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Archive für September 2010

Individuum (wörtlich: das Unteilbare)

Individuum (wörtlich: das Unteilbare): 1.) ein einmaliges, qualitativ bestimmtes Einzelwesen; bezeichnet in der Regel den Einzelmenschen. Der Mensch als Individuum ist einmalig, er existiert räumlich und zeitlich begrenzt als eine spezifische Gesamtheit sozialer und biologischer Eigenschaften. Das menschliche Individuum ist kein isoliertes Einzelwesen, sondern lebt in und mit der Gesellschaft, deren ökonomische, politische und ideologische Verhältnisse auch seine Lebens-, Denk- und Verhaltensweise letztlich prägt. Das Individuum handelt nach eigenen Zwecken, Interessen und Bedürfnissen und geht dabei ökonomische, politische und geistige Beziehungen ein. Innerhalb dieser sozialen Beziehungen bildet es im individuellen Leben eine relativ eigenständige Art und Weise des Denkens, Fühlens, Handelns der Aneignung der Wirklichkeit aus, durch die es sich als Individualität zur Geltung bringt. … weiter …

 

Individualismus

Individualismus: Denk- und Verhaltensweise sowie theoretische Auffassung, mit der die Interessen, Rechte und Bestrebungen des einzelnen – des Individuums - denen aller anderen und der Gesellschaft entgegengesetzt werden. Der Individualismus charakterisiert das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft unter den Bedingungen des kapitalistischen Privateigentums an den Produktionsmitteln. Der bürgerliche Individualismus besaß ursprünglich eine progressive Bedeutung bei der Überwindung der feudalen ökonomischen, politischen und geistigen Schranken, um Initiative, Unternehmergeist und Tatkraft freizusetzen, Eigenschaften, die Triebkraft für die Entwicklung der Produktivkräfte waren. Seiner sozialen Grundlage nach ist der Individualismus ein Produkt des kapitalistischen Privateigentums, seinem Klasseninhalt nach eine bürgerliche Denk- und Verhaltensweise, seiner ideologischen Funktion nach eine Rechtfertigung der Ausbeutung, des Profitstrebens und des Egoismus; er richtet sich besonders gegen den organisierten Zusammenschluss und den Kampf der Werktätigen. … weiter …

 

Atheismus (griech.):

Atheismus (griech.): bewusste und begründete Ablehnung des Glaubens an einen Gott oder mehrere Götter, an ein göttliches Prinzip, an jegliche übernatürlichen Kräfte und Wesen bzw. an eine übernatürliche und jenseitige Welt; Erklärung der Welt aus sich selbst (wörtlich: Gottlosigkeit).

Der Atheismus ist mit der Entwicklung des rationalen Denkens, der Wissenschaft und des Klassenkampfes eng verbunden. Er war und ist (mit Ausnahmen, wie z. B. bei F. Nietzsche) ideologischer Ausdruck geschichtlich fortschrittlicher Bewegungen und Klassen. Der Ausdruck Atheismus wurde unterschiedlich verwandt. In der griechischen Philosophie der Antike bezeichnete er ursprünglich lediglich die Ablehnung der Götter als Staatsreligionen. Von den christlichen Kirchen wurde er oftmals in diskriminierender Absicht gegen Anschauungen von einzelnen Menschen oder ganzen Völkern verwandt, die den Glauben an den Gott des Christentums ablehnten (so wird z. B. der Buddhismus als „atheistische Religion“ bezeichnet) oder, wie für das Mittelalter typisch, für Anschauungen, die von den offiziellen Dogmen der Kirche abwichen (Häresien, Deismus). Dabei handelt es sich jedoch nicht um Atheismus im eigentlichen Sinne. Auch die im 19. und besonders im 20. Jahrhundert verbreitete spontane, d. h. nicht bewusste und rational begründete areligiöse Haltung kann nur als Grundlage für die mögliche Herausbildung eines atheistischen Standpunktes gelten.

Durch die Geschichte des menschlichen Denkens zieht sich ein ständiger Kampf zwischen Materialismus und Idealismus, mit dem Kampf zwischen Atheismus und religiösen Glauben verknüpft. Dieser Kampf nahm verschiedene Formen an; er äußerte sich in der Kritik der jeweils offiziellen Religion, in grundsätzlicher Kritik einzelner religiöser Dogmen (z. B. bei Galileo Galilei), in der Hervorhebung der Vernunft gegenüber der Religion (z. B. in der Aufklärung), in der Entwicklung deistischer und pantheistischer Auffassungen, im Positivismus (z. B. bei E. Mach) und im atheistischen Idealismus (z. B. bei F. Nietzsche, J.-P. Sartre, A. Camus) und schließlich in konsequent materialisch-atheistischen weltanschaulichen Positionen.  … weiter …

Eine Spinne, …

Eine Spinne,

hat auf dem Balkon ihr Netz gewebt und bewacht es fleißig. Mit dem Handy werden die Fotos nicht so besonders und verwackelt wurden wurden sie entweder durch meine unruhiger werdende Hand, oder dem Wind, welcher leicht mit dem Netz spielte.

Von meinem Ansinnen aufgeschreckt, flüchte die Spinne an den Rand, um wieder in die Mitte zurückzukehren, als ich mich zurück zog.

