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Archiv der Kategorie Krieg und Frieden
Reflexion zur Präsidentenwahl in Russland
5.3.2012 by kucaf.
Auf der Seite Kritische Massen findet sich ein Beitrag mit dem Titel „Freie und unfreie Wahlen“, welcher sich mit den verschiedensten Reflexionen auf Wahlergebnisse, besonders auf Bezug des Wahlergebnis der jüngsten Wahlen in Russland. Folgende Gedanken sind mir zum Beitrag gekommen:
So ist es mit den Wahlen, jedenfalls mit der Einschätzung der Ergebnisse solcher, genügt das Ergebnis eigenem Interesse nicht, so ist es in jedem Fall anzuzweifeln. Dabei wird im Vorfeld schon kräftig getrommelt und verkündet, dass die Wahlen ohnehin nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen und somit eigentlich Betrug vorprogrammiert ist. Wahlbetrüger hingegen sind nur die Anderen und Wahlbetrug in eigenen Gefilden von Vornherein ist kein Wahlbetrug, sondern Gesetz. Sollte dieses Gesetz nicht genügen, wie z. B. bei der Abstimmung über den Lissabonvertrag in Irland, oder war es Island? Egal, dann wird eben solange abgestimmt, bis das Ergebnis passt. Das zu diesem Zweck ein ganzes Volk unter Druck gesetzt wird, entspricht ebenfalls den eigenen demokratischen Vorstellungen, Hauptsache das Ergebnis stimmt! Um aber Erfolge von vornherein zu sichern, wird die gegenwärtige ökonomische Situation der meisten EU-Staaten ausgenutzt, um den Völkern demokratische Errungenschaften zu rauben, wie Du ja in Deinem Beitrag „Deutsche Macht, Ohnmacht der Deutschen“ gut beschrieben hast. Demokratie wird gegenwärtig beschleunigt in Strukturen ausgelagert, welche alles andere, aber nicht Demokratisch sind, vom Feigenblatt EU-Parlament, welches im Grunde nichts zu entscheiden hat, einmal abgesehen. Nichts desto Trotz dürfen wir vergessen was Demokratie dem Grunde nach ist, ein Instrument der Machtausübung, welche geschaffen wurde um den Interessenausgleich innerhalb der herrschenden Klasse zu gewährleisten. Wenn nun eine Fraktion des Kapitals die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verschieben kann, so ist dieses immer mit Abbau demokratischer Rechts, bis hin zur offenen Diktatur dieser Fraktion verbunden. Putin hat die Wahlen gewonnen, warum er nur vermeidlich schwache Gegenkandidaten hatte, liegt auf der Hand, letztlich hat er dem Ausverkauf Russlands einen Riegel vorgeschoben und das russische Kapital gestärkt. International hat Russland unter ihm wieder an Bedeutung gewonnen, was wie Balsam auch auf die geschundene Volksseele wirkte. Dabei hat er den Machtkampf gegen seinen Nachfolger und Vorgänger für sich entscheiden können, was auf internationaler Ebene gerade die jüngsten Ereignisse im arabischen Raum zeigen. Wo sein Nachfolgervorgänger Libyen fallen ließ, stellt sich russische Politik hinter Syrien und ward somit auch eigene Interessen in dieser Region. Die westlichen Mächte sind dabei ihre Interessensphären weltweit auszuweiten und das mit allen Mitteln die ihnen zur Verfügung stehen, dabei wird der Ring um Russland und China immer enger gezogen. Putin hat schon einmal bewiesen, dass er die Interessen Russland, des russischen Kapitals zu waren weiß, das ist sicher nicht im Interesse des Westens, welcher lieber ungestört seine Ambitionen verwirklichen möchte. Da dieses aber nicht so offen ausgesprochen werden kann, werden politische Institutionen und Strukturen auf Korn genommen.
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Kriegstreiberei und „Nichtregierungsorganisation“
24.2.2012 by kucaf.
