Archive for the ‘Leserbrief’ Category

So möge nun mancher Einzelfall eine Regel bestätigen, allein die Regel ist er nicht!

Friday, March 1st, 2013

So möge nun mancher Einzelfall eine Regel bestätigen, allein die Regel ist er nicht!

Unter der Überschrift „Zivilcourage zeigen“ findet sich in der MZ (27.02.2013, Seite 9, Quedlinburger Harz Bote) ein Leserbrief, welcher das Schreiben von Kommentaren unter Pseudonym, also mittels Tarn- oder Decknahmen, kritisiert. Die Frage warum Menschen sich entschließen nicht mit ihrem Klarnamen zu zeichnen, wird hingegen nicht gestellt. Eher unterstellt, dass sie so ohne Form und Tadel unrealistisch argumentieren und diskutieren. Doch einmal davon abgesehen, dass es im Internet durchaus üblich ist, nicht Vordergründig mit Klarnahmen zu agieren, sondern sich zum Teil hinter Decknahmen zu verbergen, ist eine absolute Anonymität im Netz ohnehin nicht gegeben. Wer auch immer agiert, hinterlässt Spuren, Spuren, welche nachzuvollziehen sind.

Im Leserbrief heißt es unter anderem: „das führt in Einzelfällen dazu, wie sich auch in der aktuellen Debatte zur Eingemeindung der drei nun wieder selbstständigen Orte zeigt, dass aus dem Schutz der Anonymität heraus Emotionen hemmungslos geschürt und jegliche Grundsätze eines sachlichen und fairen Umgangs miteinander über Bord geworfen werden.“ So möge nun mancher Einzelfall eine Regel bestätigen, allein die Regel ist er nicht! Letztendlich liegt es an den Beteiligten, wie sie miteinander umgehen, ob nun Anonym oder mit Klarnamen, in diesem Zusammenhang gibt es kaum einen Unterschied zum nicht virtuellem Leben. Dabei treibt die erwähnte Debatte ohnehin die verschiedensten Blüten und das nicht nur im Netz, es werden Ängste selbst von so genannter öffentlicher Seite geschürt. Dass also mit Emotionen, im erwähnten Zusammenhang der allgemeinen Auseinandersetzung mit dem Thema, gespart wird, kann nun ernsthaft keiner behaupten.

Andererseits sind Aussagen und Kommentare zu den Beiträgen durchaus etwas positives, beleben die Diskussion und zeigen die Meinungsvielfalt, entsprechend der verschiedensten Interessen, welche es zu den Themen gibt. In diesem Zusammenhang begrüße ich es, dass die MZ die Möglichkeiten zum Kommentieren von Artikeln vereinfacht und damit verbessert hat.

Letztlich sollte sich aber auch niemand der Frage verschließen, warum Menschen Pseudonyme nutzen, um ihre Meinung niederzuschreiben. Unter Umständen entspricht es einfach nur einer Geflogenheit der Internetkommunikation, wobei auch diese ihre Ursachen hat. Und es ist auch nicht immer einfach mit der Zivilcourage, denn wer kann behaupten, dass diese ohne Konsequenzen sei? Selbes trifft für die oft bemühte Meinungsfreiheit zu, auch diese Freiheit hat ihren Preis und ist nicht ohne Folgen zu haben, wobei letztlich Freiheit nur in der Tat, sich den Konsequenzen bewusst, besteht!

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Streiken ja, aber bitte ohne Folgen!

Wednesday, March 21st, 2012

Leserbrief zum Beitrag „Juristen wollen Hürden für Streiks“ MZ 20.03.2012:

Streiken ja, wehtun darf es aber nicht! Wenn schon gestreikt wird, dann gefälligst so, dass es ohne Folgen für die Wirtschaft ist. So die Intention einiger Juristen, welche das Streikrecht erheblich einschränken möchten und dieses vor allen mit „Streikfolgen“ für die „Allgemeinheit“ begründet. Dabei nicht zu vergessen, dass in erster Linie die Interessen der Wirtschaft zu waren sind. Streiken ja, aber Folgenlos, am Besten in der Freizeit, mit bemalten Plakaten im Stadtpark z.B., die Wege nicht verlassend und im Kreis laufend. So wird Arbeitskampf zum Arbeitskrampf, wobei der Sieger von vornherein vorgegeben ist.

