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Archiv der Kategorie Spuren/Gefunden

Gestalten in Raum und Zeit, ein Versuch!

Gestalten in Raum und Zeit, ein Versuch!

Raum und Zeit: „Existenzform der Materie“ (MEW Bd. 20, Seite 503) objektiv-reale Formel des Seins (LW Bd. 14, Seite 171). Während der Raumbegriff das „Nebeneinander“ der materiellen Erscheinungen, d. h. ihre Lage zueinander, ihre Entfernung und Ausdehnung widerspiegelt, erfasst der Zeitbegriff das „Nacheinander“ der materiellen Erscheinungen, d. h. die Reihenfolge der materiellen Ereignisse, den Abstand verschiedener Prozesse. „In der Welt existiert nichts als die sich bewegende Materie, und die sich bewegende Materie kann sich nicht anders bewegen als im Raum und in der Zeit“ LW Bd. 14, Seite 171). Raum und Zeit bilden ebenfalls untereinander eine untrennbare Einheit.

 

Raum und Zeit, mehr Zeit als Raum, oder die Bewegung unseres Daseins. Wobei es eigentlich um Demokratie gegangen ist, so habe ich auf einen Beitrag geantwortet und Reaktion erfahren, besonders auf meine Aussage: „Grundsätzlich sind wir nicht in der Lage Zukunft zu gestalten“. Vielleicht sehe ich es ja auch zu eng, das Gestallten, als Ergebnis praktischer Tat und die Möglichkeit dieser im gegenwärtigen Sein. Und so habe ich mir Gedanken gemacht, welche sicher noch nicht abgeschlossen sind, eher besteht weiterer Diskussionsbedarf. Folgenden Text hatte ich als Antwort geschrieben, wobei ich ihn etwas überarbeitet habe, dem Adressaten entsprechend:

Manchmal lese ich einen Text, wie geschehen und formuliere eine Antwort, schreibe diese nieder und lasse sie liegen, im Zweifel ihrer Richtigkeit. Also um sie weiter zu durchdenken und so denke ich, bewusst aber auch unterbewusst arbeitet der Denkapparat, schiebt das Gedachte in eine Ecke und da bleibt es oft auch. In diesem Fall ist es etwas anderes, da das schon Niedergeschriebene mir wieder in die Hände gefallen ist, in dem es auf dem Bildschirm meines Rechners erschien, nutzte ich die Gelegenheit und Antwortete. Dabei ist das Thema lang noch nicht abgeschlossen für mich, ich möchte aber trotzdem meine Gedanken weitergeben.

Es ist nicht so einfach und es ist durchaus von Nachteil wenn Aussagen gemacht werden, ohne diese etwas tiefer zu erläutern. Entschuldigung und es stimmt, es gilt sich über Begriffe zu verständigen. Nun ist es für mich aber auch wichtig politische Verhältnisse zu erkennen und auf ihre Ursachen zurückzuführen. So entspringt der Mangel in der Demokratie, wie er oft konstatiert wird, nicht den demokratischen Verhältnissen selbst, sondern den sie bedingenden Ursachen, welche im wirtschaftlichen System des Kapitals zu sehen sind, also in den grundlegenden gesellschaftlichen Verhältnissen. Die demokratischen Verhältnisse in der BRD entsprechen genau den sie bedingenden sozialökonomischen Verhältnissen. Gegenwärtiger Demokratieabbau ist eine Folge einer Verschiebung der Machtkonstellationen innerhalb der Klasse der Kapitalisten zu Gunsten einer Fraktion. Demokratie dient in erster Linie dem Interessenausgleich innerhalb der Klasse der Herrschenden und der Verschleierung der eigentlichen Machtverhältnisse, nicht dem Interessenausgleich zwischen den Einzelnen gesellschaftlichen Gruppierungen, oder auch Klassen.

