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Zum Wegwerf-Wahnsinn unserer Zeit

Saturday, October 8th, 2011

Auf der Seite Gedanken(V)erbrechen findet sich ein Beitrag welcher sich an Hand einer Fernsehdiskussion mit dem Wegwerf-Wahnsinn unserer Zeit an Beispiel von Lebensmitteln auseinandersetzt. Dabei wird zu Recht kritisiert, dass gerade an die Verbraucher appelliert wird, doch sorgsamer mit Lebensmitteln umzugehen und bewusster einzukaufen, die Ursache für Verschwendung soll somit nur bei diesen gesehen werden. Als ob dieses etwas Entscheidendes am Problem ändern könnten. Was mit solchen Appellen hingegen beabsichtig wird liegt auf der Hand, die Menschen sollen von den eigentlichen Ursachen diverser Lebensmittelmüllberge abgelenkt werden und in erster Linie die Schuld bei sich selbst suchen. Nur wer Produziert und warum am Bedarf vorbei, wie viel Waren werden vorgehalten in der Hoffnung verkauft zu werden, obwohl nebenan genau dieselben Berge liegen, warum werden Mengen billig  angeboten, welche eigentlich nur eine Großfamilie benötigt? Viele Fragen lassen sich mit diesem Thema verbinden und sicher wird nicht immer so bewusst mit Lebensmitteln umgegangen wie es wünschenswert wäre, die Ursachen dafür aber bei den Konsumenten zu sehen ist hingegen fatal, da damit wie erwähnt von den eigentlichen Ursachen abgelenkt wird. Zum Beitrag habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:  

Bei allen möglichen und unmöglichen, bei allen nötigen und unnötigen, nicht der Konsument ist der Verursacher des Wegwerf-Wahnsinn sondern die Anarchie kapitalistischen Wirtschaftens. Selbst wen der Konsument noch so bewusst agieren würde, nur noch kauft was er wirklich braucht und konsumiert, die Müllberge würden nur geringfügig schrumpfen.

Und wie treffend ist diese Aussage: „vom Sparen ist noch nie eine Wirtschaft gewachsen und wachsen muss sie bekanntlich, nur darauf kommt es an“, jedenfalls im System des Kapitals, nur warum wird gespart und das gerade bei den Löhnen? Die Leute sollen ihre Kaufzurückhaltung aufgeben, nur die Ursachen vermehrter Kaufzurückhaltung, beständig sinkende Einkommen, wird gern vergessen.

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