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Mai 2012
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Archiv der Kategorie Aktuell: Libyen

Antwort auf den Klang der Kriegstrommeln!

Auf der Seite Kritische-Massen findet sich heute ein Verweis auf ein Interviewe mit einem syrischen Politiker, dort ist vieles zu lesen, was in den Meinungsmachemedien nicht zu finden ist. Wer die Vorgänge um Syrien in den letzten Wochen beobachtet hat, dem konnte nicht verborgen bleiben, wo es nach Abschluss des Libyenfeldzuges der USA und NATO weiter gehen soll. Das Strickmuster ist ähnlich wie in Libyen, wobei das Feld für eine mögliche Aggression weitestgehend von den Medien vorbereitet wird. Hier Kernaussagen des Interviews, wie er auf oben genannter Seite zu finden sind, der gesamte Text kann dem obigen oder unten angefügtem Link folgend nachgelesen werden:    

Nach Libyen jetzt Syrien

Schritt für Schritt versuchen die USA, Syrien ins Chaos zu treiben. Es nutzt der syrischen Regierung nichts, Forderungen welcher Art auch immer nachzukommen. Die USA haben beschlossen, die syrische Regierung zu Fall zu bringen - mit diplomatischen Mitteln, Wirtschaftssanktionen, der Finanzierung und Organisierung bewaffneter Banden, die die Bevölkerung terrorisieren und die Staatsmacht provozieren, um so viele Opfer wie möglich herbeizuführen. - Der nächste “Regime Change” steht an. Unübersehbar steht im Hintergrund die Drohung: Wenn alle anderen Mittel nicht zum Ziel führen, kommen die NATO-Bomber.

Yasser Huria, ein führender Politiker der syrischen Regierungspartei, hat der russischen Novosti ein Interview gegeben. Darin geht es um die Perspektive der Unruhen, ihren Zweck und darum, was die Regierung ihnen entgegensetzt.

Einige Kernaussagen:

“Am Anfang gab es in Syrien Kundgebungen, bei denen Forderungen in Bezug auf das Alltagsleben gestellt wurden. Wir haben sofort eingesehen, dass diese Forderungen gerechtfertigt sind, und die Bereitschaft gezeigt, entgegenzukommen.

Die frühere und jetzige Regierung hat zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Forderungen vieler Menschen zu erfüllen. Aber allmählich bemerkten wir, dass sie immer mehr Forderungen stellten und schließlich zu einem Machtsturz aufriefen. Außerdem nahmen an den Aktionen mehr und mehr Bewaffnete teil. Sie mischten sich unter die Menschenmengen, schossen dabei auf die Demonstranten und machten dafür die Sicherheitskräfte und Polizei verantwortlich. …

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Friedensbewegung hierzulande gescheitert?

Friedensbewegung hierzulande gescheitert?

Wie es aussieht ist die Friedensbewegung in der BRD in Zusammenhang mit dem Krieg in Libyen gescheitert. In diesem Beitrag wird die Lage in Libyen eingeschätzt, zur Solidarität mit dem libyschen Volk aufgerufen und sich mit zwei Pressemitteilungen des Bundesausschusses Friedensratschlag auseinandergesetzt. In diesem Zusammenhang wird auf die Konsequenzen des Krieges und welche mit den Erklärungen verbunden sind aufmerksam gemacht.

Eine weitere Seite, welche sich intensiv mit den Ereignissen in Libyen auseinandersetzt findet sich hier, es sind nicht nur Informationen über den Krieg zu finden, sondern es wird sich ebenfalls mit der Berichterstattung der Meinungsmachemedien auseinandergesetzt.

Zur Zeit wird Sirte ununterbrochen von der NATO bombardiert …

Gaddafi hatte am 25. August eine Rede gehalten, in den Meinungsmachemedien war zwar von der Rede zu hören, wobei der Inhalt kaum eine Rolle spielte. Nun sind seitdem einige Tage vergangen, Tripolis steckt im Chaos, die NATO hat ganze Arbeit geleistet, ihre Flugzeuge und Hubschrauber haben eine Schneise des Grauen hinterlassen, in welcher NATO Spezialeinheiten vorrückten, gefolgt von Aufständischen, welche ihr grauenvolles Werk verrichteten. Mittels der Medien sind die vermeidlichen Sieger nun bemüht die vielen Toten den Verteidigern Tripolis in die Schuhe zu schieben.