Kriegstreiberei und alle möglichen Register werden gezogen, die Medienmacht aufgestellt und bereit den ersten Schlag zu führen, wobei „Nichtregierungsorganisationen“ wie avaaz einen nicht geringen Anteil daran haben. Es werden Mitstreiter gesammelt, oft sind sich diese dessen nicht einmal bewusst, unterschreiben sie doch nicht für Kriege, sondern für den Schutz der Umwelt und anders mehr. Durch die Medien werden Nachrichten verbreitet, von Gräueltaten berichtet, wobei die Täter schon vor der Tat feststehen. Dabei spielt es keine Rolle, dass sich solche Meldungen im Nachhinein als falsch rausstellen, wenn die Bomben gefallen und der Sieg errungen. Ähnlich verhielt es sich in den Kriegen gegen Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen etc. Ein interessanter Beitrag zu diesem Thema findet sich auf der Seite von Barth-Engelbart unter der Überschrift: „wo avaaz klopft steht der Krieg vor der Tür
Wieder ein “GRÜNES” avaaz-Placebo zur Rettung der Meere um so Unterschriften für den nächsten “Befreiungs”-Krieg zu fischen“
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Ein Beitrag zur Theorie der US-Außenpolitik in Ultrakurzform
6.2.2012 by kucaf.
Folgender Text stammt aus der Mailingliste der Freidenker, ich gebe ihn mit Zustimmung des Autors hier wieder:
Von Witold Fischer
Die prinzipielle Zusammenfassung meiner Einschätzung insgesamt, die ich seit 1998 nicht mehr wesentlich ändern mußte:
In den USA existieren
- die eher industriell geprägte, eher katholisch-islamische, im wesentlichen aus französischen Kolonien gebildete Westküstenfraktion (ca. 40% Einfluß)
- die eher mit Rohstoffen und Dienstleistungen, inclusive Finanzdienstleistungen und Medien, befaßte, eher protestantisch-jüdische, im wesentlichen aus britischen Kolonien gebildete Ostküstenfraktion (ca. 40% Einfluß)
- der militärisch-industrielle Komplex (MIK), der vor allem in den spanisch-mexikanischen Gebieten stark ist (ca. 15% Einfluß).
Jede Fraktion strebt mit den Monopolen vom gleichen Typus ein Kartell an, falls diese stark sind, während sie sie zu vernichten trachtet, wenn das möglich scheint, diese also schwach sind. Dies bedingt die Haltung zu den Ländern, in denen die jeweiligen Typen vorherrschend sind:
Die Westküstenfraktion, die derzeit regiert, kooperiert mit Westdeutschland, Frankreich, Japan, Kolumbien, Türkei (und indirekt durch Entspannung mit Kuba, KDVR, Syrien, Iran, Irak, Simbabwe, Myanmar, China usw.) und bekämpft Rußland, Großbritannien (,Venezuela, Bolivien, Libyen, Jugoslawien/Serbien, FARC, DR Kongo usw.). Bei der Ostküstenfraktion ist es genau umgekehrt. Der MIK ist gegen alle in Klammern, China, Rußland usw., Hauptsache es gibt Krieg. Er stützt sich in der EU vor allem auf Spanien, ist in den USA allein zu schwach zum Regieren, spielt aber Zünglein an der Waage und regiert deshalb (fast immer) mit.
Normalkonstellation: Präsident gehört zur einen Fraktion, Vizepräsident zur anderen. Sonst ergäbe ja ein Amtsenthebungsverfahren keinen Sinn.
Ein neuer (richtiger) Krieg beginnt im ersten Quartal des dritten Amtsjahres eines US-Präsidenten. (Afghanistan war 2001 kein richtiger Krieg, wurde es erst später, was die Amis gar nicht wollten.) So lange dauert es, bis der Präsident die Seilschaften ausgetauscht hat. Dann werden noch die Parlamentswahlen im November des 2.Amtsjahres durchgelassen, und dann geht’s los, wenn es losgeht.
