Archive for November, 2011

Kabarett Dezember 2011

Tuesday, November 29th, 2011

KABARETT-NEWSLETTER KABARETT!genial Dezember 2011

Liebes weihnachtsheimelndes Kabarettpublikum,

bevor es ganz und gar gemütlich zu werden droht, wird es noch einmal ernst,
denn die GandDame des Kabaretts gastiert auf den Bühnen unserer Kleinkunstreihe:

GISELA OECHELHAEUSER “Demokratie ist scheisse – und das mein’ ich ernst”

Do       01.12.2011 | 20:00 Uhr | Soziokulturelles Zentrum ZORA |  HBS

Sa        03.12.2011 | 19:30 Uhr | Wernigeröder Kunst- & Kulturverein e.V. | WR

So        04.12.2011 | 20:00 Uhr | KuZ Reichenstraße e.V. | QLB

Radikal, scharf, intelligent, ordinär!
Und manchmal alles gleichzeitig.
Oechelhaeuser gibt keine Antworten.
Sie geht zu weit.
Und wer von ihr getröstet werden will, der sollte gleich zu Hause bleiben!
Wer Streit sucht, soll nur kommen!
Dieses Programm ist das mittlerweile sechste in Zusammenarbeit mit ihrem Autor Philipp Schaller.
Und wer die beiden noch nicht erlebt hat, der sollte sich beeilen: Gisela Oechelhaeuser ist 66, in dreißig Jahren will sie aufhören.

www.gisela-oechelhaeuser.de

Was kann dazu noch hinzugefügt werden?

Ja: ganz schnell die besten Freunde informieren und Karten reservieren!

Das geht natürlich auch über diese E-Mail-Adresse!

Mit besten Grüßen
 
Kabarett-Organisation

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>>> die Homepage der guten Unterhaltung im Harzkreis: www.kabarett-genial.de

PS 1: Vorschau auf JAN 2012:
ANNI HARTMANN: “Schwamm drüber? Der besondere Jahresrückblick 2011″ Und da gab es ja dieses Jahr eine Fülle von Themen, man denke nur mal an den Fall …
Nein, ich will nicht zu viel verraten! Nur soviel: die Spieldaten:
>Mi, 4.1., 19:30 WR
>Do,
5.1.
, 20:00 HBS
>Fr, 6.1., 20:00 QLB

Signale auf Krieg, eine Zukunft für Krieger!?

Sunday, November 27th, 2011

Signale auf Krieg, eine Zukunft für Krieger!?

Auch hierzulande wird für Krieg geklappert, die Bundeswehr umgerüstet und Kriegsführung gerechtfertigt. Menschenleben zählen wenig, allein die zu vertretenden und zu verteidigen Interessen sind entscheidend. Und so wird der Mord an bis zu 142 Menschen in Afghanistan vor mehr als zwei Jahren, durch einen deutschen Offizier nicht bestraft, sondern gerechtfertigt bis glorifiziert! Historische Parallelen sind nicht nur erkennbar, sie zeugen auch vom gleichen Geist, welcher heute wie damals hinter Krieg und Völkermord steht.

In der Zeitschrift Ossietzky findet sich ein Aufsatz zum Thema.

Ein Glanzlicht bürokratischen Seins in Quedlinburg!

Sunday, November 20th, 2011

Ein Glanzlicht bürokratischen Seins in Quedlinburg!

