Archive for the ‘Auseinandersetzung in Quedlinburg’ Category

CDU Stadtverband ./. Loch, eine Forderung, eine Auseinandersetzung!

Thursday, September 19th, 2013
Wer in einer solchen Situation, in einer solchen politischen Auseinandersetzung einen Rechtsanwalt bemüht, propagiert damit eigentlich nur seine Unfähigkeit eine solche Auseinandersetzung selbst zu führen und/oder bestätigt die Richtigkeit der kritisierten Aussagen!

 

 

Heute erhielt ich ein Schreiben vom Rechtsanwalt der CDU im Zusammenhang mit einem Beitrag in diesem Blog. Der Beitrag wurde bis 20.09.2013 um 15:30Uhr insgesamt 38 x gelesen. Also nicht all zu oft. Ohnehin wird nicht all zu oft auf diesen Blog zugegriffen, im Gegensatz zu meinem ursprünglichen Blog, welcher schon mal auf 700 – 1000 Zugriffe am Tag verweisen konnte, hat es dieser bis jetzt gerade einmal auf 30 – 100 Zugriffe pro Tag gebracht.
Also vom Rechtsanwalt der CDU erhielt ich ein Schreiben mit Anlagen, in den Anlagen fand sich eine Vollmacht, eine Kostennote und eine Unterlassungserklärung, beweise für die Falschheit meiner Aussagen hingegen nicht.
So heißt es im Schreiben:
„CDU Stadtverband ./. Loch
Sehr geehrter Herr Loch,
in obiger Angelegenheit zeigen wir mittels der im Original anliegenden Vollmacht, die Vertretung des CDU Stadtverbandes Quedlinburg, vertreten durch den Vorstand, dieser vertreten durch den Vorsitzenden Frank Ruch, Breite Straße 37, 06484 Quedlinburg, an.
Unser Mandant hat uns beauftragt, seine Ansprüche Ihnen gegenüber im Zusammenhang mit dem von Ihnen betriebenen Blog kucaf.blogspot.de „Was so bewegt II!” wahrzunehmen.
Unter dem genannten Blog „Was so bewegt II!” haben Sie einen Eintrag unter dem 27.08.2013 unter der Überschrift (Wahl-) Kampfblatt der CDU einen Passus verfasst, der geeignet ist, unserem Mandanten ganz im allgemeinen verächtlich zu machen.“
Dem Mandanten, also die CDU „ganz im allgemeinen verächtlich zu machen“, wird mir vorgeworfen, dabei habe ich mich nur mit einen Text auseinandergesetzt und das auf Grund eigener Erfahrungen und eigenen Wissens. (Wobei das „verächtlich zu machen“ schafft die CDU mittels ihrer Politik und deren Folgen allein und viel besser, als es außen stehende könnten, ich habe maximal den Spiegel vorgehalten, was erschreckend genug sein kann.) Aber weiter im Text: 
„Sie haben ferner Auszüge aus der von unserem Mandanten herausgegebenen Zeitung „Stadtbote der CDU” abgebildet, wozu Sie keinerlei Genehmigung des Rechteinhabers, sprich unseres Mandanten hatten.“
Ja ich habe etwas aus dem „Stadtboten der CDU“ abgebildet, dieses aber nur, um dem Leser aus Verständigungsgründen den gegenständlichen Text zugänglich zu machen. Außerdem hatte die CDU von mir auch keine Genehmigung ihren Stadtboten in meinen Briefkasten zu deponieren. In diesem Zusammenhang sollte sich nicht nur der Herr Rechtsanwalt fragen, warum Werbung für Parteien verteilt wird und um etwas anderes als eine Werbeschrift für die Ansichten der CDU handelt es sich bei besagten Stadtboten nicht! Des weiteren kann auch ins Bewusstsein gerückt werden, das es auch Reaktionen auf diese Webung geben kann. Als etwas anderes ist mein Beitrag nicht gedacht und auch nicht zu sehen.“    
„Wir haben Sie daher aufzufordern,“ heißt es dann weiter, „die Abbildung des Stadtbotens einschließlich der Innenseiten zu entfernen.“
Das ist doch mal was, die CDU verbreitet mittels ihres Stadtboten ihre Standpunkte, verteilt diesen in der Stadt und jammert wenn es Reaktionen darauf gibt, welche nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Wie schon geschrieben, den Gegenstand meiner Betrachtung wollte ich nicht schuldig bleiben. Die Veröffentlichung ihrer Texte hingegen hat die CDU selbst zu verantworten und somit auch die Reaktionen. Und wie ist es eigentlich um die Meinungs- und Pressfreiheit in der CDU bestellt?
Das eine Frist gesetzt wird, entspricht für solcher Art der Auseinandersetzung durchaus den  Geflogenheiten und so ist weiter zu lesen:
„Frist hierfür
Freitag, den 20.09.2013, 12.00 Uhr.“
Aber nicht nur dass sich darüber hinaus für den Leser auf Grund der Abbildung ein komplexes Bild ergibt, werden im Schreiben des Rechtsanwaltes nun von mir kommentierte Auszüge, aus dem Zusammenhang gerissen und  wiedergegeben. Zu lesen ist:
„Darüber hinaus greifen Sie Auszüge auf, kommentieren diese in einer Form, die dazu geeignet ist, unsere Mandantin verächtlich zu machen.
Sie führen aus
„Dass er dabei in der Auseinandersetzung mit dem Betreiber des Kulturzentrums in der Reichenstraße auf diverse Lügen zurückgreift…”“
Nun habe ich durchaus Lügen und Halbwahrheiten benannt, der Herr Rechtsanwalt hingegen konstatiert, aus dem Zusammenhang herausgerissen, bleibt aber den Beweiß für die Falschheit der Aussage schuldig.
Aber weiter im Text:
„Und weiter,
„Wie der Blinde von der Farbe, schreibt dieser CDU-Politiker …”“ und auch hier wird die Fortführung verschluckt, denn fortführend schrieb ich: … über das Kulturzentrum, nur dass er dabei die Augen schließt und tatsächliche Zusammenhänge ignoriert.
Da nun alle guten oder weniger guten Dinge drei sind heißt es weiter:
„Und,

… wann die Mitarbeiter des Kurzentrums ihre Kündigung erhalten …

Tuesday, December 4th, 2012

Kündigung unterm Weihnachtsbaum?

