Archive for the ‘Quedlinburg’ Category

Lesung im Rahmen des Quedlinburger Bücherfrühlings: „Der Mensch Jesus aus Nazareth“

Thursday, April 18th, 2013

Lesung im Rahmen des Quedlinburger Bücherfrühlings: „Der Mensch Jesus aus Nazareth“

Im Rahmen des diesjährigen Quedlinburger Bücherfrühlings häufen sich gegenwärtig die Veranstaltungen. Unter anderem findet am Samstag den 20. April ab 20:00 Uhr eine Lesung, des Buches „Der Mensch Jesus aus Nazareth“, im Festsaal des Rathauses statt.  
Einer Information zum Buch ist zu entnehmen:
»Der Mensch Jesus aus Nazareth« – so hat Manfred Silge sein zweibändiges Werk genannt, das anlässlich der Leipziger Buchmesse 2013 erschienen ist.
In seinem Roman erzählt der Autor auf rund 1.450 Seiten mit epischem Atem die Geschichte der Evangelien nach. Die bekannten Worte setzt er dabei in den Kontext der antiken Welt und macht so vieles anschaulicher und für heutige Leser verständlicher.
Manfred Silge ist Atheist. Dennoch nähert er sich der historischen Figur Jesus mit Respekt. An seinem Roman hat er über sechs Jahre lang gearbeitet. In dieser Zeit betrieb er umfangreiche Literaturstudien. Am Ende steht eine mögliche Rekonstruktion der damaligen Ereignisse, die zu eigenem Nachdenken einlädt.
Jesus erscheint in diesem Roman als revolutionärer Denker und Vorbild, nicht als Sohn Gottes. Der Autor macht auch deutlich, wie die Kirche die Lehre von Jesus später verfälschte. Im Zentrum von Jesus’ Gedanken standen vor allem Nächstenliebe und Gerechtigkeit. Auf Macht verzichte er bewusst.
Der Autor befasst sich mit zwei besonders interessanten Fragen. Wie verliefen eigentlich Kindheit und Jugend von Jesus? Wie hat er die Kenntnisse erworben, die es ihm später erlaubten, eine derart kühne neue Lehre zu entwickeln? Silge versucht, Antworten zu geben; dabei muss er sich natürlich große Freiheiten nehmen.
Seine Erfindungen wirken aber plausibel, was auch am großen Detailreichtum der Erzählung liegt.
Im Rahmen der Lesung wird sich der Verlag kurz vorstellen und es wird die Möglichkeit zur Diskussion geben. Zur Veranstaltung wird ein Eintritt von 5,-€ erhoben.

Bücherfrühling, der dreizehnte in Quedlinburg, …

Tuesday, March 5th, 2013

Bücherfrühling, der dreizehnte in Quedlinburg, …

Bücherfrühling, der dreizehnte in Quedlinburg, bittet ein umfangreiches Programm, wo eigentlich für jedem etwas dabei ist. Am 27.02. fand aus diesem Anlass eine Pressenkonferenz um 10.00 Uhr im Rathaus statt. Im Rahmen dieser Veranstaltungen wurden die meisten Veranstaltungen des diesjährigen Bücherfrühlings vorgestellt. Am Tag nach der Pressenkonferenz berichtet die MZ, wobei wenig von der Komplexität des Programms dem Beitrag zu entnehmen ist. Das Programm liegt in gedruckter Form vor und wird an den verschiedensten Stellen in Quedlinburg und Umgebung ausgelegt. Wer die Umwelt schonen und nicht auf das gut gestaltet Programmheft zurückgreifen möchte, dem steht auch eine Seite im Internet zur Verfügung. Dort kann das Programm eingesehen, aber auch als PDF-Datei runter geladen werden.