Nur kann von einem Sieg in diesem Falle nicht die Rede sein, zwar könnten Lohnforderungen z. B. so kaum durchgesetzt und damit die Gewinne der Unternehmen stabilisiert und befördert werden, auf der anderen Seite würde die Löhne aber real weiter sinken, es würde gar den Singflug beschleunigen, was wiederum mit erheblichen Kaufkraftverlusten verbunden wäre und viele Wirtschaftszweige noch stärker treffen würde. Am wenigsten wird zwar die Exportwirtschaft davon betroffen sein, da für diese die Binnennachfrage von untergeordneter Bedeutung ist, aber alle Wirtschaftszweige, welche auf Binnennachfrage angewiesen sind, wird ein solches Streikrecht besonders hart treffen. Dummerweise sehen viele Unternehmer diesen simplen Zusammenhang nicht und wundern sich darüber, dass ihre Geschäfte immer schlechter laufen. Die Weitsicht der meisten Unternehmenslenker entpuppt sich all zu oft als ausgeprägte Kurzsichtigkeit, die Wand nicht sehend, auf welcher beschleunigt zugesteuert wird.

Dabei ist das Streikrecht hierzulande lange schon einseitig geregelt und findet seinen Ausdruck in den verschiedensten Streikritualen. Letztlich wird im Streikfall so intensiv vorgewarnt, dass sich ein jedes Unternehmen, ein jeder Wirtschaftszweig, entsprechend darauf vorbereiten kann. Wann es Zeit wird für neue Tarifverträge steht im Vorfeld fest und so können sich Unternehmen auf einen Arbeitskampf einstellen, diesen in ihrer Planung durchaus berücksichtigen. Soweit so gut für die Unternehmen, es sei denn, es kommt die eine oder andere leider nur kleinere Gewerkschaft auf den Gedanken einmal außer der Reihe zu streiken, oder länger als üblicherweise vorgesehen, weil es Bestreben ist, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten und durchzusetzen und nicht nach dem üblichen Geplänkel die Forderrungen zurückzufahren, einzuknicken und mit ein paar Krümel zur Arbeit zurück zukehren.

Ja, da kann schon der Eine oder Andere auf den Gedanken kommen solchen „Streikgebaren“ einen Riegel vorzuschieben, wäre ja noch schöner, wenn den Unternehmern und ihren Verbänden die Zügel entgleiten und sie Verlauf und Ergebnis eines Streiks nicht mehr bestimmen können! Dabei wird hierzulande ohnehin wenig gestreikt und bestimmte Formen des Streiks sind von Vornherein verboten, wie ein Generalstreik zum Beispiel.    

Zwei Kommentare und ein Leserbrief

Saturday, October 29th, 2011

Zwei Kommentare und ein Leserbrief

Auf der Seite von Barth Engelbart finden sich in den letzten Tagen zwei Beiträge zur Position der Partei DIE LINKE zum Libyenkrieg der NATO. Zu beiden Beiträge, auf welche ich hiermit verweisen möchte, habe ich jeweils ein Kommentar hinterlassen. Dabei ist gerade auch die Position der Partei DIE LINKE zu hinterfragen, die beiden Beiträge gegen durchaus Aufschluss über das eigentliche Wesen dieser Partei. Sie ist angekommen im System und damit besteht ihre Aufgabe darin das System zu stützen, es zu halten und alles zu tun, damit es am Leben bleibt. So  beschäftigt sich der erste Beitrag mit dem Verhalten der Linken während des Krieges und der zweite Beitrag in Auswertung desselben, wobei der Krieg eigentlich noch nicht zu Ende ist, sondern die NATO nach wie vor ihre Bomben wirft.