In der Mitteldeutschen Zeitung vom Freitag 18.11.2011 fand sich ein Beitrag, welcher sich mit Glanzlichtern bürokratischen Seins in Quedlinburg auseinandersetzt. Ein kleiner Buchladen, welcher ein durchaus interessantes Angebot hat und in welchen ich schon manches gute Gebrauchtbuch erworben, wollte mit einem Fahrrad werben. Zwar findet sich der Laden auf der Ost-West-Achse der historischen Neustadt, aber abseits der Null, in einem Teil der Straße, welcher nicht besonders Einladend daherkommt und wo noch so mancher Geschäftsraum verweist ist. Nun wird die historische Neustadt bei weiten nicht so von Touristen frequentiert wie die Altstadt und es erfordert schon einigen Mut in einer von gewerblichen Leerstand geprägten Straße ein Geschäft zu eröffnen, wenn dann aber von Seitens der Stadtverwaltung einfache und preiswerte Werbemaßnahmen untersagt werden, ist das alles andere als verständlich. Wo auf der einen Seite um Investoren geworben wird, wird auf der anderen Seite Engagement blockiert. Letztlich wird um eine Bagatelle gestritten, wobei der Stadtverwaltung anscheint die Argumente ausgehen, wenn zur Allealles-Keule gegriffen wird. Leider ist der Beitrag auf der Internetseite der MZ nicht zu finden.

Zum Beitrag selbst habe ich via Internet folgenden Leserbrief geschrieben:

 

Leserbrief zum Beitrag „Amtsschimmel mag keine Drahtesel“ vom 18.11.2011, Quedlinburger Harzbote:

 

Amtsschimmel für alle!?

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Medienerklärung zu einer Preisverleihung und was für eine Überschrift!

Sunday, November 20th, 2011

Medienerklärung zu einer Preisverleihung und was für eine Überschrift!

Was für eine Überschrift! „Wir brauchen Hoffnung, Gerechtigkeit, Freiheit!“ und das ist doch mal was, Hoffen auf Erlösung, Gerechtigkeit und Freiheit! Das religiöse Element der Hoffnung soll es richten, hoffen wir, dass es passiert, oder das es nicht passiert, dass uns geholfen wird, dass Einsicht anderer uns retten mag und so weiter und sofort. Ergeben wir uns der Hoffnung und unserem Schicksal, ersehnen Gerechtigkeit und Freiheit! Eherne Begriffe gesellschaftlichen Seins, wirkungslos im Allgemeinen, nur mächtig im Konkreten, als Produkt menschlicher Tat!

Wir brauchen Zuversicht, Einsicht in die Notwendigkeit und die bewusste Tat! Wäre eine Überschrift, welche nicht nur Hoffnung verspricht, sondern den Weg zur gesellschaftlichen Veränderung weißt.

Aber nun wurde der internationale ethecon Blue Planet Award 2011 verliehen, und  die Medienerklärung, welche ich per E-Mail erhalten habe, trägt eben diese hoffnungsvolle Überschrift. Wie die Überschrift, so auch der Inhalt, welchen ich hier wiedergebe.

Sicher hat die Ausgezeichnete diese Auszeichnung verdient und auch ich habe als Schüler damals eine Karte in die USA geschickt, in welcher ihre Freiheit gefordert wurde. Die erwähnte „beispiellose internationale Solidaritätskampagne“ welche ihr Leben rettete, kann durchaus beispielgebend für die Gegenwart sein. Doch wurde der proletarische Begriff der Solidarität längst schon von den Kräften des Kapitals okkupiert und wird heute nicht selten gegen das damit eigentlich verbundene Anliegen instrumentalisiert. Solidarität, die Liebe unter den Völkern, das war einmal, heute schauen die Völker zu wenn andere Völker abgeschlachtet werden, in der Hoffnung es wäre auch in ihrem Interesse, zumindest dass es ihnen nicht schaden könne. Solange die Nachbarn die Prügel einstecken, so die Hoffnung, bleibt selbst man verschont! Diese Hoffnung ist trügerisch, wie jede andere Hoffnung auch, der Wunsch ist der Vater des Gedanken, fern praktischer Realität!

Der Kampf, welchen Angela Davis führt, ist real, weniger der Hoffnung geschuldet, als vielmehr den realen, gesellschaftlichen Verhältnissen in ihrem Land. Die Ziele sind begründet, die Forderungen praktikabel, ihre Umsetzung erfordert aber nicht Hoffnung, sondern Zuversicht, Einsicht und den praktisch handelnden Menschen! Gratulation an Angela Davis!