Nun habe ich so auch meine Probleme mit „echten“ Sinnen, da dieses zumindest die Frage nach einem „falschen“ Sinn, oder zumindest einen „unechten“ Sinn aufwirft, was wiederum auch Sinn machen würde. Zu bedenken wäre, dass es wenig Sinn macht, oder eher einer Illusion von Demokratie entspricht, den Einfluss von Lobby – Gruppen bekämpfen zu wollen. Dieses ist in der Regel Forderung von jenen, welche keine Lobby haben, oder sich durch eine solche nicht oder unzureichend vertreten fühlen. Egal auch wie demokratische Verhältnisse sich äußern, in ihnen spiegelt sich der konzentrierte Ausdruck von Lobbyismus. Letztlich treten Parteien zu Wahlen an, um gemeinsame Interessen durchzusetzen, um Lobby ihrer eigenen und der von ihnen zu vertretenen Interessen zu sein. Da nun das Kapital die Eigenschaft hat alles in eine Ware zu verwandeln, bis hin zu den einfachsten sozialen Verhältnissen, braucht sich nicht gewundert werden, dass auch die Stimme eines Abgeordneten ihren Wert hat und es nur eine Frage des Preises ist, sie für sich zu vereinnahmen.

 

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Ich war jung, ging noch zur Schule, …

Ich war jung, ging noch zur Schule, aber noch nicht all zu lange, als auch ich eine Karte verschickte, auf der ich eine rote Rose gemalt hatte. Viele taten dieses und so ist es durch die Macht praktischer Solidarität gelungen Angela Davis zu retten. Vor einigen Jahren  wurde ein Buch geschrieben, vom ehemaligen Redakteur des Neuen Deutschlands, welcher 1972 den Prozess gegen Angela Davis in den USA, in welchen es um Leben oder Tod für die junge Frau ging, als Korrespondent begleitete. Auf dieses Buch wird auf der Seite Kritische Massen aufmerksam gemacht, wie auch auf eine interessant zu lesende Rezension zum Buch.

300 waren geladen, 295 sind gekommen, davon 201 umsonst!

Lohndumpingmesse in Quedlinburg!

300 waren geladen, 295 sind gekommen, davon 201 umsonst!

So die „positive“ Bilanz der letzten Arbeitskräfteschau in Quedlinburg! Genau genommen waren es acht Teilnehmer, dieser Ware Arbeitskraftbeschauung, welche erfolgreich eine Arbeit aufnehmen konnten, da noch zu führende Gespräche maximal als Weg zum notwendigen Verkauf der eignen Arbeitskraft gesehen werden können. Das auf der Arbeitskräftebeschauung, über welche in der MZ (Quedlinburger Harzbote) vom 23.03.12 auf Seite 9 berichtet wird, vorwiegend Zeitarbeitsfirmen präsent waren, ist wenig verwunderlich und liegt wohl im Trennt der Vermarktung von Arbeitskräften. Veranstaltet wurde das Ganze von der Kommunalen Beschäftigungsagentur (Regionaler Hartz IV-Verwalter) schon öfter und es wird den Geladenen wohl schwerlich möglich gewesen sein, sich diesem rituellen Akt der Arbeitskraftbeschauung zu entziehen. So nahm dann auch die überwiegende Zahl der Geladenen teil.

Die Plätze an den „Tischen der elf Zeitarbeitsfirmen“ waren gut besetzt und auch wenn die Gespräche für die überwiegende Zahl der Arbeitskraftverkaufenwollenden ohne Erfolg waren, wird doch von Erfolg gesprochen. Denn „„wenn 80 Prozent unserer Kunden wirklich klare Vorstellungen haben und auch motiviert sind, dann ist das für uns ein Erfolg“, sagt die Teamleiterin Arbeitgeber-Service bei der Kommunalen Beschäftigungsagentur (Koba) des Landkreises Harz.“ Nicht die Vermittelten Tätigkeiten zeugen vom Erfolg, dazu sind es letztlich auch zu wenig, sondern die Gefügigkeit der Arbeitskraftverkaufenden, deren klare Vorstellungen und Motivation! Und so kamen über 80% der Geladenen, gut motiviert, von Vorstellungen getrieben, der Angst vor Sanktionen gehorchend, „vorbereitet“ mit „Lebenslauf oder Bewerbungsmappen“ zum Gespräch. Die meisten der Arbeitskraftverkaufenmüssenden allerdings erfolglos, eventuelle Hoffnungen zerstört, Illusionen vernichtet, den Zwängen letztlich gehorchend!

