„Man muß den wirklichen Druck noch drückender machen, indem man ihm das Bewußtsein des Drucks hinzufügt, die Schmach noch schmachvoller, indem man sie publiziert.“ Karl Marx.
Elend, ein Ort im Harz und eine zunehmende Erscheinung in der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Jedenfalls wenn die zunehmende Armut in diesem reichen Land in Betracht gezogen wird. So ist in der MZ zu lesen, das der Anteil der Armen in der bundesdeutschen Gesellschaft zugenommen hat, auch ist eine Karte im Artikel „16Millionen Deutsche leben in Armut“ zu finden, welche Sachsen-Anhalt als besonders von Armut betroffen kennzeichnet. Zu lesen ist auch, dass „jeder fünfte Deutsche (19,9 Prozent) von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen“ ist. Wobei das „oder“ genauso zu überdenken wäre, wie der Terminus der „sozialen Ausgrenzung“. Letzteres unter dem Gesichtspunkt weitgehender Monetarisierung des gesellschaftlichen Lebens und nicht zu vergessen, dass jede Tendenz ihre entsprechende Gegentendenz zeugt. Aber auch das in unserer Gesellschaft zuallererst der Ausschluss vom Gebet am Tempel des Mammon mangels entsprechender Opfergaben ins Auge fällt, anfänglich gehen Statussymbole verloren, später können dann nicht einmal alle Grundbedürfnisse im erforderlichem Maße mehr befriedigt werden. Und nicht selten, sogar im zunehmende Maße, sind Menschen von Armut betroffen, welche Arbeit haben, also einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen, von welcher sie dank Hartz IV jedoch nicht leben können.
Jüngst hatte ich in einem Beitrag auf einen Beitrag verwiesen, in dem zweimal positiv die DDR erwähnt wurde, speziell die Ausbildung von Lehrlingen und die Voraussetzungen welche sie mitbrachten, betreffend. Was für die Wirtschaft durchaus förderlich war und wäre. Aber nicht nur das in der DDR die allgemeine Schulbildung höher war, als sie es je in der BRD gewesen ist, ein jeder junge Mensch einen Ausbildungsplatz und anschließend einen Arbeitsplatz erhielt und somit mit einen Einkommen auch sein Auskommen hatte, gab es in der DDR auch keine Armut wie sie heute allgegenwärtig ist. Es gab keine Suppenküchen, keine Kleiderkammern, keine Obdachlosen, wobei seit der Wende das Gebiet der ehemaligen DDR besonders von Armut betroffen ist. Auch eine Folge der deutschen Einheit, wie sie praktiziert wurde und der die weitestgehende Deindustrialisierung des Ostens folgte. Seitdem gibt es auch auf dem Gebiet der ehemaligen DDR Suppenküchen, Obdachlose und Arbeitslosigkeit! Viele Menschen sind abgewandert, haben woanders Fuß fassen können, da es ihnen gelang, auf Grund ihrer guten Qualifikation, ihre Arbeitskraft dort zu verkaufen. Ob sie dort heimisch wurden ist eine andere Frage, manchmal wird es gelungen sein, andere Beispiele bezeugen das Gegenteil, die Unterschiede waren oft zu groß. Dabei ist zu beobachten, dass sich die Verhältnisse nach und nach angleichen, besonders auch das Elend betreffend, die deutsche Einheit glänzt heute mit einer Armut, wie sie die deutsche Teilung zu verhindern wusste! Wo in den 1970/80 Jahren in der alten Bundesrepublik immer mehr von neuer Armut gesprochen wurde, greift heute die alte Armut wieder mehr und mehr um sich, was nicht bedeutet, dass es die neue Armut nicht mehr gibt, ganz im Gegenteil!