Den Opfern dieses Irrsinns mein Beileid!

Saturday, November 19th, 2011

Auch nur ein Akt der Verwertung?!

Wenn ich das Internet aufrufe, mein E-Mailprogramm öffne, erscheinen in der Regel irgendwelche Berichte, oder zumindest Verweise auf diese. Gelegentlich nehme ich den einen oder anderen Bericht zum Gegenstand einer Betrachtung. Heute fand ich wieder einen Beitrag, welcher mich eigentlich nicht interessiert, aber hervorragend in die mediale Affekthascherei passt. Und so wird über einen zivilisatorischen Schrothaufen berichte, welcher in Ergebnis des beständig tobenden Krieges auf den Autobahnen entstanden ist. Tote hat es gegeben und sehr viel Schrot, nur was soll mich solch Nachricht interessieren, wenn ich nicht selbst betroffen bin, also Bestandteil dieses Schrot werdenden Seins? Sicher wäre es dramatisch, würde ich mitten drin, oder auch am Rande, da dieses aber nicht der Fall ist, ist es nur eine Nachricht unter vielen, welche tagtäglich über uns kommen und mit Tod und Leid in dieser Welt konfrontieren. Pietätlos möge es sein, so mitleidslos über die Toten und Verletzten zu schreiben, rührseliges Bedauern sollte verkündet werden, nahe sollte so etwas einen gehen! Nur warum? Weil Menschen sterben? Das machen Sie woanders auch, manche sogar freiwillig, andere werden zu Tode gebombt, die Medien rechtfertigen so manchen Tod, wie jüngst in Libyen, als Nato-Truppen zehntausende Libyer in Freiheit und Demokratie bombten. Vom Leben wurden sie befreit, ohne dass sie es wollten! Nun wollten die durch Unfall getöteten sicher auch nicht sterben, trotzdem begaben sie sich in die Gefahr, dafür wird ihnen wesentlich mehr Aufmerksamkeit zuteil, als den durch Nato-Bomben zerfetzten Libyer, oder auch den Afghanen, welche nach wie vor dem Terror der Besatzer ausgesetzt sind. Ein Thema ist dieses für die Medien schon lange nicht mehr, höchstens ein unliebsames welches nach Möglichkeit umschifft wird. Die Toten auf Deutschlands Straßen taugen da schon eher, vor allem wenn sie gehäuft auftreten, in Folge einer Massenkarambolage, um des Volkes Seele zu rühren. Und wo Schatten ist, da ist immer auch Licht, das Geschäft mit Unfall und Tod blüht!

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Zehn Anmerkungen zum Krieg in Libyen unter Berücksichtigung imperialer Bestrebungen.

Thursday, November 17th, 2011

Zehn Anmerkungen zum Krieg in Libyen unter Berücksichtigung imperialer Bestrebungen.

Was hat der Krieg in Libyen mit der Eurozone zu tun?

Eine komplexe Betrachtung des Libyenkrieges und seiner Folgen findet sich auf der Seite von Barth-Engelbart. Dabei hat der Verlauf in jüngster Vergangenheit verschiedene Voraussagen im Text schon bestätigt.

Ein interessantes Zitat aus dem Text: „Arabischer Frühling : Ändern, damit sich nichts ändert, außer dort, wo dies in unserem eigenen Interesse ist (Libyen).“

Hier der komplette Text:

Der politische Analyst, Historiker und Zukunftsforscher, Prof. Dr. Luigi Ambrosi hat zahlreiche Bücher in Italien publiziert, schreibt für führende wissenschaftliche Periodika und lehrt(lehrte) an Universitäten in Rom, Mailand, Bolongna, Calabria ..

