Archive for July, 2012

Jobangebot im Briefkasten

Monday, July 30th, 2012

Jobangebot im Briefkasten

Nicht nur Werbung verteilen, sondern auch selbst werben, ist das Motto eines Unternehmens welches Werbung verteilt und dafür Verteiler benötigt. So landete am Wochenende ein Zettel in meinem Briefkasten, Vermeidlicherweise mit der Hand beschrieben, auf klein kariertem Papier. Da die Rückseite ohne Kästchen ist, handelt es sich dann doch um eine Kopie, welche mittels Gestaltung „Persönlichkeit“ vermitteln soll. Die Bedeutung der Zunahme von persönlicher Ansprache in der Werbung, ist erfahrungsgemäß der schlechten Qualität der zu bewerbenden Sache geschuldet. Im Schreiben selbst wird geworben, es werden Zusteller im Wohngebiet gesucht, in „Ihrem Wohngebiet“ ist zu lesen und wenn ich Interesse habe, oder jemanden kenne, welcher Interesse haben könnte und älter als 13 Jahre ist und sich regelmäßig etwas Taschengeld verdienen möchte, möge ich mich melden. Bei Interesse kann ich dann „Teil eines der größten privaten Zustellunternehmen in Deutschland“ werden. Wahrscheinlich einer der kleinsten Teile, aber immerhin, welch Motivation ein Teil von Größe zu sein! Es folgt eine E-Mailadresse, welche eine Internetseite vermuten lässt und eine Telefonnummer zur Kontaktaufnahme. Dann noch die Aussicht, dass „Wir“ uns freuen würden, mich „in unserem Familienunternehmen als Zusteller begrüßen zu dürfen!“ Das hat doch was Verbindendes! Am Schluss finden sich Name und Anschrift des Unternehmens, eher einer Zweigstelle.

So nutzte ich die Telefonnummer und rief an, nach dem ich mich vorgestellt hatte, fragte ich nach den Verdienstmöglichkeiten, wobei die Dame am Telefon erst einmal meine Daten erfassen wollte, um den eventuellen Zustellbereich feststellen zu können. Die Bereiche werden sicher unterschiedlich groß sein, waren meine Schlussfolgerung und so fragte ich nach einem eventuellen Grundbetrag. Dieser liegt bei 0,76cent pro Erstprospekt und für jedes weitere gäbe es dann 0,04cent, in bestimmten Gebieten noch einen Steuerfreibetrag (Steuer freien Betrag). Ich bedankte mich für die Auskunft und verwies darauf darüber nachdenken zu müssen. In Gedanken rekapitulierte ich die Aussage, 0,76 hört sich ja nicht schlecht an, aber hatte die Frau wirklich von Cent gesprochen? Euro wäre ja in Ordnung, 100 verteilte Zeitungen würden einen dann das Taschengeld um 76,-Euro erhöhen, aber Cent, das sind ja gerade einmal 7,60€ für 100 verteilte Exemplare! Nun ja, werden sicher nicht nur 100 Exemplare sein und jeder Zeitung liegen ja noch andere Werbematerialien bei, vielleicht 5 weitere, welche mit dem Erstexemplar zusammengeführt werden müssen. Hat auch etwas mit Arbeit zu tun, sicher wird die eine und andere Stunde zu investieren sein und zum Verteilen ein Transportmittel zu nutzen wäre angebraucht. Wie viel Zeit sortieren und ordnen des Werbematerials in Anspruch nimmt, kann ich nicht sagen, genauso wenig wie lange die Verteilung dauert, sicher zu lange für die Entlohnung. Aber das hat was mit wirklicher Größe deutscher Unternehmen tun, welche Menschen für kleines, ja sehr, bis sehr, sehr kleines Geld arbeiten lassen.

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Noch einmal zum Thema Beschneidung von Knaben

Monday, July 30th, 2012

Noch einmal zum Thema Beschneidung von Knaben

Nun ist es noch einmal um die Beschneidung von Knaben in diesem Lande gegangen und es wurden auf Texte aufmerksam gemacht, welche auch im Internet zu finden sind. Die Fraktionen sind gespalten, was mich veranlasste nochmal dieses Thema aufzugreifen. Der erste Teil des folgenden Textes basiert auf einem E-Mail welches ich dem Inhaber oben verlinkter Seite schickte, der untere Teil ist ergänzend. Folgender Text wurde von mir leicht überarbeitet:

