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Mai 2012
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Archiv der Kategorie Krieg und Frieden

Demokratie oder Diktatur in Griechenland?

Demokratie oder Diktatur in Griechenland?

Nun ist die Ablenkung gelungen, europäischer Druck und Empörung fruchten und so wird in Griechenland von angekündigter Volksabstimmung über das „Rettungspaket“ zur offenen Diktatur umgeschaltet. Experten sollen eine Regierung stellen, Politiker nicht beteiligt und alles unter Dach und Fach bringen. Anschließend soll es Neuwahlen geben, dass kann schon im Dezember sein, ist zu lesen. Letzteres lässt auf einen sehr engen Zeitplan schließen, um das „Rettungspaket“ durchzudrücken! So ist es nun einmal, selbst die beschränkte bürgerliche Demokratie hat sich hier als unpraktisch erwiesen und so wird sie einfach zu den Akten gelegt. Hier geht es um Monopolinteressen, hier geht es um sehr viel Geld, da werden keine Spielchen mehr geduldet, das ist zu ernst und keine Zeit mehr sich in demokratisches Geplänkel zu ergeben. Der Jahresabschluss der Bankhäuser muss gemacht werden, Geld steht bereit und nun soll es gefälligst auch den Besitzer wechseln! Aber nicht nur dieses, auch der Schuldenschnitt wird erst mit der griechischen Zustimmung möglich, dass sind Verluste, welche es gilt zu Bilanzieren! Wie schon gesagt, Profanerweise geht das Jahr zu Ende und Verluste machen sich in Jahresabschlüssen nicht nur schlecht, zumindest schmälern sie die Gewinne und somit auch die Steuerschulden der Banken.  

Zwar hatten Banken angekündigt ihre Zusagen zum Schuldenschnitt zurück zu nehmen, wenn die Griechen abstimmen wollen, aber angesichts der Tatsachen in Griechenland kann eine solche Drohung nur ins Leere laufen. Banken verzichten auch nicht ohne Grund auf Forderungen, solange sie eine Möglichkeit sehen diese noch eintreiben zu können. Das Zugeständnis der Banken ist dem Umstand geschuldet, dass sie ohnehin auf einen großen Teil der Forderungen sitzen bleiben würden. Dabei ist den Banken sicher die halbe Miete lieber, als der ganze Verlust, vor allen wenn diese Miete von dritten gezahlt wird! Außerdem können die Banken ja auch noch an den mit dem „Rettungspaket“ verbundenen Sparprogrammen und Privatisierungen verdienen, ein saftiger Brocken also.

Und allein stellt sich die Situation so da, dass Griechenland von sich aus die andere Hälfte auch nicht bedienen könnte und aus diesem Grund wurde ein Rettungsprogramm der EU für die Banken geschmiedet. Dessen Annahme letztlich zwar ein Ausbluten des Landes bedeuten würde, was aber nicht hindert zum großen “Restefressen” zu blasen. Den Staatsbankrott kann Griechenland noch früh genug beantragen, wichtig ist, dass dieses nicht erfolgt, bevor der letzte verwertbare Tropfen “Blut” geflossen ist.

Das einzige Haar in der Suppe, die Griechen müssen zustimmen, zumindest die Regierung. Da der allgemeine Widerstand in Griechenland aber nicht zu brechen und von der Hand zu weisen ist, schon gar nicht zu ignorieren, hat der Premierminister kalte Füße bekommen und sich entschlossen ein Referendum zu initiieren. Sicher auch eine Möglichkeit den Widerstand zumindest in die Irre zu leiten.

Nun hat er aber die Rechnung ohne den eurokratischen Wirt gemacht, welcher auch Geld sehen möchte, wenn es schon da ist! Und bei Geld hört ja bekanntlich die Freundschaft auf, da werden keine demokratischen Spielchen mehr geduldet, vor allen wenn die Zeit drückt. Ein Referendum dauert viel zu lange und die Vergangenheit hat durchaus schon bewiesen, dass ein solches auch in die Hosen gehen kann, dass Volk anders entscheidet, als es in diesem Falle den Vorstellungen der Rettungspaketkonstrukteure entspricht. Schnell muss nun gehandelt werden, also wird zum altbekannten Mittel der Diktatur gegriffen, einer Diktatur der „Spezialisten“! Diese werden wahrscheinlich von den Banken selbst gestellt, oder zumindest ausgewählt. Die Zielvorgabe steht fest und nun muss gehandelt werden. Wie sich dagegen der Widerstand des Volkes verhalten wird, bleibt abzuwarten und es ist kaum davon auszugehen, dass das griechische Volk es so einfach zulässt den Hebel auf offenen Diktatur in ihrem Land umzulegen.