Die Macht des Formfehlers …

Wednesday, February 20th, 2013

Die Macht des Formfehlers

Gedanken zu zwei Beitragen in der MZ, welche ich als Kommentare in der Internetausgabe der Zeitung hinterlassen habe. Der erste Beitrag ist mit: „Drei Gemeinden sind nach Gerichtsurteil wieder selbstständig“ überschrieben und hat die verschiedensten Kommentare erhalten. Die Meinungen gehen zum Teil erheblich auseinander, wobei jede Fraktion ihre Vertreter gefunden hat. Da es auch in diesem Zusammenhang angebracht ist, über manchen Begriff nachzudenken, manchen Vorgang zu veranschaulichen, aber auch die Rolle von Institutionen im demokratischem Gefüge zu beleuchten, schrieb ich folgende Bemerkung:

So ist es mit amtlichen Verordnungen, welche mittels Parlament einen demokratischen Anstrich bekommen, sie können auch schon mal in Frage gestellt werden. Dabei wäre es ein leichtes gewesen, der Gebietreform zumindest im Nachhinein einen demokratischen Anstrich zu verpassen, in dem man die Bürger an die Wahlurnen beordert. Kommunal und Bürgermeisterwahlen, den veränderten Verhältnissen entsprechend, hätten sicher gute Dienste geleistet, … nur wie wären diese ausgegangen?

Jetzt zu jammern, jetzt zu jubilieren, gibt es keinen Grund, letztlich müssen die Einwohner der Kommunen die Suppe auslöffeln, welche übergeordnete Politik ihnen eingebrockt hat. Allein ist das nichts neues, denn es ist immer so und aus diesem Grund, entgegen der verschiedensten Behauptungen, von untergeordneter Relevanz! 

In mehreren Beiträge wird die Eigenständigkeit der Kommunen angesprochen, welche aller Illusionen zum trotze, durch dieses Urteil nicht gestärkt wurde. Zum einen ist das Urteil wegen eines verwaltungstechnischen Formfehlers ergangen und zum anderen werden Kommunen mittels permanenter Unterfinanzierung in ganz andere Abhängigkeiten gezwungen. Nicht zu vergessen, es gibt die verschiedensten Aufsichtsbehörden, welche über die entsprechenden Instrumentarien verfügen und wissen wie Kommunen zu disziplinieren sind. Die Quedlinburger Verwaltung glänzt in solchen Fällen oft mit vorauseilendem Gehorsam und wenn ihr nicht mittels Bürgerwillen, wie zum Beispiel im Falle der geplanten Privatisierung der Stadtwerke vor Jahren, entgegengetreten wird, hat sie damit auch Erfolg, kommunale wirtschaftliche Substanz ohne jede Not, wie gegenwärtig im Falle des Krematorium angestrebt, zu privatisieren. Das damit der eigene Handlungsspielraum eingeschränkt wird, wird gern ignoriert und sich „freudig“ in weitere finanzielle Abhängigkeiten gegenüber Kreis, Land, Bund etc. begeben.

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Regionale Versorgungssicherheit ist nicht ausschlaggebend …

Friday, February 15th, 2013

… Versorgungssicherheit der Bevölkerung ist heute keine Aufgabe des Handels, …

Auch für Bad Suderode hatte die Schleckerpleite Folgen, der dortige Markt war der einzige Versorger mit breiterem Angebot, neben ein paar kleineren Geschäften wie Fleischer, Bäcker etc., vor Ort und so ist eine empfindliche Lücke entstanden. Nicht das solche Lücken neu wären, immerhin gibt es in vielen Orten keine nennenswerten Versorger mehr, da der Profitlogik folgend, Handelsunternehmen dorthin gehen, wo sie die meisten Gewinne erwarten, also möglichst viele Kunden erreichen. So sprossen und sprießen in Städten und an den Stadträndern Einkaufszentren aus dem Boden und locken mit reichhaltigem Angebot und ausreichend Parkplätzen die Kunden an. Nicht lukrative Standorte werden aufgegeben, oder erst gar nicht besetzt. So gibt es in vielen Orten für die Einwohner keine Einkaufsmöglichkeiten mehr und wenn diese dann noch über kein Auto verfügen, oder andere Möglichkeiten haben in die nächst größere Stadt zu fahren, sieht es schlecht aus. Versorgungssicherheit ist keine Aufgabe des Handels und so spielt das Interesse der Menschen nach ortsnaher Versorgung keine Rolle.

Nun ist auch Bad Suderode betroffen und so wird sich auf die Suche nach einer Lösung begeben. Solche Lösungssuchen sind nicht unpopulär und kann manchem Politiker nutzen sein Ansehen aufzupolieren, egal wie unterm Strich das Ergebnis aussehen wird, allein die Mühe zählt.

