Archive for the ‘Spuren/Gefunden’ Category

… die Grenzen eines Grundeinkommens sind …

Dienstag, März 5th, 2013

… die Grenzen eines Grundeinkommens sind …

Auf der Suche nach Lösungsmöglichkeiten für gesellschaftliche Probleme, werden die verschiedensten Ideen geboren, in der Regel entsprechen diese Ideen den ausgemachten Ursachen und so wurde ich auf eine Idee aufmerksam, welche Lösungsansätze für gesellschaftliche Probleme in der Natur sucht und auch zu finden scheint. Paradiesische Zustände andeutend, könnte der angedachte Weg vermeidlicher Weise in eine Zeit uneingeschränkter Harmonie führen. Den erhaltenden Hinweise nehmend, kamen mir folgende Gedanken:

Natürliche Ökonomie des Lebens, hört sich gut an, vor allem natürlich, natürlich und da Natur gerade in ist, kann auf der ökologischen Welle geritten und versucht werden, so gesellschaftliche Probleme zu lösen. Immerhin hat das Wesen, welches wir Mensch nennen, auch eine natürliche Seite und elementare Grundbedürfnisse zu befriedigen, das wir dieses Wesen Mensch und nicht Affe nennen, hat hingegen keine natürlichen Ursachen, sondern gesellschaftliche. Somit ergibt sich berechtigterweise die Frage und das obwohl Mensch noch 98% seiner Gene mit dem Schimpansen gemein hat, was Mensch vom Affen unterscheidet? Das Natürliche ist es nicht, auch wenn Mensch biologisch gesehen genauso Produkt der Natur ist wie der Affe, oder jedes andere Lebewesen.

Ökonomie ist wiederum etwas vom Menschen gemachtes und etwas was den Menschen macht und somit ist Ökonomie alles andere als natürlich, sie „ist allgemeiner Ausdruck für die wichtigste Sphäre des gesellschaftlichen Lebens, die Sphäre der materiellen Produktion, der Wirtschaft. In ihrem Bereich setzt sich der Mensch mit der Natur auseinander und gestaltet die materiellen Grundlagen seines Lebens, die Basis für die Entwicklung aller anderen Lebensbereiche. Die Ökonomie ist das Hauptfeld der Auseinandersetzung im Kampf um gesellschaftlichen Fortschritt.“ Schlicht und einfach, sie ist ein Ding der Menschen.

Nun hört sich der verlinkte Text ja nicht schlecht an, ich würde ihn aber in die Kategorie, ökologischer Utopismus für gesellschaftliches Sein, mit ökonomischen Anspruch, zum Negieren objektiv in der Gesellschaft wirkenden Widersprüche, weltanschaulich idealistisch verortet, einordnen. Oberflächlich betrachtet sicher eine gute Idee, wenn da nicht objektiv wirkende Gesetzmäßigkeiten wären und zwar nicht die in der Natur, sondern die in der Gesellschaft.

(Es ist zu lesen: „Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens ist ein Geld- und Wirtschaftsmodell nach dem Vorbild der Natur.“ Nur wo gibt es Wirtschaftsmodelle in der Natur, an welche sich orientiert werden könnte? Und ist es nicht die Natur, welche Arten sich anscheinend chaotisch entwickeln und wieder verschwinden lässt? Dabei wirken in der Natur objektive Gesetzmäßigkeiten, welche die Entwicklungen bestimmen. Zu lesen ist auch: „Gradido, die Natürliche Ökonomie des Lebens, ist die Lösung für nahezu alle geldbedingten Probleme der Welt“ und so bleibt zu fragen, sind die Probleme in der Natur Geld-bedingt? Ja sind sie es Ursächlich in der Gesellschaft, ja was ist eigentlich Geld, der Zweck, das Problem, oder ein Mittel zum Zweck?)

Kapitalismus funktioniert nicht, weil da oder dort irgendjemand sitzt und sich ausdenkt wie Kapitalismus zu funktionieren hat. Wenn dem so wäre, könnte ein anderer etwas anders denken und schwuppdiwupp hätten wir eine bessere Welt, wenn denn eine bessere Welt gedacht würde.

Doch dem ist nicht so und so stoßen die verschiedensten Ideen an ihre objektiven Grenzen, wie zum Beispiel die Idee vom besagtem Grundeinkommen. Dabei wird die Idee von verschiedenster Seite gepflegt und regelmäßig gibt es neue Vorschläge, allein schon dieses sollte zudenken geben.

Und gibt es mit der Grundsicherung nicht schon ein Grundeinkommen? Ja, möge eingewendet werden, aber das reicht doch nicht zum Leben! Dem ist so, trotzdem leben immer mehr Menschen davon, oder besser müssen damit leben, wie geht das? Und könnte es anders gehen? Ja, möge gesagt werden und so könnte gefragt werden, wie? Wie, nun ja, kluge Menschen haben darüber nachgedacht und Modelle ersonnen, welche als Alternative angeboten werden und welche die Menschen nur wählen brauchen …, brauchen, … können? Aber haben die Menschen eine solche Wahl? Kann ein gesellschaftliches, kann ein wirtschaftliches System gewählt und abgewählt werden, kann Wirtschaft, selbst wenn sie anarchistisch daherkommt wie die kapitalistische, nach Gutdünken und wie beliebt gestaltet werden?