Hallo …,

dafür dass Du das Thema Bescheidung als nebensächlich einstufst, beschäftigt es Dich doch sehr. Einmal davon abgesehen, dass ein solches Thema durchaus genutzt werden kann um Parallelen zu anderen Themen herzustellen, wie ich es versucht habe, wird es im allgemeinen nicht überstrapaziert. Ich für meinen Teil hatte einen kurzen Beitrag geschrieben und mehr wollte ich eigentlich dazu nicht von mir geben. Die von Dir angeregte Diskussion animierte mich aber ein zweites Mal über das Thema nachzudenken. Aber so ist es, Themen gewinnen an Bedeutung wenn sie diskutiert werden, besonders wenn die Diskussion konträr verläuft. Soll nicht heißen das veröffentlichte Standpunkte nicht diskutiert werden sollten, gelegentlich können sie aber auch als Standpunkt des Schreibers stehen gelassen werden, wenn der Gegenstand an sich als bedeutungslos eingestuft wird.

Letztlich wird sich wohl auch kaum ein Freidenker durch solche Themen von anderen Themen, wie den Krieg in Syrien ablenken lassen. Mich zum Beispiel bewegte seit über einer Woche auch ein regionales Thema, wozu ich meine bisherigen Ansichten gestern endlich niederschrieb. Dabei werden Auseinandersetzungen auf den verschiedensten Ebenen geführt, ich selbst habe zum Thema Syrien in letzter Zeit nichts geschrieben, nur Beiträge gesammelt, mit welchen ich mich eigentlich auseinandersetzen wollte. Was bis jetzt nicht geschehen ist. In Gesprächen vor Ort hingegen hat gerade auch diese Auseinandersetzung an Bedeutung gewonnen. Das Thema Beschneidung von Knaben ist daran allerdings nicht schuld.

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Nachdenken übers Denken! … kurzer Gedanke …

Saturday, July 28th, 2012

Nun so gibt es Studien, auch über das Denken von Menschen und wie für Studien üblich sind diese mit einem Ergebnis verbunden. Hier sei einmal dahingestellt, welchen Zweck diese Studie diente, wobei das Ergebnis wie geschehen, mit „Konservative sind Doof“ überschrieben werden könnte. Der Text zur Überschrift regte mich zu folgende Gedanken an, welche ich als Kommentar hinterlassen habe:

 

Nachdenken übers Denken!

Denkfaul, denk fleißig, passe Dich an, aber denke nicht nach! Konservatismus? Nur ist es so einfach mit dem Denken? Eigentlich schon, da Denken an sich nicht das Problem ist, macht jeder und jede ebenfalls und das ob es bewusst ist oder auch nicht! (Nicht das Denken, sondern das Wissen darüber.) Ansonsten kann das Denken getrost den Pferden überlassen werden, die haben ohnehin den größeren Kopf. Letzteres bedeutet aber nicht das sie ein größeres Hirn hätten, das haben wiederum wir Menschen, vor allen haben wir mit unserem Großhirn einen riesigen Speicher, welchen wir nicht einmal richtig nutzen. Anders ausgedrückt, wir können Daten in einem Umfang speichern, wie es kein anderes Lebewesen auf diesen Planeten kann. Und auf diese Daten können wir auch zugreifen, sie stehen uns zur Verfügung, wir können sie nutzen! Egal ob konservativ, liberal oder progressiv. Das Denken ist es also nicht allein, Denken ist ein Prozess, welcher von Natur gegeben und Wechselwirkungen in unserem Hirn spiegelt, zur einfachen Verarbeitung der dort anlandenden Informationen, um entsprechende Reaktionen zu zeugen. Denken allein macht nicht den Unterschied! Den Unterschied macht die Post, oder das Post, jedenfalls das Nach, welches unserem Denken eine Richtung gibt! Nachdenken sozusagen, oder zielorientiertes Denken, denn denken wir daran, der Mensch ist ein gesellschaftliches Wesen! So gesehen hat diese Diskussion über Denken weniger das Denken zum Gegenstand, sondern das Nachdenken und die Voraussetzungen dafür. Denken als gesellschaftliches Produkt also! Nur was ist wenn Denken, in der uns bewegenden Form des Nachdenkens, als gesellschaftliches Produkt gesehen wird, dann können die Ursachen unterschiedlichen Denkens auch nicht mehr natürlich begründet werden, also nicht natürlichen, vielleicht vererbten Ursachen geschuldet, sondern als Produkt unseres gesellschaftlichen Seins. Dabei ist einem jeden Menschen gemein alle veranlagten Denkweisen zu pflegen, Mensch ist also von der Sache her beharrend (bewahrend, konservativ), innovativ (verändernd, schöpfend) aber auch expansiv (ausdehnend, entwickelnd). Allein welche Form sich beim Einzelnen durchsetzt hängt von vielen Faktoren ab und bei uns Menschen sind diese eben gesellschaftlicher Art. Sein oder Bewusstsein, das ist hier die Frage!

