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Gedanken zu einem Kommentar.
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 9.9.2010 @ 18:50 In Spuren/Gefunden, Gedanken | 1 Kommentar
Gedanken zu einem Kommentar.
[1] Hier wurde ein Text verlinkt, mit Kommentar war er versehen, welcher von einem geneigten Leser beachtet und kommentiert wurde. Auf den gegenständlichen Text hatte ich [2] hier in einem Kommentar verwiesen und ansonsten wollte ich mich mit dem Gegenstand nicht weiter befassen. Nun habe ich einen Beitrag des geneigten Lesers genommen und einige Gedanken dazu niedergeschrieben und als Kommentar am gegenständlichen Ort hinterlassen.
Hier nun meine Gedanken zum Beitrag:
So geneigt mancher Leser auch sein mag, fragt es sich doch worauf die [3] Neigung ausgerichtet ist und so können es auch Begriffe sein. Und diese kommen hier ins Spiel, wie deren Auslegungen, Interpretationen, kurzum, basiert die allgemeine Kritik und das auch im besonderem, auf Missverständnisse! Wird jedenfalls festgestellt. Oder auch auf Unverständnis? Egal, Begriffe mögen gleich sein, die Inhalte dagegen können durchaus verschieden. Mit der Konsequenz so manches Inhalts konfrontiert, beginnt das Erwachen und der Erfurcht volles erschüttert! Einem Beben gleich ziehen Wellen der Erschütterung über das Land und bringen Bewegung mit sich, selbst wenn diese sich darin erschöpft, einfach nur eine vermeidlich sicher Deckung aufzusuchen.
Nun hat ein Zwerg die Erde angeschrieen und so ein Beben ausgelöst, und das nur weil Begriffsinhalte nicht übereinstimmen? Auslegungssache also, oder eine Sache der Auslegung? Ist es nicht eher so, dass der Ruf des Zwerges lang vorhandene Schwingungen nur verstärkte und so ein Erbeben auslöste, was zu instrumentalisierbarer Erregung führt?
Ja, lieber „geneigter Leser“, der Hysterie abgeschworen, die Bedeutung von Begriffen nutzend, stehen die Interpretation auf der einen Seite und das Problem auf der anderen. Das Problem ist objektiv, und zieht seit längeren seine Kreise, der Schrei des Zwerges sorg für schnellere Rotation und führt zu gekonnter, aber auch gewollter Rummeierei. Aus ihrer Bahn gelenkt, fangen die Kreise an zu schwingen, um Erweiterung zu erfahren, durch das Einengen von Horizonten. So liefert man Rechts nicht das Potenzial für Argumentation, sondern nutzt das rechte Potenzial die Wellen zu verstärken. Dabei wird man wohl kaum ein Problem lösen, in dem man darauf verzichtet es anzusprechen. Wen es aber angesprochen wird, so sollte es in seiner ganzen Wuchtigkeit angesprochen werden und sich nicht nur auf den Krümel, welcher sich als die Krone auf der Spitze des Eisberges profilieren möchte, beschränkt bleiben.
Und so, lieber „geneigter Leser“, ist es auch mit den Begriffen, sie werden verwendet, mit unterschiedlichen Inhalten gefüllt, nur welches ist der richtige Inhalt, welcher den Begriff hervorgebracht? Immerhin, zuerst waren der Inhalt und der Begriff, die Erfassung des Selben in Abstraktion, bevor er ausgehöhlt und die Höhle mit neuen Inhalten verfüllt. Dieses kann sich im Zuge bürgerlicher Ideologie wahrlich als ein Verwirrspiel entpuppen und oft entpuppt sich die allgemeingebräuchliche Version nicht als die ursprüngliche und richtige. Die herrschende Ideologie in einem System ist immer die Ideologie der Herrschenden und sie entspringt deren Interesse, hat sich diesem anzupassen und unterzuordnen.
Denken wir nur daran, wie lange die Erde eine Scheibe war und sich das ganze Universum um diese drehte, denken wir auch an die Kritiker dieser Ansicht, aber auch an die Scheiterhaufen, welchen sie geopfert wurden. Heute ist natürlich alles anders, auch der IQ, wie immer dieser auch bestimmt wird? Und so verfügt heute ein Fünftklässler über Wissen, von welchen einen Aristoteles nicht einmal träumen konnte. War deswegen der IQ letzteren niedriger als der des Schülers aus der fünften Klasse?