Der Wille ist des Menschen Himmelreich, sein irdisch Tun sein Jammertal! Und so konnte Friedrich Engels schon feststellen: „Die Zwecke der Handlungen sind gewollt, aber die Resultate, die wirklich aus den Handlungen folgen, sind nicht gewollt, oder soweit sie dem gewollten Zweck zunächst doch zu entsprechen scheinen, haben sie schließlich ganz andere als die gewollten Folgen. Die geschichtlichen Ereignisse erscheinen so im ganzen und großen ebenfalls als von der Zufälligkeit beherrscht. Wo aber auf der Oberfläche der Zufall sein Spiel treibt, da wird er stets durch innre verborgene Gesetze beherrscht, und es kommt nur darauf an, diese Gesetze zu entdecken.“

Es könnte festgestellt werden, die Grenzen eines Grundeinkommens sind im System des Kapitals objektiv, sie sind der Verwertung des Kapitals geschuldet. In diesem Zusammenhang ist der Kampf um höhere, gleiche und gerechtere Löhne, um geringere Arbeitszeiten etc. das wirkungsvollere Instrument im Kampf um die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums innerhalb des Systems des Kapitals.

Ja, ein Grundeinkommen wäre eine feine Sache, nur wem nutzt es letztlich, mit welchen gesellschaftlichen Folgen ist es verbunden und wie hoch könnte es überhaupt sein, ohne die Existenz kapitalistischen Wirtschaftens in Frage zu stellen? Könnte ein solches Einkommen also über dem gegenwärtigem Niveau der verabreichten Almosen liegen, ohne das System des Kapitals in Frage zu stellen? Warum wurde mit den Hartz-Gesetzen, insbesondere Hartz IV, eine Instrument geschaffen, um Arbeitskraft zwangsweise und rücksichtslos dem Kapitalverwertungsprozess zuzuführen? Immerhin setzt Kapitalverwertung einen grundsätzlichen Handel voraus, den Handel mit der Ware Arbeitskraft, also mit der einzigen Ware, über welche die meisten Menschen heutzutage frei verfügen können. Die freie Verfügbarkeit dieser Ware ist eine Grundvoraussetzung kapitalistischen wirtschaftens, aber nicht nur das, denn diese freie Verfügbarkeit muss durch den Zwang ergänzt werden, diese Ware im fremdem Interesse verkaufen zu müssen. Letzteres der eigentliche Grund, welcher die Höhe eines Grundeinkommens ausschlaggebend bestimmt. Denn wer würde seine Arbeitskraft noch verkaufen, wenn er es nicht müsste? Und so hatte ich in einem anderem Zusammenhang bemerkt: „zum Thema Grundsicherung wäre anzumerken, dass diese im Kapitalismus nie über gesetzlich festgeschriebene Almosen hinausreichen kann!“ Auch erinnere ich mich, dass es eine Diskussion zum Thema Grundeinkommen in der Mailingliste mindestens schon einmal gegeben hat.

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Gedanken zur Arbeiterklasse

Freitag, März 1st, 2013

Ping, Pong, Ping, Pong, Ping, Pong, … – Gedanken zur Arbeiterklasse

In der Mailingliste der Freidenker fand sich eine interessante Diskussion, welche zwischenzeitlich den Gegenstand wechselte und in der es auch um Form und Umgang miteinander ging. Verschiedene Ansichten trafen aufeinander, was für Diskussionen durchaus förderlich ist. Dass in solchen Zusammenhängen gelegentlich unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen, verwundert nicht und so kommt es auch vor, dass Gegenstände der Betrachtung nicht dem Grund nach in ihrer Bedeutung geklärt, sondern nur oberflächlich, allgemein verbreitetem Verständnis folgend, gegenübergestellt werden. So geschehen mit dem Begriff Arbeiterklasse. Wie im Tischtennis kann so auf der Plattenoberfläche  der Ball hin und her geschlagen werden, dieses veranlasste mich folgende Gedanken als Kommentar zu hinterlassen:

Ping, Pong, Ping, Pong, Ping, Pong, ….

Wie notwendig sind solche Diskussionen, ich finde es interessant, belebend und bezeichnend für die Notwendigkeit bestimmte Begrifflichkeiten zu klären. Im Freidenker 4-12 Extra wird sich ja einiger Begriffe angenommen, wie Notwendig so etwas ist, ist gut an dieser Diskussion zu sehen. Ohne jetzt auf Einzelheiten in der Diskussion einzugehen, möchte ich nur einen Aspekt herausgreifen, nämlich die Arbeiterklasse. Einerseits wird sie herausgestellt, andererseits ihre Abnahme postuliert. Aber nicht einer macht sich die Mühe zu erklären, was die Arbeiterklasse eigentlich ist? Oder sollte ich es überlesen haben? Die Klasse, welche also im Schwinden begriffen ist, bis hin zum verschwinden in der Bedeutungslosigkeit? Was unterscheidet diese Klasse von anderen Klassen, wie den Bauern, welche heute in der Regel als Landwirte daherkommen, oder das Bürgertum, welches seit der französischen Revolution allgemein verklärt und verschleiert wird? Und was ist mit der historischen Mission der Arbeiterklasse, von der zumindest in der DDR noch die Rede war? Und warum gerade hat die Arbeiterklasse diese historische Mission, wurde sie ihr zugesprochen, oder entsprach und entspring sie einfach nur der Rolle der Arbeiterklasse in der Gesellschaft? Ist Kapitalismus ohne Arbeiterklasse überhaupt möglich und das unabhängig davon, ob sich die Angehörigen dieser Klasse ihres Seins als Proletarier und der Zugehörigkeit zur Klasse bewusst oder nicht bewusst sind?