Somit sind Konservative nicht doof, sie sind „nur“ Produkt bestimmter gesellschaftlicher Verhältnisse und entsprechen diesen.

 

Ideologische Kriegsführung gegen Syrien mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln!

Monday, July 23rd, 2012

Nun werden Kriege vorbereitet, vor allen auch in den Staaten welche andere Staaten mit Krieg überziehen wollen. Dieses geschieht in der Regel mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, wobei diese in den unterschiedlichen Phasen bis zum heißen Krieg unterschiedlich eingesetzt werden. Der Krieg an sich wir auf ökonomischer, politischer und ideologischer Ebene ausgefochten. Meistens wird das Opfer nach ideologischer Vorbereitung ökonomisch unter Druck gesetzt, Sanktionen werden verhängt, Geld- und Warenverkehr unterbunden, sowie Auslandsguthaben eingefroren. Damit soll dem Gegner die materielle Basis zur Verteidigung seiner Interesse entzogen werden, was auf Grund vorbereitender Auseinandersetzung zur weitestgehenden Entwaffnung des Gegners führen soll. Für dies Aufgabe werden wie in Libyen und jetzt in Syrien Rebellen genannte Söldnertruppen rekrutiert, ausgerüstet, ausgebildet und ins Land eingeschleust. Diese haben dann in erster Linie die Bevölkerung mittels Terror unter Druck zu setzen, um diese von der Unterstützung ihrer Regierung abzuhalten. Wer sich weigert und sich nicht dem Zugriff der Söldnertruppen entziehen kann, wird selbst Opfer. Anschließend werden diese Terroropfer dem erklärten Gegner in die Schuhe geschoben, um diesen zu diskreditieren und weiteren Terror der Rebellen genannten Söldnertruppen zu rechtfertigen. Selbst wenn sich herausstellt das Massaker an der Bevölkerung durch die Rebellen genannten Söldnertruppen begangen wurden, wird dieses in den Medien zwar relativ kleinlaut eingestanden, denn immerhin möchte man seine Glaubwürdigkeit nicht verlieren, wen die Beweise all zu drückend sind, aber gleich wieder relativiert.

Auf der Seite Kritische Massen findet sich folgender kurzer Beitrag mit zwei interessanten Verweisen, welche sich mit den Medien als Instrument der ideologischen Kriegsführung und deren Konsumenten auseinandersetzt.

 

Syrien, die Medien und ihre Konsumenten

 

Die Verhetzung der eigenen Bürger und die Demoralisierung des Feindes mit Propaganda-Lügen ist seit jeher ein Teil der Kriegsführung. Die modernen Medien eröffnen dafür ungeahnte neue Möglichkeiten. Und diese Möglichkeiten werden generalstabsmäßig genutzt.

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Gedanken zur Alternativlosigkeit der Alternativlosigkeit des alternativlosen Verkaufs des Kurzentrums Bad Suderode!

Monday, July 23rd, 2012

Als ich mit dem Schreiben des folgenden Beitrage begonnen habe, war eine Ausschreibung des Kurzentrumsverkaufs in den Ausschüssen beraten, zwischenzeitlich ist die Ausschreibung durch den Rat der Stadt Quedlinburg beschlossen. An der Betrachtung und meiner Position zu solchen Privatisierungsvorhaben, sowie deren verkündeter allgemeiner Alternativlosigkeit hat sich dadurch allerdings nichts geändert.

Die Alternativlosigkeit der Alternativlosigkeit scheint heute alternativlos zu sein! Jedenfalls wird es oft so dargestellt, obwohl es immer mindestens eine Alternative gibt, meistens sogar mehrere. Letztlich kann aber nicht sein, was nicht sein darf, besonders wenn es darum geht Gemeineigentum in Form von kommunalen Eigentum zu privatisieren. Die vorgeschlagenen Möglichkeiten werden als unabdingbar hingestellt, egal was es am Ende kostet! All zu einfach wird der Argumentation gefolgt, dass Kostenfaktoren abgebaut werden müssen um die finanzielle Situation einer Kommune zu entspannen. Dabei werden Ursachen genauso wie gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge außer acht gelassen und nur die vermeidlichen Verluste in den Vordergrund gestellt. Plausibilität spielt keine Rolle, die geschmissenen Nebelbomben namens Alternativlosigkeit² lassen den Entscheidungsträgern die Hand vor dem Gesicht verschwinden. Bei klarer Sicht stellt sich dann oft heraus, welchen Preis Alternativlosigkeit hat, letztlich nicht von den Schulden befreit, sondern eher das Gegenteil bewirkt.