Dass im MZ-Beitrag „Hilfe bei der Jobsuche“ Beispiele für „Arbeitssuchende“ angeführt werden, welche hoch motiviert sind, versteht sich von selbst, genauso wie der Verweis auf die verschiedensten Qualifikationen, welche manch einer oder eine im Laufe der Zeit erworben hat und zu erwerben bereit ist. Das dabei die Bereitschaft besteht, fast jede Arbeit auszuführen, muss eigentlich nicht gesondert erwähnt werden, trägt aber auch nicht unbedingt zum Erfolg bei.

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Land der Übergewichtigen!

Land der Übergewichtigen!

Ja, Sachsen Anhalt ist wieder einmal Rekordhalter, es „ist ganz dicke da“, wie der MZ von heute zu entnehmen ist. Der Mikrozensus hat es hervorgebracht, die Menschen in Sachsen Anhalt wiegen zu viel, in der Summe, oder anders, nirgendwo in der BRD leben mehr Menschen mit Übergewicht, als in Sachsen Anhalt und das trifft für Männer und Frauen zu!

Was ist los, im Zentrum der Angst, im Land der Frühaufsteher und früher sterbenden?

Dabei ist Sachsen Anhalt nicht überall Spitze, gelegentlich rudert das Land auch hinterher, wie auch der Titelseite der MZ zu entnehmen ist. Unter der Überschrift „Deutschland beweist sich als Erfindernation“, ist zu erfahren, das aus Sachsen Anhalt im letzten Jahr gerade einmal 24 Patente angemeldet wurden, was der letzte Platz im Lande ist. Im Wirtschaftsteil ist mehr zu erfahren, auch das Sachsen Anhalt schlecht abschneidet.  

Nun ja, Sachsen Anhalt kann ja nicht überall Spitze sein, aus diesem Grund mögen Menschen sich vielleicht mit Frustfressen trösten und so andere Rekorde brechen. Dabei besteht zwischen den beiden Nachrichten durchaus ein Zusammenhang und „dieser Trend“ verstärkt sich seit den neunziger Jahren und „sei nicht gestoppt“, ist zu erfahren. Aber auch einen anderen Trend gibt es, immer mehr Menschen haben seit den neunziger Jahren dem Land den Rücken gekehrt und sind der Arbeit nachgezogen. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen und auch was dieses anbelangt, nimmt Sachsen Anhalt regelmäßig Spitzenplätze ein.

Ja, Deindustrialisierung einer ganzen Region ist nicht zum Nulltarif zu haben und die Folgen durchziehen alle Bereiche gesellschaftlichen Lebens. Wenn dazu noch der Billiglohnsektor ausgebaut wird, prekäre Beschäftigungsverhältnisse gefördert werden, muss sich über die Folgen nicht gewundert werden. Menschen ziehen sich zurück, leben ungesund, nehmen zu und sind alles andere, aber nicht motiviert große Erfindungen zu machen.

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Streiken ja, aber bitte ohne Folgen!

Leserbrief zum Beitrag „Juristen wollen Hürden für Streiks“ MZ 20.03.2012:

Streiken ja, wehtun darf es aber nicht! Wenn schon gestreikt wird, dann gefälligst so, dass es ohne Folgen für die Wirtschaft ist. So die Intention einiger Juristen, welche das Streikrecht erheblich einschränken möchten und dieses vor allen mit „Streikfolgen“ für die „Allgemeinheit“ begründet. Dabei nicht zu vergessen, dass in erster Linie die Interessen der Wirtschaft zu waren sind. Streiken ja, aber Folgenlos, am Besten in der Freizeit, mit bemalten Plakaten im Stadtpark z.B., die Wege nicht verlassend und im Kreis laufend. So wird Arbeitskampf zum Arbeitskrampf, wobei der Sieger von vornherein vorgegeben ist.