Doch eigentlich nicht, die Arbeiterklasse ist der zwingende Gegenpol der Kapital besitzenden Klasse, der Bourgeoisie, sie hat sie hervorgebracht und benötigt die Arbeiterklasse wie der Mensch die Luft zum atmen. Auf dem Weg zur Friede, Freude und Eierkuchen für alle Gesellschaft, in der wir uns oft dargestellter weise befinden, wurde die Arbeiterklasse abgeschafft, oder verschwand zumindest in der Marginalität. Was ist nun aber aus ihrem Widersacher geworden? Ist der auch nicht mehr existent?

Als ich in der DDR groß geworden bin und zum Proleten heranreifte, welcher ich heute noch bin, wurde mir etwas von einer wissenschaftlichen Weltanschauung erzählt. Und obwohl ich den Erzählungen glaubte, fing ich an zu zweifeln, an der Wissenschaftlichkeit dieser Weltanschauung, wurde diese doch all zu oft mehr gepredigt, als gelehrt! Im laufe der Zeit musste ich aber erkennen, das die Propheten zwar viele waren, die Weltanschauung trotzdem wissenschaftlich. Das ist auch so geblieben, bis heute eigentlich, nur die meisten der Propheten sind vom Glauben an diese wissenschaftliche Weltanschauung abgefallen, haben diese aber nicht von ihrem religiös verbrämten Teilen befreit, sondern sie ganz verworfen. Und nicht wenige dieser Propheten sind losgezogen und begannen den neuen Göttern zu huldigen, welche eigentlich die alten waren.

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So möge nun mancher Einzelfall eine Regel bestätigen, allein die Regel ist er nicht!

Freitag, März 1st, 2013

So möge nun mancher Einzelfall eine Regel bestätigen, allein die Regel ist er nicht!

Unter der Überschrift „Zivilcourage zeigen“ findet sich in der MZ (27.02.2013, Seite 9, Quedlinburger Harz Bote) ein Leserbrief, welcher das Schreiben von Kommentaren unter Pseudonym, also mittels Tarn- oder Decknahmen, kritisiert. Die Frage warum Menschen sich entschließen nicht mit ihrem Klarnamen zu zeichnen, wird hingegen nicht gestellt. Eher unterstellt, dass sie so ohne Form und Tadel unrealistisch argumentieren und diskutieren. Doch einmal davon abgesehen, dass es im Internet durchaus üblich ist, nicht Vordergründig mit Klarnahmen zu agieren, sondern sich zum Teil hinter Decknahmen zu verbergen, ist eine absolute Anonymität im Netz ohnehin nicht gegeben. Wer auch immer agiert, hinterlässt Spuren, Spuren, welche nachzuvollziehen sind.

Im Leserbrief heißt es unter anderem: „das führt in Einzelfällen dazu, wie sich auch in der aktuellen Debatte zur Eingemeindung der drei nun wieder selbstständigen Orte zeigt, dass aus dem Schutz der Anonymität heraus Emotionen hemmungslos geschürt und jegliche Grundsätze eines sachlichen und fairen Umgangs miteinander über Bord geworfen werden.“ So möge nun mancher Einzelfall eine Regel bestätigen, allein die Regel ist er nicht! Letztendlich liegt es an den Beteiligten, wie sie miteinander umgehen, ob nun Anonym oder mit Klarnamen, in diesem Zusammenhang gibt es kaum einen Unterschied zum nicht virtuellem Leben. Dabei treibt die erwähnte Debatte ohnehin die verschiedensten Blüten und das nicht nur im Netz, es werden Ängste selbst von so genannter öffentlicher Seite geschürt. Dass also mit Emotionen, im erwähnten Zusammenhang der allgemeinen Auseinandersetzung mit dem Thema, gespart wird, kann nun ernsthaft keiner behaupten.

Andererseits sind Aussagen und Kommentare zu den Beiträgen durchaus etwas positives, beleben die Diskussion und zeigen die Meinungsvielfalt, entsprechend der verschiedensten Interessen, welche es zu den Themen gibt. In diesem Zusammenhang begrüße ich es, dass die MZ die Möglichkeiten zum Kommentieren von Artikeln vereinfacht und damit verbessert hat.

