Noch einmal zur Loyalität, ein zweiter Gedanke, nicht der Letzte.
Im Internet findet sich einiges zum Thema und mit dem einen und anderen werde ich mich in nächster Zeit beschäftigen. Wie schon gesagt, es ist ein interessantes Thema, wobei Loyalität im Geschäftsbereich entsprechend wie beschrieben interpretiert werden kann.
In einem Elementarlexikon habe ich folgendes zu Loyal gefunden, das Wort kommt aus dem französischen und steht für gesetzlich, rechtmäßig; zur Regierung stehend; vertragstreu; redlich; anständig. Von Meinungslosigkeit, Unterwürfigkeit, bedingungslose Anpassung, Selbstverleumdung, etc. steht da nichts.
Mit Loyalität scheint es somit noch eine andere Bewandtnis zu haben, als allgemein (umgangssprachlich) verstanden. Dabei ist durchaus zu bedenken, das im Falle eines Geschäftes, einer Geschäftsbeziehung es sich immer um Loyalität zum Zweck handelt, weniger der Überzeugung wegen, welche einzig am Zweck gebunden ist und nur der direkten Geschäftsbeziehung geschuldet. Somit ist Loyalität innerhalb einer Geschäftsbeziehung eigentlich nichts anderes als eine Ware, welche wie jede andere Ware auch ihren Preis hat und mit diesem abgegolten wird!
Ein weiterer Punkt ist, dass Loyalität nicht jeden Preis hat und wenn sie nicht freiwillig dargebracht wird, in einem Loyalitätskonflikt mündet, welcher mehr oder weniger offen zu tage tritt. Dabei wird sich ein jeder Loyalitätskonflikt letztendlich als ein Interessenkonflikt offenbaren. Loyalität in einer Geschäftsbeziehung wird zum einen im eigenen Interesse gewährt, wendet sich aber, dem Wesen dieser Beziehung entsprechend, gegen einen selbst, da sie die einseitige Unterordnung unter fremden Interesses bedeutet.
Historisch gesehen ist Loyalität ein ideeller Wert, welcher erforderlich wurde, nach dem andere ideellen Werte dem Lokus der Geschichte geopfert waren. Hat etwas mit der französischen Revolution, der einzig konsequenten bürgerlichen Revolution, zu tun.