Zwar kann ich nicht sagen, wann die Mitarbeiter des Kurzentrums ihre Kündigung erhalten werden, in jedem Fall hat der Rat der Stadt Quedlinburg heute die Schließung des Kurzentrums beschlossen. Der erste Tagesordnungspunkt war es nicht, auch nicht die einzige Privatisierung über welche gesprochen wurde, bevor es um die Schließung des Kurzentrums Bad Suderode ging, wurde über den Stand der Privatisierung des Krematoriums gesprochen. Zur Schließung des Kurzentrums referierte der Oberbürgermeister, er wiederholte die bekannte Leier von der Alternativlosigkeit, dass Investoren keine Steine in den Weg gelegt werden dürfen und so weiter und so fort. Anträge wurden eingebracht und zur Diskussion äußerten sich eigentlich nur Gegner der Schließung wie vorgeschlagen, in einem Beitrag ging es um eine Verschiebung des Termins auf den 31.12.2013, ein anderer Beitrag wollte die Schließung bis zur Übergabe an den Investor verschieben, beide Anträge wurden mittels namentlicher Abstimmung abgelehnt. Als der Oberbürgermeister ein zweites mal das Wort ergriff, verkündete er, das er nach bestimmten Ausführungen nicht schlauer geworden ist. Insbesondere betraf dieses Aussagen zu einer „warmen Übergabe“, was letztlich eine lückenlose, den Betrieb des Kurzentrums nicht unterbrechende Übergabe betrifft. Die Entscheidung liege beim Investor, auch ob dieser das von der Stadt entwickelte Konzept oder ein anderes umsetzt, so der Bürgermeister, was eigentlich nur auf die Bedingungslosigkeit der Privatisierung verwies. Verwiesen wurde auch darauf, dass das Land Sachsen-Anhalt einem Investor finanzielle unterstützen wird. Der einzige Beitrag, welcher das Interesse der Mitarbeiter im Auge hatte, die Privatisierung an sich in Frage stellte und darauf verwies das Land Sachsen-Anhalt wieder in die Verantwortung zu zwingen, kam vom Fraktionsvorsitzenden des Quedlinburger Bürgerforums Christian Amling. Die Abstimmung war namentlich und eine Mehrheit stimmte für die Schließung wie beantragt. Von Fraktionen wie CDU, FDP, SPD und anderen, war kaum etwas anderes zu erwarten, enttäuschend die Entscheidung so manches Abgeordneten der Linken und wenn ich es richtig mitbekommen habe, war es die Fraktion des Bürgerforums welche geschlossen gegen die Schließung gestimmt hat.

Dabei läge eine Lösung für das Kurzentrum darin, neben dem nachdrücklichen Bestreben das Land Sachsen-Anhalt wieder in die Verantwortung zu nehmen, das Kurzentrum den Stadtwerken anzugliedern. Immerhin sollte dieses vor Jahren schon privatisiert werden und somit dürfte dieses den Privatisierungsbefürwortern nicht stören, immerhin wäre es nach ihrem Willen gegangen, stünden heute der Stadt die Gewinne der Stadtwerke nicht mehr zu Verfügung. In diesem Zusammenhang könnten die Stadtwerke auch gleich das Krematorium übernehmen und der Stadt unterm Strich mehr Handlungsfreiheit erhalten. Es ist schon erstaunlich, mit welcher Naivität Abgeordnete des Stadtrates dafür sorgen, die Stadt in immer umfassenderem Maße in Abhängigkeit zu anderen Institutionen zubringen. Diese Damen und Herren scheinen zu vergessen, dass letztlich die Arbeitskraft verantwortlich für Wertschöpfung und gesellschaftlichen Reichtum ist und nicht das Geld an sich. Die finanziellen Probleme der Stadt werden so nicht gelöst, ganz im Gegenteil, sie werden sich verschärfen, Investoren wollen Gewinne sehen, egal was es kostet und wer diese garantiert! Und warum sollte eine Stadt, unter selben Bedingungen, nicht das Selbe leisten können wie ein privater Investor, nur im Interesse der Stadt und nicht im Interesse privatwirtschaftlicher Gewinnoptimierung? Das der Stadtrat mit diesem Beschluss selbst den vor Ort ansässigen Gewerbetreibenden in den Rücken fällt, scheint diesen nicht einmal aufzufallen. Dabei mache ich mir keine Illusionen über die praktizierte parlamentarische Demokratie, nur hat mit diesem Beschluss in Quedlinburg die Fraktion der kleinen und mittelständischen Unternehmen verloren, nicht mehr ihr werden in Zukunft die Subventionen welche mittels Kurzentrum verteilt wurden zukommen, sondern dem Investor, welcher dieses übernehmen wird.