Wir setzen Maßstäbe und woran orientieren wir uns? An uns natürlich, woran den sonst und so vergleichen wir uns mit anderen und werten und unterstellen und vermuten und behaupten und urteilen und verurteilen und das alles auf Grund unseres Horizontes, oft uns seiner Beschränktheit nicht bewusst. Das sich manch einer in eine Grube setzt, um seinen Horizont zu erweitern, ist nicht neu, aber auch andere auferlegte Beschränkungen und Sichtfeldeinengungen sind durchaus gebräuchlich, um den Blick zu schärfen, den Tunnelblick zum Beispiel. Auf einen Punkt fokussiert, gezwungen unausweichlich das Umfeld zu negieren.
Unabhängig davon, wird die UN schon wissen was ein IQ ist und welche Maßstäbe anzusetzen sind, wobei der IQ erst einmal mit Bildung nichts zu tun hat, sondern nur mit der Fähigkeit diese in unterschiedlicher Qualität zu nutzen. Bildung aber ist ein gesellschaftliches Produkt und der Grad ihrer Entwicklung den gesellschaftlichen Verhältnissen geschuldet, nicht der genetischen Veranlagung. Egal wie hoch der IQ eines Aristoteles war, er konnte bestimmte Dinge nicht wissen, welche für uns heute Selbstverständlichkeiten sind. Somit ist letztendlich auch der IQ nur ein gesellschaftliches Produkt, allein schon weil die Kretereien seiner Festlegung vom Menschen bestimmt sind.
So wird die Maßstab für [4] Intelligenz, aber besonders auch für deren Entfaltung von den gesellschaftlichen Verhältnissen bestimmt und diese sind nun mal in einem kapitalistischen System andere, als in einer feudal geprägten Gesellschaft. So wird im Kapitalismus die Bedeutung historischer Familienbande verdrängt und durch andere Bande ersetzt, spezielles wird im Allgemeinen auf dem Altar des Kapitals geopfert und allgemeine Gleichmacherei kultiviert. Im Kreislauf des Geldes spielen soziale Verhältnisse eine untergeordnete Rolle, wenn nicht gar eine störende, da sie dazu neigen, den Kapitalkreislauf, die Abhängigkeit von diesen zu negieren.
Übrigens braucht man in diesem Zusammenhang nicht einmal bis Anatolien zu schauen, auch viele Ostdeutsche haben ein Problem mit den dominierenden monetären Verhältnissen in dieser Gesellschaft. Die gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR haben ihre Spuren hinterlassen, auch auf Grund einer anderen kulturellen Entwicklung.
Und das, „geneigter Leser“ zeigt auch gerade die Entwicklung der Religion in der DDR, welche durchaus in der Lage ist, ihre These von der Verbindung von Erbgut und Religion zu widerlegen. Die Kirchen in der DDR wurden nicht unterdrückt, sie wurden auch nach dem zweiten Weltkrieg, obwohl sie oft mit dem faschistischen Staat kollaborierten, nicht enteignet und trotzdem schwanden ihre Mitgliederzahlen. In der DDR waren Staat und Kirche strikt getrennt und die Kirchen verfügten nicht über das Privileg am Tropf des Staates zu hängen, oder ihn, wie heute üblich, als Dienstleister zu nutzen. Das nehmen die Kirchen heute noch übel und sind da durchaus nachtragend. Der Verlust an religiös gläubigen Menschen ist darauf aber nicht zurück zu führen, sondern auf die veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse. Das Erbgut der Menschen hat damit hingegen nicht das Geringste zu tun. Dieses trifft im Allgemeinen, wie auch im Besonderen und überhaupt auf alle Religionen zu. Religion wird nicht ererbt, Religion wird erzogen. Und so lässt sich auch die jüdische Religion nicht „per Erbgut … bis ca. 3000 Jahre zurück nachweisen“, sondern nur die gemeinsame Stammeszugehörigkeit. Religion ist aber auch ein Instrument der Macht und verstand es in der Vergangenheit sehr gut, sich verändernden Machtverhältnissen anzupassen. Sie ist aber auch für manche Begründung gut, gerade auch wenn Unterschiede zwischen den Menschen manifestiert und Gemeinsamkeiten negiert werden sollen.
