Archive for December, 2011

Gedanken zur Konjunktur der verschiedensten Weltuntergangszenarien!

Tuesday, December 27th, 2011

In Facebook fand ich einen Verweiß auf einen Beitrag, welcher mit „ein neues Weltuntergangszenario“ überschrieben ist. Im Studiokino des Kulturzentrums Reichenstraße in Quedlinburg läuft gerade der Film MELANCHOLIA, eine Weltuntergangsphantasie auf gehobenem Niveau und nicht unpassend zur alljährlichen Geburtswehen-Mythologie der Weihnachtszeit, welche einer Religion entspringt, die mythologisch am Ende des menschlichen Seins den Tag des jüngsten Gerichts zelebriert haben möchte.  

Der Erinnerung folgend, blühen gerade die verschiedensten Weltuntergangsphantasien in Zeiten sich zuspitzender gesellschaftlicher Widersprüche, welche sich in immer kürzerer Folge in den verschiedensten gesellschaftlichen Krisen zu entladen suchen. Nur warum sich um das Heute und Morgen sorgen, wenn übermorgen ohnehin die Welt wie wir sie kennen den Bach runtergeht? Und das wird sie durchaus, sie hat es verdient, die Welt die wir kennen. Das bedeutet aber noch lange nicht den Untergang der Menschheit, selbst wenn diese die Potenziale längst entwickelt hat, welche einen solchen Untergang hervorrufen können. Übrigens und auch eine Frage des Filmes, was tun wenn das Unabwendbare auf einen zukommt? Sich die Rübe zukippen, noch mal die Sau raus lassen, oder sich ruhig hinsetzen und sehenden Auges schauen was auf einen zukommt? Die Akteure im Film bauen sich eine magische Höhle aus Ästen, setzen sich hinein und warten auf die Kollision zweier Planeten, wobei die zwei Erwachsenen sich durchaus der Konsequenzen des Kommenden bewusst sind und die Ablenkung dem Kinde geschuldet ist.

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Auf einer Facebookseite wurde ich …

Saturday, December 17th, 2011

Auf einer Facebookseite wurde ich auf einen Artikel von Sahra Wagenknecht, mit dem Titel „Begrenzt die private Wirtschaftsmacht“, aufmerksam. Auch wenn es eigentlich nicht üblich scheint auf solchen Seiten längere Kommentare zu hinterlassen, habe ich trotzdem folgenden Kommentar zum Verweiß veröffentlicht:

Als ob neue Wirtschaftsordnungen so einfach wünschbar wären! Übrigens durchaus bezeichnend, wenn die Wirtschaftsordnung mit demokratischen Grundregeln kollidiert, da diese laufenden wirtschaftlichen Entwicklungen anscheinend nicht mehr entsprechen. Und wann wurde der Kurs Europas schon mal von Regierungen bestimmt? Welche Aufgeben haben diese zu erfüllen und was ist eigentlich der Staat?

Fraglich auf welchen Faden die Ikone kommunistischen Seins in der Partei die Linke wandelt, dass sie zu diesen Schlüssen kommt? Wo sind Marx, wo ist Engels und wo Rosa Luxemburg, deren Vorbild sie zumindest äußerlich nacheifert?

Ja, es gibt viele Widersprüche im System des Kapitals und sogar einen Grundwiderspruch und auch wenn Geld unter bestimmten Bedingungen Warencharakter hat, so ist es nicht das Geld, welches dazu führt, dass sich die Widersprüche innerhalb kapitalistischen Seins verschärfen, auch hier ist es nur ein Mittler, ein Instrument der Tat!

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Zunehmende Bedürftigkeit, eine Erfolgsstory?

Friday, December 16th, 2011

Heute findet sich in der MZ auf Seite 7 (Quedlinburger Harzbote) ein Beitrag mit der Überschrift „Essen verbindet“. Dem möge so sein und auch ich sitze gern mit Menschen bei einem gemeinsamen Essen zusammen. Dabei gilt sicher nicht die altbackene Ansicht, dass beim Essen nicht gesprochen wird, den gerade die verschiedensten Tischgespräche haben etwas sehr belebendes und vor allen auch geselliges. Aber darum geht es nicht in diesem Beitrag, sondern um eine Suppenküche, in welcher Bedürftige speisen können und zwar nicht nur Suppe. Eigentlich ist dagegen nichts zu sagen, wenn nicht das ganze Projekt als eine Erfolgstory gepriesen würde. Eher ist es Traurig, dass wir in einer Zeit leben, wo immer mehr Menschen auf solche Einrichtungen angewiesen sind, wo Tafeln längere Schlangen kennen, als die meisten Supermärkte, nicht weil sie Lebensmittel kostenfrei an Bedürftige abgeben, sondern weil diese Bedürftigen nicht das Geld haben, in Supermärkten sich ausreichend zu versorgen. Eine Erfolgsstory wäre es, wenn solche sozialen Angebote nicht mehr gebraucht würden, aber nicht umgekehrt. Die Folgen zunehmender Verelendung immer breiterer Bevölkerungsschichten als Erfolgsstory zu bezeichnen, ist letztlich doch reichlich Markaber. Der einzig positive Effekt liegt dann doch im Verbindenden, da die bedürftigen Menschen anschließend gern sitzen bleiben und sich austauschen.

