Februar 2012
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Wurde zurückgetreten, der Bundespräsident?

Nun ist der Bundespräsident zurückgetreten, wahrscheinlicher ist, dass er zurückgetreten wurde, weil er nicht wunschgemäß getreten und zurückgetreten hat. Und was wird von Wulf in seinem Amt als Bundespräsident übrig bleiben? Wahrscheinlich nicht nur das er ein Karrierist ohne Charisma war (ist), sondern in der Lösung seiner Probleme selbst zu peinlich für seine Förderer wurde. Auf der Seite von Barth-Engelbart finden sich einige Gedanken zum Thema, welchem eigentlich schon zuviel Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Folgenden Kommentar habe ich hinterlassen:

Guter Text, trifft ins Schwarze und letztlich ist Wulf nicht mehr der Richtige für seine Förderer, aus diesem Grund muss er über die stumpfe Klinge springen, welche zudem noch gut gepolstert ist. Dieser mittelmäßige Karrierist wurde mit der Zeit selbst seinen Karriereförderern zu peinlich, davon zeugen nicht nur seine Reaktionen auf die gemachten Vorwürfe. Bei entsprechend souveräner Reaktion seinerseits, wäre sein Amt wahrscheinlich nicht bedroht gewesen, seine Förderer sich nicht zurückgezogen und die Presse hätte alles im Sande verlaufen lassen. Aber wenn schon jemand im politischen Amt seine Rechtsanwälte vorschicken muss, dann fehlen ihn nicht nur die geforderten charismatischen Züge, sondern das Amt kann gleich den Anwälten übertragen werden. Das der ganze Vorgang taugt von anderen Problemen abzulenken, in dem ein politisch unbedeutendes Amt und sein Inhaber in den Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen gestellt werden, stehen sicher außer Frage.

So Versagen in Folge potenzierter Unfähigkeit selbst offenbart, blieb den Medien nichts anderes übrig, als weiter im Schlamm zu graben, um sich zumindest dieser Peinlichkeit zu entledigen. Was nutzt schon einen ein Bundespräsident, welcher nicht einmal in der Lage ist seine eigenen Probleme konstruktiv zu lösen, wie soll er da die Interessen seiner Auftraggeber entsprechend erfolgreich vertreten? Das in den Medien menschliche Verfehlungen in der Fordergrund gestellt werden, verwundert wenig, kommt es gerade jetzt auch darauf an, das Ansehen einer Politikerkaste nicht unnötig zu schädigen.

Ach ja, die im Beitrag genannten „Menschenrechte auf Ölquellen“, können, ja müssen sogar weiter gefasst werden, letztendlich geht es gerade in den Auseinandersetzungen unser Zeit, ob jüngst im Krieg gegen das libysche Volk, wo der geschiedene Bundespräsident die Diplomatie im Vorfeld schon über Bord geworfen hat, oder bei den jüngsten Bestrebungen gegen Syrien und Iran, immer um das einzige Menschenrecht, welches das System des Kapitals überhaupt ohne Einschränkungen akzeptiert und mit allen möglichen Mitteln durchzusetzen sucht, das „Menschenrecht auf Kapitalverwertung“, auf Optimierung der selbigen! Das dieses im Grunde gegen die Interessen der meisten Menschen praktiziert wird, spielt im Allgemeinen keine Rolle, solange noch die Keulen Demokratie, Freiheit und Menschenrechte in ihrer allgemeint verklärten Form erfolgreich geschwunden werden kann!

Wobei man (wer immer das auch ist) sich durchaus einen Gartenzwerg als Bundespräsidenten leisten, das entspricht durchaus dem Amt, nur sollte sich der Gartenzwerg nicht gerade in persönliche Peinlichkeiten verstricken! (Eigentlich sind Gartenzwerge an sich schon Peinlich genug.) Das dem so ist, zumindest sein kann, zeigen diverse Gartenzwerge, welche nun fürs Amt (wieder) ins Spiel gebracht werden.   

P.S. Denkst Du an das Plakat?

 

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