Archive for October, 2011

Zwei Kommentare und ein Leserbrief

Saturday, October 29th, 2011

Zwei Kommentare und ein Leserbrief

Auf der Seite von Barth Engelbart finden sich in den letzten Tagen zwei Beiträge zur Position der Partei DIE LINKE zum Libyenkrieg der NATO. Zu beiden Beiträge, auf welche ich hiermit verweisen möchte, habe ich jeweils ein Kommentar hinterlassen. Dabei ist gerade auch die Position der Partei DIE LINKE zu hinterfragen, die beiden Beiträge gegen durchaus Aufschluss über das eigentliche Wesen dieser Partei. Sie ist angekommen im System und damit besteht ihre Aufgabe darin das System zu stützen, es zu halten und alles zu tun, damit es am Leben bleibt. So  beschäftigt sich der erste Beitrag mit dem Verhalten der Linken während des Krieges und der zweite Beitrag in Auswertung desselben, wobei der Krieg eigentlich noch nicht zu Ende ist, sondern die NATO nach wie vor ihre Bomben wirft.

Mein Kommentar zum ersten Beitrag:

Aber der Tod von Illusionen ist auch ein Schrei nach Leben!

Ja so ist es, in Kriegen sterben auch Illusionen, so auch die Illusion von unabhängiger organisierter deutscher Friedensbewegung, oder auch friedfertiger Linken! Dabei ist es im gegenwärtigen System mit der Unabhängigkeit ohnehin ein Problem, gern wird sie bemüht und besonders wenn es gilt Abhängigkeiten zu verbergen. Wer nimmt den ernsthaft an, dass es zum Beispiel an deutschen Universitäten darum geht, dass System des Kapitals in Frage zu stellen? Kritik schon, die muss sein, immerhin gilt es auch ernsthafter, auf Veränderung abzielender Kritik entgegenzuwirken. Wie gut so etwas gelingt hat gerade der Krieg gegen Libyen gezeigt. Die Logik welche dahinter steckt, es ist immer günstiger den Widerstand gegen die eigene Politik, gegen die eigene Tat selbst zu organisieren, bevor es andere tun! Wenn es andere machen, wird versucht zu unterwandern, nachdem negiert, klein geredet und verunglimpft wurde. 

Aber noch einmal zurück zur Unabhängigkeit, was ist schon Unabhängig und vor allen von was, von wem, wieso und weshalb? Unabhängigkeit ist eine Illusion und wird dieses auch immer bleiben, Unabhängigkeit ist nicht einmal lebensfähig, sie bedeutet den Tod, im Falle der Friedensbewegung den gesellschaftlichen Tod! Auch wenn jetzt nach langer Ruhe wieder getrommelt wird und versucht wird zu Retten was zu Retten ist, so ist zumindest erhebliches Vertrauen verloren gegangen. Das Verhalten der Friedensbewegung in diesem Land zeigt, im Gegensatz zum Verhalten vieler Friedensbewegter, welche Abhängigkeiten der vermeidlichen Unabhängigkeit zu Grunde liegen. Der Götze Unabhängigkeit im Tempel des Mammons hat gelitten und es ergeben sich Möglichkeiten diesem zu entkleiden, Abhängigkeiten aufzuzeigen, aber auch eine abhängige Friedensbewegung aufzubauen. Eine Friedensbewegung, deren einzige Unabhängigkeit in der Unabhängigkeit von den verschiedensten Götzen des Kapitals besteht, ansonsten abhängig von konkreten und allgemeinmenschlichen Bedürfnissen und Interessen ist.

Nun mein Kommentar zum zweiten Beitrag:

Ja, was soll man dazu sagen? Immerhin „stellen sich zahlreiche Fragen nicht nur zu den Umständen seines Todes, zu Menschenrechtsverletzung auf beiden Bürgerkriegsseiten und zu den realen Opferzahlen des Krieges.“ Wenn schon eine Schuldfrage zu klären ist, dann sind doch bitte beide Seiten Schuld, die Logik dieser Aussage. Die Angreifer, weil sie angegriffen und die Verteidiger, weil sie sich verteidigt haben! Und wenn dazu noch das Märchen vom Bürgerkrieg erzählt wird, stimmt die Welt wieder, jedenfalls bei der Partei DIE LINKE. Nur kann bei solch massiver NATO Unterstützung überhaupt von einem Bürgerkrieg die Rede sein? Oder ist es nicht eher so, dass der Aggressionskrieg der NATO gegen das libysche Volk von einigen libyschen Kollaborateuren und islamischen Söldnern unterstützt wurde? Nach den neusten Erkenntnissen, welche sich zum Teil sogar in den Meinungsmachemedien spiegeln, müsste das selbst Strategen der Partei DIE LINKE auffallen.  