Und war es nicht ein gewisser Christus, welcher gerade auch den jüdischen Glauben auf andere Völker übertragen wollte, also die Glaubenszugehörigkeit durch Geburt, durch eine Glaubenszugehörigkeit durch Taufe, durch ein Bekenntnis, zu ersetzen? Noch etwas Später zog wieder jemand durchs „heilige“ Land, nahm vom Judentum, nahm von Christentum, nahm neue Erfahrungen und entwickelte den Glauben weiter, niedergeschrieben im Koran sind viele Parallelen erkennbar und der Islam war geboren. Weitere Reformen, welche den sich entwickelnden gesellschaftlichen Verhältnissen geschuldet waren, folgten. Zu nennen wäre z. B. die orthodoxe Kirche, welche sich den Verhältnissen im byzantinischen Reich anpasste, später aber auch die Reformation, eine frühe Aufklärung im bürgerlichen Sinne. Mit Genen hatte dieses alles nichts zu tun, umso mehr aber mit sich verändernden gesellschaftlichen Verhältnissen, welche letztlich Religion überhaupt überflüssig machten. Gedacht sei an die französische Revolution, in deren Ergebnis Religion abgeschafft wurde, welches auf Grund der vorausgehenden Aufklärung möglich geworden war. Das die Religion in Frankreich durch Napoleon wieder eingeführt wurde, ist ebenfalls nicht genetischen Erwägungen geschuldet gewesen, sondern der Anpassung der Kirche an die veränderten Machtverhältnisse und deren Reinstrumentalisierung als Mittel der Macht, dabei blieb in Frankreich die Trennung von Staat und Kirche aber erhalten.
Nun ist Religion alles andere als genetisch bedingt und die Voraussetzungen für herausragende Intelligenz werden von der Natur willkürlich verteilt, wobei alle Schichten, Klassen, Völker etc. einigermaßen gleichmäßig betroffen sind. Etwas anders sieht es mit den Entfaltungsmöglichkeiten überproportional guter Voraussetzungen für Intelligenz aus, da dieses wiederum sehr davon abhängig ist, in welchen gesellschaftlichen Verhältnissen ein Mensch aufwächst und welche Möglichkeiten er hat seine Fähigkeiten zu entdecken und zu entfalten. Wobei in diesem Zusammenhang nur im Grad zu differenzieren ist, da Intelligenz einen jedem Menschen eigen und uns vom Tier unterscheidet. Neben den naturgegebenen Voraussetzungen ist Intelligenz in erster Linie ein gesellschaftliches Produkt, ohne die menschliche Gesellschaft würde es keine Intelligenz geben und was es nicht gibt, könnte sich auch nicht unterschiedlich entwickelt. Die unterschiedliche Entwicklung hingegen hängt sehr von den Umständen ab, in welche ein Mensch hineingeboren wird, in welchen er aufwächst und in welchen er lebt. Das menschliche Sein bestimmt sein Bewusstsein, genauso wie das gesellschaftliche Sein, das gesellschaftlichen Bewusstsein bestimmt und wenn den Menschen eben eingeredet wird, dass nicht die gesellschaftlichen Verhältnisse an ihrer Misere schuld sind, sondern die Gene und diese geneigt sind die offerierten Ansichten zu glauben, so handelt es sich um nichts anderes als um Manipulation zum Zwecke des Ablenkens von den eigentlichen Ursachen menschlicher Probleme. Am gesellschaftlichen Sein der Menschen wird sich dadurch nichts ändern, außer das es im Bewusstsein verzerrt, entstellt, falsch wiedergegeben wird.