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Und das Bomben soll weitergehen!

Und das Bomben soll weitergehen!

Nun hat Libyen einen Übergangsrat welcher möchte, dass weiter Bomben aufs eigene Volk geworfen werden! Was bis jetzt ja Grund für die NATO-Bombardements auf libysche Städte war, nämlich der Schutz der Bevölkerung vor Luftangriffe libyscher Flugzeuge, als Gaddafi noch lebte. Zwar flogen libysche Flugzeuge schon lange nicht mehr, waren in den ersten Kriegstagen zerstört worden, aber das spielte keine Rolle. Irgendjemand musste dann auch die behaupteten Bomben auf die libysche Bevölkerung werfen und da es ansonst keiner machte, blieb der NATO nichts anderes übrig als es selbst zu tun. Dabei war zwar der Lynchmord an Gaddafi für die Aggressoren und deren führende Politiker ein Grund zum Jubeln, ein Grund um mit dem Bombenwerfen aufzuhören war es hingegen nicht!

Nun wurde zwar der Sieg verkündet, trotzdem soll die NATO … ihren Krieg gegen Libyen zumindest bis Jahresende fortsetzen. Das forderte der Chef des »Nationalen Übergangsrats« (NTC), Mustafa Abdel Dschalil, am Mittwoch in Doha bei einer Konferenz mit den Staaten, die sich daran militärisch beteiligen.“ Diese Aussage findet sich so in der Jungen Welt in einen Beitrag unter der Überschrift „Bitte weiterbomben“!

Was ist den nun mit dem verkündeten Sieg? War er Erstunken und Erlogen? Oder warum sollen weiter Bomben geschmissen werden und die Zahl der Toten erhöht? Sollen die NATO-Truppen jetzt etwa zwischen den einzelnen Bürgerkriegsparteien „schlichten“? Wie so etwas erfolgt und wie die NATO den Völkern Frieden bringt, konnte schon vor dem Krieg in Libyen, in Afghanistan, im Irak und anderswo erfahren werden. Nein, der Krieg in Libyen ist noch lange nicht zu Ende, ein Volk kämpft weiter um seine Freiheit und die Kriegsherren um die Beute. Dass in diesem Krieg nicht nur aus der Luft eingegriffen wurde, ist eigentlich schon länger bekannt, wie dem Artikel nun zu entnehmen, besteht die neue Qualität darin, dass es nicht einmal mehr geleugnet wird!  

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Medialer Kampf um die Rechtfertigung eines Krieges!

Medialer Kampf um die Rechtfertigung eines Krieges!

Nun finden sich in den Medien die verschiedensten Informationen zum Tod von Gaddafi und wie es in Libyen weitergehen soll. Dabei scheinen gerade die Meinungsmachemedien den Auftrag bekommen zu haben, mit Nachdruck ein Bild von Gaddafi zu vermitteln, welches taugt, den Krieg gegen das libysche Volk zu rechtfertigen. Dazu laufen auf vielen Kanälen Sendungen, welche sich mit dem Leben und Tod Gaddafis auseinandersetzen und das Bild eines in Elend und Arroganz gestorbenen Diktators zu vermitteln suchen. Nun egal, welches Bild auch gezeichnet wird und sicher hat dieser Mann auch Fehler gehabt und gemacht, kann dieses doch lange noch nicht den Mord an tausenden Libyern rechtfertigen! Doch wird es versucht und leider so manchen fruchtbaren Boden erreichen. Überhaupt hat der Anteil der Meinungsmachemedien an diesem Krieg neue Dimensionen erreicht, und mehr als bei allen anderen Kriegen der jüngeren Vergangenheit war dieser Einfluss zu erkennen. Von Beginn der Auseinandersetzungen an, wurde alles getan, um diesen Krieg in einem rechten Licht erscheinen zu lassen, wobei es eigentlich nie eine andere Forderung gegeben hat, als die der Absetzung Gaddafis. Das allein zeigt eigentlich, auf welch wackligen Füßen dieser Krieg gestanden hat. Dennoch ist es mittels medialen Trommelfeuers gelungen, die Völker weitestgehend für diesen Krieg zu vereinnahmen, zumindest ruhig zu halten. Es ist den Meinungsmachemedien gelungen, von den eigentlichen Ursachen des Krieges abzulenken und einen Einzeltäter als Ziel zu präsentieren. Nur, zeugt ein solcher Erfolg nicht von Einfältigkeit als Massenerscheinung? Sind die Menschen in den Hauptländern des Kapitals überwiegend wirklich so naiv zu glauben, was die Meinungsmachemedien ihnen servieren, ohne es nur in einem Anflug von Zweifel zu hinterfragen? Sollte der Herdentrieb des Individualismus schon soweit ausgeprägt sein, dass die Menschen vermeinen, ein einzelner könne die Welt regieren, oder zumindest ein Land? Sicher spielen Persönlichkeiten eine Rolle in der Geschichte, nur entscheidend für ihr Wirken, für ihre Erfolge, sind ihre Fähigkeiten, das unter den mannigfachen gesellschaftlichen Bedingungen  Entscheidende, das objektiv Gesetzmäßige, zu verstehen und die Massen für dessen Lösung zu befähigen und zu führen.