Prof. Dr. Luigi Ambrosi: 10 Geostrategische Anmerkungen zur Besetzung Libyens -

Luigi Ambrosi è dottore di ricerca in Storia contemporanea presso La Sapienza-Università di Roma. Si è laureato a Bologna, ha svolto un master in Storia, didattica e comunicazione a Milano e collabora all’attività didattica presso l’Università della Calabria. Ha pubblicato una monografia, La rivolta di Reggio. Storia di territori, violenza e populismo (Rubbettino, 2009, con Prefazione di Salvatore Lupo), e saggi su varie riviste scientifiche: «Giornale di storia contemporanea», «Storia e Futuro» e «Zapruder», della cui redazione fa parte. Ha partecipato a workshop e seminari di studio in Italia e in Francia. Si interessa di storia della conflittualità e dell’ordine pubblico, del rapporto tra politica e territorio, di identità locali e populismi.

Luigi Ambrosis folgenden Artikel hat Bernd Duschner ins Deutsche übersetzt und mich gebeten, ihn hier zu veröffentlichen:

Der nachfolgende Artikel von Luigi Ambrosi erschien bereits am 24.10.2011 in diversen italienischen Publikationen wie z. B. resistenze.org, hat jedoch nichts an Aktualität verloren. Die deutsche Übersetzung besorgte Bernd Duschner.

Mit der Hinrichtung Gaddafis und der Besetzung Libyens unter zu Hilfenahme der Marionettenregierung des Übergangsrates, endet zunächst eine weitere imperialistische Operation der Hauptmächte des früheren Kolonialismus.

Das gesamte Bündnis der westlichen Sieger im 2.Weltkrieg (USA, GB, Frankreich) findet sich wieder vereint, um sich die Ressourcen eines souveränen Staates einzuverleiben.

Einige geopolitische Anmerkungen sind dazu angebracht. Dabei verstehe ich unter Geopolitik die Analyse der internationalen Kräfteverhältnisse. Obwohl frühere historische Ereignisse (vom Wiener Kongress bis zur Konferenz von Yalta) es nahelegen sollten, geopolitischen Zusammenhängen besondere Aufmerksamkeit zu widmen, werden sie in den Analysen noch nicht angemessen berücksichtigt.

Erste Anmerkung: Die „Rückeroberung“ Libyens bedeutet einen Sieg der Nato und des westlichen Imperialismus auf internationaler Ebene.

Sie bekräftigt ihre politische und militärische Vormachtstellung auf dem Planeten. Sie ist eine Warnung an alle souveränen Staaten davor, sich den wirtschaftlichen und politischen Interessen der Länder der westlichen Allianz nicht entgegenzustellen. Trotz ihrer Wirtschaftskrise verfügen sie über ein militärisches Potential, das ihnen die Überlegenheit sichert. Iran, Venezuela, Bolivien und vor allem die BRICS Staaten sind gewarnt. Wir haben eine offen neokoloniale Operation der alten Kolonialmächte erlebt. Wir können sie als einen ersten Sieg der Nato im neuen Weltkrieg, dem Weltkrieg gegen die BRICS Staaten mit China an der Spitze, ansehen. Der Präsident der USA Barack Obama hat erklärt, der Tod Gaddafis bedeute, dass „wir jetzt in der ganzen Welt die Macht der amerikanischen Führung sehen“. Dazu hat er dieses Mal erreicht, dass zahlreiche europäische Staaten an dem Krieg teilgenommen haben.

Zweite Anmerkung: Die BRICS Staaten und ihr wachsender politischer (und wirtschaftlicher) Einfluss als Gegenpol zum westlichen Imperum und der Nato haben einen spürbaren Rückschlag erhalten.