Folgenden Beitrag mit dem Text der Rede Gaddafis habe ich hier entnommen.

Zur Zeit wird Sirte ununterbrochen von der NATO bombardiert - kein Wort davon in den NATO-Medien. Die NATO-Bodentruppen des “Übergangsrats” rücken unter dem Schutz der Luftwaffe Frankreichs, Großbritanniens und der USA mit schwerem Kriegsgerät auf die Stadt vor. Die regierungstreuen Verteidiger können dem nichts entgegensetzen, weil jeder Panzer und jedes Geschütz, das zum Einsatz kommt, sofort zerbombt wird. Ihnen bleibt nichts als Handfeuerwaffen.

Der konventionelle Krieg ist in seinem Endstadium. Wenn der Widerstandswille der Libyer nicht gebrochen werden kann, beginnt jetzt der Guerilla-Krieg gegen die Besatzer. Gaddafi hat sich am 25. August noch einmal an das libysche Volk gewandt. Die kurze Rede könnte in die Geschichte eingehen: No pasaran! Venceremos!

Gaddafis Rede ans libysche Volk vom 25.8.2011

Wir kämpfen! Unsere Stämme Worshfana und Alnwahi, Alarbaa sind nach Tripolis unterwegs. So wie unsere Großväter, die die Kämpfe von Alhani , Bo Melina und alshaat geführt haben, so sind Männer und Frauen nach Tripolis unterwegs. Jede Strasse und jedes Gebiet in Tripolis sollte kämpfen und nicht aufgeben. Der Feind wird geschlagen werden und auch die NATO durch Alahs Wille !

Und die Stämme, die außerhalb von Tripolis sind, sollten nach Tripolis kommen und dieses Gebiet auch kontrollieren.

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Nein, dieser Krieg ist noch lange nicht zu Ende!

Nun war die Flut von Informationen über den Krieg in Libyen in den letzten Tagen erdrückend, allein unabhängige Informationen waren kaum zu haben, oder zumindest Informationen, welche nicht einseitig von den Kriegstreibern der NATO und ihrer Verbündeten instrumentalisiert und manipuliert wurden. Es tobt ein Krieg, welcher mit allen Mittel geführt wird, Desinformation ist eines davon. Das der „normale“ Krieg dabei weiter geht, gar verschärft wird, entspricht der Logik dieses Krieges, soll dieser doch so zum Erfolg geführt werden. Auch wenn sich viele Nachrichten der letzten Tage als Lüge erwiesen haben, hatte die Welle der Desinformation durchaus für die Kriegstreiber erfolgreich gewirkt. Dieses besonders, da andere Informationskanäle zerstört oder zumindest gestört wurden. Dass in diesem Zusammenhang auch Jagd auf kritische Journalisten gemacht wird, hat zwar nichts mit der ansonst gepriesenen Meinungsfreiheit zu tun, aber sehr wohl mit dem Krieg, welcher Meinungsfreiheit von Anfang an beständig zu negieren sucht. Aber nicht nur auf Journalisten wird Jagd gemacht, sondern auch auf andere Menschen, welche den NATO-Truppen und ihrer Hilfstruppe Widerstand entgegensetzen, oder auch nur in Verdacht eines solchen geraten. Tripolis wird, nachdem es wochenlang bombardiert wurde, die Notlage der Menschen sich verschärft hat, Lebensmittel, Wasser, Strom, Benzin etc. knapp wurden, nun von der NATO und ihren Hilfstruppen in ein Schlachthaus verwandelt. Mit dem Errichten einer Flugverbotszone hat das lang nichts mehr zu tun, wenn es überhaupt einmal etwas damit zu tun gehabt hat.

Libyen, vor einem halben Jahr noch das Land mit dem höchsten Lebanstandart auf dem afrikanischen Kontinent, mit einem Bildungssystem, welches allen offen stand, einem kostenfreiem Gesundheitssystem, festgeschriebenen Lebensmittelpreisen, und vielen anderen Errungenschaften für die Menschen, wurde in kurzer Zeit auf allgemein afrikanisches Niveau gebombt.