Aber nicht nur das dieses von den Medien gern negiert wird. Es wird Wasser auf die Mühle der Macht individualistischer Egozentrik gegossen, welche zwar innerhalb kapitalistischen Seins gern hochgehalten und mittels Elitetheorie sogar begründet wird. Wenn es aber den eigenen Interessen widerspricht, simuliert es gern, dem mit Volkes Macht entgegenzutreten, mit einer Macht also, welche man dem eigenen Volk gern abspricht! Allein die Ursachen der sich zuspitzenden Widersprüche innerhalb kapitalistischen Seins ist besagte Egozentrik aber nicht, sondern eine Folge objektiver Gesetzmäßigkeiten, welche im System des Kapitals wirken!

Wie dem auch ist, die Menschen in den NATO-Staaten waren in ihrer Mehrheit untätig, was die Untat der NATO und ihrer Schergen stützte und deckte. Keine bedeutende politische Kraft in der BRD hat klare Position gegen den Krieg in Libyen bezogen, maximal wurde die Verhältnismäßigkeit der Mittel angesprochen, das Ziel der Operation aber nicht in Frage gestellt!   

So wie die Propaganda für diesen Krieg aufgebaut ist, war der Tod Gaddafis das einzige Ziel dieses Krieges. Der Tod zehntausender Libyer wird geflissentlich unterschlagen, oder als Kollateralschaden betrachtet. Freiheit hat eben ihren Preis, jedenfalls die bürgerliche Freiheit geht dabei durchaus über Berge von Leichen. Bürgerlich sei da im klassischen Sinne und nicht im allgemein gebräuchlich verklärten gemeint und am Besitzstand orientiert. Bürger ist nach wie vor mit Besitzstand verbunden, auch wenn diese Bezeichnung heute einem jeden Menschen gern auf die Stirn gepresst wird. Seinen Anfang nahm eine solche Vorgehensweise mit der französischen Revolution, wo selbst in der Anrede der „Bürger“ vorangestellt wurde. Dabei ist ein Blick in die tägliche politische Praxis ausreichend, um zu erkennen, wer eigentlich die Bürger sind und wer nicht. Zwar werden Bürgerrechte immer wieder verkündet und sich auch auf diese berufen, allein gelten sie nur für eine bestimmte Gruppe Menschen und sind selbst im kleinsten Umfang vom Besitzstand (in einfacher Form vom Geld) abhängig. Sie haben nur bestimmten Interessen zu dienen, vorrangig jenen des Kapitals. So spielt es auch keine Rolle, wenn ein Politiker gejagt wird, dass die Wahl der Mittel genauso sekundär ist, wie die Verhältnismäßigkeit ihrer Anwendung. Dabei haben jene Kreise, welche den Krieg gegen Libyen angezettelt und geführt haben, ja noch führen, allgemein nicht einmal etwas gegen Despoten, Diktatoren und was es noch so gibt. Sie haben auch nichts gegen Gottesstaaten wie zum Beispiel Israel und Saudi-Arabien oder andere Staaten, welche gelegentlich in der Kritik stehen, wenn sie nur den „bürgerlichen“ Interessen dienen.