Weil das so ist, erzähle ich seit 2008, daß der Iran- (oder aber Syrien-)Krieg frühestens 2015 kommt.
Obiges Schema erklärt klar und eindeutig alle möglichen Kurswechsel der US-Außenpolitik seit 1900. (Außerdem kann man es kaum noch kürzer zusammenfassen.)
Nun mein aktueller Kommentar:
Die jetzige Hysterie ist US-Wahlkampf. Mit der Thematisierung von Iran/Syrien betreibt die Ostküstenfraktion ihren Wahlkampf, weil sie es ist, deren Krieg das wäre. Was macht Obama-Administration? Sie bringt Resolutionsentwurf in US-Sicherheitsrat ein, obwohl klar war, daß Rußland ihn ablehnt. Das ist diplomatisch schon lange nicht mehr üblich, erfüllt aber den Zweck, nunmehr die Russen als die Bösen zu dämonisieren, was der Westküstenaußenpolitik und also ihrem Wahlkampf entspricht.
Schlußfolgerung: Syrien soll den Kriegsbeginn auf März 2015 justieren, kann also jetzt erst mal richtig ausputzen. Aber es ist nicht ausgemacht, daß Obama die Wahl verliert. Wenn er gewinnt, geht es 2015 vielleicht gegen Venezuela oder so.
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Misston im Konzert des Kriegstrommeln!
22.1.2012 by kucaf.
Misston im Konzert der Kriegstrommeln!
Um Kriege gegen anderen Länder und Völker zu führen, wird immer wieder zur Lüge gegriffen, so auch im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Jugoslawien, aber auch anderen Kriegen der jüngeren Vergangenheit. Auf der Seite von Barth-Engelbart wird auf einen Beitrag des NDR vom 16.01.2012 aufmerksam gemacht. Welcher eine positive Ausnahme im ansonsten medialen Kriegsgetrommel darstellt. Wahrscheinlich auch ein Grund, dass dieser Beitrag nicht gerade zur besten Sendezeit gezeigt wurde. Aber nicht nur aus diesem Grund, sind ihm viele Zuschauer zumindest im Nachhinein zu wünschen. Besonders auch im Zusammenhang mit der Propaganda wie sie gegenwärtig gegen Syrien und Iran verbreitet wird.
Einer der letzten Sätze des Beitrages lautet sinngemäß, „es macht ihn misstrauisch in Nachhinein“, dabei sollte alles was mit Krieg, Kriegsvorbereitung, Waffenklappern jeglicher Art zu tun hat, von Vornherein Misstrauen wecken und Widerstand zeugen.
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Aufruf gegen einen Krieg gegen Iran und Syrien!
4.1.2012 by kucaf.
Dem Link folgend kann der Aufruf gezeichnet und damit unterstützt werden!
Aufruf gegen einen Krieg gegen Iran und Syrien!
„Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden!
Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens!“
So ist ein Aufruf gegen die aktuelle Kriegstreiberei gegen Iran und Syrien überschrieben, welchen ich nicht nur auf Grund der jüngsten Erfahrungen aus dem Krieg gegen Libyen unterstütze.
Im Folgenden der Text oben genannten Aufrufs:
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Signale auf Krieg, eine Zukunft für Krieger!?
27.11.2011 by kucaf.
Signale auf Krieg, eine Zukunft für Krieger!?
Auch hierzulande wird für Krieg geklappert, die Bundeswehr umgerüstet und Kriegsführung gerechtfertigt. Menschenleben zählen wenig, allein die zu vertretenden und zu verteidigen Interessen sind entscheidend. Und so wird der Mord an bis zu 142 Menschen in Afghanistan vor mehr als zwei Jahren, durch einen deutschen Offizier nicht bestraft, sondern gerechtfertigt bis glorifiziert! Historische Parallelen sind nicht nur erkennbar, sie zeugen auch vom gleichen Geist, welcher heute wie damals hinter Krieg und Völkermord steht.