Realistisch betrachte ist es nämlich so, wenn es einen Unterschied zwischen Menschen gibt, so ist dieser in erster Line den gesellschaftlichen Verhältnissen geschuldet, welchen sie entstammen. In diesem Zusammenhang ist der Unterschied vieler in der DDR geborener, aufgewachsener, also einen Teil ihres Lebens gelebter Menschen, zu in der alten BRD geborenen und gelebter unter Umständen größer, als von letzteren zum Beispiel zu Menschen, welche aus Anatolien stammen. So sollte es auch nicht verwunderlich sein, dass Menschen ihre erworbenen kulturellen Erfahrungen mit einbringen und sehr wohl zu werten wissen, welche für sie die zu übernehmenden Errungenschaften aus den verschiedensten, sie konfrontierenden Kulturen sind. Wenn es nun der Gesellschaft hier zu Lande nicht gelingt diese kulturellen Erfahrungen zu integrieren, oder auch zu ersetzen, so liegt dieses an der hiesigen Gesellschaft, an den gesellschaftlichen Verhältnissen selbst. Dem entsprechend sollte sich auch der Frage nicht verschlossen werden, ob wir wirklich über die höher entwickelte Kultur verfügen? Was den Grad der Entwicklung der Produktivkräfte anbelangt, ist dieses Land hier sicher weiter als Anatolien, nur fordert nicht auch gerade diese Entwicklung, unter den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen, eine Vereinfachung der Verhältnisse selbst? Ist eine Folge der Produktivkraftentwicklung unter kapitalistischen Bedingungen nicht die Auflösung von Familienverbänden im klassischen Sinne, wie sie in Anatolien und anders wo auf der Welt noch existieren? Dabei zeigt uns unsere eigene Vergangenheit, dass dieses kein Prozess von ein bis zwei Jahren ist, sondern das die Loslösung von alten Traditionen unter Umständen auch überholten Traditionen, im kapitalistischen Fall der Produktivkraftentwicklung entgegenstehenden Traditionen, Generationen vergehen lässt. Dabei verändern sich die Gene dadurch nicht, da genetische Veränderrungen wesentlich länger Zeiträume in Anspruch nehmen!
Eines kann für dieses System aber festgestellt werden, nicht die „Intelligenz“ wird zugeteilt, sondern deren Entfaltungsmöglichkeiten. Dieses geschieht in diesem System vor allen durch ein ungerechtes Bildungssystem. Intelligenz kann sich immer dort am besten entwickeln und entfalten, wo Bildungsgerechtigkeit am weitesten fortgeschritten ist. In diesem Zusammenhang war gestern [5] zu lesen, dass in diesem Land hier nur 25% eines Jahrganges studieren, welches nach OECD Angaben viel zu wenig ist, wenn zu lesen ist: „Im OECD-Mittel wuchs der Anteil der Hochqualifizierten im gleichen Zeitraum von 28 auf 38 Prozent“.
Da frage ich Sie, „geneigter Leser“ sollte das etwa auch genetisch bedingt sein? Der von Ihnen verteidigten Theorie entsprechend müsste es der Fall sein! Und wir Deutschen so nicht gerade mit Intelligenz gesegnet, oder eben genetisch etwas zu kurz gekommen. Dem ist nicht so, auch hier sind es die gesellschaftlichen Verhältnisse, welche für dieses schlechte Ergebnis verantwortlich sind, Ursachen werden übrigens auch im verlinkten Beitrag genant. Genau betrachtet ist auch kaum etwas anderes zu erwarten, von einem Bildungssystem, welches in erster Line darauf ausgerichtet zu sein scheint, vorrangig Hilfsarbeiter zu zeugen. Da ist es dann nicht verwunderlich, dass es Wirtschaftsinstitute gibt, welche auf Grund des Fachkräftemangels davon ausgehen, dass jährlich 500.000 Zuwanderer gebraucht werden. Wie dem so ist, auf der einen Seite wird an Bildung gespart, dass Herr der Arbeitslosen wird größer und auf der anderen Seite wird der internationale Arbeitsmarkt genutzt um fehlende, qualifizierte Arbeitskräfte anzuwerben. Ob diese unbedingt ein großes Interesse daran haben unbedingt hierzulande zu arbeiten, hängt wiederum von den verschiedensten Faktoren ab. Die gezeugte Fremdenfeindlichkeit ist sicherlich der Anwerbungsstrategie nicht fördert, denn letztlich wird es keinen Unterschied geben, zwischen nicht und gut qualifizierten, aber auch die permanent fallenden Einkommen sprechen tun ihr übriges dagegen, da auch diese Ware den Gesetzmäßigkeiten der kapitalistischen Gesellschaft folgt.