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Wie widersprüchlich Meldungen doch sein können, …

Wie widersprüchlich Meldungen doch sein können, im Zusammenhang mit den vermutlichen Tod Gaddafis, wobei selbst über die Art und Weise des Todes spekuliert und ein Bild gezeigt wird, welches nicht gerade Schussverletzungen an den Beinen zeigt, wird auch die Verhaftung seines Sohnes Mutassim Gaddafi verkündet. Dabei wurde vom Tod des Letzteren erst vor einigen Tagen berichtet. Aber nicht nur in diesem Zusammenhang ist es Fraglich was wirklich in Libyen los ist. Es werden seit Beginn des Krieges Erfolge verkündet, welche sehr oft korrigiert werden mussten, dabei gab es vor der Einnahme von Tripolis durchaus noch eine unabhängige Berichterstattung. Ob nun Sirte eingenommen wurde, kann schon sein, vertrauen verdienen die Meinungsmachemedien hingegen nicht mehr. Sie haben sich in diesem Krieg letztlich entzaubert. Das diese Stadt eingenommen wurde ist wahrscheinlich, den massiven wochenlangen Druck der NATO und ihrer Hilfstruppen, dazu abgeschnitten von der Außenwelt, die Infrastruktur zerstört und tausende getötet, kann nicht ewig standgehalten werden. Der Krieg wird deswegen aber noch lange nicht zu Ende sein, nicht nur das es durchaus noch Widerstand gibt, er wird sich neu formieren, der NATO und ihren Helfershelfern weniger Angriffsfläche bieten.

Dabei geriet die NATO durchaus in Erklärungsnöte, nach Verkündung dieses Sieges ist nach vorhergehenden Verlautbarungen das Land befreit. Wie soll nun der Einsatz von NATO-Truppen gerechtfertigt werden? Andererseits und um auf den obig verlinkten Beitrag zurückzukommen, wie stellt sich das Kräfteverhältnis wirklich in Libyen da? Ist es so, wie hier zu lesen, dass der libysche Widerstand die Schwäche der „Rebellen“ genutzt hat um sich geordnet zurückzuziehen und neue Position zu beziehen? Im Beitrag finden sich weiter interessante Punkte, die es wert sind darüber nachzudenken.

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Was der Staatstrojaner so alles kann …

Was der Staatstrojaner so alles kann ist in 3 ½ Minuten hier zu erfahren. Nicht uninteressant die Möglichkeiten aber auch die Lücken. Ist schon ein gefährliches Spiel, nur wird es schon einen Grund haben, warum dem eigenen Volk dermaßen misstraut wird, um solche Möglichkeiten der Überwachung zu erschließen und auszuführen. Die Angst ist Groß, könnte das eigene Volk doch auf den Gedanken kommen, dass nicht nur hierzulande einiges im Argen liegt und sich auf die Suche nach eigenen praktikablen Lösungen für die Probleme unserer Zeit begeben. Da möchte Staat doch zumindest rechtzeitig informiert sein, um entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Der Bundestrojaner ist ein Mittel dazu, nur wird dieses Mittel durch diverse Sicherheitslücken zum Teil negiert. Trotzdem, die Gefahr für den Bürger bleibt. Solche Mittel im Gebrauch, generieren letztlich immer auch den Missbrauch, wobei in diesem Fall fraglich was gefährlicher ist. Über eines besteht hingegen Sicherheit, wenn Möglichkeiten geschaffen werden, so nur aus einem Grund, diese auch zu nutzen!

Mutassim Gaddafis Rede an die Welt.

Mutassim Gaddafis Rede an die Welt.

Nun ist es nicht neu im Krieg gegen das libysche Volk das die Meinungsmachemedien den Tod eines Sohnes Gaddafis verkünden. Und es ist auch nicht neu, dass sich der Todgesagte zeigt oder zumindest zu Wort meldet. Durch ein E-Mail wurde ich auf einen Beitrag mit der Überschrift: „Libyen: Mutassim Gaddafis Rede an die Welt. Aufruf zur globalen Revolution!“ aufmerksam und da diese Rede wohl kaum nennenswerte Beachtung in den Meinungsmachemedien finden wird, sei hier darauf verwiesen. Auch mit dem Ansinnen, dass sie dadurch gebührende Verbreitung findet.  

In diesem Zusammenhang sollte auch beachtet werden, dass dieser Krieg den Libyern bis jetzt über 60000 Tote gekostet hat, in der Mehrzahl alles Menschen, welche angeblich geschützt werden sollten. In Libyen wird ein Krieg geführt, welcher sich einreiht in eine Reihe weiterer Kriege auf drei Kontinenten. Dabei dauert die Eroberung dieses Landes nach wie vor an und wie oft wurden in diesem Krieg schon Siege verkündet, welche anschließend widerrufen werden mussten? Das libysche Volk weiß worum es kämpft, heute sind es nicht mehr nur die verloren gegangenen Errungenschaften, sonder es geht schlichtweg ums Überleben, wenn berücksichtigt wird, mit welcher Brutalität die NATO geführten Truppen gegen die Bevölkerung vorgehen. (Hier findet sich ein Fotovergleich von einer zerstörten Stadt während des Vietnamkrieges der USA und eines Straßenzuges in der libyschen Stadt Sirte.)