Die Mitarbeiter des Kurzentrums können ja darüber nachdenken, was sie unternehmen, um ihre Interessen zu vertreten. Vielleicht ist ja der eine oder andere gewerkschaftlich organisiert um von dort Unterstützung erhalten, in jedem Fall kann um den Erhalt der Arbeitsplätze gekämpft werden. Aber auch ein Bürgerentscheid zum Kurzentrum wäre möglich, letztlich müsste dieser aber die Privatisierung an sich in Frage stellen. Wer wartet, das andere für ihn aktiv werden, wer dem Prinzip Hoffnung folgt, kann letztlich nur enttäuscht werden. Traurig, ob nun Krematorium oder Kurzentrum, wie leicht es ist die Bürger zu enteignen und die damit verbundenen Lasten aufzubürden!

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Auf Facebook hatte ich diesen Beitrag verlinkt …

Monday, December 3rd, 2012

Auch dem Un folgt mancher Sinn…, was Sinn macht!

Auf Facebook hatte ich diesen Beitrag verlinkt und folgenden Kommentar erhalten: „Das ist völliger Quatsch. Thomas, wenn Qlb die Möglichkeit hätte, bis zu 1,4 Mio € Verlustausgleich stemmen zu können, würde sie es auch tun, kann sie aber nicht. Mensch, “Instrument zum Drücken von Löhnen” … So ein Unsinn.“ diesen Kommentar wollte ich so nicht stehen lassen und formulierte folgende Antwort: „Zum letzteren wäre zu fragen, warum die Schließung, wenn Investoren bereit stehen? Zum ersten und die Verluste bedenkend, kann eine Stadt wie Quedlinburg dieses sicher nicht stemmen, warum auch? Die Stadt hat sich aber instrumentalisieren lassen und gibt dem ausgeübten Druck nach. Neu ist so etwas nicht und auch Privatisierungen wie die des Kurzentrums in Bad Suderode bedürfen ihrer Vorbereitung und dazu gehört es eine scheinbar aussichtslose Situation zu schaffen. Nicht nur im Falle des Kurzentrums funktioniert so etwas gut, wenn es gelingt die Aufmerksamkeit auf ein Problem zu lenken, meistens die Schuldensituation und keine komplexe Betrachtungsweise zuzulassen. Ein Investor* kann so nicht als Räuber entlarvt, sonder als Retter verkauft werden, die Hoffnung soll ja zuletzt sterben!
In diesem Zusammenhang zu klären, welche Aufgabe das Kurzentrum über Jahre hatte, sollte dabei nicht versäumt werden. Es ist nicht ohne Grund als defizitäres Unternehmen installiert und über Jahre geführt worden. Unterm Strich betrachtet, handelt es sich beim Kurzentrum um eine Subventionsmaschine, bis jetzt für regionale Wirtschaftsunternehmen, was sich nun mittels Privatisierung ändern soll. Die Politik im Land hat den Hebel umgelegt, von ehemals Wirtschaftsförderung in der Region, zu überregional agierende Unternehmen, in der Regel Monopole und deren Ableger, wie auch institutionelle Anleger.
Versuche bitte einmal das Kulturzentrum nicht nur von der Schuldenseite für die Stadt zu betrachten, sondern in seiner gesamtwirtschaftlichen Wirkung.

Übrigens ist es egal, ob als Privatperson, als Unternehmen, oder als Kommune, wer sich von seinen Schulden leiten lässt, hat im Prinzip schon verloren und handelt in der Regel nicht mehr in seinem Interesse. Vielleicht hilft es auch daran zu erinnern, dass Kommunen im Allgemeinen die geringste Schuld an ihrer Verschuldung tragen. Schulden sind ein Mittel der Politik, welches zur Steuerung dient!

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Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben – Gedanken zur Kündigung von Kurzentrumsmitarbeitern

Tuesday, November 13th, 2012

Mitarbeiter müssen weiter zittern“, ist ein kurzer Bericht im Zusammenhang mit dem Kurzentrum Bad Suderode heute (12.11.2012 Seite 9.) in der MZ überschrieben. Zu erfahren ist, dass es eine Personalentscheidung vom Stadtrat erst am 22. November geben wird, also in 10 Tagen. Für die Mitarbeiter hingegen spitzt sich die Situation zu, da für diese alles andere als sicher ist, was aus ihren Arbeitsplätzen wird. Daran wird sich auch nicht viel ändern, wenn der Stadtrat einen Beschluss fasst, welcher letztlich ohnehin nur das weitere Vorgehen bis zur Privatisierung regelt. Vertagt wurde die Entscheidung, weil mit der ursprünglich geplanten Vorgehensweise, Mitarbeiter zum 31. Dezember zu entlassen und freie, sowie freiwerdende Stelen nicht wieder zu besetzen, das Weiterbetreiben des Kurzentrums in Frage gestellt wäre. Da ein solcher Zustand auch Auswirkungen auf die vom Kurzentrum partizipierenden und abhängigen Unternehmen hätte, wurde dann doch Kritik laut. Letzteres wird im Falle der Entscheidung eine größere Rolle gespielt haben, als die vorgeschobenen Interessen der Beschäftigten, denen schon mal eine Verschlechterung ihrer Situation zugebilligt wird. Das in diesem Zusammenhang auch eine Rolle spielt, dass ein Teil der gut qualifizierten Kräfte nach Kündigung versuchen würden ihre Arbeitskraft woanders zu verkaufen, steht außer Frage. Da auch ein privatisiertes Kurzentrum entsprechend qualifizierte Kräfte benötigt, wäre es für den Verkauf sicher nicht von Vorteil diese im Vorfeld ziehen zu lassen. So gesehen steht hier nicht das Interesse der Beschäftigten im Vordergrund, sondern das der vom Kurzentrum abhängigen Unternehmen und der Stadt als Verkäufer des Kurzentrums.