Letztlich sollte sich aber auch niemand der Frage verschließen, warum Menschen Pseudonyme nutzen, um ihre Meinung niederzuschreiben. Unter Umständen entspricht es einfach nur einer Geflogenheit der Internetkommunikation, wobei auch diese ihre Ursachen hat. Und es ist auch nicht immer einfach mit der Zivilcourage, denn wer kann behaupten, dass diese ohne Konsequenzen sei? Selbes trifft für die oft bemühte Meinungsfreiheit zu, auch diese Freiheit hat ihren Preis und ist nicht ohne Folgen zu haben, wobei letztlich Freiheit nur in der Tat, sich den Konsequenzen bewusst, besteht!

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Die Macht des Formfehlers …

Mittwoch, Februar 20th, 2013

Die Macht des Formfehlers

Gedanken zu zwei Beitragen in der MZ, welche ich als Kommentare in der Internetausgabe der Zeitung hinterlassen habe. Der erste Beitrag ist mit: „Drei Gemeinden sind nach Gerichtsurteil wieder selbstständig“ überschrieben und hat die verschiedensten Kommentare erhalten. Die Meinungen gehen zum Teil erheblich auseinander, wobei jede Fraktion ihre Vertreter gefunden hat. Da es auch in diesem Zusammenhang angebracht ist, über manchen Begriff nachzudenken, manchen Vorgang zu veranschaulichen, aber auch die Rolle von Institutionen im demokratischem Gefüge zu beleuchten, schrieb ich folgende Bemerkung:

So ist es mit amtlichen Verordnungen, welche mittels Parlament einen demokratischen Anstrich bekommen, sie können auch schon mal in Frage gestellt werden. Dabei wäre es ein leichtes gewesen, der Gebietreform zumindest im Nachhinein einen demokratischen Anstrich zu verpassen, in dem man die Bürger an die Wahlurnen beordert. Kommunal und Bürgermeisterwahlen, den veränderten Verhältnissen entsprechend, hätten sicher gute Dienste geleistet, … nur wie wären diese ausgegangen?

Jetzt zu jammern, jetzt zu jubilieren, gibt es keinen Grund, letztlich müssen die Einwohner der Kommunen die Suppe auslöffeln, welche übergeordnete Politik ihnen eingebrockt hat. Allein ist das nichts neues, denn es ist immer so und aus diesem Grund, entgegen der verschiedensten Behauptungen, von untergeordneter Relevanz! 

In mehreren Beiträge wird die Eigenständigkeit der Kommunen angesprochen, welche aller Illusionen zum trotze, durch dieses Urteil nicht gestärkt wurde. Zum einen ist das Urteil wegen eines verwaltungstechnischen Formfehlers ergangen und zum anderen werden Kommunen mittels permanenter Unterfinanzierung in ganz andere Abhängigkeiten gezwungen. Nicht zu vergessen, es gibt die verschiedensten Aufsichtsbehörden, welche über die entsprechenden Instrumentarien verfügen und wissen wie Kommunen zu disziplinieren sind. Die Quedlinburger Verwaltung glänzt in solchen Fällen oft mit vorauseilendem Gehorsam und wenn ihr nicht mittels Bürgerwillen, wie zum Beispiel im Falle der geplanten Privatisierung der Stadtwerke vor Jahren, entgegengetreten wird, hat sie damit auch Erfolg, kommunale wirtschaftliche Substanz ohne jede Not, wie gegenwärtig im Falle des Krematorium angestrebt, zu privatisieren. Das damit der eigene Handlungsspielraum eingeschränkt wird, wird gern ignoriert und sich „freudig“ in weitere finanzielle Abhängigkeiten gegenüber Kreis, Land, Bund etc. begeben.

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Regionale Versorgungssicherheit ist nicht ausschlaggebend …

Freitag, Februar 15th, 2013

… Versorgungssicherheit der Bevölkerung ist heute keine Aufgabe des Handels, …

Auch für Bad Suderode hatte die Schleckerpleite Folgen, der dortige Markt war der einzige Versorger mit breiterem Angebot, neben ein paar kleineren Geschäften wie Fleischer, Bäcker etc., vor Ort und so ist eine empfindliche Lücke entstanden. Nicht das solche Lücken neu wären, immerhin gibt es in vielen Orten keine nennenswerten Versorger mehr, da der Profitlogik folgend, Handelsunternehmen dorthin gehen, wo sie die meisten Gewinne erwarten, also möglichst viele Kunden erreichen. So sprossen und sprießen in Städten und an den Stadträndern Einkaufszentren aus dem Boden und locken mit reichhaltigem Angebot und ausreichend Parkplätzen die Kunden an. Nicht lukrative Standorte werden aufgegeben, oder erst gar nicht besetzt. So gibt es in vielen Orten für die Einwohner keine Einkaufsmöglichkeiten mehr und wenn diese dann noch über kein Auto verfügen, oder andere Möglichkeiten haben in die nächst größere Stadt zu fahren, sieht es schlecht aus. Versorgungssicherheit ist keine Aufgabe des Handels und so spielt das Interesse der Menschen nach ortsnaher Versorgung keine Rolle.

