In Facebook fand ich einen Verweiß auf einen Beitrag, welcher mit „ein neues Weltuntergangszenario“ überschrieben ist. Im Studiokino des Kulturzentrums Reichenstraße in Quedlinburg läuft gerade der Film , eine Weltuntergangsphantasie auf gehobenem Niveau und nicht unpassend zur alljährlichen Geburtswehen-Mythologie der Weihnachtszeit, welche einer Religion entspringt, die mythologisch am Ende des menschlichen Seins den Tag des jüngsten Gerichts zelebriert haben möchte.
Der Erinnerung folgend, blühen gerade die verschiedensten Weltuntergangsphantasien in Zeiten sich zuspitzender gesellschaftlicher Widersprüche, welche sich in immer kürzerer Folge in den verschiedensten gesellschaftlichen Krisen zu entladen suchen. Nur warum sich um das Heute und Morgen sorgen, wenn übermorgen ohnehin die Welt wie wir sie kennen den Bach runtergeht? Und das wird sie durchaus, sie hat es verdient, die Welt die wir kennen. Das bedeutet aber noch lange nicht den Untergang der Menschheit, selbst wenn diese die Potenziale längst entwickelt hat, welche einen solchen Untergang hervorrufen können. Übrigens und auch eine Frage des Filmes, was tun wenn das Unabwendbare auf einen zukommt? Sich die Rübe zukippen, noch mal die Sau raus lassen, oder sich ruhig hinsetzen und sehenden Auges schauen was auf einen zukommt? Die Akteure im Film bauen sich eine magische Höhle aus Ästen, setzen sich hinein und warten auf die Kollision zweier Planeten, wobei die zwei Erwachsenen sich durchaus der Konsequenzen des Kommenden bewusst sind und die Ablenkung dem Kinde geschuldet ist.