In der Zeitschrift Ossietzky findet sich ein Aufsatz zum Thema.
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Den Opfern dieses Irrsinns mein Beileid!
19.11.2011 by kucaf.
Auch nur ein Akt der Verwertung?!
Wenn ich das Internet aufrufe, mein E-Mailprogramm öffne, erscheinen in der Regel irgendwelche Berichte, oder zumindest Verweise auf diese. Gelegentlich nehme ich den einen oder anderen Bericht zum Gegenstand einer Betrachtung. Heute fand ich wieder einen Beitrag, welcher mich eigentlich nicht interessiert, aber hervorragend in die mediale Affekthascherei passt. Und so wird über einen zivilisatorischen Schrothaufen berichte, welcher in Ergebnis des beständig tobenden Krieges auf den Autobahnen entstanden ist. Tote hat es gegeben und sehr viel Schrot, nur was soll mich solch Nachricht interessieren, wenn ich nicht selbst betroffen bin, also Bestandteil dieses Schrot werdenden Seins? Sicher wäre es dramatisch, würde ich mitten drin, oder auch am Rande, da dieses aber nicht der Fall ist, ist es nur eine Nachricht unter vielen, welche tagtäglich über uns kommen und mit Tod und Leid in dieser Welt konfrontieren. Pietätlos möge es sein, so mitleidslos über die Toten und Verletzten zu schreiben, rührseliges Bedauern sollte verkündet werden, nahe sollte so etwas einen gehen! Nur warum? Weil Menschen sterben? Das machen Sie woanders auch, manche sogar freiwillig, andere werden zu Tode gebombt, die Medien rechtfertigen so manchen Tod, wie jüngst in Libyen, als Nato-Truppen zehntausende Libyer in Freiheit und Demokratie bombten. Vom Leben wurden sie befreit, ohne dass sie es wollten! Nun wollten die durch Unfall getöteten sicher auch nicht sterben, trotzdem begaben sie sich in die Gefahr, dafür wird ihnen wesentlich mehr Aufmerksamkeit zuteil, als den durch Nato-Bomben zerfetzten Libyer, oder auch den Afghanen, welche nach wie vor dem Terror der Besatzer ausgesetzt sind. Ein Thema ist dieses für die Medien schon lange nicht mehr, höchstens ein unliebsames welches nach Möglichkeit umschifft wird. Die Toten auf Deutschlands Straßen taugen da schon eher, vor allem wenn sie gehäuft auftreten, in Folge einer Massenkarambolage, um des Volkes Seele zu rühren. Und wo Schatten ist, da ist immer auch Licht, das Geschäft mit Unfall und Tod blüht!
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Zehn Anmerkungen zum Krieg in Libyen unter Berücksichtigung imperialer Bestrebungen.
17.11.2011 by kucaf.
Zehn Anmerkungen zum Krieg in Libyen unter Berücksichtigung imperialer Bestrebungen.
Was hat der Krieg in Libyen mit der Eurozone zu tun?
Eine komplexe Betrachtung des Libyenkrieges und seiner Folgen findet sich auf der Seite von Barth-Engelbart. Dabei hat der Verlauf in jüngster Vergangenheit verschiedene Voraussagen im Text schon bestätigt.
Ein interessantes Zitat aus dem Text: „Arabischer Frühling : Ändern, damit sich nichts ändert, außer dort, wo dies in unserem eigenen Interesse ist (Libyen).“
Hier der komplette Text:
Der politische Analyst, Historiker und Zukunftsforscher, Prof. Dr. Luigi Ambrosi hat zahlreiche Bücher in Italien publiziert, schreibt für führende wissenschaftliche Periodika und lehrt(lehrte) an Universitäten in Rom, Mailand, Bolongna, Calabria ..
