Archive for June, 2011

Der alltägliche Horror des Krieges und …

Monday, June 13th, 2011

Der alltägliche Horror des Krieges und die Gräueltaten gehen immer von den Aggressoren aus, und das sind nicht die Verteidiger ihres Vaterlandes. Unter der Überschrift: „Skrupellos: NATO Kriegsverbrechen in Libyen“ findet sich ein erschreckender Bericht über den Krieg in Libyen, welcher einen kalte Schauer über den Rücken laufen lässt. Der sich so in den Massenmedien aber nicht findet. Dabei sollte die Menschheit aus der Vergangenheit und Gegenwart gelernt haben, sei es aus den Ergebnissen des zweiten Weltkrieges, des Vietnamkrieges der USA, des Nato – Überfalls auf Jugoslawien, des unvermindert andauernden Kriegs gegen das afghanische Volk, des Kriegs gegen den Irak etc. Und natürlich auch aus den vielen anderen derzeit brodelnden Krisenherden, in welchen Seitens der USA und ihrer Verbündeten beständig Öl gegossen wird.

Von den Medien hingegen ist kaum zu erfahren, was in diesen Kriegen wirklich geschieht, von wem die eigentlichen Kriegsverbrechen gegen die betroffenen Völker verübt werden. Eher ist gegenteiliges der Fall, es wird verschleiert, auf den Kopf gestellt und gar gelogen. Die eigenen Streitkräfte werden hofiert und den eigenen Völkern eingeredet, dass in den geführten Kriegen, gerade auch in Libyen, von den Aggressoren für eine gerechte Sache gestorben wird. Das es in diesem Zusammenhang die Aggressoren sein sollen, die diese gerecht Sache vertreten, ist an Zynismus eigentlich nicht mehr zu überbieten, entspricht aber der offiziellen Berichterstattung. Leider fallen viele Menschen auf das Gedöns der Medien herein und ergreifen Partei für die Aggressoren, gegen das Interesse der dort lebenden Völker und somit auch gegen ihr eigenes Interesse.

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“Frieden für Libyen!” – Unterstützung eines Aufrufs!

Monday, June 13th, 2011

In der Jungen Welt vom Pfingstwochenende findet sich nachfolgender Aufruf, zu welchem ich per E-Mail meine Unterstützung bekundet habe. Auch in der Jungen Welt findet sich zum runterladen die Langfassung des Aufrufes mit  Liste der Erstunterzeichner.

 

Frieden für Libyen!

Solidarität mit dem libyschen Volk!

Seit mehr als zwei Monaten bombardieren die USA und andere NATO-Staaten Tag für Tag und vor allem nachts die Millionenstadt Tripolis und andere Orte in Libyen. Zugleich versuchen sie, das libysche Volk durch Beschlagnahmung seiner Gelder und durch eine Hungerblockade gefügig zu machen. Die Aggressoren mißachten alle einschlägigen Bestimmungen des Völkerrechts (Verbot der Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates, Verpflichtung zu Konfliktlösungen auf dem Verhandlungswege, Verbot des Angriffskriegs usw.). Ihr Vorwand, sie wollten „Menschen­leben retten“, ist angesichts der wachsenden Dauer ihres Bombenkrieges und der steigenden Opferzahlen absurd und zynisch. Springer- und andere Konzernmedien sowie auch die öffentlich-rechtlichen Sender schweigen jedoch über die Toten, die Verstümmelten, die Zerstörungen, das Flücht­lingselend, die Vergiftung der Böden mit Uranmunition.

Der Wüstenstaat, der unter seinem Revolutionsführer Muammar Al-Ghaddafi seiner Bevölkerung dank der Nationalisierung seines Ölreichtums den höchsten Wohlstand in Afrika mit unentgeltlichem Bildungs- und Gesundheitswesen, mit hochentwickelten Rechten für Frauen und Kinder bieten konnte, droht in seiner Entwicklung um Jahrzehnte zurückgeworfen zu werden. Wie in der Kolonialzeit selbstbewusst gewordene Sklaven vor den Augen ihrer Schicksalsgefährten öffentlich ausgepeitscht wurden, so wollen heute führende NATO-Staaten das libysche Volk, auch als Warnung für die Völker der Dritten Welt, mit Bomben, Raketen und gegebenenfalls militärischer Besetzung dafür bestrafen, dass es sich ihrem Diktat entzieht, seinen eigenen Entwicklungsweg geht, sich für die Einheit und Unabhängigkeit der arabischen Welt und Afrikas einsetzt und sich jeglicher Rekolonialisierung verweigert.

Wir fordern die Bundesregierung auf, keine Nutzung deutscher Einrichtungen für die Aggression zu gestatten und sich konsequent einzusetzen für

– sofortige Einstellung aller Angriffe auf Libyen,

– sofortigen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen zwischen den libyschen Bürgerkriegsparteien,

– Aufhebung der Handels- und Wirtschaftsblockade,

– Rückgabe der beschlagnahmten libyschen Auslandskonten.

Es ist höchste Zeit, Solidarität mit dem libyschen Volk zu zeigen. 

Wir rufen alle, die sich für Frieden, Völkerrecht und Menschenrechte mitverantwortlich wissen und den Menschen der Dritten Welt verbunden fühlen, zu Protestaktionen und Demonstrationen auf: Dieser verbrecherische Angriffskrieg muss gestoppt werden.