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März 2010
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Archiv der Kategorie Stadtführung

Ein schöner Tag.

Die Sonne schien

 

Ein schöner Tag.

Heute schien die Sonne, es war warm und in Quedlinburg waren einige Touristen unterwegs. Nun ja, September und Oktober sind gut besuchte Monate, sozusagen Hauptsaison. So sah man auch etliche Führungen vorüberziehen, überraschender Weise viele kleine Gruppen. Ist auch nicht schlecht, diese lassen sich wesentlich besser zusammenhalten und sie ziehen sich nicht so weit auseinander wie es oft bei großen Gruppen der Fall ist. Auch ich führte heute so eine kleine Gruppe durch die Stadt und nach dem ich die Führung beendet hatte, setzt ich mich auf den Marktplatz und gönnte mir ein Eis. So auf einer Bank sitzend, machte ich einige Fotos mit dem Telefon. Solche Fotos sind gut fürs Internet geeignet, da sie kaum angepasst werden müssen.

Hier nur die Fotos vom Marktplatz und einige Bilder von der Marktstraße aus, welche ich in Richtung Heimat entlang ging.

 

Quedlinburger Rathaus Blick in die Marktstraße/Hocken Blick in die Breite Straße, Haus in der Marktstraße Mein Schatten 

Marktstraße Blick von der Marktstraße zur Breiten Straße Türme der Marktkirche Litfaßsäule in der Marktkirche Blick Richtung Quedlinburger Neustadt

 

Individuelle Stadtführung!

 Blick über einen Tisch, Richtung Stadt

 

Individuelle Stadtführung!

Heute habe ich wiedereinmal Feriengäste durch Quedlinburg geführt, eine Familie, Vater, Mutter, Kind. Die Führung begann am Quartier der Familie in der Goldstrasse und führte am Schreckensturm vorbei, durch das Neuendorf, dem Kornmarkt, Marktkirchhof, über den Marktplatz, an der Blasiikirche vorbei, den Ritterplatz tangierend auf den Münzenberg. Dort angekommen nahmen wir im Kaffee, von dessen Terrasse man einen herrlichen Blick über die Stadt und zum Schlossberg hinüber hat, platz. Bei einer Tasse Kaffee erklärte ich einige Sehenswürdigkeiten der Stadt und es entspann sich ein interessantes Gespräch. Nach dem wir uns länger als 30 Minuten im Kaffee aufgehalten und unterhalten hatten, ging es noch eine Runde über den Münzenberg, das Museum hatte leider gerade geschlossen und so verließen wir den Berg auf der Seite zum Mühlgraben hin. Die Atmosphäre, welche man auf dem Münzenberg, mit seinen kleinen Häuschen und den noch vorzufindenden Resten der ehemaligen Klosteranlage erlebt, ist durchaus beeindruckend. Gern verweise ich auch darauf, dass man in Quedlinburger die verschiedensten Atmosphären auf sich wirken lassen kann.

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Tag des offenen Denkmals.

Tag des offenen Denkmals.

Heute ist der Tag des offen Denkmals und trotz gelegentlichen Regens sind nicht wenige Menschen in Quedlinburg unterwegs. Ich selbst war ebenfalls unterwegs, gegen 8.30Uhr half ich einem Verein einen Stand aufzubauen, später hatte ich eine Stadtführung. Und da an einem solchen Tag viele Denkmäler offen stehen, welche sonst nicht zugänglich sind, entschied ich die Gruppe in die Ägidiikirche zu führen. In dieser Kirche, einer der ältesten Kirchenstandorte in Quedlinburg, findet sich der älteste Altar in dieser Stadt, er stammt aus dem 14 Jahrhundert. Die Kirche wurde 1179 erstmalig urkundlich erwähnt und die heutige, spätgotische Hallenform in den Jahren 1305 bis 1364. Gegenwärtig wird die Kirche nicht genutzt und steht so nur zu besonderen Anlässen zur Besichtigung offen. Quedlinburg ist eine Stadt, in welcher es einem Stadtführer maximal gelingt einen ersten Eindruck zu vermitteln und Lust auf mehr zu wecken. Da ist es durchaus angebracht gerade diese Gelegenheiten, welche der Tag des offenen Denkmals bietet, zu nutzen und den Gästen sonst nicht zugängliche Objekte zu erschließen/zeigen. Diesen Gedanken folgend, führte ich meine Gruppe vom Busparklatz Marschlinger Hof am Theater, durch das Neuendorf, am Schreckensturm vorbei zur Ägidiikirche.

