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Archiv der Kategorie Gedichte

Konsequenzen

Konsequenzen

 

Was soll ich tun?

Soll wieder Ruhen,

Vermeidend Konsequenzen?

Die ohne hin nicht zu vermeiden,

sind!?

Oder streben, Sinn gegeben,

Leben mit den Konsequenzen?

Dabei der Sinn,

allein gegeben,

egal welch Regung auch erzeugt,

mit Konsequenzen muss man leben,

da einmal sie gezeugt,

nicht auf sich warten lassen!

Zwiespalt.

Zwiespalt.

 

Nachgedacht und aufgewacht,

Ich weiß nicht was ich wirklich mach,

Oder machen sollte!

Das gewollte, oder das gezollte?

 

Den Zoll den man entrichten muss,

Wenn sein soll das gewollte!

Doch ist gewollt, es wirklich nicht,

Den Umständen gezollt,

Weil man doch leben wollt!?

 

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Es brennt II.

Es brennt II.

 

Es brennt, so innerlich Zerrissen,

um selbst sich treu zu bleiben!

Es brennt, das Nein so im Verstand,

Entfremdung zu entrinnen!

Es brennt, der Zwang, der auferlegt,

um letztlich ausgebrannt zu sein!

Es brennt, so ausgebrannt,

sich selbst nicht zu gebrauchen!

 

Feuer

Es brennt!

Es brennt,

ja es brennt,

nicht das Haus

und auch nicht der Wald,

oder sonst noch irgend etwas,

was Feuer fangen kann und brennen,

nein,

es brennt in mir!

Es brennt der Zweifel,

an der Tat,

welche ich vollbringen soll,

aber nicht will!

Es brennt!

es brennt der innere Widerstand,

welcher sich sträubt gegen auferlegte Zwänge!

Es brennt, es brennt das Verlangen auszubrechen

und sich nicht zu fügen!

Es brennt,

es brennt, das Bedürfnis zu leben

und nicht zu hoffen und zu folgen.

Es brennt, … ich lebe!

 

Ein Gedicht von Erich Weinert, …

Ein Gedicht von Erich Weinert, welches an Aktualität nicht verloren hat.

 

LICHT IN DIE KÖPFE!

 

In der Straßenbahn, in der Mittagspause,

abends im Bette, sonntags zu Hause

nimmst du dir einen Schmöker zur Hand.

Den frißt du, wie du ein Gulasch frißt,

Und fragst nicht, wes Geistes Kind er ist:

Hauptsache: Er spannt!

 

Und wenn du deinen Roman gefressen,

dann hast du auf einmal alles vergessen,

die trockne Stulle, das kalte Ofenrohr.

Dann kommst du dir wie besoffen vor!

 

Du träumst dich in eine andere Welt

hinüber,

und freust dich, daß du dein Elend vergißt,

weil es doch mal eine Ablenkung ist!

Aber das ist ja der Zweck der Übung,

mein Lieber!

Die wickeln dich ein mit phantastischem

Zwirn

und träufeln dir Opium in das Gehirn.

 

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Jahre sind vergangen!

Jahre sind vergangen!

 

Jahre sind vergangen,

Zwanzig Jahre ist es her,

Als so viele sind gegangen,

Den Illusionen hinterher!

 

Illusionen ohne Erfahrung,

Blindes Vertrauen hoffnungsschwer,

Eine neue Welt zerrissen,

Kam die alte wieder her.

 

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Deutsche Einheit!

Deutsche Einheit!

 

Die deutsche Einheit ist Geschichte,

Vollendet ist sie längst noch nicht,

Auch nicht der Tatbestand ist ein Problem,

Der ist durchaus berechtigt!

Die Art und Weise, wie geschehen,

Man kritisch heute betrachtet!

 

Die Art und Weise, wie geschehen,

Sie lässt sogar vermuten,

War sie gewollt, die Einheit, so,

Um Spaltung zu gestalten?

Was hier geschehen und geschieht,

Wurde Unterschied erhalten!

 

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Dritter Oktober in Quedlinburg!

Dritter Oktober in Quedlinburg!

 

Der dritte Oktober,

Was für ein Tag,

An welchem schien die Sonne,

Auch jagte Wind gelegentlich,

So manche Wolke mit Wonne!

 

Der dritte Oktober,

In diesem Jahr,

Heute kann man sich erinnern,

Ein Markt war da, mit trallala,

Versprach triviale Wonnen!

 

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Tag der deutschen Einfalt!

Tag der deutschen Einfalt!

 

Ja es wird gefeiert und getrauert auch,

Es wird frohlockt, es wird gebockt,

Es wird gepriesen und erinnert,

Es wird gelobt und auch verrissen,

Wie verrissen und gelobt!

 

Die Einheit wird gepriesen,

Nicht von jedem der sie gewollt,

Längst bereut die eigne Tat,

So mancher schon gestehend!

Gesucht wird auch der gute Rat.

Doch wird man ihn verstehen?

 

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Der Zweifel

Der Zweifel

 

Der Zweifel,

Ist die Kraft die treibt,

Erkenntnis soll er bringen,

Nicht Friede, Freude, Eierkuchen,

Nein,

Nach einem Sinn, in jeder Tat,

Da sollt man suchen,

Wie auch streben!

Verstehen, so das Leben!

 

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