„Der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Steppuhn erklärte dazu, „dass die Bemühungen anhalten”, ein Nachfolgekonzept für den seinerzeit in Folge der Schlecker-Pleite geschlossenen Einkaufsmarkt umzusetzen“, ist heute in der MZ auf Seite 9 zu lesen. „„Hierzu ziehen verschiedene Akteure an einen Strang”, versicherte Steppuhn. „Die Bundesagentur für Arbeit hat ihre uneingeschränkte Unterstützung zugesagt. Alle möglichen Förderinstrumentarien stehen zur Verfügung. Auch für eine Existenzgründung ist von einer bestmöglichen Unterstützung auszugehen“, erfährt man weiter. Ja, es werden alle Register gezogen, doch „im Moment stellt sich in erster Linie die Frage, jemanden zu finden, der bereit ist, den Sprung in eine Existenzgründung zu wagen.”“ Die großen Handelsketten scheinen kein Interesse zu haben und auch wenn es Interessenten gegeben hat, so sind diese „bedauerlicherweise nach Anfangsbereitschaft wieder abgesprungen.“ Dabei gibt es sicher Interessenten, welche über die notwendigen Fähigkeiten verfügen, auch gibt es Konzepte großer Handelketten, die ein derartiges Vorhaben durchaus begleiten, immerhin sind diese daran interessiert ihre Waren zu verkaufen und das mit möglichst geringem Risiko. Bei dem einen oder anderen Interessenten wird es unter Umständen daran liegen, dass die notwendigen eigenen liquiden Mittel nicht ausreichend sind, gepriesene „ego. Pilotin“ wird in solchen Fällen auch nicht unbedingt weiter helfen können. Aber wie schon geschrieben, unter Umständen ist dieses ja nicht einmal der entscheidende Grund, sondern die Zukunftsaussichten von Bad Suderode. Das Kurzentrum wird wie vom Quedlinburger Stadtrat beschlossen geschlossen, die Arbeitskräfte entlassen, es steht der Verkauf des Selbige zwar auf der Tagesordnung, jedoch welchen Preis die Kommune und ihre Bewohner dafür zu zahlen haben, ist hingegen noch offen. Fest steht, dass im Falle eines Weiterbetriebes die Mitarbeiter weniger an Einkommen für dieselbe Tätigkeit erhalten, somit auch über weniger Kaufkraft verfügen werden. Welche Folgen diese Privatisierung für andere Unternehmen vor Ort und deren Mitarbeiter haben wird, kann wohl keiner so genau sagen. Zuviel Fragezeichen, welche eine Entscheidung, sich in Bad Suderode mit einem Nahversorger niederzulassen, nicht gerade einfacher machen.

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Kabarett 01/2013

Monday, January 7th, 2013

Kabarett 01/2013

Kabarett 01/2013

vor ein paar Tagen hatte ich folgendes E-Mail erhalten und heute festgestellt, das es bis zum 11.01. nicht mehr weit ist.


Liebe Kabarett-FreundInnen,

ein herzliches WILLKOMMEN im Neuen Jahr – und in der neuen Spielzeit!

Nun schlägt es 13, obwohl wir “nur” 12 Veranstaltungen im Jahr präsentieren.

Eine Übersicht über das erste Halbjahr finden Sie bereits komplett auf unserer Homepage

www.kabarett-genial.de

Die Halbjahresflyer gehen in den nächsten Tagen in die Verteilung!

 

HARZKREIS. Die Veranstaltungsreihe KABARETTgenial! startet in neue Spielzeit – und das am kommenden Wochenende. Bereits am Donnerstag wird die neue Spielstätte “Papermoon” in Halberstadt eröffnet, am Freitag wird im Kulturzentrum Reichenstrasse Quedlinburg gespielt und am Samstag ist die Wernigeröder “Remise” Ort des Geschehens.

 

Andy Sauerwein kommt aus Würzburg. Sein Name selbst ist Programm: “Sauerwein mach lustig!” Diskret beobachten, um es dann öffentlich auszuschlachten – das ist Sauerweins Devise. Hochmusikalisch und zutiefst kritisch ist der vieldekorierte Preisträger, wenn er rotzfrech über den Rassismus bei Hundebesitzern lästert. Unterhaltsam und nachdenklich macht er, wenn er über Mitfahrgelegenheit Mohammed berichtet und sich selbst einen Bombengürtel für die nächste Kreuzfahrt wünscht. Als ehemaliger Klosterschüler weiß Sauerwein zu genau, was die Kirche braucht: Mehr Weihrauch. Virtuos greift er in die Tasten, er flirtet mit dem Publikum, um dann festzustellen: Es passen ohnehin nicht alle in sein Hotelzimmer.
Sauerwein hat Lehramt studiert, um dann gerade noch rechtzeitig den Absprung zu schaffen. Jetzt ist er vernünftiger Kabarettist, musikalischer Pianist und anerkannter Scherzkeks. Andy Sauerwein ist Preisträger der Krefelder Krähe und des Würzburger Kulturpreises, Gewinner des Innsbrucker Kleinkunstawards und der seltenen Ennser Kleinkunstkartoffel. Sein nächstes Ziel hat er auch schon vor Augen: Die St. Ingberter Pfanne – dann kann er darin seine Kartoffel backen.