Wenn letztlich Verbrechen nicht mehr geleugnet werden können, so müssen sie wenigstens relativiert werden und hätte sich das libysche Volk nicht verteidigt, so wäre der Schaden nicht so groß! Welch fatale Logik, lasst euch knechten, ergebt euch und fügt euch in euer Schicksal, was eine solche Herangehensweise auch für unser Volk bedeutet, scheinen sich die meisten Menschen hierzulande nicht bewusst zu sein. Kritik ja, aber das System des Kapitals in Frage stellen, würde doch etwas zu weit führen. So hat die Partei DIE LINKE sich anscheinend zum Ziel gesetzt, das System zu erhalten, nur in seinen Wirkungen für die Menschen verträglicher zu gestallten. Es wird gekämpft um Gerechtigkeit, Gerechtigkeit der Ausbeutung! Ein jeder Mensch in diesem Lande hat das Recht ausgebeutet zu werden. Gegen HARTZ IV wird gefochten, warum, weil es sozial ungerecht ist, oder eine Form des kalten Krieges gegen das eigene Volk?

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Kabarett November 2011

Saturday, October 29th, 2011

Kabarett November 2011

Liebe KABARETTgenail!-Fangemeinde,

das Beste zuerst:

Die Bundesvereinigung Kabarett feiert am 4. und 5. November das 21. Kabarettfestival in Aschersleben.

Für das Eröffnungsprogramm am Fr., 4.11.2011, 20 Uhr im Bestehornhaus gibt es seit einem halben Jahr keine Karten mehr, denn
GEORG SCHRAMM ist präsent mit seinem Programm „MEISTER YODAS ENDE – Über die Zweckentfremdung der Demenz“!

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WIR KÖNNEN IHNEN NOCH EINZELNE RESTKARTEN ANBIETEN!!
Anfragen bitte an diese Mail. Und: wir handeln nach dem Prinzip Eike von Repgow: “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!”

Das ganze und ausführliche Programm des Kabarettfestivals finden Sie hier:
http://www.bundesvereinigung-kabarett.de/veranstaltungen/festival11/festival.htm

 


Geniales Kabarett am Klavier mit Martin Zingsheim und seinem Programm “Opus meins”

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Do 03.11.2011 | 20:00 Uhr | Bibliothekskeller | HBS
Fr 04.11.2011 | 20:00 Uhr | KuZ Reichenstraße e.V. | QLB >> offizielle Außerhaus-Vorstellung des Kabarett-Festivals der BVK in Aschersleben
Sa 05.11.2011 | 19:30 Uhr | Wernigeröder Kunst- & Kulturverein e.V. | WR

HZ. Das KABARETTgenial! erobert wieder die Kleinkunstbühne des Harzkreises. Am kommenden Donnerstag bis Samstag spielt um Martin Zingsheim sein Kabarettprogramm. Doch was tut er? Er singt – und zwar über die eigenen Verhältnisse.

Ein Mann sitzt am Klavier und spielt. Spielt mit seiner Meinung, bis politische Chansons aus dem doppelten Boden wachsen und absurde Liebeslieder angetrunken von den Bäumen fallen: „Witz schlägt unbemerkt in Wahrheit um in rockigen Chansons, die weit entfernt sind von der sozial-kritischen Massenware“ (Mainzer Rheinzeitung). Der “politisch völlig inkorrekte verbale Giftschrankakrobat” ist ein “Mann der Sprache” (Schwetzinger Zeitung) und verkörpert mit seinen erst 27 Jahren “so etwas wie die erneuerbare Energie auf Deutschlands Kleinkunstbühnen” (Kölner Stadtanzeiger).