Dabei geht es nicht nur um Libyen, es geht um alle Menschen, es geht um unsere Welt, es geht um einen Krieg, welcher gegenwärtig in vielen Ländern geführt und beständig ausgeweitet wird. Es geht um einen neuen Weltkrieg, welcher in seiner Art und Weise und Ausdehnung der Produktivkraftentwicklung unserer Zeit entspricht. Die allgemeine Krise des Kapitals führt dazu, dass in einem immer größeren Umfang Produktivkräfte in Destruktivkräfte verwandelt werden und ihre verheerende Wirkung entfalten. Von den gegenwärtigen Kriegen sind alle Menschen auf diesen Planten betroffen, egal wie weit sie von den jeweiligen Kriegsschauplätzen entfernt leben. Dabei hat die Vergangenheit ausreichend bewiesen, dass Kriege auch immer an ihren Ausgangsort zurückkehren.

Hier der Text der Rede Mutassim Gaddafis:

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Gedanken zu einem Bild!

In der Jungen Welt-Ausgabe vom 18.10.11 findet sich ein Beitrag zum Besuch des Bundespräsidenten in Afghanistan, welcher interessant zu lesen ist! Interessant ist aber auch das Bild, welches Soldaten gerüstet und in Feierlaune den Bundespräsidenten flankierend zeigt. Zu diesem Bild sind mir folgende Gedanken gekommen:

 

Gedanken zu einem Bild!

 

Schlecht rasiert und fern der Heimat,

ein Lächeln auf den Lippen,

den Bundespräsidenten flankierend,

wie schön kann Krieg doch sein!

Die Bilanz ist gut,

zwar gab es den einen oder anderen Toten,

in den eignen Reihen,

doch ist die Zahl der toten Feinde größer anzusetzen!

Die Bilanz gar positiv?

Und wie viel schöner könnte Krieg noch sein,

wenn es an der Heimatfront stimmen würde?

Wenn Unterstützung des eigenen Volkes gewiss!

Dem ist nicht so!

Doch trotzdem,

der Tag ist schön,

das ist zu sehen,

waffenstarrend,

mit einen Lächeln auf den Lippen,

ein Fähnchen auf Waffe und Montur,

Mann ist locker und nicht ernst!

Der Feind,

der Böse ist da fern,

auch wenn er ist im eignen Lande,

auf dem Bild lächeln die fremden Herrn,

mit kugelsicherer Weste und Sonnenblende!

 

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Was ist in der arabischen Welt los?

Was ist in der arabischen Welt los?

Zur Lage in Nordafrika und auf der arabischen Halbinsel, ein interessanter und lesenswerter Bericht dazu findet sich auf der Seite Kritische Massen. Die arabische Welt befindet sich im Wandel, aber nicht nur diese! Widersprüche spitzen sich zu und streben einer Lösung entgegen, das dabei die verschiedensten Kulturen aufeinander prallen verwundert nicht, da gerade die westliche Kultur bestrebt ist allen andern Kulturkreisen ihre Vorstellungen aufzupfropfen. Das dahinter reale wirtschaftliche Interessen stehen soll vergessen werden, im Spiel der ehernen Werte! So gesehen bewegt sich nicht nur in der arabischen Welt etwas, sondern überall, auch wenn die meisten Menschen in der westlichen Welt diese nicht wahrnehmen, da die Massenmedien ihr übriges tun um von den eigentlichen Problemen abzulenken.

Merkel rief Mahmoud Abbas an!

Folgende zwei Meldungen erhielt ich eben per E-Mail:

Merkel fragt nach dem palästinensischen Verständnis zur Quartett-Erklärung

Präsident Mahmoud Abbas erhielt am Montag einen Anruf der deutschen Kanzlerin, in welchem sie nach dem Verständnis der Autonomieregierung in Bezug auf die Erklärung des Nahost-Quartetts fragte.

Abbas unterrichtete sie, dass die palästinensische Regierung diese Erklärung bespricht und betonte, dass das Verständnis der Erklärung ein vollständiges Ende aller Siedlungsvorhaben und die Errichtung eines palästinensischen Staates in den Grenzen von 1967 voraussetzt.