Mein Kommentar zum ersten Beitrag:

Aber der Tod von Illusionen ist auch ein Schrei nach Leben!

Ja so ist es, in Kriegen sterben auch Illusionen, so auch die Illusion von unabhängiger organisierter deutscher Friedensbewegung, oder auch friedfertiger Linken! Dabei ist es im gegenwärtigen System mit der Unabhängigkeit ohnehin ein Problem, gern wird sie bemüht und besonders wenn es gilt Abhängigkeiten zu verbergen. Wer nimmt den ernsthaft an, dass es zum Beispiel an deutschen Universitäten darum geht, dass System des Kapitals in Frage zu stellen? Kritik schon, die muss sein, immerhin gilt es auch ernsthafter, auf Veränderung abzielender Kritik entgegenzuwirken. Wie gut so etwas gelingt hat gerade der Krieg gegen Libyen gezeigt. Die Logik welche dahinter steckt, es ist immer günstiger den Widerstand gegen die eigene Politik, gegen die eigene Tat selbst zu organisieren, bevor es andere tun! Wenn es andere machen, wird versucht zu unterwandern, nachdem negiert, klein geredet und verunglimpft wurde. 

Aber noch einmal zurück zur Unabhängigkeit, was ist schon Unabhängig und vor allen von was, von wem, wieso und weshalb? Unabhängigkeit ist eine Illusion und wird dieses auch immer bleiben, Unabhängigkeit ist nicht einmal lebensfähig, sie bedeutet den Tod, im Falle der Friedensbewegung den gesellschaftlichen Tod! Auch wenn jetzt nach langer Ruhe wieder getrommelt wird und versucht wird zu Retten was zu Retten ist, so ist zumindest erhebliches Vertrauen verloren gegangen. Das Verhalten der Friedensbewegung in diesem Land zeigt, im Gegensatz zum Verhalten vieler Friedensbewegter, welche Abhängigkeiten der vermeidlichen Unabhängigkeit zu Grunde liegen. Der Götze Unabhängigkeit im Tempel des Mammons hat gelitten und es ergeben sich Möglichkeiten diesem zu entkleiden, Abhängigkeiten aufzuzeigen, aber auch eine abhängige Friedensbewegung aufzubauen. Eine Friedensbewegung, deren einzige Unabhängigkeit in der Unabhängigkeit von den verschiedensten Götzen des Kapitals besteht, ansonsten abhängig von konkreten und allgemeinmenschlichen Bedürfnissen und Interessen ist.

Nun mein Kommentar zum zweiten Beitrag:

Ja, was soll man dazu sagen? Immerhin „stellen sich zahlreiche Fragen nicht nur zu den Umständen seines Todes, zu Menschenrechtsverletzung auf beiden Bürgerkriegsseiten und zu den realen Opferzahlen des Krieges.“ Wenn schon eine Schuldfrage zu klären ist, dann sind doch bitte beide Seiten Schuld, die Logik dieser Aussage. Die Angreifer, weil sie angegriffen und die Verteidiger, weil sie sich verteidigt haben! Und wenn dazu noch das Märchen vom Bürgerkrieg erzählt wird, stimmt die Welt wieder, jedenfalls bei der Partei DIE LINKE. Nur kann bei solch massiver NATO Unterstützung überhaupt von einem Bürgerkrieg die Rede sein? Oder ist es nicht eher so, dass der Aggressionskrieg der NATO gegen das libysche Volk von einigen libyschen Kollaborateuren und islamischen Söldnern unterstützt wurde? Nach den neusten Erkenntnissen, welche sich zum Teil sogar in den Meinungsmachemedien spiegeln, müsste das selbst Strategen der Partei DIE LINKE auffallen.  