Der Personalrat des Kurzentrums hatte unlängst gefordert, die Mitarbeiter weiterzubeschäftigen, bis die Privatisierung der Einrichtung unter Dach und Fach ist,“ ist zu lesen, wobei besser wäre zu fordern, den Privatisierungsbeschluss aufzuheben, das Kurzentrum weiterzubetreiben und das Land wieder in seine Verantwortung für das Kurzentrum zu zwingen. Untermauert wird die Forderung des Personalrates mit der weiterführenden Aussage; „Außerdem fürchten die Arbeitnehmervertreter, dass eine Lücke in der Bewirtschaftung des Kurzentrums zahlreiche Arbeitsplätze in Bad Suderode gefährdet: Mehr als die Hälfte der 400 Jobs in dem Quedlinburger Ortsteil hängen direkt oder indirekt von diesem Betrieb ab.“ Dieser Tatsache ins Auge schauend und nicht wissend was im Falle einer Privatisierung aus ihren Arbeitsplätzen wird, wäre es für die Beschäftigten des Kurzentrums, wie auch für die Beschäftigten der vom Kurzentrum abhängigen Unternehmen, durchaus angeraten für ihre Interessen zu kämpfen. Wenn diese für ihre Interessen, für den Erhalt des Kurzentrum im öffentlichen Eigentum, dessen Weiterbewirtschaftung streiken würden, würde unter Umständen auch so manch anderem ein Lichtlein aufgehen, was ohne dem Kurzentrum in Bad Suderode sein würde. Was haben die Beschäftigten zu verlieren, gekündigt werden sie ohnehin und ob sie wieder eingestellt werden ist fraglich?

Theater um Theaterfusion, Umstrukturierung, Privatisierung und andere Formen kommunaler Enteignungen in Quedlinburg!

Tuesday, November 13th, 2012

Vorgedanke: – Mit der Macht des Geldes gehen allgemeine kulturelle Errungenschaften mehr und mehr dem Bach runter, wird Vielfalt der Einfalt geopfert und die Einfältigkeit der Lakaien in ihrer Pflichttreue scheint grenzen- aber auch phantasielos. –

In der Not frisst der Teufel Fliegen, trennen sich Kommunen von ihrem Eigentum und begeben sich immer mehr in von sie nicht zu beeinflussende Abhängigkeiten, geben somit ihre Autonomie mehr und mehr auf und damit auch entscheidende Gestaltungsmöglichkeiten der Bürger. Sie werden zu Bittstellern, wenn vermeint wird, dass das Trennen von eigener wirtschaftlicher Substanz sie von ihrem finanziellen Elend erlösen könnte. Aber wie auch in anderen Fällen, Geld ist Maß der Werte und Maßstab der Preise, Zirkulationsmittel, Zahlungsmittel, Akkumulationsmittel oder Mittel zur Schatzbildung und in der kapitalistischen Warenproduktion vermittelt das Geld die grundlegenden gesellschaftlichen Beziehungen. Es verwandelt sich in Kapital und wird zum Ausdruck des kapitalistischen Reichtums. Letzteres bedeute auch für Kommunen nichts anderes, als das der Reichtum der Gesellschaft mittels Akkumulation des in Kapital verwandelten Geldes erzeugt wird. Wenn Kommunen sich von kommunalen Eigentum trennen, so ist dieses auch immer ein Akt der Umverteilung gesellschaftlichen Reichtums zu Ungunsten der Gesellschaft. Das solche Vorgänge die verschiedensten Formen annehmen können, ist auch in Quedlinburg zu sehen, die Folgen für die Menschen dieser Stadt rücken dabei in den Hintergrund, dafür werden Ängste, meist auf rein spekulativer Basis und auf niedrigen Niveau in den Vordergrund gestellt. Es ist die Angst, welche das Handel der Menschen bestimmen soll und nicht die Vernunft.

Gegenwärtig steht die Fusion des Nordharzer Städtebundtheater mit der Landesbühne Eisleben auf dem Plan. Der Kulturausschuss des Quedlinburger Stadtrats hat jüngst beraten und die MZ darüber berichtet.

Es ist schon eine Not mit der Jammerei über die Not, ohne Not verbreiteter Illusionen folgend und die übliche Alternativlosigkeit verkündend. Dem Stadtrat soll „das Papier“ zur Fusion am 13. Dezember vorgelegt werden und es bleibt abzuwarten wie dieser entscheiden wird. Das auch in diesem Zusammenhang der Oberbürgermeister eine „absolute Katastrophe“ orakelt, im Falle der Beibehaltung des „Status Quo“, verwundert wenig, malte er in anderen Zusammenhängen doch schon so manchen Teufel an die Wand. Zum Untermauern der prekären Situation der Stadt wird vom Oberbürgermeister die „Pro-Kopf-Verschuldung … in Quedlinburg“ bemüht, welche bei 743 Euro anzusetzen sei. Dem nicht genug, ist „„das … ein überkritischer Bereich“ sagte Brecht und wies darauf hin, dass weitere finanzielle Unterstützung des Landes „davon abhängt, wie konsolidierungsbereit wir sind““. Einmal davon abgesehen, dass auch in anderen Fällen das Land, der Kreis und andere aufsichtführende Behörden bemüht werden, sei hier an eine Aussage des Bürgermeisters vor einigen Jahren, im Zusammenhang mit der vorgesehenen Privatisierung der Stadtwerke erinnert. Damals war in der MZ zu lesen: die freiwilligen Aufgaben der Stadt entsprächen nicht ihrer Wirtschaftstraft; Quedlinburg ist mit rund 30 Millionen Euro verschuldet. Pro Kopf sind das etwa 1 400 Euro – Quedlinburg sei damit Spitzenreiter.“ Nun war Quedlinburg damit alles andere als Spitzenreiter und vielleicht war diese Summe damals vom Bürgermeister zum Zwecke der Veräußerung kommunalen Eigentums „optimistisch“ übertrieben, in jedem Fall sind 1400,-€ mehr als 743,-€. Was ist also los in dieser Stadt, die Verschuldung, einmal vorausgesetzt die Aussagen des Ober/Bürgermeisters entsprechen/entsprachen den Tatsachen, ist sogar geringer als vor vier Jahren und das trotz Kurzentrum, trotz Krematorium und trotz Theaters in der jetzigen Form, trotz Sanierung und Umgestaltung des Marktplatzes und einigem mehr. Hier stimmt doch etwas nicht!