Prof. Dr. Luigi Ambrosi: 10 Geostrategische Anmerkungen zur Besetzung Libyens -
Luigi Ambrosi è dottore di ricerca in Storia contemporanea presso La Sapienza-Università di Roma. Si è laureato a Bologna, ha svolto un master in Storia, didattica e comunicazione a Milano e collabora all’attività didattica presso l’Università della Calabria. Ha pubblicato una monografia, La rivolta di Reggio. Storia di territori, violenza e populismo (Rubbettino, 2009, con Prefazione di Salvatore Lupo), e saggi su varie riviste scientifiche: «Giornale di storia contemporanea», «Storia e Futuro» e «Zapruder», della cui redazione fa parte. Ha partecipato a workshop e seminari di studio in Italia e in Francia. Si interessa di storia della conflittualità e dell’ordine pubblico, del rapporto tra politica e territorio, di identità locali e populismi.
Luigi Ambrosis folgenden Artikel hat Bernd Duschner ins Deutsche übersetzt und mich gebeten, ihn hier zu veröffentlichen:
Der nachfolgende Artikel von Luigi Ambrosi erschien bereits am 24.10.2011 in diversen italienischen Publikationen wie z. B. resistenze.org, hat jedoch nichts an Aktualität verloren. Die deutsche Übersetzung besorgte Bernd Duschner.
Mit der Hinrichtung Gaddafis und der Besetzung Libyens unter zu Hilfenahme der Marionettenregierung des Übergangsrates, endet zunächst eine weitere imperialistische Operation der Hauptmächte des früheren Kolonialismus.
Das gesamte Bündnis der westlichen Sieger im 2.Weltkrieg (USA, GB, Frankreich) findet sich wieder vereint, um sich die Ressourcen eines souveränen Staates einzuverleiben.
Einige geopolitische Anmerkungen sind dazu angebracht. Dabei verstehe ich unter Geopolitik die Analyse der internationalen Kräfteverhältnisse. Obwohl frühere historische Ereignisse (vom Wiener Kongress bis zur Konferenz von Yalta) es nahelegen sollten, geopolitischen Zusammenhängen besondere Aufmerksamkeit zu widmen, werden sie in den Analysen noch nicht angemessen berücksichtigt.
Erste Anmerkung: Die „Rückeroberung“ Libyens bedeutet einen Sieg der Nato und des westlichen Imperialismus auf internationaler Ebene.
Sie bekräftigt ihre politische und militärische Vormachtstellung auf dem Planeten. Sie ist eine Warnung an alle souveränen Staaten davor, sich den wirtschaftlichen und politischen Interessen der Länder der westlichen Allianz nicht entgegenzustellen. Trotz ihrer Wirtschaftskrise verfügen sie über ein militärisches Potential, das ihnen die Überlegenheit sichert. Iran, Venezuela, Bolivien und vor allem die BRICS Staaten sind gewarnt. Wir haben eine offen neokoloniale Operation der alten Kolonialmächte erlebt. Wir können sie als einen ersten Sieg der Nato im neuen Weltkrieg, dem Weltkrieg gegen die BRICS Staaten mit China an der Spitze, ansehen. Der Präsident der USA Barack Obama hat erklärt, der Tod Gaddafis bedeute, dass „wir jetzt in der ganzen Welt die Macht der amerikanischen Führung sehen“. Dazu hat er dieses Mal erreicht, dass zahlreiche europäische Staaten an dem Krieg teilgenommen haben.
Zweite Anmerkung: Die BRICS Staaten und ihr wachsender politischer (und wirtschaftlicher) Einfluss als Gegenpol zum westlichen Imperum und der Nato haben einen spürbaren Rückschlag erhalten.
