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Gedanke zum Krieg in Libyen

Dieser Eintrag stammt von kucaf Am 21.9.2011 @ 09:10 In Aktuell: Libyen, Krieg und Frieden, Gedanken | 1 Kommentar

Auf der Seite Kritische Massen findet sich ein [1] Beitrag zum Libyenkrieg der NATO. Dieser Krieg ist noch lange nicht zu Ende, auch wenn die NATO bemüht ist so schnell wie möglich eine Regierung zu installieren, welche nach weltweiter Anerkennung strebt, ob wohl sie selbst alles andere als Homogen ist, wie selbst bürgerliche Medien eingestehen müssen.

Nein, immer noch kämpfen Libyer für ihre Freiheit und dieser Kampf wird solange weiter gehen bis er siegreich endet. Und es sind nicht die Rebelle, welche ohne NATO-Unterstützung längst Geschichte wären, sondern jene Kämpfer welche loyal zum Libyschen Staat stehen. Sie wissen was sie zu verlieren haben, ihnen ist bewusst dass sie eigentlich keine andere Alternative haben, erst recht nicht seitdem die politischen Bemühungen der NATO Verhandlungen eine prinzipielle Absage erteilt haben. Eine Versöhnung ist so nicht möglich, auch weil eingesetzte Regierung nur Objekt westlicher Politik ist und nicht selbst agierendes Subjekt.

Das die Medien in der Regel Erfolgsmeldungen verbreiten, den Krieg für beendet erklären oder auf einige kleine Widerstandsnester beschränken, ist nicht nur Zweckoptimismus zu verdanken, sondern auch dem Umstand, dass die Fortdauer des Krieges die letzten Reste des Kartenhauses zerbröseln lässt, welches zur Begründung dieses Krieges errichtet wurde.

Wie im oben genannten Beitrag dargestellt, steht das Volk der Libyer weitestgehend hinter der alten Regierung und würde es hierzulande ein kritische Masse geben und nicht nur Willfähige, welche der Berichterstattung im Namen von inhaltsloser Demokratie und Freiheit glauben, so würde sie erkennen, auf welcher Seite die Menschen in Libyen stehen. Mit der Zeit dauert der Krieg gegen das libysche Volk schon über ein halbes Jahr, Gaddafi hätte sich ohne Unterstützung aus dem Volk heraus nicht halten können. Wenn es die behauptete breite Oppositionsbewegung gegeben hätte, wären die Kämpfe längst beendet, es wäre höchstwahrscheinlich nicht einmal dazu gekommen.

Wie am Anfang dieses Krieges schon geschrieben, es gab und gibt unterschiede in der arabischen Welt, wo in Ägypten massenweise friedlich demonstriert wurde und auf Demonstranten geschossen, wo die Führung keinen Rückenhalt in der Gesellschaft hatte, wurden schnell Ergebnisse erzielt. Dabei ist dort noch vieles offen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich zeigen wird, was der Austausch der Führungsriege gebracht hat. Es gärt nach wie vor in diesem Land. In Libyen war es anders, nach anfänglichen Demonstrationen, welche sehr schleppend anliefen, saßen die „Demonstranten“ relativ schnell auf Panzern, überfielen Polizeistationen und meuchelten Gaddafianhänger. Dem Westen war das egal, seine Verantwortung für dieses Vorgehen ist mit der Zeit erwiesen und so wandelten sich die „Demonstranten“ schnell zu Rebellen, welche offen Krieg gegen die Regierung führten. Der Verlauf des Krieges entsprach nicht den Vorstellungen der Strippenzieher im Westen und so wurde direkt in die Kampfhandlungen eingegriffen und nicht einmal mehr versucht den Anschein eines Bürgerkrieges zu waren.       


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[1] Beitrag: http://kritische-massen.over-blog.de/article-libyen-stand-der-dinge-84808818.htm
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