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Auch das ist Quedlinburger Geschichte!

Monday, September 10th, 2012

Auch das ist Quedlinburger Geschichte!

Als die Ereignisse stattfanden, um welche es im folgendem Beitrag geht, wohnte ich noch nicht in Quedlinburg und mein Tätigkeitsbereich hatte sich im Juli von Quedlinburg weg bewegt.

Zum Zeitpunkt der Ereignisse befand ich mich bei Köln auf einen Lehrgang und erfuhr erst im Nachhinein von diesen. Dabei kamen die Übergriffe auf das Asylbewerberheim in Quedlinburg nicht aus heiterem Himmel, faschistisch motivierte Gruppen trieben in der Stadt schon eine ganze Weile ihr Unwesen und für solche Übergriffe gab es durchaus unrühmliche Beispiele. In Quedlinburg selbst hatte es z. B. auch Übergriffe auf eine Kneipe gegeben, welche vor allen von Jugendlichen besucht wurde. Die Angriffe konnten dabei erfolgreich abgewehrt und dem faschistischen Mob Beine gemacht werden. So sensibilisiert hatte sich ein Widerstandspotenzial in Quedlinburg entwickelt, welches auch im Zuge der Übergriffe auf das Asylbewerberheim zum tragen gekommen ist und letztlich den Angreifern couragierte Bürger entgegen traten. Trotzdem hinderte dieses nichts am „Einknicken“ der offiziellen Politik vor dem faschistisch motivierten Mob, in dem die Asylbewerber aus Quedlinburg zügig ausquartiert wurden.

Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen vor 20 Jahren in Quedlinburg sollte nicht vergessen werden, die Frage nach den Ursachen faschistoiden Treibens in dieser Zeit zu stellen. Die DDR, der einzig konsequent antifaschistische Staat auf deutschen Boden, war Geschichte, eine Privatisierungswelle ohne Gleichen rollte über das Land und entfaltete sich in flächendeckender Deindustrialisierung. Menschen wurden entwurzelt, ihrer Existenzgrundlage beraubt und zu Bettlern gemacht, wobei in diesem Zusammenhang nicht nur faschistische Ideologie die Schuldigen gleich mitlieferte. Die Erfahrungen mit dem anderem System waren neu und viele waren geneigt den Verlautbarungen der Medien zu folgen.

Quedlinburg hat den Stempel der UNESCO Weltkulturerbe zu sein, zum Erbe dieser Stadt gehören auch diese und ähnliche Ereignisse der jüngeren Vergangenheit!

11.09.2012 ‘Sechs Tage im September’

Im September 1992 griffen Rechtsextremisten das Asylbewerberheim in der Oeringer Straße an. Sie warfen Steine und Brandsätze auf die Bürger, die sich schützend vor das Tor stellten, riefen ihre Parolen und bekamen Applaus von neugierigen Quedlinburgern, die dem Geschehen zuschauten.

Zwanzig Jahre danach ist es Zeit daran zu Erinnern. Koordiniert vom Runden Tisch für Demokratie und Rechtsextremismus lädt die Ortsgruppe der B90/Die Grünen und der Dachverein Reichenstrasse e.V. am Dienstag dem 11. September 2012 um 18.30 Uhr zu einer Podiumsdiskussion ein. Von Sebastian Striegel Moderiert, werden Fragen aufgeworfen, die die damalige Situation aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten sollen. Es wird auch gefragt – Wo steht Quedlinburg heute? Im Anschluss wird die Möglichkeit gegeben sich mit Fragen und Anregungen an das Podium zu wenden. Die offene Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten.

Wann: 11.09.2012 um 18.30 Uhr

Wo: Saal des KuZ Reichenstraße

Quelle: Klick!

Diesbezüglich findet am 13.09.2012 um 16:00 Uhr im Schülercafé der Reichenstraße ein Zeitzeugengespräch statt. Vier Menschen, die damals auf unterschiedliche Weise mit den Geschehnissen in Verbindung standen, erinnern sich und schildern ihre Sichtweisen darauf. Die offene Veranstaltung richtet sich hauptsächlich an Jugendliche – aber auch alle anderen Interessierten sind willkommen!

Auf der Seite des MDR findet sich ein Beitrag zum Thema

 

 Quelle: Klick!

„Neues aus Kirche und Stadt“, der Brief eines Abgeordneten an die Bürger der Stadt!