Der Großteil der Länder der Welt dürfte von diese Machtprobe, der Vernichtung eines souveränen Staates, der Hinrichtung eines Staatsoberhauptes, der Zerstörung seiner Infrastruktur und der Beschlagnahme seiner Rohstoffe als Ergebnis eines acht Monate dauernden Krieges eingeschüchtert sein. Falls hinter der Entscheidung Russlands und Chinas nicht eine wohldurchdachte Strategie steckt, dürfte ihr Verzicht auf ihr Veto in der UNO ein schwerer Fehler gewesen sein. Die USA setzen ihrerseits seit Jahrzehnten bei Resolutionen über den Staat Palästina ihr Veto ein. Wir wollen nicht glauben, dass sich China allein mit den Erklärungen des US Vizepräsidenten über die Anerkennung der Souveränität Chinas über Taiwan und Tibet zufriedenstellen ließ. Mit Sicherheit braucht China Zeit und vermeidet Fallstricke, die zu einer offenen Konfrontation führen können. In Russland hat jetzt der Wahlkampf begonnen. Er dürfte zur Ablösung von Medwedew durch Putin führen. Medwedew hatte sich stärker mit dem Westen eingelassen. Tatsache bleibt, dass beide Mächte einen Rückschlag und spürbaren wirtschaftlichen Schaden erlitten haben (30.000 chinesische Arbeiter wurden aus Libyen evakuiert, große Verträge Russlands über militärische Lieferungen und die Ausbeutung von Öl- und Erdgaslagerstätten wurden annuliert usw).
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Wovon das libysche Volk befreit wurde!
16.11.2011 by kucaf.
Wovon das libysche Volk befreit wurde!
Nun scheint der Krieg in Libyen erst einmal ein Ende gefunden zu haben, jedenfalls wurde der Sieg verkündet und über kriegerische Handlungen ist in den Medien gegenwärtig nichts zu vernehmen. Dafür wird um so mehr für neue Kriege getrommelt, auf der Agenda stehen gegenwärtig Syrien und Iran, in Syrien läuft das Schema ähnlich wie in Libyen ab und im Iran wird wie gehabt das Atomprogramm des Landes zum Anlass genommen. Als der Kampf der NATO gegen das libysche Volk noch tobte, war an einen weiteren Krieg zwar schon gedacht worden, allein es waren noch Kräfte gebunden. Dafür wird nun umso intensiver die Kriegstrommel geschlagen.
Im Oktober fanden sich im Schweiz Magazin folgende Tatsachen zur „Befreiung“ des libyschen Volkes, ja von was wurde dieses Volk eigentlich befreit! Im Folgenden der Text aus dem Schweiz Magazin, auf welchen ich hier aufmerksam wurde:
Was der Diktator und Tyrann Gaddafi seinem Volk alles antat, wird jetzt täglich Stück für Stück bekannt. Hier eine Aufzählung seiner Grausamkeiten unter denen die Libyer 4 Jahrzehnte leiden mussten.
1. Es gab keine Stromrechnung in Libyen. Strom war kostenlos für alle Bürger.
2. Es gab keine Zinsen auf Kredite. Die staatlichen Banken vergaben Darlehen an alle Bürger zu null Prozent Zinsen per Gesetz.
3. Ein Heim/Zuhause zu haben galt als ein Menschenrecht in Libyen.
4. Alle Frischvermählten in Libyen erhielten 50.000 US-Dollar. Dieses Geld sollte den Menschen ermöglichen ihre erste Wohnung zu kaufen. Die Regierung wollte so zum Start einer Familie beitragen.
5. Bildung und medizinische Behandlungen waren frei in Libyen. Bevor Gaddafi an die Macht kam konnten nur 25 Prozent der Libyer lesen. Heute liegt die Zahl bei 83 Prozent.
6. Wollten Libyer in der Landwirtschaft Karriere machen, erhielten sie Ackerland, eine Bauernhaus, Geräte, Saatgut und Vieh als Schnellstart für ihre Farmen und das alles kostenlos.
