas zu viel, ich würde einen schon bekanten -ismus für die Entäußerungen dieses Herren wählen, Faschismus!
Gruß

 


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