Intensive Texte – fulminante Musik: Der Pianist des preisgekrönten Kleinkunst-ensembles Das Bundeskabarett ist “ein Querdenker, der geschickt mit den Erwartungen des Publikums spielt und selbst vor kabarettistischen Tabus […] nicht halt macht” (KStA). Ständig aktualisierte Lieder fürs dritte Jahrtausend – ein kabarettistisches work in progress. Dem jungen Künstler gelingt musikalisches Kabarett der neuen Generation auch deshalb, weil er “mit leichter Hand Gegensätzliches vermengt” (KStA) und seine brilliant-verkopften Überleitungen mit der Leichtigkeit des Stand-Ups zu präsentieren weiß. “

Der Musiker und Komponist setzt musikalische Glanzlichter” (Elbe Jeetzel Zeitung) und “verquirlt heterogene Elemente zu einem scharfen Gebräu aus politischem Chanson, Balladen und Sprachkritik” (KStA). Worüber man nicht sprechen darf, davon muss man singen. Und Zingsheim hat es eilig: als Schubert so alt war wie er, hatte er noch vier gute Jahre: “Eine schwindelerregende, intellektuelle Achterbahnfahrt, die man so schnell nicht vergisst” (KStA).

Weitere Infos und Termine der Gastspielreihe unter www.kabarett-genial.de u.a. mit einem Filmmitschnitt aus “Nightwash”!

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Bild zum Beitrag

Saturday, October 29th, 2011

Bild

Bandidos Bellevue? Wulff mit deutschen Polizeiausbildern in Afghanistan

Und das Bomben soll weitergehen!

Wednesday, October 26th, 2011

Und das Bomben soll weitergehen!

Nun hat Libyen einen Übergangsrat welcher möchte, dass weiter Bomben aufs eigene Volk geworfen werden! Was bis jetzt ja Grund für die NATO-Bombardements auf libysche Städte war, nämlich der Schutz der Bevölkerung vor Luftangriffe libyscher Flugzeuge, als Gaddafi noch lebte. Zwar flogen libysche Flugzeuge schon lange nicht mehr, waren in den ersten Kriegstagen zerstört worden, aber das spielte keine Rolle. Irgendjemand musste dann auch die behaupteten Bomben auf die libysche Bevölkerung werfen und da es ansonst keiner machte, blieb der NATO nichts anderes übrig als es selbst zu tun. Dabei war zwar der Lynchmord an Gaddafi für die Aggressoren und deren führende Politiker ein Grund zum Jubeln, ein Grund um mit dem Bombenwerfen aufzuhören war es hingegen nicht!

Nun wurde zwar der Sieg verkündet, trotzdem soll die NATO … ihren Krieg gegen Libyen zumindest bis Jahresende fortsetzen. Das forderte der Chef des »Nationalen Übergangsrats« (NTC), Mustafa Abdel Dschalil, am Mittwoch in Doha bei einer Konferenz mit den Staaten, die sich daran militärisch beteiligen.“ Diese Aussage findet sich so in der Jungen Welt in einen Beitrag unter der Überschrift „Bitte weiterbomben“!

Was ist den nun mit dem verkündeten Sieg? War er Erstunken und Erlogen? Oder warum sollen weiter Bomben geschmissen werden und die Zahl der Toten erhöht? Sollen die NATO-Truppen jetzt etwa zwischen den einzelnen Bürgerkriegsparteien „schlichten“? Wie so etwas erfolgt und wie die NATO den Völkern Frieden bringt, konnte schon vor dem Krieg in Libyen, in Afghanistan, im Irak und anderswo erfahren werden. Nein, der Krieg in Libyen ist noch lange nicht zu Ende, ein Volk kämpft weiter um seine Freiheit und die Kriegsherren um die Beute. Dass in diesem Krieg nicht nur aus der Luft eingegriffen wurde, ist eigentlich schon länger bekannt, wie dem Artikel nun zu entnehmen, besteht die neue Qualität darin, dass es nicht einmal mehr geleugnet wird!  

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Medialer Kampf um die Rechtfertigung eines Krieges!

Monday, October 24th, 2011

Medialer Kampf um die Rechtfertigung eines Krieges!