Nur kann von einem Sieg in diesem Falle nicht die Rede sein, zwar könnten Lohnforderungen z. B. so kaum durchgesetzt und damit die Gewinne der Unternehmen stabilisiert und befördert werden, auf der anderen Seite würde die Löhne aber real weiter sinken, es würde gar den Singflug beschleunigen, was wiederum mit erheblichen Kaufkraftverlusten verbunden wäre und viele Wirtschaftszweige noch stärker treffen würde. Am wenigsten wird zwar die Exportwirtschaft davon betroffen sein, da für diese die Binnennachfrage von untergeordneter Bedeutung ist, aber alle Wirtschaftszweige, welche auf Binnennachfrage angewiesen sind, wird ein solches Streikrecht besonders hart treffen. Dummerweise sehen viele Unternehmer diesen simplen Zusammenhang nicht und wundern sich darüber, dass ihre Geschäfte immer schlechter laufen. Die Weitsicht der meisten Unternehmenslenker entpuppt sich all zu oft als ausgeprägte Kurzsichtigkeit, die Wand nicht sehend, auf welcher beschleunigt zugesteuert wird.

Dabei ist das Streikrecht hierzulande lange schon einseitig geregelt und findet seinen Ausdruck in den verschiedensten Streikritualen. Letztlich wird im Streikfall so intensiv vorgewarnt, dass sich ein jedes Unternehmen, ein jeder Wirtschaftszweig, entsprechend darauf vorbereiten kann. Wann es Zeit wird für neue Tarifverträge steht im Vorfeld fest und so können sich Unternehmen auf einen Arbeitskampf einstellen, diesen in ihrer Planung durchaus berücksichtigen. Soweit so gut für die Unternehmen, es sei denn, es kommt die eine oder andere leider nur kleinere Gewerkschaft auf den Gedanken einmal außer der Reihe zu streiken, oder länger als üblicherweise vorgesehen, weil es Bestreben ist, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten und durchzusetzen und nicht nach dem üblichen Geplänkel die Forderrungen zurückzufahren, einzuknicken und mit ein paar Krümel zur Arbeit zurück zukehren.

Ja, da kann schon der Eine oder Andere auf den Gedanken kommen solchen „Streikgebaren“ einen Riegel vorzuschieben, wäre ja noch schöner, wenn den Unternehmern und ihren Verbänden die Zügel entgleiten und sie Verlauf und Ergebnis eines Streiks nicht mehr bestimmen können! Dabei wird hierzulande ohnehin wenig gestreikt und bestimmte Formen des Streiks sind von Vornherein verboten, wie ein Generalstreik zum Beispiel.    

Analphabetentum, eine folgenreiche Erscheinung mit Ursachen!

Sicher hat diese Erscheinung auch Folgen, sie werden oft zur Genüge erläutert, die Ursachen hingegen weniger, oder nur oberflächlich! Dabei liegen die Ursachen nicht im Bildungssystem, sondern im gesellschaftlichen System begründet. Dieses bringt in der Bundesrepublik nicht nur ein mittelmäßiges und veraltetes Bildungssystem hervor, sondern drängt auch ansonsten immer mehr Menschen an den Rand der Gesellschaft. Und wozu müssen die an den Rand gedrängten lesen und schreiben können? Wer lesen uns schreiben kann, dem stehen ganz andere Bildungsmöglichkeiten zur Verfügung, welche unter Umständen Erkenntnisse mit sich bringen, die nicht erwünscht sind! Nein, diese geistige Armut ist gewollt und aus diesem Grund auch die schlechten Möglichkeiten der Misere des Analphabetentums zu entrinnen, auf welche in einen Bericht der FAZ verwiesen wird.

Aufmerksam wurde ich auf diesem Beitrag hier, wobei sich dort die Diskussion in eine etwas andere Richtung entwickelte.