So wird geschossen und nicht nur das mancher Schuss nach hinten losgeht, auch mancher Irrläufer ist dabei, wo heute noch ungewiss ist wo der Treffer einmal landet wird und welchen Schaden er anrichtet. Mit solcher Vorgehensweise werden keine Werte vermittelt, eher werden neue geschaffen, welche nicht unbedingt im [6] Sinne des Erfinders und dessen Auftraggeber sind.
In diesem Zusammenhang möge die Realität nicht widerlegbar sein, nur bringt ein jeder Mensch sich in die Gesellschaft ein, in der er lebt und das auf Grund der von ihm vorgefundenen Umstände und seiner mitgebrachten Erfahrungen. Dabei kann einem Menschen, welcher in dieses Land kommt, egal welchen Glauben er anhängt, sicher nicht mangelnde Bereitschaft zu Anpassung unterstellt werden, allein der Zuzug widerspricht dem. Eher sind es die vorgefundenen Verhältnisse, welche es ihm nicht ermöglichen, aber auch nicht angebracht erscheinen lassen, seine mitgebracht Kultur so einfach aufzugeben. Und in diesem Zusammenhang sollte sich die Frage gestellt werden, warum dieses so ist und warum unsere Kultur nicht zum „schnellen“ Wechsel animiert? Dabei sei bedacht, das der klassische Familienverband gewisse existentielle Sicherheiten bietet, welche in der kapitalistischen Gesellschaft schon lange zerstört wurden und durch monetäre Strukturen notdürftig und ausgrenzend, individualisiert wurden.
So soll es sein, lieber „geneigter Mitleser“, „Wer in einer anderen Kultur auf Dauer leben will, der muss sich zwangsläufig anpassen; Nicht durch Aufgabe seiner Religion, aber durch anpassen seiner Wertvorstellungen und seines Verhaltens in dieser neuen Gesellschaft.“ So ist es aber nicht, und das nicht nur weil eine jede Gesellschaft von den verschiedensten Wechselwirkungen gekennzeichnet ist, sondern weil auch ein jeder auf diese Gesellschaft einwirkt, sich mit einbringt und sie somit mitgestaltet, sie formt. Nun mögen diese Einflüsse nicht gewollt sein, da sie gelegentlich bestehende Verhältnisse in Frage stellen und ebenfalls Einfluss auf die eigene Bevölkerung nehmen, diese zumindest zum Nachdenken anregt, wenn nicht gar zur Übernahme bestimmter Verhaltensweisen. Wem wundert es da, dass solches als Gefahr für die etablierten politischen Verhältnisse gesehen wird und das auch, weil die verschieden stämmigen Bevölkerungsteile ja erkennen könnten, dass sie wesentlich mehr verbindet, als sie trennt. Das Vehikel Religion, mit seiner verblendenden, vernebelnden und spaltenden Wirkung, lasse ich bewusst außen vor, da es in der Auseinandersetzung eigentlich nicht um Religion, als vielmehr um Manifestierung zur Spaltung tauglicher Unterschiede, zum Erhalt bestehender Machtstrukturen geht. In diesem Zusammenhang wird selbst vor fragwürdigen und eigentlich haltlosen Konstrukten nicht zurück geschreckt. So hat ein Zwerg gebrüllt und gewünschte Schwingungen ausgelöst, die Schwungmasse war längst schon vorhanden, ist aber leider nicht Gegenstand der meisten Betrachtungen. Die Diskussion ist gewollt und hat sogar die richtige Richtung bekommen, längst schon ist der Zwerg in den Hintergrund gerückt, taugt gelegentlich noch für die eine oder andere Schlagzeile, die Diskussion läuft eigendynamisch weiter, längst dem Einfluss des Zwerges entschwunden. Er war nicht mehr, aber auch nicht weniger als der Zünder, weit entfernt von geistiger Größe fischt er in den Tälern verbrämter Verblendung und im Sumpf der Irritationen. Als Irrlicht sucht er abzulenken, vom festen Weg, in den Strudel der Sümpfe und so wird das Irrlicht beschrieben in seinem matten Glanz, allein vom Sumpfe abzulenken.
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[5] zu lesen: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtike
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[6] Sinne: http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2009/11/06/bewegung-handlungen-und-resultate
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