Nun finden sich in den Medien die verschiedensten Informationen zum Tod von Gaddafi und wie es in Libyen weitergehen soll. Dabei scheinen gerade die Meinungsmachemedien den Auftrag bekommen zu haben, mit Nachdruck ein Bild von Gaddafi zu vermitteln, welches taugt, den Krieg gegen das libysche Volk zu rechtfertigen. Dazu laufen auf vielen Kanälen Sendungen, welche sich mit dem Leben und Tod Gaddafis auseinandersetzen und das Bild eines in Elend und Arroganz gestorbenen Diktators zu vermitteln suchen. Nun egal, welches Bild auch gezeichnet wird und sicher hat dieser Mann auch Fehler gehabt und gemacht, kann dieses doch lange noch nicht den Mord an tausenden Libyern rechtfertigen! Doch wird es versucht und leider so manchen fruchtbaren Boden erreichen. Überhaupt hat der Anteil der Meinungsmachemedien an diesem Krieg neue Dimensionen erreicht, und mehr als bei allen anderen Kriegen der jüngeren Vergangenheit war dieser Einfluss zu erkennen. Von Beginn der Auseinandersetzungen an, wurde alles getan, um diesen Krieg in einem rechten Licht erscheinen zu lassen, wobei es eigentlich nie eine andere Forderung gegeben hat, als die der Absetzung Gaddafis. Das allein zeigt eigentlich, auf welch wackligen Füßen dieser Krieg gestanden hat. Dennoch ist es mittels medialen Trommelfeuers gelungen, die Völker weitestgehend für diesen Krieg zu vereinnahmen, zumindest ruhig zu halten. Es ist den Meinungsmachemedien gelungen, von den eigentlichen Ursachen des Krieges abzulenken und einen Einzeltäter als Ziel zu präsentieren. Nur, zeugt ein solcher Erfolg nicht von Einfältigkeit als Massenerscheinung? Sind die Menschen in den Hauptländern des Kapitals überwiegend wirklich so naiv zu glauben, was die Meinungsmachemedien ihnen servieren, ohne es nur in einem Anflug von Zweifel zu hinterfragen? Sollte der Herdentrieb des Individualismus schon soweit ausgeprägt sein, dass die Menschen vermeinen, ein einzelner könne die Welt regieren, oder zumindest ein Land? Sicher spielen Persönlichkeiten eine Rolle in der Geschichte, nur entscheidend für ihr Wirken, für ihre Erfolge, sind ihre Fähigkeiten, das unter den mannigfachen gesellschaftlichen Bedingungen  Entscheidende, das objektiv Gesetzmäßige, zu verstehen und die Massen für dessen Lösung zu befähigen und zu führen.

Aber nicht nur das dieses von den Medien gern negiert wird. Es wird Wasser auf die Mühle der Macht individualistischer Egozentrik gegossen, welche zwar innerhalb kapitalistischen Seins gern hochgehalten und mittels Elitetheorie sogar begründet wird. Wenn es aber den eigenen Interessen widerspricht, simuliert es gern, dem mit Volkes Macht entgegenzutreten, mit einer Macht also, welche man dem eigenen Volk gern abspricht! Allein die Ursachen der sich zuspitzenden Widersprüche innerhalb kapitalistischen Seins ist besagte Egozentrik aber nicht, sondern eine Folge objektiver Gesetzmäßigkeiten, welche im System des Kapitals wirken!

Wie dem auch ist, die Menschen in den NATO-Staaten waren in ihrer Mehrheit untätig, was die Untat der NATO und ihrer Schergen stützte und deckte. Keine bedeutende politische Kraft in der BRD hat klare Position gegen den Krieg in Libyen bezogen, maximal wurde die Verhältnismäßigkeit der Mittel angesprochen, das Ziel der Operation aber nicht in Frage gestellt!   

So wie die Propaganda für diesen Krieg aufgebaut ist, war der Tod Gaddafis das einzige Ziel dieses Krieges. Der Tod zehntausender Libyer wird geflissentlich unterschlagen, oder als Kollateralschaden betrachtet. Freiheit hat eben ihren Preis, jedenfalls die bürgerliche Freiheit geht dabei durchaus über Berge von Leichen. Bürgerlich sei da im klassischen Sinne und nicht im allgemein gebräuchlich verklärten gemeint und am Besitzstand orientiert. Bürger ist nach wie vor mit Besitzstand verbunden, auch wenn diese Bezeichnung heute einem jeden Menschen gern auf die Stirn gepresst wird. Seinen Anfang nahm eine solche Vorgehensweise mit der französischen Revolution, wo selbst in der Anrede der „Bürger“ vorangestellt wurde. Dabei ist ein Blick in die tägliche politische Praxis ausreichend, um zu erkennen, wer eigentlich die Bürger sind und wer nicht. Zwar werden Bürgerrechte immer wieder verkündet und sich auch auf diese berufen, allein gelten sie nur für eine bestimmte Gruppe Menschen und sind selbst im kleinsten Umfang vom Besitzstand (in einfacher Form vom Geld) abhängig. Sie haben nur bestimmten Interessen zu dienen, vorrangig jenen des Kapitals. So spielt es auch keine Rolle, wenn ein Politiker gejagt wird, dass die Wahl der Mittel genauso sekundär ist, wie die Verhältnismäßigkeit ihrer Anwendung. Dabei haben jene Kreise, welche den Krieg gegen Libyen angezettelt und geführt haben, ja noch führen, allgemein nicht einmal etwas gegen Despoten, Diktatoren und was es noch so gibt. Sie haben auch nichts gegen Gottesstaaten wie zum Beispiel Israel und Saudi-Arabien oder andere Staaten, welche gelegentlich in der Kritik stehen, wenn sie nur den „bürgerlichen“ Interessen dienen.