Nun ist auch Bad Suderode betroffen und so wird sich auf die Suche nach einer Lösung begeben. Solche Lösungssuchen sind nicht unpopulär und kann manchem Politiker nutzen sein Ansehen aufzupolieren, egal wie unterm Strich das Ergebnis aussehen wird, allein die Mühe zählt.

„Der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Steppuhn erklärte dazu, „dass die Bemühungen anhalten”, ein Nachfolgekonzept für den seinerzeit in Folge der Schlecker-Pleite geschlossenen Einkaufsmarkt umzusetzen“, ist heute in der MZ auf Seite 9 zu lesen. „„Hierzu ziehen verschiedene Akteure an einen Strang”, versicherte Steppuhn. „Die Bundesagentur für Arbeit hat ihre uneingeschränkte Unterstützung zugesagt. Alle möglichen Förderinstrumentarien stehen zur Verfügung. Auch für eine Existenzgründung ist von einer bestmöglichen Unterstützung auszugehen“, erfährt man weiter. Ja, es werden alle Register gezogen, doch „im Moment stellt sich in erster Linie die Frage, jemanden zu finden, der bereit ist, den Sprung in eine Existenzgründung zu wagen.”“ Die großen Handelsketten scheinen kein Interesse zu haben und auch wenn es Interessenten gegeben hat, so sind diese „bedauerlicherweise nach Anfangsbereitschaft wieder abgesprungen.“ Dabei gibt es sicher Interessenten, welche über die notwendigen Fähigkeiten verfügen, auch gibt es Konzepte großer Handelketten, die ein derartiges Vorhaben durchaus begleiten, immerhin sind diese daran interessiert ihre Waren zu verkaufen und das mit möglichst geringem Risiko. Bei dem einen oder anderen Interessenten wird es unter Umständen daran liegen, dass die notwendigen eigenen liquiden Mittel nicht ausreichend sind, gepriesene „ego. Pilotin“ wird in solchen Fällen auch nicht unbedingt weiter helfen können. Aber wie schon geschrieben, unter Umständen ist dieses ja nicht einmal der entscheidende Grund, sondern die Zukunftsaussichten von Bad Suderode. Das Kurzentrum wird wie vom Quedlinburger Stadtrat beschlossen geschlossen, die Arbeitskräfte entlassen, es steht der Verkauf des Selbige zwar auf der Tagesordnung, jedoch welchen Preis die Kommune und ihre Bewohner dafür zu zahlen haben, ist hingegen noch offen. Fest steht, dass im Falle eines Weiterbetriebes die Mitarbeiter weniger an Einkommen für dieselbe Tätigkeit erhalten, somit auch über weniger Kaufkraft verfügen werden. Welche Folgen diese Privatisierung für andere Unternehmen vor Ort und deren Mitarbeiter haben wird, kann wohl keiner so genau sagen. Zuviel Fragezeichen, welche eine Entscheidung, sich in Bad Suderode mit einem Nahversorger niederzulassen, nicht gerade einfacher machen.

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Zeitzeugen sind gut zu gebrauchen, … manchmal!

Dienstag, Februar 12th, 2013

Zeitzeugen sind gut zu gebrauchen, … manchmal!

Die Probleme der Menschen in diesem Land sind sehr vielschichtig, wobei sie bei immer mehr Menschen heute wieder existentieller Natur sind. Tafeln, Suppenküchen, Kleiderkammern und weitere Einrichtung, welche das materielle Elend vieler Menschen lindern helfen sollen, sind allgegenwärtig. Bezeichnend auch die Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse und die damit verbundene Absenkung des allgemeinen Lohnniveaus. Da ziehen über Jahre mordend Faschisten durch dieses Land, fliegen in die Luft und damit der NSU auf. Es werden Untersuchungsausschüsse gebildet, Geheimdienste befragt, Unterlagen verschwinden, werden aus „versehen“ vernichtet und überhaupt weiß keiner von was. In Städten werden Plätze und Straßen mit Kameras überwacht und das alles vorgeblich wegen der Sicherheit der Bürger. Mittels Handy, EC-, Kredit-, Payback-, Kunden- und anderen Karten können und werden Menschen überwacht, es gibt Bestrebungen nicht nur Rechte in Internet einzuschränken und der große Lauschangriff ist allgegenwärtig, sogar Passagierflugzeuge können abgeschossen werden, wenn Terroristen in diesen vermutet werden. Dabei sind Terroristen nicht gleich Terroristen, wie die Außenpolitik zeigt, so werden dieselben Kräfte, welche z.B. nach Syrien geschickt werden, um die dortige Regierung zu stürzen, angefeuert und unterstützt, in Mali aber mittels Intervention bekämpft.