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Stadtführung IX.

Stadtführung IX.

Mittelalterliches im Bereich des Marktes ist einiges zu finden. Wenn man vor dem Rathaus steht, welches aus dieser Zeit stammt, so ist der Ursprung Gotisch, die Fassade Renaissance und Zeichen für das Ende des Mittelalters. Die Altstadt selbst entstand um 1000, sie war Ergebnis der Verleihung des Markt, - Münz - und Zollrechtes an das Stift, durch Otto III. im Jahre 994. Um die Marktkirche herum entstand der Ottonische Markt, seine Grenze verlief hinter dem alten Rathaus, welches an Hand von Mauerresten nachgewiesen wurde. Ein Teil dieser Marktmauer ist noch innerhalb eines Gebäudes zu besichtigen, ein weiterer Teil befindet sich unter dem Pflaster der Marktstrasse.

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Stadtführung VIII.

Stadtführung VIII.

Nun gibt es eine Führung, welche unter dem Titel: „Tausend Schritte durchs Mittelalter“, angeboten wird. Es handelt sich um eine Führung durch die Innenstand, ohne Schlossberg, sie dauert ca. 60 min und ist unterschrieben: „Ein Rundgang durch die Quedlinburger Altstadt (ohne Schlossberg) für eilige Touristen. Rund um den Marktplatz eröffnen die Kirchen und malerischen Fachwerkhäuser Einblicke in die jahrhunderte alte Geschichte der Stadt.“
Ganz davon abgesehen, das Tausend Schritte nicht gerade viel sind, vor allem wenn man im Kreis läuft, so kann in dieser Stadt, selbst auf dieser „Entfernung“ sehr viel entdeckt werden und nicht nur Mittelalterliches. Wobei das Mittelalter, ohne Schlossberg, welcher gerade diese Epoche entscheidend prägte, weniger der Berg, als das welches von ihm ausging, jedenfalls von seinen Besiedlern, für die Stadt schwerlich denkbar ist.
Aber was war eigentlich das Mittelalter?

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Stadtführung VII.

Stadtführung VII.

Am Wochenende hatten wir Quedlinburg verlassen, um unserem Hund aus seinem Urlaub zu holen. Ganz davon abgesehen, das Quedlinburg einen Hund im Wappen hat, welcher auf den Namen Quedel hören soll, spielen Hunde in Quedlinburg durchaus eine Rolle und nicht immer eine rühmliche. Eigentlich auch nicht, da der Hund nichts dafür kann, den Haltern sollte man sich zu wenden, welche es nicht für nötig halten, die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Freunde zu beseitigen. So kommt es nicht selten vor, dass nicht nur manch Tourist negative Erfahrungen mit diesen sammelt. Aber wahrscheinlich sagt sich manch ein Hundehalter, dass die Stadt eine unverschämt hohe Hundesteuer kassiert und dafür auch den Dreck nachräumen kann. Ganz davon abgesehen, dass die Hundesteuer wirklich unverschämt hoch ist, sind diese Tretmienen nicht gerade eine angenehme Errungenschaft.

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Stadtführung VI.

Stadtführung VI.