Do 10.01.2013 | 20:00 Uhr | Papermoon | 38820 HBS

Fr 11.01.2013 | 20:00 Uhr | KuZ Reichenstraße e.V. | 06484 QLB

Sa 12.01.2013 | 19:30 Uhr | Wernigeröder Kunst- & Kulturverein e.V. | 38855 WR

 

Kartenvorbestellungen sind per E-Mail an kabarett@genial.ms möglich. Diese werden an den jeweiligen Veranstalter weiter geleitet. Bitte holen Sie die Karten mind. 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn ab!

 

Weitere Infos unter www.kabarett-genial.de


Mit besten Grüßen

Kabarett-Organisation

PS: Gute Vorsätze werden wahr: Öfter mal den tristnervenden Alltag hinter sich lassen und öfter mal ins Kabarett gehen. Spaßbremsen und notorische Kulturverweigerer können aber diesen Newsletter trotzdem abbestellen, indem sie direkt auf diese Mail antworten mit: “Mir ist eh nicht mehr zu helfen!”

… wann die Mitarbeiter des Kurzentrums ihre Kündigung erhalten …

Tuesday, December 4th, 2012

Kündigung unterm Weihnachtsbaum?

Zwar kann ich nicht sagen, wann die Mitarbeiter des Kurzentrums ihre Kündigung erhalten werden, in jedem Fall hat der Rat der Stadt Quedlinburg heute die Schließung des Kurzentrums beschlossen. Der erste Tagesordnungspunkt war es nicht, auch nicht die einzige Privatisierung über welche gesprochen wurde, bevor es um die Schließung des Kurzentrums Bad Suderode ging, wurde über den Stand der Privatisierung des Krematoriums gesprochen. Zur Schließung des Kurzentrums referierte der Oberbürgermeister, er wiederholte die bekannte Leier von der Alternativlosigkeit, dass Investoren keine Steine in den Weg gelegt werden dürfen und so weiter und so fort. Anträge wurden eingebracht und zur Diskussion äußerten sich eigentlich nur Gegner der Schließung wie vorgeschlagen, in einem Beitrag ging es um eine Verschiebung des Termins auf den 31.12.2013, ein anderer Beitrag wollte die Schließung bis zur Übergabe an den Investor verschieben, beide Anträge wurden mittels namentlicher Abstimmung abgelehnt. Als der Oberbürgermeister ein zweites mal das Wort ergriff, verkündete er, das er nach bestimmten Ausführungen nicht schlauer geworden ist. Insbesondere betraf dieses Aussagen zu einer „warmen Übergabe“, was letztlich eine lückenlose, den Betrieb des Kurzentrums nicht unterbrechende Übergabe betrifft. Die Entscheidung liege beim Investor, auch ob dieser das von der Stadt entwickelte Konzept oder ein anderes umsetzt, so der Bürgermeister, was eigentlich nur auf die Bedingungslosigkeit der Privatisierung verwies. Verwiesen wurde auch darauf, dass das Land Sachsen-Anhalt einem Investor finanzielle unterstützen wird. Der einzige Beitrag, welcher das Interesse der Mitarbeiter im Auge hatte, die Privatisierung an sich in Frage stellte und darauf verwies das Land Sachsen-Anhalt wieder in die Verantwortung zu zwingen, kam vom Fraktionsvorsitzenden des Quedlinburger Bürgerforums Christian Amling. Die Abstimmung war namentlich und eine Mehrheit stimmte für die Schließung wie beantragt. Von Fraktionen wie CDU, FDP, SPD und anderen, war kaum etwas anderes zu erwarten, enttäuschend die Entscheidung so manches Abgeordneten der Linken und wenn ich es richtig mitbekommen habe, war es die Fraktion des Bürgerforums welche geschlossen gegen die Schließung gestimmt hat.