Das ist aber alles nichts und bedarf auch nicht der Aufklärung, den es ist System in diesem System und was Geheimdienste tun und lassen, hat genauso wenig zu interessieren, wie das Interesse in welchem sie agieren. Vieles was heute in der Bundesrepublik geschieht, ist manchem Zeitgenossen nicht bewusst und wenn es bewusst ist, so oft nicht in der Konsequenz und Tragweite. Den Menschen wird verkauft, dass alles in ihrem Interesse wäre, es ginge um ihre Sicherheit und damit sie möglichst sicher leben können, müssen in der Vergangenheit erkämpfte Recht beschnitten werden. Ein nicht unerheblicher Teil, insbesondere soziale Rechte, waren in einem gewissen Maße auch der Existenz eines zweiten deutschen Staates zu verdanken. Dieser hatte 1989/90 aufgehört zu existieren, in dem ihm das bundesdeutsche System übergestülpt wurde. Alles was dort gewesen ist, sollte erstickt und vergessen werden. Viele plausible und wirkungsvolle Argumente gegen diesen Staat gab es nicht und so wurden die wenigen, welche man vermeint zu haben, kultiviert, um sie in beständiger Regelmäßigkeit zu aktivieren. So zum Beispiel wird wieder einmal, wie eigentlich vor jeder Wahl, in die Mottenkiste gegriffen und zum Beispiel gegen Politiker der Partei Die Linke, diverse Vorwürfe herausgekramt. Das in diesem Zusammenhang mit zweierlei Maß gemessen wird und die eigene Vergangenheit gern außen vorgelassen, dient zwar nicht der Aufklärung, ist aber dem verfolgtem Ziele dienlich. Egal wie, es geht darum die DDR zu delegitimieren, im Nachhinein ihr das Existenzrecht abzusprechen und damit gleichzeitig eine sozialistische Gesellschaft, als Alternative zum kapitalistischem System, das Existenzrecht abzusprechen. Und so werden Gedenkstätten eingerichtet, ganze Schulklassen dort durchgetrieben, Behörden unterhalten und Maßnahmen ersonnen, Menschen von der „Unrechtmäßigkeit“ der DDR zu überzeugen.

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Gedanken zu einem Film -Die Wand-

Sonntag, Februar 10th, 2013

Eva, in Raum und Zeit gefangen, erschießt Adam und verhindert somit einen Neubeginn der Menschheit!

Gedanken zum Film

Gut besucht war er, der Film „Die Wand“, zur Veranstaltung am Donnerstag im Studiokino Eisenstein in Quedlinburg. Es hat Spaß gemacht diesen Film zu schauen, kurzweilig wird die Geschichte einer Frau erzählt, welche in Raum und Zeit gefangen ist. Nach dem Schauen des Filmes viel mir folgend Schlagzeile ein:

Eva, in Raum und Zeit gefangen, erschießt Adam und verhindert somit einen Neubeginn der Menschheit! 

Quelle

 

Schon nicht uninteressant der Film, gut gemacht, über den Inhalt sollte aber nicht zu intensiv nachgedacht und bestimmte Fragen erst gar nicht gestellt werden. Andererseits, eine Auseinandersetzung mit dem Alleinsein, was ist, wenn der Mensch allein ist und keine anderen Manschen in der Nähe, oder eben erstart, wie der Blick durch die Wand zeigt. Warum allerdings und das nicht gerade zu Beginn, der einzige Mensch, welcher der Dame über den Weg läuft, erschossen wird, gibt dann doch das eine oder andere Rätsel auf. Da der Mann im Anzug, (wahrscheinlich ein im Wald verirrter Banker, mit einem Bergbauern wäre das nicht passiert), verwildert, unrasiert und einem Blutrausch verfallen, den Hund und den Stier der Frau erschlagen hat, liegt der Gedanke simpler Rache nahe. Nur geschah diese Tat nicht im Affekt, sondern die Akteurin ging gemütlich nach Hause, holte ein Gewehr, kehrte zurück und erschoss den Mann. Und es war nicht gerade der kürzeste Weg, welcher zurückzulegen war. Immerhin fand die Tat auf der Alm statt und die Waffe befand sich in der Jagdhütte im Tal. Verwunderlicherweise schlug der Mann, als sie mit dem Gewehr zurückkam, immer noch auf den Schädel des Stieres ein!

Aber was soll es, irgendwie muss ja dieser Abschuss gerechtfertigt werden. Der Mann selbst, wie er auch immer nach so langer Zeit dahin gekommen sein möge, mindestens einen Frühling, einen Sommer und einen Winter in der Wildnis überlebt hatte, im Gegensatz zur Frau, hatte seinen Verstand gänzlich verloren. Der Blutrausch und das lange einschlagen mit einem Beil auf den Schädel des Stieres, welcher eigentlich nur noch hätte Brei sein dürfen, lässt vermuten, dass er selbst tierische Eigenschaften eingebüßt hatte. Denn ein Tier, ein Raubtier, tötet nicht des Tötenswillen, sondern um sich zu nähren. Was in einem anderen Zusammenhang, an Hand des Schicksals einer jungen Katze, gut veranschaulicht wurde.

Zum Schluss war dann das Papier alle und es konnten keine Gedanken mehr aufgeschrieben werden. Was weiter passierte kann wohl keiner sagen, in jedem Fall, muss die Wand wohl die Zeit nicht überdauert haben und die beschriebenen Seiten kamen in die Zivilisation. Dort erfuhren sie Würdigung, in dem sie verfilmt wurden und den Fundus Weltuntergangsstimmung propagierender Kunst erweitern.