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Medialer Enthauptungsschlag gescheitert!

Medialer Enthauptungsschlag gescheitert!

Wer annimmt dass sich die BRD nicht im Krieg gegen Libyen befindet irrt. Unabhängig davon, dass deutsche Soldaten in Leitständen der NATO sitzen, Ziele für die NATO Bomber festlegen und Spezialeinheiten ins Land gesendet werden, um vorgeblich Botschaftsinsassen in Sicherheit zu bringen, tobt dieser Krieg auch hierzulande. So wurde in den letzten Tagen, nach dem in den letzten Wochen kaum etwas über diesen Krieg zu erfahren war, die mediale Schlacht eröffnet. Der Krieg gegen das libysche Volk ist in die nächste Runde gegangen, die USA haben das Zepter in die Hand genommen und wenn am Boden die Erfolge zu wünschen übrig lassen, muss der Sieg zumindest medial verkündet werden. Dass dafür auch militärisch die verschiedensten Kräfte mobilisiert und in Bewegung gesetzt werden, versteht sich von selbst und mit Hilfe der NATO werden sogar aufständische Einheiten in Tripolis positioniert, in dem der Weg durch NATO-Bomber und Hubschrauber freigeschossen wird. Zu den Vorgängen selbst findet sich hier ein Augenzeugenbericht aus Tripolis.

Gestern hatte ich an anderer Stelle auf den Live-Ticker von Radio Utopie verwiesen, zusammenfassend ist heute dort zu lesen:

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Gedanken zum Krieg!

Gedanken zum Krieg!

Ja, und die Medien frohlocken, nach dem in jüngster Vergangenheit kaum etwas über Libyen in diesen Medien zu erfahren war. Sollte nun dem libyschen Volk, welches bis zum Aufstand in Frieden lebte, dass selbe Schicksal drohen wie z. B. den Völkern des Irak, Afghanistans und Somalias? Wenn die Regierungstruppen, wenn das libysche Volk den Kampf verliert? Ja, wann werden die Menschen wach und begreifen was dort passiert, wann begreifen sie das Freiheit, Demokratie und Frieden aus dem Munde westlicher Politiker nur Floskeln sind, welche für die Menschen das Gegenteil bedeuten, Unfreiheit, Despotie und Krieg!

Und welches Land wird das nächste sein, Syrien, kräftig getrommelt wird für einen Syrienfeldzug ja schon, dass Muster ähnlich wie in Libyen. Dabei hat die jüngste Vergangenheit bewiesen, dass dem Krieg der Krieg folgt und nicht etwas Frieden für die Menschen der betroffenen Länder, wenn die Aggressoren Sieger sind.

Die militärische Übermacht der USA und der NATO ist erdrückend, den Freiheitswillen der Völker wird diese auf Dauer aber nicht unterdrücken können.

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Wieder ein Propagandafeldzug gegen Libyen!?

Wieder ein Propagandafeldzug gegen Libyen?

Das ist doch was, verkündet wird die Niederlage Gaddafis in Libyen, die Aufständischen feiern in ihrer Hochburg, anderen Städten und Tripolis, ist der Internetausgabe der FAZ zu entnehmen. Nach anfänglich verkündeter Euphorie folgt dann aber die Ernüchterung, wenn zu lesen ist: „Amerikas Präsident Barack Obama sieht Libyen vor dem Wendepunkt. Tripolis entgleite dem „Griff eines Tyrannen“, das Regime zeige Anzeichen des Zusammenbruchs, erklärte Obama am Sonntagabend (Ortszeit) nach einer Mitteilung des Weißen Hauses in Washington. Der sicherste Weg, um das Blutvergießen zu beenden, sei einfach: „Muammar al Gaddafi und sein Regime müssen erkennen, dass ihre Herrschaft zu einem Ende gekommen ist.“ Gaddafi müsse einsehen, dass er Libyen nicht länger kontrolliere. „Er muss ein für alle Mal die Macht aufgeben.“