Friday, September 7th, 2012

Nun hatte ich vor einigen Tagen die Kurzfassung des Masterplans zur Nutzung … des Stiftsberges unter den Titel, „was wird auf dem Schlossberg geschehen“, veröffentlicht und nun findet sich auf der Seite des Bürgerforums Quedlinburg ein Brief des Abgeordneten Christian Amling mit der Überschrift „Neues aus Kirche und Stadt“, welcher sich mit dem Thema auseinandersetzt und an die Bürger der Stadt gerichtet ist. Im Brief wird sich aber nicht nur mit Vorgängen den Stiftsberg betreffend, sondern auch mit der Vorgehensweise im „vertraulichen Rahmen“ beschäftigt. Interessantes ist über die Umstände des Zustandekommens des Masterplans zu erfahren. Grundsätzlich sollten die Quedlinburger über solche Vorhaben informiert werden, da sie letztendlich entscheidende Auswirkungen für die Stadt haben werden. Den Brief habe ich vom Blog des Bürgerforums kopiert, werde ihn hier im folgenden wiedergeben und als zusätzlich als Datei hinterlegen.

Neues aus Kirche und Stadt

Für den Stadtrat am 19.07.2012 hatte die Verwaltung eine Vorlage erarbeitet, die im nichtöffentlichen Teil behandelt werden sollte. Sie erschien unter dem Namen:

Richtungsentscheidung zur Umsetzung des neuen Nutzungs- und Präsentationskonzeptes für den Stiftsberg in Quedlinburg

Der Beschlussvorschlag lautete:

Der Stadtrat beauftragt den Oberbürgermeister, auf der Basis des von der ARGE culture concepts/KK architekten erarbeiteten Nutzungs- und Präsentationskonzeptes (Kurzfassung als Anlage), mit der Fortführung der Gespräche zwischen den Vertretern des Gemeindekirchenrates des evangelischen Kirchspiels Quedlinburg und der Domschatzverwaltung Quedlinburg/Halberstadt sowie der Stadt Quedlinburg mit der Zielstellung der Umsetzung eines gemeinsamen Betreibermodells.

Schon seit einigen Monaten erscheint es mir sehr wichtig, diesen wesentlichen Sachverhalt öffentlich zu diskutieren, denn er betrifft die im wahrsten Sinne des Wortes „Heiligste Kuh” der Quedlinburger, das Schloss mit der Stiftskirche, unter Umständen sehr tiefgreifend. Einigen Mitgliedern des Rates und der Verwaltungsspitze ist diese Vorstellung wohl nicht sehr angenehm, denn Volkes Stimme ist unberechenbar. Aber damit muss man in einer Demokratie leben!

Aus diesem Grund stellte das Bürgerforum den Antrag, diesen Tagesordnungspunkt im Öffentlichen Teil der Sitzung abzuhandeln. Erstaunlicherweise erhielten wir dafür nur ganz wenige Ja-Stimmen.

Was sind die Ursachen für diese Geheimniskrämerei?

Vordergründig wurde ich auf einen kleinen Stempelabdruck verwiesen, der auf der oben erwähnten Anlage prangte und den irgendjemand dort vorsorglich hingesetzt hatte: vertraulich.

Ich sage hier ganz bewusst vorsorglich, denn ich kann in dieser Anlage nichts Vertrauliches finden. Es handelt sich dabei um eine Konzeption, die ich gleich noch genauer erläutern werde, in der zwei vom Kirchspiel „preisgegebene” Zahlen stehen: Die jährliche Besucherzahl des Domschatzes und der damit von der Kirche erwirtschaftete Gewinn.

„Soll die Kirche diese Zahlen aus der Presse erfahren?”, fragte OB Brecht in der nichtöffentlichen Diskussion. Warum nicht? Wir legen in jedem Stadtrat z.T. Dutzende von Betriebsdaten aller möglichen Firmen öffentlich, im letzten gerade der Wowi, QTM und Stadtwerke, aber auch vieler privater Firmen. Ist die Kirche da etwas Besonderes? Sie ist nicht privat und sie ist auch nicht geheim! Wer diesen Gedanken aufkommen lässt, schadet der Kirche vielleicht mehr als er ihr nützt.

Zur Vorgeschichte:

Nachdem der Stadt Quedlinburg im Jahr 2010 umfangreiche Fördermittel für nationale Welterbestätten bewilligt worden waren, die insbesondere Stiftskirche und Altstadt betrafen, musste für den Schlossberg ein Zielkonzept erarbeitet werden, das langfristig und nachhaltig den Bestand des Schlossberges absichern und die Verbesserung der musealen Vermarktung des Ensembles untersuchen sollte.

Für diese Planung wurde im Herbst 2010 eine Lenkungsgruppe gegründet, in der sich Vertreter des Landesverwaltungsamtes, des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie sowie Mitarbeiter der Verwaltung (OB Dr. Brecht und Fachbereichsleiterin 3 Birgit Voigt) mit dem Thema beschäftigten. Kurz darauf arbeiteten in dieser Gruppe auch Vertreter der Domschatzverwaltung mit (Dr. Steinhäuser und Dr. Labusiak) und noch etwas später ließ sich der Stadtrat Wolfgang Docke vom Kultur- und Sozialausschuss in dieses Gremium wählen.

Im Juni 2011 vergab der Wirtschaftsausschuss den Auftrag für die Erstellung eines Masterplans für den Stiftsberg an die ARGE culture concept. Die Lenkungsgruppe tagte ein knappes Jahr lang hinter sehr fest verschlossenen Türen und dann war es endlich soweit: Am 8. 5. 2012 war der Masterplan erstellt und am 15. 6. 2012 präsentierten Frau Dr. Dümcke und Herr Karau ihr Werk „Nutzungs und Präsentationskonzept Stiftsberg”, erarbeitet im Auftrag der Stadt Quedlinburg, vor einem illustren Personenkreis im Rathaus. Geladen waren Vertreter des Gemeindekirchenrates des Kirchspiels Quedlinburg, die beiden oben genannten Vertreter der Verwaltung, die Fraktionsvorsitzenden und die Ausschussvorsitzenden.