So wurde über den bedingungslosen Verkauf des Kurzentrums in Bad Suderode beraten und nach dem von einem Projektentwickler die Alternativlosigkeit des Verkaufs herausgestrichen wurde, wurde der alternativlosen Alternative zugestimmt. Die MZ berichtete darüber vor einigen Tagen, im Netz ist der Beitrag leider nicht zu finden. Dem Beitrag ist einiges zum Projekt zu entnehmen, nur was hat dieser Projektentwickler zu verkünden, was vorher keiner wusste?

Aber es wäre der Projektentwickler kein Projektentwickler wenn er kein Projekt entwickeln würde und so wurde ein Projekt entwickelt, welches für den zukünftigen Investor bestimmt ist. Immerhin sollte sich das Projekt rechnen, jedenfalls für den Investor, damit er auch investiert! Von 12 Millionen ist die Rede, welche in erster Linie in den Bau von 90 Hotelzimmer gesteckt werden sollen. Wie schon geschrieben, dass Objekt wird dazu allein betrachtet, das Umfeld, seine ursprüngliche Aufgabe, die Förderung der Wirtschaft vor Ort, werden nicht berücksichtigt, so auch nicht die Übernachtungskapazitäten, welche seit Bau des Kurzentrums im Ort geschaffen wurden. Und so möge ein Investor unter Umständen Geld mitbringen, um dieses zu Investieren, wenn ihm das Objekt gewinnträchtig genug erscheint, aber wohl kaum zusätzliche Gäste. Da das Kurzentrum auch noch bedingungslos verkauft werden soll, kann es auch einfach nur erworben, die Solle z. B. abgefüllt und verkauft, der Rest abgerissen. Auch eine Alternative der Privatisierung. Defizite, welche während Planung und Bau des Kurzentrum in den 1990iger Jahren geschaffen wurden, werden dadurch allerdings nicht beseitigt. Dabei muss ein bedingungsloser Verkauf nicht unbedingt bedingungslos von statten gehen, es bedeutet nur, dass die Stadt keine Bedingungen stellt, für einen potenziellen Investor muss es hingegen nicht gelten. So kann sicher einem Investor der Kauf noch angenehmer gestaltet werden und hatte nicht vor einiger Zeit der jetzige Ministerpräsident verkündet, dass das Land, welches sich im Vorfeld der Gemeindegebietsreform aus der Verantwortung für das Kurzentrum verabschiedet hat, eine Privatisierung zu unterstützen? So wäre es durchaus denkbar, dass das Land bis zu 50% der Investition fördert, also ca. 6 Millionen, wenn die Stadt, sich ähnlich wie Thale im Fall der dortigen Terme, dann noch verpflichtet jedes Jahr zwischen ca. 250.000€ und 500.000€ „Kostenbeteiligung“ zu übernehmen, wird sich sicher ein Investor finden. Den Bürgern der Stadt Quedlinburg könnte ein solches Vorgehen damit verkauft werden, dass selbst 500.000€ weniger sind als die derzeit aufzuwendenden über 800.000€ im Jahr.

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Es geht um mehr als nur um die Vorhaut von Knaben!

Sunday, July 22nd, 2012

In der Mailingliste der Freidenker gibt es einen Meinungsaustausch über das Kölner Urteil zur rituellen Beschneidung von Knaben und dessen Folgen. Genaugenommen ein komplexes Thema, da es in seiner Bedeutung weit über den eigentlichen Gegenstand hinausgeht, was übrigens die Reaktionen aus Regierungskreisen und dem Bundestag belegen. Folgende Gedanken zum Thema meinerseits:

Ein hartnäckiges Thema, das Thema der Beschneidung kleiner Knaben aus religiösen Gründen und sicher handelt es sich dabei wie behauptet um ein nebensächliches Thema, wie viele andere Themen auch, mit denen die Menschen Tag für Tag zugemüllt werden. Oberflächlich zumindest, denn was ist schon die Vorhaut eines Knaben, gegen den Tod von Menschen im Krieg? Und trotzdem wird dieses Thema zur Chefsache erklärt, befasst sich gar der Bundestag damit und zelebriert ansonsten nur für Kriege typische Geschlossenheit! Sicher hat auch diese Geschlossenheit eine Lücke, nur bin ich mir nicht ganz sicher ob die „außenstehende“ Partei dieses eigen motiviert, der Sache wegen, oder fremd motiviert, zur Aufrechterhaltung ansonsten üblicher parlamentarischer Rituale tut. Ganz ohne Opposition lässt sich das politisch demokratische Spiel auf Dauer auch nicht verkaufen.