Also ab ins Reich der Fantasie, die Menschheit hat wahrlich andere Probleme, an einer fiktiven Wand wird die Menschheit sicher nicht zu Grunde gehen.  

WIE MAN MIT “DEMOKRATIE” – DEMOKRATIE UNTERLÄUFT

Sonntag, Januar 27th, 2013

WIE MAN MIT “DEMOKRATIE” – DEMOKRATIE UNTERLÄUFT

Folgender Text stammt von Axel Popp und ich habe ihm der Mailingliste der Freidenker entnommen:


WIE MAN MIT “DEMOKRATIE” – DEMOKRATIE UNTERLÄUFT


Hallo,
man lernt ja auch in den Kommunen und gewählten Gremien dazu.

Es ist ungeschickt, wenn man offen gegen bzw. ohne Beachtung der Interessen der Masse der kleinen Leute in Stadtverwaltungen u.ä. Agiert.

Da organisiert man Bürgerforen, Bürgerhaushalte, Büros für Bürgerbeteiligung, öffentliche Entscheidungsverfahren usw. Die “Demokratie” feiert Triumphe. Man lässt sich gebührend in den Medien würdigen.

ABER im Hintergrund werden die Geschäfte gemacht. (Nägel mit Köpfen) Verhandlungen mit Investoren, Immobilien – Käufe / Verkäufe, Verträge …. Jetzt kommt der spannende / kreative Teil, wie schafft man es diese Geschäfte ” demokratisch” erscheinen zu lassen?

Einmal in dem man Entscheidungen in Fachgremien (Architektenkammer, Haushaltausschüsse u.ä.) verlagert. Dort haben, nun ja, “Fachleute” das Wort.

Dann muss man sich “Regeln” unterwerfen, Geheimhaltung, Wettbewerbsrecht ….
Und die gewählten Abgeordneten, die demokratischen Organe?

Drastisch meinte jemand: 1/3 sind irgendwie in die Immobiliengeschäfte verwickelt; 1/3 sind Angestellte der Stadt (also befangen) und 1/3 hat keine Ahnung (hat keine und bemüht sich auch nicht um Sachkenntnis).

Die oben genannten” basis- demokratischen” Institutionen z.B. ein Büro für Bürgerbeteiligung wird total “demokratisch” in der Besetzung durch neue Bürger besetzt. (Auswahlverfahren durch Zufallslos).

So werden die engagierten Bürger, die etwas mehr Einblick in die o.g. Geschäfte der Stadt hat, ganz “demokratisch” vor die Tür gesetzt.

Leider sind so durch das Auswahlverfahren andere, neue Bürger in die Gremien gewählt worden, die das etwas “anders” sehen.


Wichtig noch zu sagen, bei den Abgeordneten geht das quer durch ALLE Parteien, da bemühen sich auch Parteimitglieder der Linken genauso um “Geschäftsbesorgung” wie Leute der CDU, FDP oder SPD. Da wundert man sich auch nicht mehr über den Linken – Politiker Ralf Christoffers, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, der offen Unternehmerinteressen vertritt.
So verliert die Linke den letzten Rest von Glaubwürdigkeit für eine Politik sozialer Gerechtigkeit.

Gedanken zu Aktionen und Aktionismus

Donnerstag, Januar 24th, 2013

Gedanken zu Aktionen und Aktionismus

An anderer Stelle wurde angemerkt, dass zwar einiges geschrieben wird, sich mit Problemen auseinandergesetzt, nur wie sieht es mit konkreten Aktionen aus, wurde gefragt. Oder bei aller Auseinandersetzung mit den verschiedensten Themen sollten diese doch auch zu Aktionen führen, konkret und praktisch! Aber einmal davon abgesehen, dass solche Auseinandersetzungen durchaus schon Aktion sind, vor allen wenn sie in der Öffentlichkeit geführt werden und sei es auch bloß die Internetöffentlichkeit, sollte einer Aktion zumindest die Beschäftigung mit dem Gegenstand voraus gehen. Ausgangspunkt einer öffentlichen Aktion sind Interessen, welche mittels dieser Aktion durchgesetzt werden sollen, sie sollten nicht dem Selbstzweck dienen, sondern immer eine konkretes und erreichbares Ziel habe. So kann ich mich zum Beispiel mit einem Problem auseinandersetzen und bestimmte Notwendigkeiten daraus ableiten, wie zum Beispiel im Falle der geplanten und beschlossenen Privatisierung des Kurzentrums in Bad Suderode, nur wenn die direkt Betroffenen die Tragweite und die Konsequenzen dieses Vorhaben nicht erkennen und verstehen, wird es auch keine entsprechend organisierte Aktion dagegen geben. Anders war es im Falle der geplanten Privatisierung der Quedlinburger Stadtwerke vor einigen Jahren, diese konnte erfolgreich verhindert werden. Es war nicht einfach, aber es haben sich Menschen gefunden, welche sich mit dem Thema auseinandersetzten und prüften was unternommen werden konnte um die Privatisierung zu verhindern. Es wurde eine Strategie entwickelt, sich organisiert und mehre Aktionen durchgeführt, dieses führt dazu, dass es zu einem Bürgerentscheid kam und der Verkauf verhindert wurde. Grundsätzlich können Aktionen nicht implantiert werden, sie müssen, um erfolgreich zu sein, von den Betroffenen selbst ausgehen. Ohne das die direkt Betroffenen sich beteiligen, ohne das diese die Notwendigkeit und das Ziel einer Aktion in ihrem Interesse erkennen, ist eine jede Aktion in dieser Richtung zum scheitern verurteilt. Was aber möglich ist, ist Aufklärend zu wirken, nicht belehrend, sondern nachvollziehend, Zusammenhänge und Konsequenzen aufzeigend und begründend, zur Erkenntnis führend. Eine Notwendigkeit muss von den Betroffenen selbst erkannt werden, sie sollten sich der Konsequenzen bewusst sein und wenn dieses der Fall ist, es zu einer entsprechenden Aktion kommt, so sind Bündnispartner eine durchaus hilfreiche und notwendige Sache. 
 