Aber wie schon geschrieben, die eigentlichen gesellschaftlichen Ursachen des Analphabetismus spielen im FAZ-Artikel keine Rolle, nur die Auswirkungen und Maßnahmen welche ergriffen, oder eben nicht ergriffen werden. Dabei ist „Bildungsarmut“ nicht neu, schon in den 1980iger Jahren wurde von der Neuen Armut in der BRD gesprochen, welche sich im Gegensatz zur klassischen Armut nicht durch Hunger auszeichnete, sondern durch mangelnde Bildung. Bezeichnend für den Umgang mit dieser Art von Armut ist folgende Aussage: „Ihre rudimentären Kenntnisse im Lesen, Schreiben und meist auch im Rechnen werden weiter verkümmern, weil sie zwar von einem gut ausgestatteten sozialen Netz aufgefangen werden, das sich jedoch nur sehr selten um diese grundlegenden Fähigkeiten kümmert.“ Die Zielrichtung dieser Aussage tritt ziemlich offen zu Tage, es geht weniger um die „rudimentären Kenntnisse“ als vielmehr um das „gut ausgestattete soziale Netz“, von dem die betroffenen aufgefangen werden und welches sich „nur sehr selten um diese grundlegenden Fähigkeiten kümmert.“ Nicht nur das eine ernsthafte Änderung nicht gewollt ist, wären wir auch bei der Hängemattentheorie angekommen, welche davon Ausgeht, wenn die sozialen Leistungen nicht so „umfassend“ wären, würden die Menschen gezwungen werden sich mehr zu bemühen. Einmal davon abgesehen, dass das soziale Netzt alles andere als gut ausgestattet ist, soll nun noch diese Ausstattung mit in die Verantwortung genommen werden. Soziale Sicherheit macht träge, auch wenn der „faule, fette Bauch“ auch nur am Hungertuche nagt. Auf die Analphabeten gemünzt könnte es bedeuten, dass es besser wäre ihnen Unterricht zu bezahlen, als Grundversorgen! Was letztlich dazu führen könnte, dass Problem relativ schnell in den Griff zu bekommen, wenn z. B. an die Folgen mangelnder Ernährung gedacht wird. Damit diese Theorie aber aufgeht und von den eigentlichen Ursachen abgelenkt werden kann, werden Schuldige präsentiert. So ist zu lesen: „Seit Jahrzehnten wird die Verantwortung für Analphabeten zwischen Berufsbildung und Schulsystem hin und her gereicht und irgendwo dazwischen begraben.“ Und wenn es gelingt die Verantwortung zwischen diesen beiden Bestandteilen des Bildungssystems zu begraben, wird kaum noch jemand nach den eigentlichen Ursachen fragen. Dass damit nebenbei noch von den Ursachen des miserablen bundesdeutschen Bildungssystems abgelenkt wird, braucht nicht gesondert erwähnt zu werden.

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Reflexion zur Präsidentenwahl in Russland

Auf der Seite Kritische Massen findet sich ein Beitrag mit dem Titel „Freie und unfreie Wahlen“, welcher sich mit den verschiedensten Reflexionen auf Wahlergebnisse, besonders auf Bezug des Wahlergebnis der jüngsten Wahlen in Russland. Folgende Gedanken sind mir zum Beitrag gekommen:

So ist es mit den Wahlen, jedenfalls mit der Einschätzung der Ergebnisse solcher, genügt das Ergebnis eigenem Interesse nicht, so ist es in jedem Fall anzuzweifeln. Dabei wird im Vorfeld schon kräftig getrommelt und verkündet, dass die Wahlen ohnehin nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen und somit eigentlich Betrug vorprogrammiert ist. Wahlbetrüger hingegen sind nur die Anderen und Wahlbetrug in eigenen Gefilden von Vornherein ist kein Wahlbetrug, sondern Gesetz. Sollte dieses Gesetz nicht genügen, wie z. B. bei der Abstimmung über den Lissabonvertrag in Irland, oder war es Island? Egal, dann wird eben solange abgestimmt, bis das Ergebnis passt. Das zu diesem Zweck ein ganzes Volk unter Druck gesetzt wird, entspricht ebenfalls den eigenen demokratischen Vorstellungen, Hauptsache das Ergebnis stimmt! Um aber Erfolge von vornherein zu sichern, wird die gegenwärtige ökonomische Situation der meisten EU-Staaten ausgenutzt, um den Völkern demokratische Errungenschaften zu rauben, wie Du ja in Deinem Beitrag „Deutsche Macht, Ohnmacht der Deutschen“ gut beschrieben hast. Demokratie wird gegenwärtig beschleunigt in Strukturen ausgelagert, welche alles andere, aber nicht Demokratisch sind, vom Feigenblatt EU-Parlament, welches im Grunde nichts zu entscheiden hat, einmal abgesehen. Nichts desto Trotz dürfen wir vergessen was Demokratie dem Grunde nach ist, ein Instrument der Machtausübung, welche geschaffen wurde um den Interessenausgleich innerhalb der herrschenden Klasse zu gewährleisten. Wenn nun eine Fraktion des Kapitals die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verschieben kann, so ist dieses immer mit Abbau demokratischer Rechts, bis hin zur offenen Diktatur dieser Fraktion verbunden. Putin hat die Wahlen gewonnen, warum er nur vermeidlich schwache Gegenkandidaten hatte, liegt auf der Hand, letztlich hat er dem Ausverkauf Russlands einen Riegel vorgeschoben und das russische Kapital gestärkt. International hat Russland unter ihm wieder an Bedeutung gewonnen, was wie Balsam auch auf die geschundene Volksseele wirkte. Dabei hat er den Machtkampf gegen seinen Nachfolger und Vorgänger für sich entscheiden können, was auf internationaler Ebene gerade die jüngsten Ereignisse im arabischen Raum zeigen. Wo sein Nachfolgervorgänger Libyen fallen ließ, stellt sich russische Politik hinter Syrien und ward somit auch eigene Interessen in dieser Region. Die westlichen Mächte sind dabei ihre Interessensphären weltweit auszuweiten und das mit allen Mitteln die ihnen zur Verfügung stehen, dabei wird der Ring um Russland und China immer enger gezogen. Putin hat schon einmal bewiesen, dass er die Interessen Russland, des russischen Kapitals zu waren weiß, das ist sicher nicht im Interesse des Westens, welcher lieber ungestört seine Ambitionen verwirklichen möchte. Da dieses aber nicht so offen ausgesprochen werden kann, werden politische Institutionen und Strukturen auf Korn genommen.