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Wie widersprüchlich Meldungen doch sein können, …

Thursday, October 20th, 2011

Wie widersprüchlich Meldungen doch sein können, im Zusammenhang mit den vermutlichen Tod Gaddafis, wobei selbst über die Art und Weise des Todes spekuliert und ein Bild gezeigt wird, welches nicht gerade Schussverletzungen an den Beinen zeigt, wird auch die Verhaftung seines Sohnes Mutassim Gaddafi verkündet. Dabei wurde vom Tod des Letzteren erst vor einigen Tagen berichtet. Aber nicht nur in diesem Zusammenhang ist es Fraglich was wirklich in Libyen los ist. Es werden seit Beginn des Krieges Erfolge verkündet, welche sehr oft korrigiert werden mussten, dabei gab es vor der Einnahme von Tripolis durchaus noch eine unabhängige Berichterstattung. Ob nun Sirte eingenommen wurde, kann schon sein, vertrauen verdienen die Meinungsmachemedien hingegen nicht mehr. Sie haben sich in diesem Krieg letztlich entzaubert. Das diese Stadt eingenommen wurde ist wahrscheinlich, den massiven wochenlangen Druck der NATO und ihrer Hilfstruppen, dazu abgeschnitten von der Außenwelt, die Infrastruktur zerstört und tausende getötet, kann nicht ewig standgehalten werden. Der Krieg wird deswegen aber noch lange nicht zu Ende sein, nicht nur das es durchaus noch Widerstand gibt, er wird sich neu formieren, der NATO und ihren Helfershelfern weniger Angriffsfläche bieten.

Dabei geriet die NATO durchaus in Erklärungsnöte, nach Verkündung dieses Sieges ist nach vorhergehenden Verlautbarungen das Land befreit. Wie soll nun der Einsatz von NATO-Truppen gerechtfertigt werden? Andererseits und um auf den obig verlinkten Beitrag zurückzukommen, wie stellt sich das Kräfteverhältnis wirklich in Libyen da? Ist es so, wie hier zu lesen, dass der libysche Widerstand die Schwäche der „Rebellen“ genutzt hat um sich geordnet zurückzuziehen und neue Position zu beziehen? Im Beitrag finden sich weiter interessante Punkte, die es wert sind darüber nachzudenken.

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Was der Staatstrojaner so alles kann …

Thursday, October 20th, 2011

Was der Staatstrojaner so alles kann ist in 3 ½ Minuten hier zu erfahren. Nicht uninteressant die Möglichkeiten aber auch die Lücken. Ist schon ein gefährliches Spiel, nur wird es schon einen Grund haben, warum dem eigenen Volk dermaßen misstraut wird, um solche Möglichkeiten der Überwachung zu erschließen und auszuführen. Die Angst ist Groß, könnte das eigene Volk doch auf den Gedanken kommen, dass nicht nur hierzulande einiges im Argen liegt und sich auf die Suche nach eigenen praktikablen Lösungen für die Probleme unserer Zeit begeben. Da möchte Staat doch zumindest rechtzeitig informiert sein, um entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Der Bundestrojaner ist ein Mittel dazu, nur wird dieses Mittel durch diverse Sicherheitslücken zum Teil negiert. Trotzdem, die Gefahr für den Bürger bleibt. Solche Mittel im Gebrauch, generieren letztlich immer auch den Missbrauch, wobei in diesem Fall fraglich was gefährlicher ist. Über eines besteht hingegen Sicherheit, wenn Möglichkeiten geschaffen werden, so nur aus einem Grund, diese auch zu nutzen!

Mutassim Gaddafis Rede an die Welt.

Tuesday, October 18th, 2011

Mutassim Gaddafis Rede an die Welt.