Der Masterplan ist sehr umfassend. Ich kann mich hier nur auf Aussagen aus der „vertraulichen” Kurzfassung beziehen. (Allerdings ist das Gesamtwerk jedem Stadtrat zur Einsichtnahme zugänglich!)

Von Anfang an stützte ich mich in der Diskussion auf den Passus (4): Kommunikation des Projekts „Der exponierten Bedeutung des Stiftsbergensembles für die Stadt Quedlinburg sowie das Land SA entsprechend, ist der öffentlichen Kommunikation des Projekts eine hohe Bedeutung beizumessen. Neben der Präsentation der Ergebnisse der Studie vor relevanten Entscheidungsträgern ist auf eine Verankerung des Projekts bei den Bürgern der Stadt Quedlinburg hinzuwirken. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass bereits der Begriff „Stiftsberg” für die Quedlinburger unvertraut ist. Die Berater empfehlen, für das Projekt eine Kommunikationsstrategie zu entwickeln.”

Dieser neue Masterplan, der übrigens (im Zeitalter der Berater) nicht billig war, umfasst trotz seiner Fulminanz eigentlich nur drei ganz einfache Fragen:

Wer soll es machen?

Wie soll es aussehen?

Wie teuer wird es?

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Empfehlung an Besucher der Stadt Quedlinburg, welche sich durch die Stadt führen lassen wollen!

Tuesday, June 5th, 2012

Empfehlung an Besucher der Stadt Quedlinburg, welche sich mittels Stadtführung diese Stadt näher bringen lassen wollen! Nun dürfte nicht unbekannt sein, dass Qualität ihren Preis hat und gelegentlich es durchaus Qualität für wenig Geld gibt. Also der Preis nicht unbedingt etwas über die Qualität aussagt und letztlich Konkurrenz auch das Geschäft beleben soll, wobei eigentlich keiner der Aktöhre wirklich Konkurrenz möchte. So auch nicht in Quedlinburg, gerade auch wenn es um Stadtführungen geht. Oft bleibt im Kampf der Konkurrenten nicht nur die Qualität auf der Strecke. Und so gibt es Klagen über schlechte Qualität von Stadtführungen, was jüngst erst vom Geschäftsführer der Quedlinburg Tourismus Marketing GmbH mittels Rundmail, verbunden mit der Bitte auf Besucher der Stadt Einfluss zu nehmen, dass diese sich von Vornherein für eine qualifizierte Stadtführung entscheiden. Und einmal davon abgesehen, dass wohl kaum den Besuchern der Stadt diese Entscheidung abgenommen werden kann, dauert mich in diesem Zusammenhang das Gejammer besagten Geschäftsführers. Aus diesem Grund habe ich die Gelegenheit genutzt und sein E-Mail nicht ohne Antwort gelassen. Da so sicher kaum eine Lösung zu erreichen ist!

Das Problem hingegen bleibt und oft ist die Enttäuschung der Gäste groß, wenn eine Stadtführung nicht die erwartete Qualität aufgewiesen hat, wobei die Ansprüche der Touristen sehr unterschiedlich sein können. So gesehen hat sicher eine jede Stadtführung ihre Berechtigung, wobei es dem Touristen durchaus schwer fallen kann, bei der Fülle der Angebote, die seinem Interesse entsprechende richtige Entscheidung zu treffen.

Aus diesem Grund möchte ich hier auch keine der drei Stadtinformationen empfehlen, sondern die Berücksichtigung folgender Tatsachen:

Bevor Sie eine Stadtführung  buchen, hinterfragen Sie die Qualifikation der führenden Person, da diese von Vorteil sein kann, aber nicht vorgeschrieben ist!

Denken Sie daran:

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Gejammer aus Hilflosigkeit?

Wednesday, May 30th, 2012

Gejammer aus Hilflosigkeit?

Ein E-Mail, welches ich eigentlich, neben vielen anderen, nicht mehr erhalten sollte, da meine E-Mailadresse erklärtermaßen aus dem Verteiler gelöscht werden sollte. Nun habe ich aber weiter Nachrichten empfangen, diese gelesen und entweder der Löschung nach 90 Tagen anheim gestellt oder sie in einem gesonderten Ordner gespeichert. Was soll es und nicht jedes E-Mail war nur Werbung, wie das Folgende. Im folgenden E-Mail klagt der Geschäftsführer der Quedlinburg Tourismus Marketing GmbH den E-Mailempfängern sein Leid über die Beschwerde eines „Stadtführungsgeschädigten“. Warum er das in der Öffentlichkeit tut, erschließt sich nicht sofort, wobei er auf mehrere ähnliche Beschwerden verweist die ihn erreichten, in welchen sich aber über Führungen der benachbarten Information beschwert wurde/wird.

Nur warum beschwert er sich, weil er den sich beschwerenden Damen, Herren und Familien eine erklärende Antwort schreiben muss? Muss er das überhaupt? Nun ja, besser ist es, wobei anzuraten wäre dem Schreiben einen Gutschein für eine öffentliche Führung der QTM beizulegen, welches ich in einem E-Mail als Reaktion mir vage zu empfehlen.

Ansonsten braucht Herr Bracht über solche Beschwerden, welche sich zumindest erklären lassen, nicht traurig sein, zeigt es doch, dass es seinem Konkurrenten bis jetzt nicht gelungen ist, in ausreichender Zahl qualifizierte Stadtführer/innen zu akquirieren. Und das trotz der  destruktiven Politik des Geschäftsführers der QTM gegenüber Stadtführern. Was zwar dazu führt, das etliche ihre eigenen Wege gehen, also selbst in Konkurrenz zur QTM treten, aber sich nicht dem „geliebten“ Feinde von Herrn Bracht angeschlossen haben. Das unter Umständen darunter auch die Eine und der Andere sind welche durchaus in der Lage, im Sinne der QTM ins Geschehen einzugreifen, scheint dem Geschäftsführer in keiner Weise bewusst zu sein, insbesondere wenn es um die Pflege eigener Eitelkeiten geht.