Was denn nun, wurde der Sieg schon errungen, wie anfänglich verkündet, oder nur verkündet, in der Hoffnung ihn erringen zu können? Dabei kann durchaus davon ausgegangen werden, dass der Präsident der USA nicht unbedingt falsch informiert wurde, wenn er „Libyen vor dem Wendepunkt“ sieht. Was übrigens nicht neu ist, da dieses in Regelmäßigkeit seit Beginn des Bürgerkrieges verkündet wird. Anfänglich sollte es sich bei der Übernahme der Macht durch die Aufständischen nur um Tage handeln, jetzt tob der Krieg schon ein halbes Jahr. Neu ist auch nicht, dass es „Anzeichen des Zusammenbruchs“ gibt, welche genauso wage formuliert sind wie schon vor Monaten. Aus diesem Grund ist „der sicherste Weg, um das Blutvergießen zu beenden“ wenn Muammar al Gaddafi abdankt, wird festgestellt! Dabei bekam das Blutvergießen erst durch die NATO-Bombardements eine neue Dynamik und Qualität, vor dem Eingreifen der NATO standen die Auseinandersetzungen vor ihrem Ende und mit ihnen auch das Blutvergießen.

Andererseits kann es mit dem Sieg der Aufständischen nicht all zu weit her sein, wenn es nach wie vor notwendig ist an Gaddafi zu appellieren sich zurückzuziehen und aufzugeben. Dass in diesem Zusammenhang immer mal wieder verkündet wird, dass Gaddafi auf dem Weg ist das Land zu verlassen, ist auch nicht neu, dieses Gerücht wird eigentlich seit Beginn des Bürgerkrieges in aller Regelmäßigkeit verkündet. Auch da ist der Wunsch der Vater des Gedanken.

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Der alltägliche Horror des Krieges und …

Der alltägliche Horror des Krieges und die Gräueltaten gehen immer von den Aggressoren aus, und das sind nicht die Verteidiger ihres Vaterlandes. Unter der Überschrift: „Skrupellos: NATO Kriegsverbrechen in Libyen“ findet sich ein erschreckender Bericht über den Krieg in Libyen, welcher einen kalte Schauer über den Rücken laufen lässt. Der sich so in den Massenmedien aber nicht findet. Dabei sollte die Menschheit aus der Vergangenheit und Gegenwart gelernt haben, sei es aus den Ergebnissen des zweiten Weltkrieges, des Vietnamkrieges der USA, des Nato - Überfalls auf Jugoslawien, des unvermindert andauernden Kriegs gegen das afghanische Volk, des Kriegs gegen den Irak etc. Und natürlich auch aus den vielen anderen derzeit brodelnden Krisenherden, in welchen Seitens der USA und ihrer Verbündeten beständig Öl gegossen wird.

Von den Medien hingegen ist kaum zu erfahren, was in diesen Kriegen wirklich geschieht, von wem die eigentlichen Kriegsverbrechen gegen die betroffenen Völker verübt werden. Eher ist gegenteiliges der Fall, es wird verschleiert, auf den Kopf gestellt und gar gelogen. Die eigenen Streitkräfte werden hofiert und den eigenen Völkern eingeredet, dass in den geführten Kriegen, gerade auch in Libyen, von den Aggressoren für eine gerechte Sache gestorben wird. Das es in diesem Zusammenhang die Aggressoren sein sollen, die diese gerecht Sache vertreten, ist an Zynismus eigentlich nicht mehr zu überbieten, entspricht aber der offiziellen Berichterstattung. Leider fallen viele Menschen auf das Gedöns der Medien herein und ergreifen Partei für die Aggressoren, gegen das Interesse der dort lebenden Völker und somit auch gegen ihr eigenes Interesse.

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“Frieden für Libyen!” - Unterstützung eines Aufrufs!

In der Jungen Welt vom Pfingstwochenende findet sich nachfolgender Aufruf, zu welchem ich per E-Mail meine Unterstützung bekundet habe. Auch in der Jungen Welt findet sich zum runterladen die Langfassung des Aufrufes mit  Liste der Erstunterzeichner.

 

Frieden für Libyen!

Solidarität mit dem libyschen Volk!