Dabei läge eine Lösung für das Kurzentrum darin, neben dem nachdrücklichen Bestreben das Land Sachsen-Anhalt wieder in die Verantwortung zu nehmen, das Kurzentrum den Stadtwerken anzugliedern. Immerhin sollte dieses vor Jahren schon privatisiert werden und somit dürfte dieses den Privatisierungsbefürwortern nicht stören, immerhin wäre es nach ihrem Willen gegangen, stünden heute der Stadt die Gewinne der Stadtwerke nicht mehr zu Verfügung. In diesem Zusammenhang könnten die Stadtwerke auch gleich das Krematorium übernehmen und der Stadt unterm Strich mehr Handlungsfreiheit erhalten. Es ist schon erstaunlich, mit welcher Naivität Abgeordnete des Stadtrates dafür sorgen, die Stadt in immer umfassenderem Maße in Abhängigkeit zu anderen Institutionen zubringen. Diese Damen und Herren scheinen zu vergessen, dass letztlich die Arbeitskraft verantwortlich für Wertschöpfung und gesellschaftlichen Reichtum ist und nicht das Geld an sich. Die finanziellen Probleme der Stadt werden so nicht gelöst, ganz im Gegenteil, sie werden sich verschärfen, Investoren wollen Gewinne sehen, egal was es kostet und wer diese garantiert! Und warum sollte eine Stadt, unter selben Bedingungen, nicht das Selbe leisten können wie ein privater Investor, nur im Interesse der Stadt und nicht im Interesse privatwirtschaftlicher Gewinnoptimierung? Das der Stadtrat mit diesem Beschluss selbst den vor Ort ansässigen Gewerbetreibenden in den Rücken fällt, scheint diesen nicht einmal aufzufallen. Dabei mache ich mir keine Illusionen über die praktizierte parlamentarische Demokratie, nur hat mit diesem Beschluss in Quedlinburg die Fraktion der kleinen und mittelständischen Unternehmen verloren, nicht mehr ihr werden in Zukunft die Subventionen welche mittels Kurzentrum verteilt wurden zukommen, sondern dem Investor, welcher dieses übernehmen wird.

Die Mitarbeiter des Kurzentrums können ja darüber nachdenken, was sie unternehmen, um ihre Interessen zu vertreten. Vielleicht ist ja der eine oder andere gewerkschaftlich organisiert um von dort Unterstützung erhalten, in jedem Fall kann um den Erhalt der Arbeitsplätze gekämpft werden. Aber auch ein Bürgerentscheid zum Kurzentrum wäre möglich, letztlich müsste dieser aber die Privatisierung an sich in Frage stellen. Wer wartet, das andere für ihn aktiv werden, wer dem Prinzip Hoffnung folgt, kann letztlich nur enttäuscht werden. Traurig, ob nun Krematorium oder Kurzentrum, wie leicht es ist die Bürger zu enteignen und die damit verbundenen Lasten aufzubürden!

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Auf Facebook hatte ich diesen Beitrag verlinkt …

Monday, December 3rd, 2012

Auch dem Un folgt mancher Sinn…, was Sinn macht!