Nein, so nebensächlich ist dieser Schauplatz nicht, besonders wenn die Rolle religiösen Seins in unserer Gesellschaft betrachtet wird und mit religiösem Sein meine ich nicht nur die oft und über ihre gesellschaftliche Bedeutung hierzulande hinaus, bemühten Religionsgemeinschaften. Die meisten Menschen laufen nicht mehr in die alten Tempel, sondern in die neuen Tempel, mit ihren neuen Götzen! Das dabei alte Glaubensrichtungen noch ihren Dienst zu tun haben, steht außer Frage, besonders auch wenn es um die Begründung so machen Krieges geht. Letztlich wissen wir, das die gesellschaftlichen Verhältnisse den Unterschied machen, viele Menschen hingegen lassen sich immer noch einreden, das Religionen und Glaube dafür verantwortlich sind. Im Zusammenhang mit dem Urteil sei auch daran erinnert, dass es um einen muslimischen Knaben gegangen ist, in der Diskussion aber dieses Ritual in erster Linie mit Juden in Verbindung gebracht wird. Zufall, oder politisch gewollt? Welche Keule wird da wohl im Hintergrund geschwungen und warum?

Dieses Urteil stellt ungewollt ein ganzes System von Riten und Mythen in Frage und wo kommen wir den hin, wenn am Glauben der Menschen gerüttelt wird, wenn sich Riten und deren unzeitgemäße Fortführung als das erweisen was sie sind, ein Mittel zur Machterhaltung, in dem Menschen sich diesen beugen müssen? Beschneidung ist nun ein Ritual was für die wenigsten Menschen hierzulande aus religiösen Gründen von Bedeutung ist, nur wie sieht es mit anderen Ritualen aus, welche gern praktiziert werden? Dabei geht es nicht nur um klassisch religiöse, sondern vor allen auch um moderne Rituale! Zum Beispiel dem Ritus welcher im allgemeinen als Parlamentarismus bezeichnet wird? Oder auch der Glaube an die alles-selig-machende bürgerliche Demokratie? Vom Guten und vom Bösen, welche sich in der Welt einen ewigen Kampf liefert, wobei die Guten „unvermeidlicherweise“ immer die uns beherrschenden Kräfte mit ihren politischen Strukturen, zu welchen auch Kirchen gehören, sind.


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“Was ist los in Syrien”

Sunday, July 22nd, 2012

“Was ist los in Syrien” ist ein Film auf den ich per E-Mail aufmerksam gemacht wurde. Er wird heute in Dresden um 17:00Uhr im Filmtheater Schauburg, Königsbrückerstr. 55 gezeigt. Für mich etwas weit weg, aber für gelegentliche Leser dieses Blog aus dem Raum Dresden vielleicht interessant.

Dem E-Mail war diese diese Datei angehängt.

Sonntägliche Grüße

Frau Merkel und religiös motivierte Verstümmelung

Tuesday, July 17th, 2012

Frau Merkel tritt für rituelle Verstümmelung von Knaben ein, ist zu lesen und wenn rituell in diesem Land nicht verstümmelt werden kann, macht sich dieses Land ihrer Ansicht nach zur „Komiker-Nation“! Wobei mir persönlich eine Komiker-Nation lieber ist als eine Krieger-Nation!

Und alles nur weil ein Gericht festgestellt hatte, dass Beschneidung aus religiösen Gründen strafbar ist! Dass solches nicht ohne Widerspruch bleiben würde war wohl zu erwarten. Das sich aber die Bundeskanzlerin selbst zu Wort meldet verwundert dann doch und so genießen rituell zu beschneidende Kinder für die Kanzlerin hierzulande nicht einmal die selben Rechte wie so manches Tier, denn Kupieren ist weitestgehend verboten.