Der Großteil der Länder der Welt dürfte von diese Machtprobe, der Vernichtung eines souveränen Staates, der Hinrichtung eines Staatsoberhauptes, der Zerstörung seiner Infrastruktur und der Beschlagnahme seiner Rohstoffe als Ergebnis eines acht Monate dauernden Krieges eingeschüchtert sein. Falls hinter der Entscheidung Russlands und Chinas nicht eine wohldurchdachte Strategie steckt, dürfte ihr Verzicht auf ihr Veto in der UNO ein schwerer Fehler gewesen sein. Die USA setzen ihrerseits seit Jahrzehnten bei Resolutionen über den Staat Palästina ihr Veto ein. Wir wollen nicht glauben, dass sich China allein mit den Erklärungen des US Vizepräsidenten über die Anerkennung der Souveränität Chinas über Taiwan und Tibet zufriedenstellen ließ. Mit Sicherheit braucht China Zeit und vermeidet Fallstricke, die zu einer offenen Konfrontation führen können. In Russland hat jetzt der Wahlkampf begonnen. Er dürfte zur Ablösung von Medwedew durch Putin führen. Medwedew hatte sich stärker mit dem Westen eingelassen. Tatsache bleibt, dass beide Mächte einen Rückschlag und spürbaren wirtschaftlichen Schaden erlitten haben (30.000 chinesische Arbeiter wurden aus Libyen evakuiert, große Verträge Russlands über militärische Lieferungen und die Ausbeutung von Öl- und Erdgaslagerstätten wurden annuliert usw).

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Wovon das libysche Volk befreit wurde!

Wednesday, November 16th, 2011

Wovon das libysche Volk befreit wurde!

Nun scheint der Krieg in Libyen erst einmal ein Ende gefunden zu haben, jedenfalls wurde der Sieg verkündet und über kriegerische Handlungen ist in den Medien gegenwärtig nichts zu vernehmen. Dafür wird um so mehr für neue Kriege getrommelt, auf der Agenda stehen gegenwärtig Syrien und Iran, in Syrien läuft das Schema ähnlich wie in Libyen ab und im Iran wird wie gehabt das Atomprogramm des Landes zum Anlass genommen. Als der Kampf der NATO gegen das libysche Volk noch tobte, war an einen weiteren Krieg zwar schon gedacht worden, allein es waren noch Kräfte gebunden. Dafür wird nun umso intensiver die Kriegstrommel geschlagen.

Im Oktober fanden sich im Schweiz Magazin folgende Tatsachen zur „Befreiung“ des libyschen Volkes, ja von was wurde dieses Volk eigentlich befreit! Im Folgenden der Text aus dem Schweiz Magazin, auf welchen ich hier aufmerksam wurde:

Was der Diktator und Tyrann Gaddafi seinem Volk alles antat, wird jetzt täglich Stück für Stück bekannt. Hier eine Aufzählung seiner Grausamkeiten unter denen die Libyer 4 Jahrzehnte leiden mussten.

1. Es gab keine Stromrechnung in Libyen. Strom war kostenlos für alle Bürger.

2. Es gab keine Zinsen auf Kredite. Die staatlichen Banken vergaben Darlehen an alle Bürger zu null Prozent Zinsen per Gesetz.

3. Ein Heim/Zuhause zu haben galt als ein Menschenrecht in Libyen.

4. Alle Frischvermählten in Libyen erhielten 50.000 US-Dollar. Dieses Geld sollte den Menschen ermöglichen ihre erste Wohnung zu kaufen. Die Regierung wollte so zum Start einer Familie beitragen.

5. Bildung und medizinische Behandlungen waren frei in Libyen. Bevor Gaddafi an die Macht kam konnten nur 25 Prozent der Libyer lesen. Heute liegt die Zahl bei 83 Prozent.

6. Wollten Libyer in der Landwirtschaft Karriere machen, erhielten sie Ackerland, eine Bauernhaus, Geräte, Saatgut und Vieh als Schnellstart für ihre Farmen und das alles kostenlos.

7. Wenn Libyer keine Ausbildung oder medizinische Einrichtungen finden konnten die sie benötigten, hatten sie die Möglichkeit mit der Hilfe staatliche Gelder ins Ausland zu gehen. Sie bekamen 2.300 USD im Monat für Unterkunft und Auto gezahlt.