Nun ist es nicht neu im Krieg gegen das libysche Volk das die Meinungsmachemedien den Tod eines Sohnes Gaddafis verkünden. Und es ist auch nicht neu, dass sich der Todgesagte zeigt oder zumindest zu Wort meldet. Durch ein E-Mail wurde ich auf einen Beitrag mit der Überschrift: „Libyen: Mutassim Gaddafis Rede an die Welt. Aufruf zur globalen Revolution!“ aufmerksam und da diese Rede wohl kaum nennenswerte Beachtung in den Meinungsmachemedien finden wird, sei hier darauf verwiesen. Auch mit dem Ansinnen, dass sie dadurch gebührende Verbreitung findet.  

In diesem Zusammenhang sollte auch beachtet werden, dass dieser Krieg den Libyern bis jetzt über 60000 Tote gekostet hat, in der Mehrzahl alles Menschen, welche angeblich geschützt werden sollten. In Libyen wird ein Krieg geführt, welcher sich einreiht in eine Reihe weiterer Kriege auf drei Kontinenten. Dabei dauert die Eroberung dieses Landes nach wie vor an und wie oft wurden in diesem Krieg schon Siege verkündet, welche anschließend widerrufen werden mussten? Das libysche Volk weiß worum es kämpft, heute sind es nicht mehr nur die verloren gegangenen Errungenschaften, sonder es geht schlichtweg ums Überleben, wenn berücksichtigt wird, mit welcher Brutalität die NATO geführten Truppen gegen die Bevölkerung vorgehen. (Hier findet sich ein Fotovergleich von einer zerstörten Stadt während des Vietnamkrieges der USA und eines Straßenzuges in der libyschen Stadt Sirte.)

Dabei geht es nicht nur um Libyen, es geht um alle Menschen, es geht um unsere Welt, es geht um einen Krieg, welcher gegenwärtig in vielen Ländern geführt und beständig ausgeweitet wird. Es geht um einen neuen Weltkrieg, welcher in seiner Art und Weise und Ausdehnung der Produktivkraftentwicklung unserer Zeit entspricht. Die allgemeine Krise des Kapitals führt dazu, dass in einem immer größeren Umfang Produktivkräfte in Destruktivkräfte verwandelt werden und ihre verheerende Wirkung entfalten. Von den gegenwärtigen Kriegen sind alle Menschen auf diesen Planten betroffen, egal wie weit sie von den jeweiligen Kriegsschauplätzen entfernt leben. Dabei hat die Vergangenheit ausreichend bewiesen, dass Kriege auch immer an ihren Ausgangsort zurückkehren.

Hier der Text der Rede Mutassim Gaddafis:

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Gedanken zu einem Bild!

Monday, October 17th, 2011

In der Jungen Welt-Ausgabe vom 18.10.11 findet sich ein Beitrag zum Besuch des Bundespräsidenten in Afghanistan, welcher interessant zu lesen ist! Interessant ist aber auch das Bild, welches Soldaten gerüstet und in Feierlaune den Bundespräsidenten flankierend zeigt. Zu diesem Bild sind mir folgende Gedanken gekommen:

 

Gedanken zu einem Bild!

 

Schlecht rasiert und fern der Heimat,

ein Lächeln auf den Lippen,

den Bundespräsidenten flankierend,

wie schön kann Krieg doch sein!

Die Bilanz ist gut,

zwar gab es den einen oder anderen Toten,

in den eignen Reihen,

doch ist die Zahl der toten Feinde größer anzusetzen!

Die Bilanz gar positiv?

Und wie viel schöner könnte Krieg noch sein,

wenn es an der Heimatfront stimmen würde?

Wenn Unterstützung des eigenen Volkes gewiss!

Dem ist nicht so!

Doch trotzdem,

der Tag ist schön,

das ist zu sehen,

waffenstarrend,

mit einen Lächeln auf den Lippen,

ein Fähnchen auf Waffe und Montur,

Mann ist locker und nicht ernst!

Der Feind,

der Böse ist da fern,

auch wenn er ist im eignen Lande,

auf dem Bild lächeln die fremden Herrn,

mit kugelsicherer Weste und Sonnenblende!

 

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Massenverdummung und Machtarroganz

Monday, October 17th, 2011

Massenverdummung und Machtarroganz bilden eine Einheit, sie nehmen proportional zu, wobei die Arroganz schwindet, wenn Verdummung der fruchtbare Boden entzogen wird.