Wenn letztlich Verbrechen nicht mehr geleugnet werden können, so müssen sie wenigstens relativiert werden und hätte sich das libysche Volk nicht verteidigt, so wäre der Schaden nicht so groß! Welch fatale Logik, lasst euch knechten, ergebt euch und fügt euch in euer Schicksal, was eine solche Herangehensweise auch für unser Volk bedeutet, scheinen sich die meisten Menschen hierzulande nicht bewusst zu sein. Kritik ja, aber das System des Kapitals in Frage stellen, würde doch etwas zu weit führen. So hat die Partei DIE LINKE sich anscheinend zum Ziel gesetzt, das System zu erhalten, nur in seinen Wirkungen für die Menschen verträglicher zu gestallten. Es wird gekämpft um Gerechtigkeit, Gerechtigkeit der Ausbeutung! Ein jeder Mensch in diesem Lande hat das Recht ausgebeutet zu werden. Gegen HARTZ IV wird gefochten, warum, weil es sozial ungerecht ist, oder eine Form des kalten Krieges gegen das eigene Volk?

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Gedanken zu einem Bild!

Monday, October 17th, 2011

In der Jungen Welt-Ausgabe vom 18.10.11 findet sich ein Beitrag zum Besuch des Bundespräsidenten in Afghanistan, welcher interessant zu lesen ist! Interessant ist aber auch das Bild, welches Soldaten gerüstet und in Feierlaune den Bundespräsidenten flankierend zeigt. Zu diesem Bild sind mir folgende Gedanken gekommen:

 

Gedanken zu einem Bild!

 

Schlecht rasiert und fern der Heimat,

ein Lächeln auf den Lippen,

den Bundespräsidenten flankierend,

wie schön kann Krieg doch sein!

Die Bilanz ist gut,

zwar gab es den einen oder anderen Toten,

in den eignen Reihen,

doch ist die Zahl der toten Feinde größer anzusetzen!

Die Bilanz gar positiv?

Und wie viel schöner könnte Krieg noch sein,

wenn es an der Heimatfront stimmen würde?

Wenn Unterstützung des eigenen Volkes gewiss!

Dem ist nicht so!

Doch trotzdem,

der Tag ist schön,

das ist zu sehen,

waffenstarrend,

mit einen Lächeln auf den Lippen,

ein Fähnchen auf Waffe und Montur,

Mann ist locker und nicht ernst!

Der Feind,

der Böse ist da fern,

auch wenn er ist im eignen Lande,

auf dem Bild lächeln die fremden Herrn,

mit kugelsicherer Weste und Sonnenblende!

 

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Folge einer Ausladung!

Wednesday, March 2nd, 2011

Folgen einer Ausladung!

Nun wurde Sarrazin in Halberstadt ausgeladen, es wurde ihm verwert, sein rassistisches Machwerk zu verbreiten und damit der NPD eventuell Wahlkampfhilfe zu gewähren. Die ideologische Nähe diese Herren, zu faschistischen Organisationen, kann selbst bei bestem Willen nicht geleugnet werden, eher ist er ein Wegbereiter faschistischer Ideologie, zu mindest liefert er mit seinen Theorien Grundlagen, und gewährt mit seiner Erwerbsbiographie prominente Unterstützung.

Dass eine solche Ausladung nicht ohne Folgen bleibt, und es zur Solidarisierung mit dem Autor kommt, verwundert sicher nicht und so hat ein anderer Gesprächspartner, sich gleich selbst ausgeladen. Eine doppelte Absage sozusagen, wie der MZ von gestern zu entnehmen ist. Abgesagt hat der „renommierte Historiker Michael Wolffsohn“, eine Veranstaltung, welche für „Mitte April im Halberstädter Dom“ geplant war.

Nun aber heult der Wolf und bekundet wessen Geistes Kind er ist, wenn er in seinem E-Mail, von „so genannten Demokraten“ schreibt, immerhin haben Demokraten, seiner Meinung nach, eine jede Meinung zu dulden, selbst wen sie menschenverachtend daherkommt. Das gerade Demokratie ein Verhältnis sein soll, in welchen es darum geht Mehrheiten zu finden, welche im Interesse dieser Mehrheit entscheiden, müsste er eigentlich wissen, als Historiker, mit Lehrstuhl „an der Universität der Bundeswehr in München“! Wobei, bei allem Demokratiegefasel, letztlich bestimmt doch der Hausherr, oder in diesem Fall, seine Vertreter, was in seinem Haus geschieht.