8. Wenn ein Libyer ein Auto kaufte, subventionierte die Regierung 50 Prozent des Preises.

9. Der Preis für Benzin in Libyen war 0,14 $ (12 Rappen oder ca. 0,10 Euro) pro Liter.

10. Wenn ein Libyer keine Arbeit bekam nach dem Studium, zahlte der Staat das durchschnittliche Gehalt des Berufs in dem er eine Arbeit suchte, bis eine fachlich adäquate Beschäftigung gefunden wurde.

11. Libyen hat keine Auslandsschulden und ihre Reserven in Höhe von 150.000.000.000 $ sind jetzt weltweit eingefroren und wohl für immer verloren.

12. Ein Teil jeden libyschen Öl-Verkaufs wurde direkt auf die Konten aller libyschen Bürger gutgeschrieben.

13. Mütter die ein Kind gebaren erhielten 5.000 US-Dollar.

14. 25 Prozent der Libyer haben einen Hochschulabschluss.

15. Gaddafi startete Das “Great-Man-Made-River-Projekt” (GMMRP oder GMMR, dt. Großer menschengemachter Fluss-Projekt) in Libyen Es ist das weltweit größte Trinkwasser-Pipeline-Projekt für eine bessere Wasserversorgung von Bevölkerung und Landwirtschaft.

Gott sei Dank haben Nato und Rebellen das libysche Volk davon befreit.

 

Nun geht ein großes Gejammer …

Tuesday, November 15th, 2011

Nun geht ein großes Gejammer durch die Medien, faschistische Banden morden, zumindest eine Bande scheint jetzt aufgeflogen zu sein. Und wem wundert es, wenn selbst Geheimdienste der BRD verstrickt sind, halten diese rechte Organisationen doch mittels V-Leute am Leben, bieten ihnen Schutz und Deckung. Das dann der eine oder andere Agent neben der Tat steht und diese geschehen lässt, verwundert wenig, sind doch die Identitäten der V-Leute zu schützen. Dabei werden eigentlich nur Traditionen gepflegt! Haben nicht gerade bundesdeutsche Geheimdienste ihre Wurzeln im faschistischem deutschen Reich? So gesehen handelt es sich dabei eigentlich nur um ein zurück an die Wurzeln und das mit tragisch, traditionellen Konsequenzen.

Beobachtet werden kann aber auch, dass die Medien etwas zu berichten haben, groß aufgeheult wird, um letztlich wieder zur Tagesordnung überzugehen, ohne die eigentliche Ursachen solcher Taten aufzudecken. Das Gründe durchaus benannt werden, steht zwar außer Frage, diese werden in der Regel aber den Persönlichkeitsmerkmalen der Täter zugeordnet, nicht den gesellschaftlichen Ursachen, welche solche Persönlichkeiten hervorbringen!

Ein Text, welcher die Vorgänge anders beleuchtet, findet sich auf der Seite von Barth Engelbart, interessant dabei auch die Aussagen zu Reaktionen von Politikern.

Nun ja, das große Stöhnen hat eingesetzt und alles soll unternommen werden um aufzuklären, vor allen die Zusammenhänge, Kommissionen werden gegründet, Fragen werden gestellt und Antworten gesucht. Wie konnte es sein, dass die Täter sich so lange verstecken konnten, in wieweit ist der Verfassungsschutz selbst verwickelt usw. usf. Und auf die Fragen wird es Antworten geben, Antworten, welche den Fragen folgen, für Aufregung sorgen werden, den Ursachen für die fortschreitende Entzivilisierung in der Gesellschaft aber nicht näher kommen werden.

Höret die Glocken die …

Friday, November 11th, 2011

Nun findet sich in der Mailingliste der Freidenker dieses Wochenende wieder ein Wort zum Sonntag, welches zum Nachdenken anregt. „Die Glocken der Gerechtigkeit“ ist es überschrieben und der unten wiedergegebene Text regte mich zu folgende Gedanken an:

Höret die Glocken die da bimmeln,

sie haben verschiedenen Ton!