Dem Anmerkenden schrieb ich folgendes:

Aktion, Aktionen, Aktionen und so tut jeder was er kann, formieren, marschieren, protestieren, reklamieren, fordern, versammeln, Forderungen stammeln, sie hinausschreien, ihnen Nachdruck verleihen, durch Masse, durch Aktion! Präsenz zeigen, wir sind noch da, oder schon wieder, und immer noch, mit uns müsst ihr rechen, wir sind dagegen, wollen etwas bewegen, dagegen, am besten zurück, ein ganzes Stücke, in eine Zeit, da die Welt noch heil und in Ordnung war! Wir stehen vor dem Abgrund, das Kapital steuert immer schneller auf diesen zu, lasst uns bremsen, diesen Irrsinn Aufhalten, mit Aktionen uns diesem Irrsinn entgegenstellen, bündelt eure Kräfte und drängt das Kapital zurück! Gegen Hartz IV, gegen prekäre Beschäftigung, gegen Ausbeutung, gegen, gegen, gegen … und wofür? Für sichere Arbeitsplätze, für anständige Bezahlung, für ein ruhigeres Leben, sozial sicher und geborgen! … Hatten wir doch schon, jedenfalls einige der hier schreibenden und lesenden und da einige es hatten, konnten die anderen ebenfalls Nutzen daraus ziehen. Nur wollten es die Menschen nicht mehr, … nein so kann man es nicht sagen, sie wollten es schon, waren sich des Wertes aber nicht bewusst, strebten nach anderen Werten, hatten Arbeit, hatten Einkommen, nur konnten sie mit diesem nicht viel anfangen, zu selbstverständlich, zu normal und da gab es eine Welt, deren Reichtum uns in der Warenfülle entgegentritt, wie Marx einst schon feststellte. Diesen Reichtum galt es zu erwerben, ergänzend zu dem was da war und lange schon als selbstverständlich galt. Es wurde suggeriert, im Kampfe, welchen es angeblich nicht mehr gab, dass das Eine, ohne es genau zu benennen, sinnvoll durch das Andere, dem Reichtum an Waren, ergänzt werden könnte. Mit dieser Idee konnten Massen in Bewegung gesetzt werden, Illusionen fielen auf fruchtbaren Boden und Glaube wurde geboren, da Wissen auf Grund von Erfahrung diesen Massen verwehrt war. Praktische Erkenntnisse wurden zur Theorie, weil sie der Praxis entfremdet! So gab es Aktionen, gezielt angestoßen und initiiert, von Kräften welchen es nicht um die sinnvolle Kombination von sozialer Sicherheit und inbrünstigem Gebet in den Tempeln des Konsum gegangen ist, sonder um das dauerhafte Gebet in den Tempeln des Konsums, welches als Grundlage soziale Unsicherheit, Existenzängste und materielle, wie auch geistige Armut braucht.

Worum ist es gegangen?


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Ein Beispiel für Folgen von Privatisierungen für die Arbeitenden

Mittwoch, Januar 23rd, 2013

Ein Beispiel für Folgen von Privatisierungen für die Arbeitenden

Auf der Seite Kritische Massen findet sich ein kurzer Beitrag unter dem Titel: „“Privatisierung” bedeutet Hundeleben für die Arbeitenden“ welcher auf einen Artikel verweist, in welchem sich mit konkreten Folgen für die Mitarbeiter der Post nach erfolgter Privatisierung beschäftigt. Ein gutes Beispiel, welches zeigt, dass Privatisierungen letztendlich immer auf Kosten der Allgemeinheit und insbesondere zu Lasten der Arbeitenden erfolgen. Das ist im Großen wie im Kleinen so, egal auf welcher Ebene Eigentum privatisiert wird. Ein Investor ist immer bestrebt Gewinne zu erzielen und zu maximieren. Alles andere ist Illusion und gehört ins Reich der Mythen, was alle jene schon erkennen mussten, welche in Unternehmen arbeiten, welche schon privatisiert wurden und was all jene noch erfahren werden, welche in Unternehmen arbeiten, die zur Privatisierung vorgesehen sind. Zum Beitrag selbst habe ich folgenden Kommentar geschrieben: 

 

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