Ich ging mal wieder durch die Stadt und nicht nur einen Brief wollte ich zum Briefkasten bringen. Und wie immer, wenn ich vor 14.00Uhr Richtung Briefkasten wandere, nutze ich den auf dem Markplatz. So ging ich auch dieses mal das Neuendorf hinunter und bog am Ende in Richtung Markt ab, auf dem Markt angekommen, steuerte ich direkte den Briefkasten an. Bevor ich diesen aber erreichen konnte, hörte ich meinen Namen rufen, ich drehte mich zu der Seite, von welcher ich den Ruf vernommen hatte und erkannte eine Bekannte. Diese befand sich vor der Rathaustreppe und lief auf mich zu, ich ging ihr entgegen. „Hallo, wie geht es denn?“ fragte ich Sie und streckte ihr meine Hand entgegen, nachdem ich vor ihr stand. Sie erwiderte den Gruß und nahm meine Hand, „Hallo, gut … eigentlich nicht, du weist doch, ich hatte Dir von meiner Tätigkeit erzählt und öfters hatten wir uns unterhalten und gemeinsam nach Lösung manchen Problems gesucht, und jetzt habe ich wieder eins, … aber wollen wir uns nicht in ein Cafe setzen, aber nur wenn du Zeit hast?“ „Gut, machen wir, aber erst muss ich noch zum Briefkasten, du kannst ja schon mal einen Platz suchen, ich komme gleich zurück,“ antwortete ich und bekam ein „ist gut“ als Antwort, daraufhin ging ich in Richtung Briefkasten und steckte meinen Brief ein. Ich drehte mich um und schaute wo sie geblieben war, da sah ich sie auch schon winken und begab mich an den Tisch, ich setzte mich und sie fing an zu erzählen, ich hörte zu. Nicht lange und es kam eine Kellnerin, meine Bekannte bestellte sich einen Kaffee und ich eine Apfelschorle, dann erzählte sie weiter.

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Stadtführung V.

Stadtführung V.

Entscheidend für eine Stadtführung sind auch die „Aufhänger“ welche genutzt werden. Ich werde mir wohl ein paar historische Daten nehmen, es könnten aber auch Epochen der Baukunst sein. Nur wo setzt man mit den Schnitten an, welche Schnittstellen werden gewählt?
Vielleicht würde folgende Aufteilung Sinn machen:

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Stadtführung IV.

Stadtführung IV. 

Sehr geehrte Gäste, rechtherzlich begrüße ich Sie in Quedlinburg, dieser schönen und alten Stadt. 922 wurde Quedlinburg erstmalig in einer Urkunde Heinrich I. erwähnt, wobei Quedlinburg der Ausstellungsort war. Sie wurde nicht von Heinrich ausgestellt, dieser hat sie nur gezeichnet, in dem er die zwei stehenden Striche seines Anfangsbuchstabens H mit einem Querstrich verband. Er war, was zu dieser Zeit durchaus üblich war, selbst als König nicht in der Lage zu lesen und zu schreiben. Er war schlichtweg Analphabet. Heute, in einer Zeit welche geprägt ist von struktureller, abschlussorientierter Unfähigkeit, oder zumindest Mittelmäßigkeit, zählt der Abschluss, weniger die Fähigkeit, den Fähigkeiten ohne Abschluss sind nichts, im Gegenzug schützt ein entsprechender Abschluss sogar vor den Folgen nachgewiesener Unfähigkeit. Wichtig ist was auf dem Papier steht. Sicher kann auch da mit Geld nachgeholfen werden. So blieb Heinrich nichts weiter übrig, als seien Schreibern zu vertrauen. Andererseits wird sich wohl kaum einer gewagt haben, außer den Hamburgern ein par hundert Jahre später, einem König, ein falsches Papier unterzujubeln.  

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Stadtführung III.

Stadtführung III.

 

Es ist das Leben, wie das Leben eben ist und vom Quedlinburger Marktplatz sieht man relativ wenig von der Stadt, um so mehr kann man ja erzählen, sagte sich der Stadtführer, welchen ich heute begleitete, wahrscheinlich. Nun bin ich sicher nicht der bewanderte auf dem Gebiet der Geschichte, aber was ich da zu hören bekam, jedenfalls in den ersten dreißig Minuten, war schon etwas Haarsträubend. Da wurden die Gäste mit vielen Worten zugetextet, ohne wirklich etwas zu sagen und wenn etwas gesagt wurde, dann war es auch noch unkorrekt. Solches kann schon passieren, wenn vom Gegenstand abgewichen wird und dafür versucht wird, mit geschichtlichem Wissen zu glänzen, welches eigentlich nicht vorhanden ist. Dabei gäbe es viel über den Marktplatz zu erzählen und das nur an Hand des sehenswerten, oder des zu sehenden. Eigentlich völlig unnütze über die Dörfer zu gehen und die Geschichte der Ottonen zu bemühen, ohne spezielleren Bezug auf das bestehende Umfeld, obwohl dieser auch möglich gewesen wäre.