Auf Facebook hatte ich diesen Beitrag verlinkt und folgenden Kommentar erhalten: „Das ist völliger Quatsch. Thomas, wenn Qlb die Möglichkeit hätte, bis zu 1,4 Mio € Verlustausgleich stemmen zu können, würde sie es auch tun, kann sie aber nicht. Mensch, “Instrument zum Drücken von Löhnen” … So ein Unsinn.“ diesen Kommentar wollte ich so nicht stehen lassen und formulierte folgende Antwort: „Zum letzteren wäre zu fragen, warum die Schließung, wenn Investoren bereit stehen? Zum ersten und die Verluste bedenkend, kann eine Stadt wie Quedlinburg dieses sicher nicht stemmen, warum auch? Die Stadt hat sich aber instrumentalisieren lassen und gibt dem ausgeübten Druck nach. Neu ist so etwas nicht und auch Privatisierungen wie die des Kurzentrums in Bad Suderode bedürfen ihrer Vorbereitung und dazu gehört es eine scheinbar aussichtslose Situation zu schaffen. Nicht nur im Falle des Kurzentrums funktioniert so etwas gut, wenn es gelingt die Aufmerksamkeit auf ein Problem zu lenken, meistens die Schuldensituation und keine komplexe Betrachtungsweise zuzulassen. Ein Investor* kann so nicht als Räuber entlarvt, sonder als Retter verkauft werden, die Hoffnung soll ja zuletzt sterben!
In diesem Zusammenhang zu klären, welche Aufgabe das Kurzentrum über Jahre hatte, sollte dabei nicht versäumt werden. Es ist nicht ohne Grund als defizitäres Unternehmen installiert und über Jahre geführt worden. Unterm Strich betrachtet, handelt es sich beim Kurzentrum um eine Subventionsmaschine, bis jetzt für regionale Wirtschaftsunternehmen, was sich nun mittels Privatisierung ändern soll. Die Politik im Land hat den Hebel umgelegt, von ehemals Wirtschaftsförderung in der Region, zu überregional agierende Unternehmen, in der Regel Monopole und deren Ableger, wie auch institutionelle Anleger.
Versuche bitte einmal das Kulturzentrum nicht nur von der Schuldenseite für die Stadt zu betrachten, sondern in seiner gesamtwirtschaftlichen Wirkung.

Übrigens ist es egal, ob als Privatperson, als Unternehmen, oder als Kommune, wer sich von seinen Schulden leiten lässt, hat im Prinzip schon verloren und handelt in der Regel nicht mehr in seinem Interesse. Vielleicht hilft es auch daran zu erinnern, dass Kommunen im Allgemeinen die geringste Schuld an ihrer Verschuldung tragen. Schulden sind ein Mittel der Politik, welches zur Steuerung dient!

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Lohndrückerei im Interesse von Investoren

Sunday, December 2nd, 2012

Der Rat der Stadt, ein Instrument der Lohndrückerei im Interesse von Investoren?

Ist schon nicht uninteressant, in der Wochenendausgabe der MZ findet sich ein Beitrag mit dem Titel: „Investoren zeigen Interesse am Kurzentrum Bad Suderode“, welcher zeigt welchem Zweck die eventuelle Schließung des Kurzentrums eigentlich dient. In einem Beitrag hatte ich darauf Aufmerksam gemacht, dass es letztlich darum geht die Bedingungen für einen Investor zu verbessern, egal was es kostet, zu zahlen haben die Bürger der Stadt, ins besondere die derzeitigen Mitarbeiter des Kurzentrums. Den im Beitrag vom Personalrat genannten Kosten wird vom Oberbürgermeister nicht widersprochen, Widersprochen wird nur im Zusammenhang mit der genannten Zeitspanne für einen „Standby-Betrieb“ des Kurzentrums. Andererseits wird bemerkt, dass Investoren bereit stehen, das Kurzentrum zu übernehmen, warum also eine Schließung und wenn dieses dem Umbau geschuldet ist, so müssen deswegen doch nicht gleich alle Mitarbeiter entlassen werden. Diese Zeitspanne ließe sich anders überbrücken, ganz davon Abgesehen, dass es nach Verkauf des Kurzentrums nicht mehr das Problem der Stadt wäre. Andererseits und wie an anderer Stelle schon bemerkt, geht es nicht darum, denn zum einen wäre wohl keiner ernsthaft auf den Gedanken gekommen, das Kurzentrum zu verkaufen, wenn es nicht schon Interessenten gegeben hätte, es sei denn man neigt zum wirtschaftlichen Harakiri und zum anderen ging es von Beginn der Verkaufsbestrebungen an, nur darum die Privatisierung für Investoren so angenehm wie möglich zu gestalten. Das fing nicht erst an, mit dem Rückzug des Landes aus der Finanzierung und der Verkündung des jetzigen Ministerpräsidenten, dass das Land eine Privatisierung des Kurzentrums finanzielle unterstützen würde. Auch muss ein Investor nicht mehr darüber nachsinnen, wie ein solches Objekt gewinnbringend betrieben werden kann, selbst dieses Aufgabe wurde ihm abgenommen und ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Nun geht es noch darum das Kurzentrum von „Altlasten“ zu befreien, die Mitarbeiter zu entlassen, eventuelle Entschädigungen wird die Stadt übernehmen müssen und der Investor kann unter Umständen die selben Mitarbeiter wieder anstellen, nur zu für ihm günstigere Konditionen, was letztlich nichts anderes bedeutet, das die Mitarbeiter mit erheblichen Einkommensverlusten für die selbe Arbeit zu rechnen haben.