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Palästina drängt Deutschland, die Mitgliedschaft in der UNO zu unterstützen

Die Palästinenser drängten Deutschland am Montag, den Antrag Palästinas auf Vollmitgliedschaft bei der UNO zu unterstützen. Andernfalls würde sich Deutschland mit den Feinden des palästinensischen Volkes auf eine Stufe stellen.

Eine Gruppe Aktivisten der Palästinensischen Volkspartei trafen sich vor der Deutschen Vertretung in Ramallah, um ihrer verbalen Forderung Nachdruck zu verleihen. „Die aktuelle Position Deutschlands, gegen eine Mitgliedschaft Palästinas in der UNO, sei eine Nötigung“, so der Sprecher der PPP, Khaled Mansour.

Er sagte weiter, dass Deutschland sich entschieden hat, mit den USA und Israel zu gehen, den Feinden des palästinensischen Volkes. „Wir bitten Deutschland diese Position zu ändern und für den Antrag Palästinas in der UNO zu stimmen!“

Die Demonstranten zeigten Schriftzüge, die Sarkozy, Obama und Merkel als Feinde des palästinensischen Volkes und als Freunde und Verbündete Israels brandmarkten.

Mansour sagte, dass im Falle einer Ablehnung des Antrages durch Deutschland, die Eröffnung eines geplanten Deutschen Büros in Ramallah am 3.10.2011 – der Zeitpunkt soll die Wiedervereinigung Deutschlands markieren – boykottieren.

„So wie Deutschland den Fall der Mauer feiert, entscheidet es sich Israel zu unterstützen, ein Land, welches gerade eine Mauer errichtet – schlimmer als es die Berliner Mauer war.“

“Unser Volk und unsere staatlichen Organe sollten diese Feierlichkeiten ignorieren, damit Deutschland verstehen lernt, dass es seine eigenen Interessen in der gesamten Region schädigt!” – so Mansour im Interview.

Eine Ergänzung zum Thema palästinensischer Staat und UNO

Eine Ergänzung zum Thema palästinensischer Staat und UNO, aus einem E-Mail was ich eben erhalten habe:

Palästinas Erfolg bei den Vereinten Nationen

Jihad el-Khazen

Freitag, der 23. September 2011 war wirklich der wichtigste Tag in der Geschichte der UNO. An diesem Tag proklamierte die Mehrheit der Welt ihre Zustimmung für das Volk Palästinas. Für die volle Mitgliedschaft eines unabhängigen Staates Palästinas in den Vereinten Nationen.

Israel wird mit Sicherheit gegen die Entscheidung der Mehrheit ankämpfen, während die Vereinigten Staaten sie wirkungslos machen möchte. Aber keiner der Beiden wird den unausweichlichen Erfolg heute oder später verhindern können.

Ich habe seit 33 Jahren jede UN-Vollversammlung verfolgt und deswegen weiß ich worüber ich spreche. Niemals hörte ich solchen Applaus, der so lange dauerte und lauter als gewöhnlich war als die Rede von Präsident Mahmoud Abbas endete und der Antrag formal übergeben war. Niemals habe ich solche stehenden Ovationen erlebt, die Rufe der Begeisterung, als ob Palästina das Land jedes Einzelnen sei.

Sie applaudierten und intonierten Sprechchöre bei der Rede Yassir Arafats bei seiner Rede vor der Vollversammlung 1974, als er sagte: „Lasst niemals zu, dass der Olivenzweig aus meiner Hand fällt!“ Und so taten sie es auch als der Satz über das Ziel des palästinensischen Volkes fiel, von der Errichtung eines unabhängigen Staates Palästina mit der Hauptstadt Jerusalem und auf den Territorien, die im Juni 1967 von Israel erobert und besetzt wurden.

Sie applaudierten als er sagte, dass unser Volk seinen friedlichen Widerstand gegen die israelische Besatzung weiterführen wird.

Sie applaudierten als er von der unabänderlichen Existenz unseres Volkes im Mittleren Osten sprach und von dem Staat, der schnellstmöglich gegründet werden muss.

Sie applaudierten und jubelten als er über den arabischen Frühling sprach und sagte: „Jetzt ist es Zeit für einen palästinensischen Frühling, Zeit für die Unabhängigkeit!“

Sie applaudierten lang anhaltend, riefen Losungen und sprangen auf als Präsident Abbas Mahmoud Darwish zitierte, der einmal sagte: „Hier bleiben, immer hier, ewig hier und wir haben ein Ziel, eines, nur eines: Zu sein!

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