Aber wie schon geschrieben, ein Problem wäre es für die QTM wenn es derlei Beschwerden nicht geben würden, dann wäre es dem Konkurrenten gelungen einen qualifizierten Stamm von Stadtführern für sich zu vereinnahmen, oder die ihm zur Verfügung stehenden entsprechend zu Qualifizieren, was bei entsprechendem Willen durchaus möglich wäre.

Bevor ich den Text des E-Mail wiedergeben, erst der Text, welchen ich als Antwort auf diese E-Mail an Herrn Bracht gesendet habe:

Hallo Herr Bracht,

was soll das Geheul, sein Sie doch froh, immerhin ist es nicht die QTM welche schlecht stadtgeführt hat! Und einen entsprechenden Brief zu schreiben, dürfte für Sie doch nicht das Problem sein, oder? Legen Sie diesem Brief einen Gutschein für eine öffentliche Stadtführung der QTM bei, damit sich die Gäste bei ihrem nächsten Besuch von der Qualität der Führungen der QTM überzeugen können. Aber hören Sie auf zu heulen, das ist mehr als nur peinlich, Sie sollten das Beste daraus machen, denn letztlich zeigt es auch, dass Ihr „Lieblingsfeind“ noch nicht über die Potenziale verfügt, welche der QTM im Zusammenhang mit Stadtführungen eigentlich gefährlich werden könnten. Wenn er es trotzdem ist, so sollten Sie sich fragen warum!?

Dieses Gejammer hingegen nutzt niemanden, was versprechen Sie sich davon? Das die Adressaten diese Beschwerden berücksichtigen und wenn ja, wie? Bedacht sei auch, dass ein Unternehmen nicht unbedingt gut ist, weil ein anderes schlecht agiert!

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Nun gibt es einen neunen Leiter der Stadtinformation in Quedlinburg, …

Friday, October 14th, 2011

Zeiten ändern sich, Ansichten auch!

Nun gibt es einen neunen Leiter der Stadtinformation in Quedlinburg, eingestellt wurde er um neuen Wind zu generieren, der Aussage entsprechend so zu sagen als Herzschrittmacher.

In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, das am 21.07.2010 in der MZ zur selben Person zu lesen war: „Auch auf das Angebot, Michael Riegler bei der QTM zu beschäftigen, habe er natürlich ausgeschlagen. “Der Mann ist Historiker, kein Touristiker”, so Bracht. Er habe jedenfalls erst einmal eine einstweilige Verfügung beim Landgericht beantragt – wegen der Namensgleichheit “Quedlinburger Stadtinformation”.“

Nur ädern sich die Zeiten, denn am 07.10.2011 war in der selben Zeitung zu lesen: „Für Michael Riegler gibt es derzeit nichts Schöneres, als im Harz zu arbeiten. … Der 28-jährige Historiker, in Freiburg im Breisgau geboren, kam vor sechs Jahren aus beruflichen wie privaten Gründen nach Hedersleben. Seit vier Tagen ist er der neue Chef der Stadtinformation der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH (QTM).“ Nun scheint es also kein Hindernisgrund mehr zu sein, dass der Mann Historiker und kein Touristiker ist, was ich übrigens damals schon nicht verstanden habe. Auch gab es einen Sinnenswandel zum Umfang der Arbeit, hieß es doch vor über einen Jahr noch: „und um den Harz als Ganzes zu vermarkten, dafür gebe es den Harzer Tourismusverband.“ wobei dieser Sinneswandel des Herrn Bracht durchaus zu begrüßen ist, denn Quedlinburg ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für die Erschließung des Harzes und des Harzvorlandes. Keinen Sinneswandel gab es hingegen in einem anderen Punkt, obwohl der ehemalige Geschäftsführer des oft geschmähten Konkurrenten eingestellt wurde, gilt für die Gästeführer nach wie vor: „was die Gästeführer betrifft, hält sich Bracht noch zurück. Es werde aber keinen Stadtführer geben, “der für ihn und für uns läuft”, gibt er sich kämpferisch.“ Ein wahrer Kämpfer also, nach wie vor, nur wofür?

Ja, es liegt einige Zeit zwischen den beiden Beiträgen in der MZ und einiges Wasser ist die Bode hinuntergeflossen, entscheidende Veränderungen hat es aber nicht gegeben. Immer noch wird ein kindischer Kleinkrieg geführt und mir gegenüber wurde von einer Kollegin auch die Meinung vertreten, dass es vom Geschäftsführer der Quedlinburg Tourismus Marketing GmbH ein kluger Schachzug gewesen sei, diesen Herren abgeworben zu haben. Von jemand anderen habe ich hingegen erfahren, dass die Trennung vom ehemaligen Arbeitgeber wohl nicht reibungslos erfolgte sein soll. Letztlich ist dieses auch weiter nicht von Bedeutung, denn wenn etwas in der Öffentlichkeit mit der konkurrierenden Information zu tun hatte, war immer die Rede vom Initiator und Inhaber dieser, oder dem Mönch, welcher für die „grüne“ Information Führungen realisiert, aber nicht vom Geschäftsführer. Jedenfalls nicht soweit ich mich erinnern kann, lasse mich aber gern auch eines besseren belehren.

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