Andererseits sollte sich nicht der Frage verschlossen werden, warum die Stadt nicht die selben Bedingungen zum Weiterbetrieb erhalten kann wie ein privater Investor? Letztlich profiliert sich die Stadtverwaltung und sollte der Rat am Montag die Schließung wie geplant beschließen, als ein Instrument zum drücken von Löhnen.

Der MZ ist zu entnehmen: „Ohnehin, so der Oberbürgermeister, sei eine dauerhafte Schließung des Bad Suderöder Kurzentrums nicht zu befürchten. Das “belegen die inzwischen eingegangenen Interessenbekundungen von Investoren”.“ was meine Ansicht eigentlich nur untermauert. Abzuwarten bleibt wie sich der Rat am Montag entscheidet, dieses ist unter Umständen auch von den Besucher abhängig und wie es die Beschäftigten des Kurzentrums verstehen, ihrem Interesse Nachdruck zu verleihen. Letztlich geht es um ihre Arbeitsplätze, um ihr Einkommen und nicht nur in diesem Fall wäre es angebracht für die eigenen Interessen zu kämpfen und dieses nicht wie oft geschehen dem Interesse irgendwelcher Investoren unterzuordnen, in der Hoffnung das es nicht so schlimm werden könnte und es einem selbst ja nicht unbedingt treffen muss. Billiglohnland Bundesrepublik lässt grüßen!

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Beschluss gegen die Interessen der Beschäftigten des Kurzentrums, … gekippt?

Wednesday, November 28th, 2012

Kommunalaufsicht kassiert Beschluss des Quedlinburger Stadtrates zum Kurzentrum

Eine jede Tat ist auf das Erreichen eines Zieles ausgerichtet. Dabei gilt: Die Zwecke der Handlungen sind gewollt, aber die Resultate, die wirklich aus den Handlungen folgen, sind nicht gewollt, oder soweit sie dem gewollten Zweck zunächst doch zu entsprechen scheinen, haben sie schließlich ganz andere als die gewollten Folgen.“ Dieses trifft auf den jüngsten Beschluss des Stadtrates Quedlinburg zur Schließung des Kurzentrum Bad Suderode zu. Dieser Beschluss wurde erst einmal von der aufsichtsführenden Behörde kassiert, wie heute der MZ zu entnehmen ist. „Es handelt sich um „formelle Gründe““, ist zu erfahren, „“Der Beschluss muss nun erneut gefasst werden““. Die Einladungen für eine „Sondersitzung des Stadtrates am Montag, 3. Dezember, ab 17 Uhr“ sind raus, die Zeit scheint zu drücken, was die Vorgehensweise im Zusammenhang mit dem nun kassierten Beschluss schon gezeigt hat. Das dabei demokratische Gepflogenheiten über den Haufen geschmissen werden, spielt für die Akteure genau sowenig eine Rolle, wie die damit verbundene Offenbarung der eigentlichen Verhältnisse und Machtstrukturen. Die Reaktion der Aufsichtsführenden Behörde folgte auf dem Fuße, um den Schaden letztlich zu begrenzen. Offensichtlich nicht die Schäden, welche mit der Privatisierung des Kurzentrums verbunden, sondern eventuelle Schäden welche für die Privatisierung aus der Art und Weise des Beschlusses resultieren könnten. Immerhin könnte Mensch auf den Gedanken kommen, dass die Art und Weise des Zustandekommens dieses Beschlusses elementare demokratische Gepflogenheiten verletzt und dagegen klagen.

Nicht nur die Glaubwürdigkeit des Rates steht auf dem Spiel, wenn eben gefällte Beschlüsse Hals über Kopf geändert werden können, sondern auch das allgemeine Ansehen demokratischer Verhältnisse. Was sollen die Bürger denken, welche extra im Sitzungssaal erschienen sind, um der Abstimmung beizuwohnen, unter Umständen allein schon mit ihrer Anwesenheit Einfluss auf die Entscheidung nehmen könnten und darauf vertrauten das Beschlüsse des Rates bestand haben? Auf letzteres haben sie sich verlassen, als sie die Sitzung verließen. Die Glaubwürdigkeit des Rates dürfte nicht unerheblich gelitten haben, wobei es durchaus auch kritische Stimmen aus dem Rat gibt, so hat sich die Fraktion des Bürgerforums Quedlinburg e.V. gegen diese Vorgehensweise gestellt. Welches in einem entsprechenden Beitrag auf der Seite des Bürgerforums berechtigterweise mit „Schwarzer Donnerstag für den Quedlinburger Stadtrat“ überschrieben ist.

