Archive for September 11th, 2011

Gedanken zum 11. September!

Sonntag, September 11th, 2011

Gedanken zum 11. September!

Heute ist der 11. September, ein Sonntag, die Sonne scheint und hierzulande findet der Tag des offenen Denkmals statt. Ein Tag, an dem mittels historischen Gutes Spuren menschlichen Seins nachvollzogen werden könnten.

Aber es ist auch ein Tag in der jüngeren Geschichte, welcher seit 10 Jahren im imperialen Interesse instrumentalisiert wird! Dabei geistern hauptsächlich die Ereignisse in New Jork, an jenem Tag vor 10 Jahren, durch die Medien. Riesiger Fackeln gleich rauchten damals zwei Türme ihrem Ende entgegen, nachdem zwei Flugzeuge in sie gerast waren, und nahmen viele der sich dort befindenden Menschen mit in den Tod.

Sicher ein Verbrechen, welches an jenem Tag in New York geschehen und US-amerikanischer Politik seit diesem Tag als Vorwand für die verschiedensten Kriege in der Welt dient. Aber nicht nur aus diesem Grund ist die Frage nach der Verantwortung für diese Tat zu stellen, sondern auch in bezug auf die Tat selbst. Schnell waren Schuldige zur Hand und der internationale Terrorismus wurde verantwortlich gemacht. Warum aber gerade der internationale Terrorismus, wo selbst die Täter klar benannt werden und in der Regel oft Menschen als Terroristen bezeichnet werden, welche keine imperialen Interessen haben, sondern deren Interessen eher national beschränkt und in der Regel erklärte Feinde US-amerikanischer Politik gegen ihre Völker sind? Welches im Zuge US-amerikanischen imperialen Treibens in der Welt wenig verwunderlich ist.

Nun gibt es in diesem Zusammenhang die verschiedensten Verschwörungstheorien. Viel wird spekuliert, oft mit dem Ziel, den Beweis zu erbringen, dass die Drahtzieher dieser Tat Institutionen US-amerikanischer Politik waren. Dabei ist es eigentlich egal, wer genau hinter dieser Tat steckt, wer genau sie begangen hat. … Zu verantworten hat sie in jedem Fall die Politik der USA und die Interessen welche hinter dieser stehen. Letztlich sollte sich auch nicht der Frage verschlossen werden, wer eigentlich Nutzen aus dieser Tat ziehen konnte? So konnte der Welt ein erklärter, angeblich weltweit operierender Feind präsentiert werden, welcher es zum anderen ermöglichte, selbst weltweit Kriege anzuzetteln. Und dafür hat die praktische US-amerikanische Politik seit dem 11.09.2001 beständig den Beweis erbracht. Die US-Politik hat sich ein Instrument geschaffen, mit dem alles und jedes, was gegen die Interessen der US-Politik agiert, mit militärischen Mitteln „diszipliniert“ werden kann. In Folge der Ereignisse vom 11.09.2001 in New York sind Millionen Menschen weltweit US-amerikanischer Politik zum Opfer gefallen. Das heutige Gedenken an dieses Ereignis, ohne Berücksichtigung der internationalen Folgen, der Folgen für die Menschheit, dient letztlich nur der Aufrechterhaltung eines als permanent vorgegebenen Kriegsgrundes. Nicht der Schrecken gegenwärtiger Kriege soll ins Bewusstsein der Menschen gelangen und Widerstand erzeugen, sonder diese vergangene Tat, begangen in einem Zentrum der Macht des Kapitals, instrumentalisiert in dessen Interesse, zur Rechtfertigung der Kriegspolitik der USA.

Gedenken wir der Opfer des 11.09.2001, als der ersten Opfer eines Krieges, welcher seitdem beständig an Schärfe und Ausdehnung zunimmt und in erster Linie von den USA als Sperrspitze der imperialen Mächte geführt wird. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass dieser Krieg nicht dem Terrorismus gilt, sondern selbst höchste Form des Staatsterrorismus ist und sich gegen die verschiedensten Völker dieser Welt wendet.

Gedacht sei an diesem Tag aber auch an den 11. September 1973, als eine demokratisch gewählte Regierung in Chile unter entscheidender Mitwirkung US-amerikanischer Politik weggeputscht wurde. Die Opferzahlen dieses Putsches und der darauf folgenden Diktatur sind um ein vielfaches höher als die des Anschlages vor 10 Jahren in New York. Nun gilt es nicht Tote aufzuwiegen, der Hintergrund beider Taten ist aber derselben politischen Ausrichtung und der dahinter stehenden Interessen geschuldet.

Gedacht sei der Opfer des 11. September und aller anderen Opfer imperialer Politik, besonders in deren Fortsetzung mit kriegerischen Mitteln.