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Gedanken zu politischen Einteilungen, Ständen, Schichten und Klassen!

Gedanken zu politischen Einteilungen, Ständen, Schichten und Klassen!

Gelegentlich verlässt eine Diskussion den ursprünglichen Gegenstand der Betrachtung und befördert Nachdenken in scheinbar andere Richtungen. So auch im Falle eines Beitrages, welcher sich ursprünglich mit der Kandidatin der Partei die Linke fürs Bundespräsidentinnenamt befasste. In diesem Zusammenhang macht es durchaus Sinn über die verschiedenen ideologischen Kategorien politischer Richtungen nachzudenken. Heute werden politische Richtungen vordergründig in ein Rechts/Linksschema gepresst, dabei sind die Grenzen fließend und eigentliche spezifische Interessenlagen geraten in den Hintergrund, was für manchen politischen Akteur durchaus von Nutzen sein kann. Das dabei Politik allgemein verklärt wird und als etwas unabhängiges, selbstständiges, oft über den gesellschaftlichen Verhältnissen stehendes, diese gar bedingend, dargestellt wird, entspricht durchaus dem Geist der Zeit, also der herrschenden Ideologie. Wobei Bekanterweise die herrschende Ideologie in einer Gesellschaft, die Ideologie der Herrschenden ist!

Und so habe ich mir die folgenden Gedanken zu politischen Einteilungen, Ständen, Schichten und Klassen gemacht!

Dabei benutze ich die Ausdrücke rechts und links für politische Richtungen ebenfalls, da ältere und treffendere Bezeichnungen aus der Mode gekommen sind und der Mode gelegentlich auch Tribut gezollt werden muss, allein schon um verstanden zu werden! Dem Tribut gezollt, sollte aber nicht vergessen werden, die eigentlichen Hintergründe politischen Treibens aufzuzeigen, also die eigentlichen Interessen offen zulegen, welche hinter diesem Treiben stehen. Dazu gehören vor allen auch die gesellschaftlichen Beziehungen aufzudecken, welche letztlich als politisches Treiben bezeichnet werden. Und seinen wir doch ehrlich, Links – Rechts, das ist doch ideologisch nichts anderes als Synonyme für Schwarz und Weiß, für Gut und Böse, wobei die Bösen immer die anderen sind!