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Wer einmal lügt…!

Tuesday, March 1st, 2011

Zur Gutenbergaffäre erreicht mich ein Leserbrief zur Kenntnisnahme, welchen ich hier veröffentliche. Der Beitrag ist allgemein verfasst und nicht zu einem bestimmten Artikel geschrieben, sondern bezüglich verschiedener Informationsquellen, wie dem ND, der Braunschweiger Zeitung, Leserbriefen, aber auch der Übertragung der Fragestunde im Bundestag, auf Phönix.

 

Wer einmal lügt…!

Zu „Der Guttenberg zum Beispiel“:

Vieles  sinnvolles und weniger sinnvolles  ist schon zu dem  Fall Guttenberg gesagt worden.

Häufig wurde aus ideologischen Gründen das Problem minimalisiert. Deshalb möchte  ich  nur ein paar  Probleme ansprechen, die noch nicht  definitiv erwähnt wurden:  Erstens ist es immer ein gravierender Unterschied, ob  Meinungs-Gleichgesinnte oder ob Andersdenkende  beurteilt werden.  Ich stelle mir  die gravierenden  Unterschiede  der Reaktionen vor,  wenn dies nicht dem Herrn Guttenberg in der BRD, sondern  in der DDR  passiert wäre.  Oder auch nur in einer  in Regierungskoalition unbeliebten Partei.

Zweitens  finde ich es scheußlich, wie schnell im Lande  der Maßstab geändert, die Ellen gewechselt werden, je nachdem, ob ein Problem von Freund oder  Feind beurteilt wird. Außerdem  sind wir doch ein Volk;  so wird es zumindest  behauptet. Sind wir ellenmäßig  doch nicht ein Volk? – Und, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, besonders dann nicht, wenn sie zur eigenen Sippe gehört!

Drittens: Zu  der Fragestunde  der Herrn Guttenberg  im Bundestag fällt mir nur das Sprichwort ein: Wer einmal lügt…  Und warum hat sich Herr Guttenberg nicht den leichteren Weg gewählt? Er hätte sich doch den Doktortitel bei Wyher & Co. kaufen können. Dies hätte ihm wenigstens das Plagiat erspart!

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Der “Hofmaler” und die Hofberichterstattung.

Thursday, February 10th, 2011

Es gibt keinen Königsweg“, so ist ein Interview mit einem Hallenser Künstler, in der MZ von heute Seite 4, überschrieben, welcher seine Meinung zu den Hartz – Errungenschaften, im Zusammenhang mit den gegenwärtig diskutierten „Reformen zu den Hartz – Reformen“, abgibt. In diesem Zusammenhang scheut dieser Herr nicht einmal davor zurück, die neoliberale Posaune zu blasen, und einzig die Kinder verdienen Unterstützung. Diese sind ja immerhin die Zukunft dieses Landes, sollen sie jedenfalls sein! Das es aber den Kindern nicht besser gehen kann, als ihren Eltern und wie es die gesellschaftlichen Verhältnisse zulassen, scheint dem Künstler hingegen nicht einzuleuchten. So sieht er in diesem Zusammenhang auch Existenzangst als eine positive Triebkraft. Zwar scheint dieses einem ausgeprägten Masochismus geschuldet zu sein, aber immerhin hält Angst dieses System am laufen. Damit hat er nicht einmal so unrecht, denn im ersten Moment ist Angst sogar Triebkraft, im zweiten Moment hebt sie sich auf, um unter anderen Vorzeichen als Triebkraft wiederzukehren, in dem sie sich gegen die Gewaltausübenden selbst wendet.

