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Es bewegt sich was in der Welt, …

Dieser Eintrag stammt von kucaf Am 17.10.2011 @ 18:48 In Aktuell, Wirtschaft, EU, Schulden, Krisen, Spuren/Gefunden, Gedanken | 1 Kommentar

Es bewegt sich was in der Welt, Widersprüche spitzen sich zu, Menschen gehen auf die Straße und äußern sich, nur ist es von der Empörung bis zur verändernden Tat noch ein Stück Weg.

Bei Barth Engelbart findet sich ein [1] Beitrag zur „“Occupy Wall Street”“ Bewegung und wie versucht wird diese zu vereinnahmen. Nun ist dieses eine junge Bewegung, Erfahrungen gibt es kaum, wobei ihr Anliegen [2] weltweit Nachahmer findet. Die Widersprüche innerhalb des kapitalistischen Systems spitzen sich zu und es wird selbst in den Hauptländern des Kapitals für die Machtausübenden immer schwerer ihre Völker bei der Stange zu halten. Wenn sich [3] Widerstand nun formiert wird erst einmal versucht diesen zu ignorieren und mittels Medienmacht kleinzureden, wenn dieses nicht erfolgreich ist, wird versucht die Bewegung zu vereinnahmen und den eigenen Interessen entsprechend zu lenken.  

Und so wird versucht eine jede Bewegung, welche dem System des Kapitals gefährlich werden könnte, von Anfang an zu unterwandern. Nun ja, nicht von Anfang an, erst wird verschwiegen, dann klein geredet, verunglimpft, relativiert. Das ist sicher nicht neu, nur mit der Zuspitzung der Widersprüche innerhalb der Gesellschaft wird auch dieses schwerer werden.

Dabei ist die Ausgangsposition nicht besonders günstig, ist es doch in den letzten Jahrzehnten gelungen Menschen ihren eigentlichen Problemen zu entfremden und sie zu Erfüllungsgehilfen gegen ihre eigenen Interessen zu machen. Nun setzt ein langsames Erwachen ein, zwar stimmt es das; „die größte Schwäche der OWS -Bewegung ist der Mangel an klaren Forderungen, programmatischen Debatten, mehr BAUCH als HIRN.“ Nur woher soll das Hirn kommen, wenn über Jahre hinweg zumeist der Bauch trainiert wurde?

Letztlich kann eigentlich nur die Schlussfolgerung daraus gezogen werden, selbst Einfluss zu gewinnen, aufzuklären und die eigentlichen Hintergründe diverser NGO`s aufzuzeigen. Dabei ist es gut möglich dass ein solches Vorgehen erst einmal erfolglos sein wird, aber im Laufe der Zeit und mit Zuspitzung gesellschaftlicher Widersprüche wird sich Erfolg einstellen. Desto mehr solche Bewegungen ihre Partner erkennen und deren Einfluss auf Erfolg und Misserfolg, desto konsequenter wird die Spreu vom Weißen getrennt!

Erst einmal handelt es sich aber um eine Bewegung, wie es sie lange nicht mehr gegeben hat und das ist schon mal ein Erfolg! Dass eine Bewegung klare Forderungen braucht und dazu auch programmatische Debatten notwendig sind, wird die Bewegung lernen. Andernfalls ist sie als gescheiterter Versuch zu werten, aus welchen die Lehren für den nächsten Versuch zu ziehen sind. Erinnert sei hier auch daran, dass die Banken zwar eine entscheidende Rolle innerhalb kapitalistischen Seins spielen und die Verbindung von Bank- und Industriekapital zum Finanzkapital bezeichnet für den Imperialismus ist, nur liegen die Ursachen für die Verwerfungen innerhalb des Systems des Kapitals anders. Die Banken haben ihre Aufgabe zu erfüllen, in Verbindung mit dem Industriekapital haben sie dafür zu sorgen das Kapital kräftig akkumulieren kann und das wird immer schwerer. Die Möglichkeiten in der realen Wirtschaft über Wertschöpfung dieses zu realisieren werden auf Grund der fortschreitenden Produktivkraftentwicklung immer geringer und so muss immer mehr Kapital fiktiv akkumulieren. Dieses letztlich wertlose Kapital bedarf aber eines Wertes, soll es Vermögen und noch mehr Kapital werden. Um aber das wertlose Kapital mit Wert auszustatten ist es notwendig Wert umzuverteilen, was seit Jahrzehnten gemacht wird. Da aber dieser Wert nicht in der Gegenwart geschaffen werden kann, wird auf zukünftigen Wert vorgegriffen. Was letztlich nichts anderes Bedeutet als Schulden zu machen.  


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[1] Beitrag: http://www.barth-engelbart.de/?p=1080
[2] weltweit Nachahmer: http://www.jungewelt.de/2011/10-17/020.php
[3] Widerstand: http://www.jungewelt.de/2011/10-17/044.php

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