Spinne im Netz Spinne auf dem Rückzug etwas verwackelt

 

Irrationalismus

Irrationalismus (lat.): philosophische Anschauung, die das wissenschaftliche Denken für unfähig halten, die Gesetzmäßigkeiten, wesentlichen Eigenschaften und kausalen Zusammenhängen der objektiven Realität zu erkennen, und diese Aufgabe angeblich höheren Erkenntnisweisen, wie Intuition, Wesensschau, Erleben usw., zuschreiben. Da diese Erkenntnisfunktionen nicht allen Menschen zugänglich sein sollen, besitzen sie irrationalistischen Erkenntnistheorien einen aristokratischen Charakter; sie sind nicht nur in wissenschaftlicher Hinsicht, sondern auch ihrer sozialen Funktion nach reaktionär.

In gewissen Grade waren alle vormarxistischen Weltanschauungen von Elementen des Irrationalismus durchsetzt, weil sie annahmen, dass es Gebiete (Gott, Unsterblichkeit, Freiheit) gebe, die der erkennenden Vernunft prinzipiell nicht zugänglich seien, so die verschiedenen Richtungen des Idealismus, oder weil sie nicht imstande waren, die Erscheinungen der Gesellschaft rational zu erklären, wie der vormarxistische Materialismus. … weiter …

 

Zündstoff

Hier fand ich einen Text, welcher mich zu folgenden Vierzeiler animierte:

 

Ist die Lunte angezündet,

Brennt und glimmt so vor sich hin,

Freut sich auf des Korpus krachen,

Ist ne menge Zündstoff drin!

 

Weitere Gedanken zum Thema Tod!

Weitere Gedanken zum Thema Tod!

Nun gab es ein Wort zum Sonntag, zu welchen ich einige Gedanken niedergeschrieben habe und in der Mailingliste veröffentlicht. Der Gegenstand selbst erfuhr weitere Reaktionen und ich erachte es durchaus als angebracht weiter über das Thema Tod und Gesellschaft nachzudenken und speziell den gewaltsamen Tod zum Gegenstand der Betrachtung zu machen.

Wir leben in einer Zeit, in welcher nicht nur mit den Waffen geklappert wird, sondern auch Kriege geführt und weitere vorbereitet werden. Aber auch ohne diesen sind die Medien voll von Gewallt und Tod. Mord, Selbstmord, Amokläufe, vermeidliche tödliche Unfälle etc. sind Reaktionen auf die verschiedensten menschlichen Probleme und Ausdruck für sich zuspitzende Widersprüche innerhalb dieser Gesellschaft. Und einmal von der Medienwirksamkeit von Amokläufen und tödlichen Unfällen etc. abgesehen, gibt die Form des gewählten Todes, oder durch Fremdeinwirkung erlittenen Todes, durchaus Einblicke in die gesellschaftlichen Verhältnisse. Es ist bezeichnend für ein System, wenn zur Lösung von Problemen auf Mittel zurückgegriffen werden, welche den gewaltsamen Tod zur Folge haben, oder diesen zumindest billigend in Kauf nehmen. Letztlich tritt so die Inhumanität des Systems am klarsten hervor, in dem es so sein menschenverachtendes Wesen, seine Lebensfeindlichkeit offenbart.

Folgenden Text habe ich dazu in der Liste veröffentlicht:

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Unendlichkeit!

 Vom Blitz getroffen

Unendlichkeit!

Was ist schon Unendlichkeit, wenn nicht die Summe aus unendlich vielen Endlichkeiten!

 

Geboren, nicht zum Untertan!

Geboren, nicht zum Untertan!

Jeder Mensch wird frei geboren!

Heißt es doch in der Menschenrechtserklärung der französischen Revolution vom 26. August 1789 im Artikel 1.: „Die Menschen werden frei und gleich an Rechten geboren und bleiben es.“ Das hört sich erst einmal gut an und war für seine Zeit durchaus eine epochale Erkenntnis, welche ihre Spuren in der Geschichte bis heute hinterlassen hat. In diesem Zusammenhang ist aber nicht nur das bürgerliche Freiheitsverständnis interessant, sondern auch die Tatsache, dass eine solche Forderung aus bestimmten Notwendigkeiten heraus getroffen wurde. Diese Einschätzung setzt die Erkenntnis voraus, dass Menschen im Allgemeinen in einem System des Unrechts hineingeboren werden und in einem solchen weiter leben. Dabei ist die Natur der Freiheit immer konkret, nie allgemein und den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen geschuldet. So benötigt die bürgerliche, die kapitalistische Gesellschaft die frei handelbare Ware, speziell eben auch die Ware Arbeitskraft, diese wird aber erst frei handelbar, wenn der Träger derselben, der Mensch, selbst von anderen Abhängigkeiten frei ist. Für die damalige Zeit bedeutete dieses die Abschaffung der Leibeigenschaft, der Sklaverei, oder anderer leiblicher Abhängigkeiten. Nach dieser Befreiung der Menschen, traten neue Abhängigkeiten, den Warencharakter entsprechende, an die Stelle der Alten. Mit diesen Abhängigkeiten kamen im laufe der Zeit auch neu Mechanismen der Repression hinzu und zum allgemeinen Steuerungs- und Regulierungsmittel wurde das Geld. Dabei ist es immer schon bestreben gewesen, ein jedes Verhältnis innerhalb dieses System zu kapitalisieren.

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Die Gedanken sind frei, …

Die Gedanken sind frei, aber nur solange, solange sie den Denkapparat nicht verlassen! Der entäußerte Gedanke wird sofort mit den objektiven Schranken seiner Zeit konfrontiert, und nicht mehr sein, als die Entsprechung seines Ursprungs in der Entwicklung!