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September 2010
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Archive für 22.9.2010

Atheismus (griech.):

Atheismus (griech.): bewusste und begründete Ablehnung des Glaubens an einen Gott oder mehrere Götter, an ein göttliches Prinzip, an jegliche übernatürlichen Kräfte und Wesen bzw. an eine übernatürliche und jenseitige Welt; Erklärung der Welt aus sich selbst (wörtlich: Gottlosigkeit).

Der Atheismus ist mit der Entwicklung des rationalen Denkens, der Wissenschaft und des Klassenkampfes eng verbunden. Er war und ist (mit Ausnahmen, wie z. B. bei F. Nietzsche) ideologischer Ausdruck geschichtlich fortschrittlicher Bewegungen und Klassen. Der Ausdruck Atheismus wurde unterschiedlich verwandt. In der griechischen Philosophie der Antike bezeichnete er ursprünglich lediglich die Ablehnung der Götter als Staatsreligionen. Von den christlichen Kirchen wurde er oftmals in diskriminierender Absicht gegen Anschauungen von einzelnen Menschen oder ganzen Völkern verwandt, die den Glauben an den Gott des Christentums ablehnten (so wird z. B. der Buddhismus als „atheistische Religion“ bezeichnet) oder, wie für das Mittelalter typisch, für Anschauungen, die von den offiziellen Dogmen der Kirche abwichen (Häresien, Deismus). Dabei handelt es sich jedoch nicht um Atheismus im eigentlichen Sinne. Auch die im 19. und besonders im 20. Jahrhundert verbreitete spontane, d. h. nicht bewusste und rational begründete areligiöse Haltung kann nur als Grundlage für die mögliche Herausbildung eines atheistischen Standpunktes gelten.

Durch die Geschichte des menschlichen Denkens zieht sich ein ständiger Kampf zwischen Materialismus und Idealismus, mit dem Kampf zwischen Atheismus und religiösen Glauben verknüpft. Dieser Kampf nahm verschiedene Formen an; er äußerte sich in der Kritik der jeweils offiziellen Religion, in grundsätzlicher Kritik einzelner religiöser Dogmen (z. B. bei Galileo Galilei), in der Hervorhebung der Vernunft gegenüber der Religion (z. B. in der Aufklärung), in der Entwicklung deistischer und pantheistischer Auffassungen, im Positivismus (z. B. bei E. Mach) und im atheistischen Idealismus (z. B. bei F. Nietzsche, J.-P. Sartre, A. Camus) und schließlich in konsequent materialisch-atheistischen weltanschaulichen Positionen.  … weiter …

Eine Spinne, …

Eine Spinne,

hat auf dem Balkon ihr Netz gewebt und bewacht es fleißig. Mit dem Handy werden die Fotos nicht so besonders und verwackelt wurden wurden sie entweder durch meine unruhiger werdende Hand, oder dem Wind, welcher leicht mit dem Netz spielte.

Von meinem Ansinnen aufgeschreckt, flüchte die Spinne an den Rand, um wieder in die Mitte zurückzukehren, als ich mich zurück zog.

Spinne im Netz Spinne auf dem Rückzug etwas verwackelt

 

Irrationalismus

Irrationalismus (lat.): philosophische Anschauung, die das wissenschaftliche Denken für unfähig halten, die Gesetzmäßigkeiten, wesentlichen Eigenschaften und kausalen Zusammenhängen der objektiven Realität zu erkennen, und diese Aufgabe angeblich höheren Erkenntnisweisen, wie Intuition, Wesensschau, Erleben usw., zuschreiben. Da diese Erkenntnisfunktionen nicht allen Menschen zugänglich sein sollen, besitzen sie irrationalistischen Erkenntnistheorien einen aristokratischen Charakter; sie sind nicht nur in wissenschaftlicher Hinsicht, sondern auch ihrer sozialen Funktion nach reaktionär.

In gewissen Grade waren alle vormarxistischen Weltanschauungen von Elementen des Irrationalismus durchsetzt, weil sie annahmen, dass es Gebiete (Gott, Unsterblichkeit, Freiheit) gebe, die der erkennenden Vernunft prinzipiell nicht zugänglich seien, so die verschiedenen Richtungen des Idealismus, oder weil sie nicht imstande waren, die Erscheinungen der Gesellschaft rational zu erklären, wie der vormarxistische Materialismus. … weiter …

 

Zündstoff

Hier fand ich einen Text, welcher mich zu folgenden Vierzeiler animierte:

 

Ist die Lunte angezündet,

Brennt und glimmt so vor sich hin,

Freut sich auf des Korpus krachen,

Ist ne menge Zündstoff drin!

 

Weitere Gedanken zum Thema Tod!

Weitere Gedanken zum Thema Tod!

Nun gab es ein Wort zum Sonntag, zu welchen ich einige Gedanken niedergeschrieben habe und in der Mailingliste veröffentlicht. Der Gegenstand selbst erfuhr weitere Reaktionen und ich erachte es durchaus als angebracht weiter über das Thema Tod und Gesellschaft nachzudenken und speziell den gewaltsamen Tod zum Gegenstand der Betrachtung zu machen.

Wir leben in einer Zeit, in welcher nicht nur mit den Waffen geklappert wird, sondern auch Kriege geführt und weitere vorbereitet werden. Aber auch ohne diesen sind die Medien voll von Gewallt und Tod. Mord, Selbstmord, Amokläufe, vermeidliche tödliche Unfälle etc. sind Reaktionen auf die verschiedensten menschlichen Probleme und Ausdruck für sich zuspitzende Widersprüche innerhalb dieser Gesellschaft. Und einmal von der Medienwirksamkeit von Amokläufen und tödlichen Unfällen etc. abgesehen, gibt die Form des gewählten Todes, oder durch Fremdeinwirkung erlittenen Todes, durchaus Einblicke in die gesellschaftlichen Verhältnisse. Es ist bezeichnend für ein System, wenn zur Lösung von Problemen auf Mittel zurückgegriffen werden, welche den gewaltsamen Tod zur Folge haben, oder diesen zumindest billigend in Kauf nehmen. Letztlich tritt so die Inhumanität des Systems am klarsten hervor, in dem es so sein menschenverachtendes Wesen, seine Lebensfeindlichkeit offenbart.

Folgenden Text habe ich dazu in der Liste veröffentlicht:

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