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Wer einmal lügt…!

Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 1.3.2011 @ 09:41 In Spuren/Gefunden, Leserbrief | 1 Kommentar

Zur Gutenbergaffäre erreicht mich ein Leserbrief zur Kenntnisnahme, welchen ich hier veröffentliche. Der Beitrag ist allgemein verfasst und nicht zu einem bestimmten Artikel geschrieben, sondern bezüglich verschiedener Informationsquellen, wie dem ND, der Braunschweiger Zeitung, Leserbriefen, aber auch der Übertragung der Fragestunde im Bundestag, auf Phönix.

 

Wer einmal lügt…!

Zu „Der Guttenberg zum Beispiel“:

Vieles  sinnvolles und weniger sinnvolles  ist schon zu dem  Fall Guttenberg gesagt worden.

Häufig wurde aus ideologischen Gründen das Problem minimalisiert. Deshalb möchte  ich  nur ein paar  Probleme ansprechen, die noch nicht  definitiv erwähnt wurden:  Erstens ist es immer ein gravierender Unterschied, ob  Meinungs-Gleichgesinnte oder ob Andersdenkende  beurteilt werden.  Ich stelle mir  die gravierenden  Unterschiede  der Reaktionen vor,  wenn dies nicht dem Herrn Guttenberg in der BRD, sondern  in der DDR  passiert wäre.  Oder auch nur in einer  in Regierungskoalition unbeliebten Partei.

Zweitens  finde ich es scheußlich, wie schnell im Lande  der Maßstab geändert, die Ellen gewechselt werden, je nachdem, ob ein Problem von Freund oder  Feind beurteilt wird. Außerdem  sind wir doch ein Volk;  so wird es zumindest  behauptet. Sind wir ellenmäßig  doch nicht ein Volk? – Und, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, besonders dann nicht, wenn sie zur eigenen Sippe gehört!

Drittens: Zu  der Fragestunde  der Herrn Guttenberg  im Bundestag fällt mir nur das Sprichwort ein: Wer einmal lügt…  Und warum hat sich Herr Guttenberg nicht den leichteren Weg gewählt? Er hätte sich doch den Doktortitel bei Wyher & Co. kaufen können. Dies hätte ihm wenigstens das Plagiat erspart!

Viertens: Ein Minister, der solch  eine krumme Figur auf der politischen Bühne abgibt, ist  in einem Amt, im dem es auch um Leben und Tod geht, untragbar.  Wer garantiert  mir,  ob Herr Guttenberg im Ernstfall ehrlicher ist als bei seiner Doktorarbeit? - Plagiatoren  sollten lebenslang Berufsverbot bekommen!

Fünftens habe ich  eine  große Angst  vor Plagiatoren; aber keine Angst vor dem Wort Kommunismus!

Wichtig ist noch zu sagen, dass  Menschen nach ihrem Charakter zu beurteilen sind, nicht nach der Anzahl ihrer Doktortitel. Das  schreibe ich jedem Politiker  eigenhändig ins Stammbuch.

Kurt Wolfgang Ringel


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