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… ich finde es durchaus inspirierend, …

Sunday, November 25th, 2012

Die Ode an den Investor hatte ich in der Mailingliste der Freidenker veröffentlicht, sie hat durchaus Reaktion erfahren, eine jedenfalls. Diese Reaktion verweist auf die „Blauäugigkeit“ der DDR Bürger zur Wendezeit, welche weitestgehend zugesehen haben, wie eine ganze Volkswirtschaft privatisiert und abgewickelt wurde. Von der ehemaligen ökonomischen Stärke der DDR, immerhin war sie die zehntgrößte Industrienation, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Nur Privatisierung auf diesen historischen Vorgang zu beschränken, auch wenn sie sehr intensiv betrieben wurde und mit ihrer Hilfe Milliarden umverteilt, würde etwas zu kurz greifen, da solche Vorgänge für das System des Kapitals typisch sind. In einem weiteren Kommentar wurde darauf reagiert, wobei die Ereignisse 1989/90 in den Vordergrund gerückt wurden, nicht Privatisierung stand im Mittelpunkt, sondern die politischen Ereignisse, der Ablauf dieser, in qualitativ unterschiedliche Phasen geteilt. Das es sich dabei um ein streitbares Thema handelt, war einem weiterem Beitrag zu entnehmen, wobei die Überschrift zwischenzeitlich dem Thema angepasst wurde. Diese Beiträge zum Anlass nehmend, schrieb ich folgendes und veröffentlichte dieses in der Mailingliste:

 

Hallo …, …,und alle anderen Nutzer dieser Liste,

ich finde es durchaus inspirierend, bin jedoch etwas überrascht in welche Richtung diese Diskussion geht. Ursprünglich ist es in der “Ode” um die mir zum Teil unverständliche und oft ungeprüfte Heiligsprechung von Investoren gegangen, welche ein hohes Ansehen genießen, wenn sie nicht gerade als klassifizierte Heuschrecken daherkommen. Das in diesem Zusammenhang eigentlich alle Investoren Heuschrecken sind, wird gern vergessen und der Illusion vom guten und bösen Kapitalismus gefolgt. Dabei habe ich nicht einmal an die Rolle von Investoren beim Ausschlachten der Volkswirtschaft der DDR gedacht, sondern an ihre allgemeine Rolle, welche diese in der BRD eigentlich vor dem Untergang der DDR schon gespielt haben. So war es immer schon üblich kommunales Eigentum zu privatisieren, Zuschüsse dafür zu kassieren, es unter Umständen auszuschlachten und die Reste den Kommunen wieder zu übereignen, mit der Aufgabe dieses Eigentum wieder privatisierungsfähig zu machen. Das ist also kein Problem aus der Zeit des Untergangs der DDR, sondern ein permanent präsentes nicht nur im Kapitalismus der BRD. Die Blauäugigkeit in solchen Fällen ist allgemein und weit verbreitet, was nun 1989/90 über die Bürger der DDR gekommen ist, war für die meisten neu, es entsprach nicht ihrer praktischen Erfahrungswelt, auch ein Grund warum die Gefahr verkannt wurde. Die Bürger der alten BRD hingegen hatten längst damit gelernt zu leben, sie kannten es eigentlich nicht anders. Erst in jüngerer Vergangenheit häuft sich Widerstand gegen die verschiedensten Privatisierungsbestrebungen, so ist es zum Beispiel vor Jahren gelungen die Privatisierung der Stadtwerke in Quedlinburg zu verhindern. In diesem Fall stellte sich die Situation etwas anders da, die Stadtwerke schrieben und schreiben schwarze Zahlen und wurden zum Zwecke der Privatisierung schlecht geredet. Die Argumente der Privatisierungsbefürworter konnten relativ einfach widerlegt werden. Anders im aktuellen Fall des Kurzentrums, dieses wird defizitär geführt, die Stadt Quedlinburg ist finanziell überfordert und so ist es nicht ganz so einfach gegen eine Privatisierung zu argumentieren.

Aber zurück zu 89/90:

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