Doch Rufen sie alle zum Sammeln,

Erinnerung meistens der Lohn!

Sie Rufen die Schafe der Herde,

dem Hirten zu ihrem Geleit!

So kommen gelaufen die Schafe

und klagen dem Hirten ihr Leid!

Die Schafe hoffen, der Hirte wird helfen,

bringt ihnen Gerechtigkeit!

Und der Hirte, zu dem sie gerufen,

versteht auch der Schafe Leid!

Er wird sie davon befreiend,

mit den Schafen zur Schlachtbank ziehen!

Gut fand ich auf den ersten Blick den Beitrag, obwohl Sirenen dem Geist der Zeit näher wären als Glocken. Doch sind mir Zweifel gekommen, als ich gelesen von Gier und Schuld, Recht und Gerechtigkeit, Moral und Ethik, deren Ursachen nicht negierend, aber ignorierend, allgemein verklärt. Nur was ist Recht und ist nicht eine Voraussetzung von Recht, Ungerechtigkeit? Würde es ohne Unrecht überhaupt eines Rechtes bedürfen? Und wem hat Recht zu dienen, welchen Interessen zu folgen, konkret oder absolut?

Ja, was nutzt Empörung über Zustände, ohne die Prozesse zu erkennen welche hinter diesen Zuständen stehen und die Ursachen welche sie zeugen? Die Welt ein Komplex von Prozessen, kein fertiger Zustand, sondern Entwicklung und so entwickelt sich Recht und Ungerechtigkeit und zeugt Recht auch immer neues Unrecht und neue Ungerechtigkeit, im Interesse der Rechtverlangenden, der Rechtbeherrschenden. Der Kampf um Recht und Gerechtigkeit ist ein Kampf gegen Windmühlen auf dem Bauch des Riesen, welchen es gilt zu bezwingen! Nicht allgemeines Gebimmel, sondern den Charakter des Rechts in einem System gilt es zu ergründen, gerade auch dessen Klassencharakter. Es war der Bürger, welcher sich des Gebimmels  der Glocken entledigte, um sich dem Geheul der Sirenen zu bedienen!

Und Gier möge eine Eigenschaft so manches Menschen sein, nur ist sie angeboren, genetisch vererbt, oder den gesellschaftlichen Verhältnissen geschuldet? Verschwindet Gier, wenn sie als Gier bekämpft wird, ohne die Ursachen derselben anzutasten? 

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Gedicht gefunden

Monday, November 7th, 2011

Gedicht gefunden

Heute habe ich Aufgeräumt, mein Bücherregal. Lange war es überfällig, landete doch Neues, was beiweiten nicht immer neu ist, obenauf und anderes wurde gesucht, gefunden, umgeräumt, durcheinander geschaffen. Allein hätte ich nicht aufgeräumt, mein Bücherregal, wenn nicht etwas zu suchen gewesen wäre, ein Formular, ein wichtiges.

Auf der Suche nach dem Formular, was grad Lesezeichen war, schlug ich auf, so manches Buch und darunter auch eines aus vergangnen Tagen, welches ich vor Monaten vom Boden holte. Auf der Seite, welche ich durch Zufall aufgeschlagen, fand sich folgendes Gedicht von Erich Weinert aus dem Jahre 1929:

Prolet und Bonze

 

Der ist sich treu geblieben von je.

Der hat den Klassenkampf nicht vergessen.

Der pfeift auf den opportunistischen Dreh

            Und auf die Staatsinteressen.

 

Der steht noch immer am selben Fleck

Und sehnt sich nach keinem faulen Zauber.

Er schuftet in Ruß und Qualm und Dreck;

            Aber sein Herz ist sauber.

 

Dies Herz, in dem der Aufruhr braust,

Verachtet die bürgerlichen Gesetze.

Der verlässlich sich nur auf die eigene Faust,

            Und nicht auf humane Geschwätze.

 

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