Der Winter steht vor der Tür und es wird kalt in Deutschland!
Die Wahlen sind vorbei, die Karten gemischt und der Winter steht vor der Tür. Schwarz-Gelb hat das Sagen und diverse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Für Unternehmen und Gutverdiener soll es Steuersenkungen geben, welche zwar durch Wachstum gegen finanziert werden solle, aber wenn das Wachstum nicht eintritt, werden wohl andere Mechanismen greifen müssen. So können die Verluste bei den Staatseinnahmen z.B. durch eine Erhöhung der Umsatzsteuern ausgeglichen werden, aber auch Kosten könnten gespart werden. Ja, so ist das, wenn dem einem gegeben werden soll, so muss dem anderem genommen werden!
Ein Beispiel für geplante Umverteilung findet sich am 02.10.2009 unter dem Titel: „Solarbranche vor Einschnitten“ in der MZ! Dass die „FDP … die Vergütung deutlich kürzen“ will, braucht eigentlich nicht besonders erwähnt zu werden. Immerhin ist sie als Lobbyist der großen Konzerne, darunter auch die Energiekonzerne, samt ihrer Atomkraftwerke, bekannt. Darauf verweisen nicht nur die Kursgewinne der Atomverstromer ab Montag nach der Wahl.
Im Kommentar zum Beitrag, welcher im vorauseilenden Gehorsam mit „Kompromiss ist sicher“ überschrieben ist, wird schon mal die Umlage, welche ein jeder Bürger mit seiner Stromrechnung bezahlt, auf zwanzig Jahre hochgerechnet. Da erfährt man nicht nur, dass „der Ausbau der erneuerbaren Energien … derzeit einen deutschen Vier-Personen-Haushalt monatlich drei Euro“ kostet, sondern auch das, wenn man die Beiträge summiert „und rechnet sie auf eine garantierte Einspeisezeit von 20Jahren hoch, … gewaltige Milliardenbeträge“ herauskommen. Nicht nur das sich der Kommentartor als wahrer Rechenkünstler erweist, hier werden einfach zwei Ebenen vermischt und mit der Größe von Zahlen versucht zu manipulieren. Vergleichbar und nachvollziehbar für den Einzelnen sind nämlich nicht die Milliarden, diese schrecken nur ab, sondern die Beträge, welche er wirklich zu zahlen hat. Wenn nun die 3,-€ im Monat genommen werden, mit 12 multipliziert so erhält man 36,-€ im Jahr, macht in 20 Jahren sage und schreibe 720,-€. Für den Einzelnen, oder eben der vierköpfigen Familie, also nicht die große Ersparnisse/Entlastung! Wenn nun im Gegenzug für diese Entlastung die Umsatzsteuer erhöht wird, fällt die monatliche Belastung für die vierköpfige Familie sicher höher aus. Wenn eine vierköpfige Familie z.B. im Monat nur 800,-€ für umsatzsteuerpflichtige Güter ausgeben sollte, würden 1% mehr Umsatzsteuer eine Mehrbelastung von 8,-€ pro Monat bedeuten. Da kommen erste Mal Milliarden zusammen! Wenn nun alle Förderung gestrichen werden würde, so würde nur eine 1%ige Umsatzsteuererhöhung eine Negativentlastung, also Mehrbelastung von 5,-€ im Monat bedeuten. Nun habe ich die Verbrauszahlen der vierköpfigen Familie mir ausgedacht, wobei ich sicher eher zu niedrig ran gegangen bin. Nur was hier als Entlastung verkauft werden soll, wird sich sehr schnell als Mehrbelastung entpuppen und dieses aus den verschiedensten Gründen.