Seit mehr als zwei Monaten bombardieren die USA und andere NATO-Staaten Tag für Tag und vor allem nachts die Millionenstadt Tripolis und andere Orte in Libyen. Zugleich versuchen sie, das libysche Volk durch Beschlagnahmung seiner Gelder und durch eine Hungerblockade gefügig zu machen. Die Aggressoren mißachten alle einschlägigen Bestimmungen des Völkerrechts (Verbot der Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates, Verpflichtung zu Konfliktlösungen auf dem Verhandlungswege, Verbot des Angriffskriegs usw.). Ihr Vorwand, sie wollten „Menschen­leben retten“, ist angesichts der wachsenden Dauer ihres Bombenkrieges und der steigenden Opferzahlen absurd und zynisch. Springer- und andere Konzernmedien sowie auch die öffentlich-rechtlichen Sender schweigen jedoch über die Toten, die Verstümmelten, die Zerstörungen, das Flücht­lingselend, die Vergiftung der Böden mit Uranmunition.

Der Wüstenstaat, der unter seinem Revolutionsführer Muammar Al-Ghaddafi seiner Bevölkerung dank der Nationalisierung seines Ölreichtums den höchsten Wohlstand in Afrika mit unentgeltlichem Bildungs- und Gesundheitswesen, mit hochentwickelten Rechten für Frauen und Kinder bieten konnte, droht in seiner Entwicklung um Jahrzehnte zurückgeworfen zu werden. Wie in der Kolonialzeit selbstbewusst gewordene Sklaven vor den Augen ihrer Schicksalsgefährten öffentlich ausgepeitscht wurden, so wollen heute führende NATO-Staaten das libysche Volk, auch als Warnung für die Völker der Dritten Welt, mit Bomben, Raketen und gegebenenfalls militärischer Besetzung dafür bestrafen, dass es sich ihrem Diktat entzieht, seinen eigenen Entwicklungsweg geht, sich für die Einheit und Unabhängigkeit der arabischen Welt und Afrikas einsetzt und sich jeglicher Rekolonialisierung verweigert.

Wir fordern die Bundesregierung auf, keine Nutzung deutscher Einrichtungen für die Aggression zu gestatten und sich konsequent einzusetzen für

– sofortige Einstellung aller Angriffe auf Libyen,

– sofortigen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen zwischen den libyschen Bürgerkriegsparteien,

– Aufhebung der Handels- und Wirtschaftsblockade,

– Rückgabe der beschlagnahmten libyschen Auslandskonten.

Es ist höchste Zeit, Solidarität mit dem libyschen Volk zu zeigen. 

Wir rufen alle, die sich für Frieden, Völkerrecht und Menschenrechte mitverantwortlich wissen und den Menschen der Dritten Welt verbunden fühlen, zu Protestaktionen und Demonstrationen auf: Dieser verbrecherische Angriffskrieg muss gestoppt werden.

Die wirklichen Verbrechen Gaddafis sind: …

Die wirklichen Verbrechen Gaddafis!

Psychologie als Geheimwaffe, ist ein Aufsatz in der Zeitschrift Ossietzky überschrieben, und verweist auf Auswirkungen des Einsatzes dieser Waffe in Vergangenheit und Gegenwart.

In diesem Zusammenhang ist zu lesen: „Die wirklichen Verbrechen Gaddafis sind: Er verstaatlichte das Öl, das die Amerikaner beanspruchen, enteignete die Banken und Teile der Großindustrie, schaffte das Bildungsmonopol ab, organisierte die kostenlose Gesundheitsfürsorge, reduzierte die Arbeitslosigkeit und schaffte für nordafrikanische Verhältnisse den höchsten Lebensstandard. Und noch eine Untat kann ihm nachgesagt werden: Er war einer der besonders gern gesehenen Gäste an europäischen Regierungshöfen und hat sogar dem ewig scherzenden Sarkozy, der am Ende war, den letzten Wahlkampf finanziert.

Es ist klar, daß dieser Gaddafi, der durch das Beispiel Libyen alle Preise verdirbt, nicht nur den des Öls, weg muß. Aber da es lebensgefährlich wäre, gegen die wirklichen Leistungen dieses Mannes zu polemisieren, ging man bei Shakespeare in die Lehre und bei seiner »kostengünstigen Geheimwaffe«, wie Brecht das »Psychologisieren« nannte.“

 

Ja und der psychologische Krieg tobt besonders an der Heimatfront!

Wobei Psychologie nicht unbedingt nur eine Geheimwaffe ist!