7. Wenn Libyer keine Ausbildung oder medizinische Einrichtungen finden konnten die sie benötigten, hatten sie die Möglichkeit mit der Hilfe staatliche Gelder ins Ausland zu gehen. Sie bekamen 2.300 USD im Monat für Unterkunft und Auto gezahlt.
8. Wenn ein Libyer ein Auto kaufte, subventionierte die Regierung 50 Prozent des Preises.
9. Der Preis für Benzin in Libyen war 0,14 $ (12 Rappen oder ca. 0,10 Euro) pro Liter.
10. Wenn ein Libyer keine Arbeit bekam nach dem Studium, zahlte der Staat das durchschnittliche Gehalt des Berufs in dem er eine Arbeit suchte, bis eine fachlich adäquate Beschäftigung gefunden wurde.
11. Libyen hat keine Auslandsschulden und ihre Reserven in Höhe von 150.000.000.000 $ sind jetzt weltweit eingefroren und wohl für immer verloren.
12. Ein Teil jeden libyschen Öl-Verkaufs wurde direkt auf die Konten aller libyschen Bürger gutgeschrieben.
13. Mütter die ein Kind gebaren erhielten 5.000 US-Dollar.
14. 25 Prozent der Libyer haben einen Hochschulabschluss.
15. Gaddafi startete Das “Great-Man-Made-River-Projekt” (GMMRP oder GMMR, dt. Großer menschengemachter Fluss-Projekt) in Libyen Es ist das weltweit größte Trinkwasser-Pipeline-Projekt für eine bessere Wasserversorgung von Bevölkerung und Landwirtschaft.
Gott sei Dank haben Nato und Rebellen das libysche Volk davon befreit.
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Nun geht ein großes Gejammer …
15.11.2011 by kucaf.
Nun geht ein großes Gejammer durch die Medien, faschistische Banden morden, zumindest eine Bande scheint jetzt aufgeflogen zu sein. Und wem wundert es, wenn selbst Geheimdienste der BRD verstrickt sind, halten diese rechte Organisationen doch mittels V-Leute am Leben, bieten ihnen Schutz und Deckung. Das dann der eine oder andere Agent neben der Tat steht und diese geschehen lässt, verwundert wenig, sind doch die Identitäten der V-Leute zu schützen. Dabei werden eigentlich nur Traditionen gepflegt! Haben nicht gerade bundesdeutsche Geheimdienste ihre Wurzeln im faschistischem deutschen Reich? So gesehen handelt es sich dabei eigentlich nur um ein zurück an die Wurzeln und das mit tragisch, traditionellen Konsequenzen.
Beobachtet werden kann aber auch, dass die Medien etwas zu berichten haben, groß aufgeheult wird, um letztlich wieder zur Tagesordnung überzugehen, ohne die eigentliche Ursachen solcher Taten aufzudecken. Das Gründe durchaus benannt werden, steht zwar außer Frage, diese werden in der Regel aber den Persönlichkeitsmerkmalen der Täter zugeordnet, nicht den gesellschaftlichen Ursachen, welche solche Persönlichkeiten hervorbringen!
Ein Text, welcher die Vorgänge anders beleuchtet, findet sich auf der Seite von Barth Engelbart, interessant dabei auch die Aussagen zu Reaktionen von Politikern.
Nun ja, das große Stöhnen hat eingesetzt und alles soll unternommen werden um aufzuklären, vor allen die Zusammenhänge, Kommissionen werden gegründet, Fragen werden gestellt und Antworten gesucht. Wie konnte es sein, dass die Täter sich so lange verstecken konnten, in wieweit ist der Verfassungsschutz selbst verwickelt usw. usf. Und auf die Fragen wird es Antworten geben, Antworten, welche den Fragen folgen, für Aufregung sorgen werden, den Ursachen für die fortschreitende Entzivilisierung in der Gesellschaft aber nicht näher kommen werden.
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