Und noch eins ist zu bedenken, wenn an die Diskussionen gedacht wird, welche es berechtigterweise im Zusammenhang mit Beschneidungen junger Mädchen in Afrika und deren Folgen gegeben hat, dass auch in diesem Fall mit zweierlei Maß gemessen wird.

Ob es der Kanzlerin nun aber passt oder nicht, mit dem Urteil wurden Kinderrechte gestärkt!

Und wenn „CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sagte: “Wir wollen jüdisches, wir wollen muslimisches Leben in der Bundesrepublik Deutschland und respektieren Jahrhunderte alte religiöse Traditionen.”“ so wird diese Vielfalt in der Tradition sicher nicht bedroht in dem auf körperliche Verstümmelung in der Religionsausübung verzichtet wird. Es ist auch kaum anzunehmen, das nicht beschnittene Juden und Muslime auf Grund ihrer Vorhaut vom Glauben abfallen. Da gibt es durchaus andere Gründe. Erschreckend hingegen, das „die Fraktionen von Union, SPD, FDP und Grünen einen gemeinsamen Antrag einbringen“ wollen, … um „Rechtssicherheit für die Ärzte“ zu schaffen, welche mit dem Urteil eigentlich schon geschaffen wurde. Das ist finsterstes Mittelalter, weitab moderner Errungenschaften, die Ergebnisse der Aufklärung vergangener Jahrhunderte negierend. Und auch wenn zu lesen ist, dass „die Mehrheit … der Meinung,“ ist „dass die Beschneidung in Deutschland verboten sein sollte,“ hat dieses wenig zu bedeuten, denn eine Mehrheit ist auch gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und Krieg, was die Bundesregierung allerdings auch nicht sonderlich interessiert!

„… Terroristen (die früher Mudschaheddin hießen …“

Wednesday, July 11th, 2012

… Terroristen (die früher Mudschaheddin hießen …“

Freiheit oder Terror, Freiheitskämpfer oder Terrorist, alles eine Frage des Betrachters, eine Frage der Interessen. Wenn es dem Interessen entspricht werden Menschen als Terroristen gebrandmarkt, welche zu anderen Zeiten zwar das selbe taten, damals aber noch als Freiheitskämpfer für die selben Interessen fungierten. Nicht die Tat macht den Unterschied, sondern die dahinterstehenden Interessen, welche von Politikern und Medien vertreten werden.

Freiheit und Terror“ ist ein Beitrag welcher sich mit den verschiedensten, Interessen bezogenen Sichtweisen auseinandersetzt.

Am letzten Wochenende war Sachsen-Anhalt-Tag …

Monday, July 9th, 2012

Am letzten Wochenende war Sachsen-Anhalt-Tag in Dessau, ich selbst war nicht da, hatte anderes zu tun, zum Beispiel Film vorführen. Aus diesem Grund habe ich auch nicht mitbekommen was so alles passiert ist und den Beitrag in der MZ über dieses Ereignis habe ich nicht gelesen. Gehört hatte ich, dass Rundflüge mit einer Ju 52 möglich waren und immerhin wurde diese in Dessau gebaut. Den Schöpfer dieses Flugzeuges hatten die Faschisten enteignet, lag er doch nicht auf ihrer Wellenlänge. Mit Dessau verbindet mich, dass ich dort einen Beruf erlernt habe, in einem Betrieb, auf dessen Gelände sich heute ein Gewerbepark befindet, da er selbst nach der Wende aufhören musste zu existieren, wobei die übernehmende Konkurrenz sicher die Technologien über welche das Unternehmen verfügte mitnahm. Über dreitausend Beschäftigte hatte der Betrieb zu DDR-Zeiten und war mehr als ausgelastet.

Auf der Seite Kritische Massen wurde ich nun über den Umstand kundig, dass zum Sachsen-Anhalt-Tag im Festumzug sich auch Menschen in Wehrmachtsuniform befanden und eine Zeit repräsentierten, an dessen Ende auch Dessau stark zerstört war. Zum Beitrag habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:

Hallo Sepp,

wie sich doch die Bilder gleichen und Zeiten sich ändern. Diese Truppe marschierte schon zum Sachsen-Anhalt-Tag in Thale, die Zeitung wusste zu berichten, war doch damals zu lesen: „Die Stadt Dessau-Roßlau hat sich von dem Verein distanziert, der beim Landesfest in Uniformen von Wehrmacht und Waffen-SS durch Thale (Harz) marschiert ist.“ Ich hatte das Thema aufgegriffen, zwei Beiträge in einem betrachtet, da es durchaus etwas mit einander zu tun hat.

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