Getragen wird das Ganze von Freiwilligen und prekär Beschäftigten, welche mittels Job-Center zu Ein-Euro-Jobs verpflichtet wurden. Eine feste Stelle wird daraus sicher nicht, denn es wird betont, dass es darauf ankommt, nach Ablauf der Maßnahme wieder neue Leute zu bekommen. Das unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen solche Projekte sich zum Selbstläufer entwickeln ist ebenfalls kein Anlas zur Freude, sondern ebenfalls Ausdruck für wachsende Verelendung. Wenn dann noch berücksichtigt wird, dass dieses ja nicht die einzige Einrichtung ihrer Art in Quedlinburg ist, … nun ja, leider notwendig, aber in keinem Fall eine Erfolgstory!

Leider ist der Beitrag auf der Internetseite der MZ nicht zu finden.  

Tummeln im „sozialen Netwerk“

Thursday, December 15th, 2011

Seit kurzem habe ich mich in einem „sozialen“ Netzwerk angemeldet, einige Freunde gewonnen und gebe so manchen Kommentar zu Beiträgen ab, so auch zu einem Beitrag, welcher sich auf den Seiten von Scharf Links findet. Zugegebenermaßen habe ich begonnen mich mit den Text auseinanderzusetzen, ob ich das Ergebnis der Auseinandersetzung veröffentlichen werden, kann ich noch nicht sagen, hier aber erst einmal mein kurzer Kommentar:

Die elfte Feuerbachthese scheint vergessen und die Welt wird immer neu interpretiert, aber nicht verändert! Nicht die Theorie ist die Quelle der Praxis, sonder die Praxis ist die Quelle der Theorie! Die Partei Die LINKE hat sich in die Reihe der Interpreten eingeordnet, und je nach Aktualität wird mal in dem einen, mal in den anderen Gesang eingestimmt, dabei die Fähigkeit verlernend, eigenen Gesang zu entwickeln, welcher nicht nur den Ton der Zeit trifft, sondern auch das Glas zum zerspringen bringt, welches die Theorie von der Praxis trennt!

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Lebenserwartung wegen Armut im Sturzflug!

Monday, December 12th, 2011

Lebenserwartung wegen Armut im Sturzflug!

Die Lebenserwartung im Land befindet sich im Sinkflug, das Ergebnis einer Anfrage der Partei Die Linke im Bundestag ist Gegenstand dieses Beitrages, welcher wiederum umfangreich und durchaus widersprüchlich kommentiert wird.

Dabei möge die Lebensdauer so manchen Kommentar lang sein, nur in der Masse ist sein Schicksal schnell besiegelt, da in den seltensten Fällen alle Kommentare gelesen werden. Ich selbst habe drei Kommentare, innerhalb von dreißig Minuten geschrieben, wobei der Postbote die Veröffentlichung des letzten Kommentars etwas verzögerte.

 

Arm, ärmer, Tod!

Das Menschen mit schlechtem Einkommen früher sterben ist nicht neu, dass war immer schon so, jedenfalls seit die Menschheit die Wildheit hinter sich gelassen hat. Das gerade das Kapital es dabei versteht, den Menschen ein X für ein U vorzumachen, ist bekannt und hatte nicht Bismarck mit seiner „Sozialgesetzgebung“ das Rentenalter auf 65 festgesetzt, als die durchschnittliche Lebenserwartung eines Arbeiters bei 55 Jahren lag!  

 

Nun Geringverdiener,

wie das Leben so ist, auch „Aufstocker“ wollen Leben und gelegentlich bahnt sich das Leben seinen Weg, manchmal auch in Form von „Schwarzarbeit“. Nur kann dieses jemanden zum Vorwurf gemacht werden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt? Übrigens werden in dieser Rechnung immer jene vergessen, welche schwarz arbeiten lassen und die noch ungünstigeren Bedingungen der „Schwarzarbeit“ in ihrem Interesse nutzen! Letztlich ist „Schwarzarbeit“ auch nur eine Form der Lohnarbeit!  

 

Wo ist der soziale Anstrich hin?

Deutschland, von 1945 bis 1989 der westliche Teil, war nie ein Sozialstaat! Es war immer ein Kapitalstaat, welcher sich zugegebenermaßen einen dicken sozialen Anstrich leistete, ja leisten musste. Da dieser Anstich nun seit Jahrzehnten nicht mehr erneuert wurde, nicht mehr erneuert werden musste, platzt immer mehr Farbe ab, bis letztlich nicht einmal der Rostschutzanstrich übrig ist und allgemeine Korrosion ihr Werk vollendet! Ziviles geht verloren, der Weg in die Barbarei ist eröffnet!

 

Einen Link von diesem Beitrag folgend, zeugte folgenden Kommentar:

Immer ärmer, trotz Arbeit!

Ja, so ist es, wenn vom Einkommen ein Leben nicht mehr möglich ist, sollte die Tätigkeit aufgegeben werden. Nur so einfach ist es nicht, da immer mehr Menschen einst der Meinung waren, schlecht bezahlte Tätigkeiten nicht ausüben zu wollen und sich dem entzogen, wurden die Hartz-Gesetze ersonnen und Hartz IV installiert. So werden Menschen mit Hilfe des Staates zu erniedrigenden, unterbezahlten Tätigkeiten gezwungen und Unternehmen mittels so genannter Sozialleistungen subventioniert! Da hilft eigentlich nur breiter und organisierter Widerstand!