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März 2010
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Archiv der Kategorie Gedichte

Es brennt II.

Es brennt II.

 

Es brennt, so innerlich Zerrissen,

um selbst sich treu zu bleiben!

Es brennt, das Nein so im Verstand,

Entfremdung zu entrinnen!

Es brennt, der Zwang, der auferlegt,

um letztlich ausgebrannt zu sein!

Es brennt, so ausgebrannt,

sich selbst nicht zu gebrauchen!

 

Feuer

Es brennt!

Es brennt,

ja es brennt,

nicht das Haus

und auch nicht der Wald,

oder sonst noch irgend etwas,

was Feuer fangen kann und brennen,

nein,

es brennt in mir!

Es brennt der Zweifel,

an der Tat,

welche ich vollbringen soll,

aber nicht will!

Es brennt!

es brennt der innere Widerstand,

welcher sich sträubt gegen auferlegte Zwänge!

Es brennt, es brennt das Verlangen auszubrechen

und sich nicht zu fügen!

Es brennt,

es brennt, das Bedürfnis zu leben

und nicht zu hoffen und zu folgen.

Es brennt, … ich lebe!

 

Ein Gedicht von Erich Weinert, …

Ein Gedicht von Erich Weinert, welches an Aktualität nicht verloren hat.

 

LICHT IN DIE KÖPFE!

 

In der Straßenbahn, in der Mittagspause,

abends im Bette, sonntags zu Hause

nimmst du dir einen Schmöker zur Hand.

Den frißt du, wie du ein Gulasch frißt,

Und fragst nicht, wes Geistes Kind er ist:

Hauptsache: Er spannt!

 

Und wenn du deinen Roman gefressen,

dann hast du auf einmal alles vergessen,

die trockne Stulle, das kalte Ofenrohr.

Dann kommst du dir wie besoffen vor!

 

Du träumst dich in eine andere Welt

hinüber,

und freust dich, daß du dein Elend vergißt,

weil es doch mal eine Ablenkung ist!

Aber das ist ja der Zweck der Übung,

mein Lieber!

Die wickeln dich ein mit phantastischem

Zwirn

und träufeln dir Opium in das Gehirn.

 

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Jahre sind vergangen!

Jahre sind vergangen!

 

Jahre sind vergangen,

Zwanzig Jahre ist es her,

Als so viele sind gegangen,

Den Illusionen hinterher!

 

Illusionen ohne Erfahrung,

Blindes Vertrauen hoffnungsschwer,

Eine neue Welt zerrissen,

Kam die alte wieder her.

 

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Deutsche Einheit!

Deutsche Einheit!

 

Die deutsche Einheit ist Geschichte,

Vollendet ist sie längst noch nicht,

Auch nicht der Tatbestand ist ein Problem,

Der ist durchaus berechtigt!

Die Art und Weise, wie geschehen,

Man kritisch heute betrachtet!

 

Die Art und Weise, wie geschehen,

Sie lässt sogar vermuten,

War sie gewollt, die Einheit, so,

Um Spaltung zu gestalten?

Was hier geschehen und geschieht,

Wurde Unterschied erhalten!

 

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Dritter Oktober in Quedlinburg!

Dritter Oktober in Quedlinburg!

 

Der dritte Oktober,

Was für ein Tag,

An welchem schien die Sonne,

Auch jagte Wind gelegentlich,

So manche Wolke mit Wonne!

 

Der dritte Oktober,

In diesem Jahr,

Heute kann man sich erinnern,

Ein Markt war da, mit trallala,

Versprach triviale Wonnen!

 

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Tag der deutschen Einfalt!

Tag der deutschen Einfalt!

 

Ja es wird gefeiert und getrauert auch,

Es wird frohlockt, es wird gebockt,

Es wird gepriesen und erinnert,

Es wird gelobt und auch verrissen,

Wie verrissen und gelobt!

 

Die Einheit wird gepriesen,

Nicht von jedem der sie gewollt,

Längst bereut die eigne Tat,

So mancher schon gestehend!

Gesucht wird auch der gute Rat.

Doch wird man ihn verstehen?

 

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Der Zweifel

Der Zweifel

 

Der Zweifel,

Ist die Kraft die treibt,

Erkenntnis soll er bringen,

Nicht Friede, Freude, Eierkuchen,

Nein,

Nach einem Sinn, in jeder Tat,

Da sollt man suchen,

Wie auch streben!

Verstehen, so das Leben!

 

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Fremde Truppen

Nun ist zu lesen, in einer Zeitung, im Internet, dass Soldaten mit ihrem Fahrzeug in einen Wassergraben gerutscht sind und ertranken.

Auch Barbarossa (Friedrich I.) ist auf einem Kreuzzug (1190) ersoffen! Die Tradition lebt weiter und Kriege bringen nur Tod und Leid!

 

Fremde Truppen

 

Martialisch sind sie Anzuschauen,

Ihre Aufgabe?

Zu verbreiten das Grauen!

An Orten, wo sie nicht hingehören,

Sie schaffen keinen Frieden,

Ihr Sinn ist Zerstören!

 

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Unangepasst

Unangepasst

 

Gelegentlich gibt’s Menschen,

welche nicht in der Lage sind Geld zu verdienen

und das nur,

weil sie nicht in der Lage sind zu Dienen!

Sie sind nicht Diener eines Herrn

und auch nicht derer Viele,

sie können nicht folgen, fremdbestimmt,

so wird der Lohn für ihre Tat,

sie so auch nicht ereilen.

Sie stehen herum,

mit ihrer Tat

und lassen sich nicht beugen,

der Lohn dafür ist meistens hart

und oft gibt’s keine Zeugen.

Doch lenken sie ihr Schicksal selbst,

sie lassen sich nicht treiben,

so bringen sie Kraft in diese Welt,

um Neues einst zu zeugen.

So gegen Strom

und Windgebraus,

gegerbt von manchem Wetter,

wieder stehen sie manch Gezeter.

Der Zwang der Ihnen angetan,

verpufft oft ist die Wirkung,

die Stärke kommt vom Widerstand

und auch so manche Härte.