Recht hat er natürlich, wenn er sagt; „weil schließlich auch die Wertschätzung der Kinder auf dem Spiel steht“, denn diese steht wirklich auf dem Spiel. Nicht das Kinder in diesem Land von Seitens der Politik und Wirtschaft etwa wert geschätzt werden, sondern die Wertschätzung der Kinder, für ein System, welches sie der Möglichkeiten beraubt, sich zu selbstbewussten, allgemein gebildeten Persönlichkeiten zu entwickeln. Das der Herr „Handlungsbedarf … beim Mindestlohn“ sieht, lässt vielleicht hoffen, aber über dieses Thema wird selbst schon in Unternehmerkreisen nachgedacht.

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Der Pfade des Kapitals ist …

Wednesday, November 17th, 2010

Heute früh hörte ich im Radio, beim Autofahren, auch die Nachricht, dass wieder Staaten in der EU, welche sich der gemeinsamen Währung angeschlossen haben, in arge Finanznöte geraten sind. Dieses, so war auch zu vernehmen, ist zum Teil den Bankenrettungspaketen zu danken, welche vor Jahren in der Finanzkrise geschnürt wurden. Damals wurde die Auffassung vertreten, mit diesen Paketen könnten Banken gerettet werden und die Krise beendet. Doch weit gefehlt, die Banken wurden zwar gerettet, die Krise aber nur verschoben. Die Staaten hatten den Banken ihr substanzloses Geld abgenommen und durch substanzielles ersetzt, wobei die der Substanz zugrunde liegende Wertschöpfung erst in der Zukunft stattfinden wird. Somit machten die Staaten aus spekulativen Gewinnen, reale Gewinne für die Banken, in dem sie spekulatives Kapital, in reales Kapital verwandelten, man könnte auch sagen, fiktives Kapital, in reales Kapital, in dem sie reale Schulden machten, welche in Zukunft zu tilgen sind und die gegenwärtigen Verwerfungen innerhalb der Finanzsysteme zu verantworten haben.

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Besser shoppen, für immer weniger Einwohner!

Wednesday, October 27th, 2010

Ein umstrittenes Objekt, welches Gegenstand einer Betrachtung in der MZ vom 27.10.10 ist. Ja, in Quedlinburg gibt es mal wieder ein Bauvorhaben, welches die verschiedensten Kritiker auf den Plan ruft. An Exponierter Stelle wird abgerissen und neu gebaut, wobei besonders die Fassadengestaltung Anlas zur Kritik gibt. Ein Wohn und Geschäftshaus soll es werden, mit behindertengerechten Wohnungen und maximal zwei größeren Geschäften. Dafür gibt es Fördermittel, wobei den größeren Teil das Wohnungswirtschaftsunternehmen der Stadt mittels Kredit finanzieren muss. Das da Begehrlichkeiten geweckt werden und zu sanierende Fachwerkhäuser ins Spiel gebracht werden, ist verständlich. Andererseits ist es aber auch eine Frage der Nutzung, in einer Stadt, in welcher die Einwohnerzahl nicht gerade steigt. Immerhin hatte Quedlinburg 1989 über 28.000 Einwohner und heute sind es wohl um die 21.000. Mit der Abwanderung ist natürlich auch der Bedarf an Wohnraum und anderen Nutzflächen zurück gegangen.

In der Internetausgabe der Zeitung habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:

Besser shoppen, für immer weniger Einwohner!

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Hartz IV, eigentlich nur die Spitze des Eisberges!

Monday, September 27th, 2010

Hartz IV, eigentlich nur die Spitze des Eisberges!

Die neusten Beschlüsse zu den Hartz IV Regelsätzen sind gerade heute in den Medien präsent, so auch in der Jungen Welt. Dabei werden sie durchaus mit unterschiedlichen Vorzeichen diskutiert und in der „Hofberichterstattung“ gepriesen und relativiert. Im Titelbeitrag der Junge Welt wird in erster Line konstatiert und zwar die verschiedensten Reaktionen zum Thema. In diesem Zusammenhang sei auf den Kommentar zum Thema verwiesen, in welchen der Bogen weiter gezogen und eine komplexe Position  eingenommen wird. Zum Titelbeitrag selbst habe ich folgenden Leserbrief geschrieben:

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