Im Politischen System dieses Landes ist die Partei Die Linke z. B. von  Grunde her eine sozialdemokratische und nicht sozialistische Partei, im schwer zu definierenden linken Spektrum! Sie ist eine Partei, welche vorgibt Vertreterin des linken Spektrums zu sein. Klassengegensätze sind eine alte Masche, gerade weil die verschiedensten Modelle diese in der Vergangenheit marginalisiert haben, auch in dem sie mittels Rechts/Linksschema aufgeweicht und verklärt wurden. In diesem Zusammenhang wird sogar der Neigung nachgegeben, ehemalige Klassen, oder Gruppierungen innerhalb dieser neu zu definieren. Dabei muss selbst Bürgertum, speziell Kleinbürgertum sich neu definieren und geht als „lohnabhängiges Kleinbürgertum“ in der Mittelschicht auf. Da im Falle von Lohnabhängigkeit für die Zugehörigkeit zum Bürgertum eine entscheidende Grundlage fehlt, nämlich das Eigentum an Produktionsmitteln, spielt keine Rolle. Im Zuge gezeugter gesellschaftlicher Nebelbänke, wird der Vergessenheit anheim gestellt, das Bürgertum ursprünglich an den Besitz von Produktionsmitteln gekoppelt ist! Dass angeblich jeder auf Grund vormaller Chancengleichheit heute in diese Verlegenheit kommen kann, Besitzer von Produktionsmitteln zu werden, führte dazu diesen Begriff auf alle Menschen zu übertragen. Voraussetzung dafür war das die Klasse des Bürgertums die politische Macht übernommen hatte. (Mit dem Kleinbürgertum verhält es sich wie mit einem Butler, ursprünglich verarmter Adel, welcher seine Dienste anderen Adligen gegen entsprechende Bezahlung anbot, es wird vom Bürgertum künstlich erhalten, um ihm weiterhin zu dienen.)

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Freidenker

Der Freidenker 4-11, das Verbandsorgan des Deutschen Freidenkerverbandes, hat das Thema „”Antizionismus” = “Antisemitismus”?“. Ein durchaus aktuelles Thema, gerade weil Antizionismus und Antisemitismus oft gleich gesetzt werden, wenn es darum geht z. B. die menschenverachtende Politik Israels gegenüber den Palästinensern zu rechtfertigen. So wird Kritik an die zionistische Politik Israels oft als Antisemitismus verunglimpft. Das es in diesem Zusammenhang auch Sinn macht, die Begriffe selbst zu klären, ihren Ursprung nachzuvollziehen und ihre Unterschiedlichkeit herauszuarbeiten, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Im Freidenker 4-11 sind zu diesem Thema interessante Beiträge enthalten, welche auch dieses sehr anschaulich tun. Die Druckausgabe kann beim Freidenkerverband bestellt werden und ist für Mitglieder im Mitgliedsbeitrag enthalten. Auf der Internetseite der Freidenker wird auf das Verbandsorgan, sowie dessen Inhalte verwiesen.

Neben anderen Beiträgen, möchte ich besonders den Beitrag von Jan Bretschneider:
“Antizionismus = Antisemitismus? Versuch einer Klärung“ empfehlen, da hier die Begriffe vom historischen Ursprung, ihrer Entwicklung und Verwendung geklärt werden.

Kriegstreiberei und „Nichtregierungsorganisation“

Kriegstreiberei und alle möglichen Register werden gezogen, die Medienmacht aufgestellt und bereit den ersten Schlag zu führen, wobei „Nichtregierungsorganisationen“ wie avaaz einen nicht geringen Anteil daran haben. Es werden Mitstreiter gesammelt, oft sind sich diese dessen nicht einmal bewusst, unterschreiben sie doch nicht für Kriege, sondern für den Schutz der Umwelt und anders mehr. Durch die Medien werden Nachrichten verbreitet, von Gräueltaten berichtet, wobei die Täter schon vor der Tat feststehen. Dabei spielt es keine Rolle, dass sich solche Meldungen im Nachhinein als falsch rausstellen, wenn die Bomben gefallen und der Sieg errungen. Ähnlich verhielt es sich in den Kriegen gegen Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen etc. Ein interessanter Beitrag zu diesem Thema findet sich auf der Seite von Barth-Engelbart unter der Überschrift: „wo avaaz klopft steht der Krieg vor der Tür
Wieder ein “GRÜNES” avaaz-Placebo zur Rettung der Meere um so Unterschriften für den nächsten “Befreiungs”-Krieg zu fischen